Freitag, 2. Oktober 2009

Erbarmen / Jussi Adler Olsen

Klappentext:
Und dann kam die Angst …wie ein schleichendes Gift. Sie horchte auf die verzerrte Stimme, die aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen kam. „Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben.


Es sei denn, du weißt eine Antwort: Warum halten wir dich fest?"- Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf der Fähre von Rødby nach Puttgarden, man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch sie ist nicht tot, sondern wird in einem Gefängnis aus Beton gefangen gehalten.

Wer sind die Täter? Was wollen sie von dieser Frau? Und: Kann ein Mensch ein solches Martyrium überleben?

Carl Mørck, Spezialermittler des neu eingerichteten Sonderdezernats Q bei der Kopenhagener Polizei, kämpft mit diesem Fall einen doppelten Kampf: Den Kampf um das Leben einer jungen Frau. Und den Kampf um die Rückkehr in sein eigenes früheres Leben. Denn dieses Leben ist nahezu ausgelöscht worden an dem Tag, an dem Carl und seine Kollegen bei einem Einsatz schwer verletzt worden waren. Doch sein syrischer Assistent Hafez el-Assad überrascht Carl nicht nur durch unkonventionelle Ermittlungsmethoden, sondern schafft es auch, Carl in die Realität zurückzuholen - in diesem atemlosen Wettlauf um das Leben einer Frau, die längst als tot gilt.

Mein Fazit:

Merete, ein junge aufstrebende Politikerin, verschwindet plötzlich und unerwartet von einer Fähre, die Polizei geht von Selbstmord oder einem Unfall aus, da nichts in ihrem Umfeld auf etwas anderes hindeutet. Der Fall wird zu den Akten gelegt. Fünf Jahre später, wird eine neue Sonderkommission gebildet, die ungelöste Fälle noch einmal aufrollen und bearbeiten soll, zu dieser Sonderkommission wird Carl versetzt, der bei einem Einsatz verletzt wurde und die Folgen davon noch nicht verarbeitet hat, er eckt bei allen Kollegen an und hat auch die Lust an der Arbeit verloren, so ist er auch nicht böse das die *Sonderkommission Q* nur aus ihm und einem Assistenten besteht und im Keller des Polizeikommissariats untergebracht ist.

Es kommt wie es kommen muss, durch Zufall rollt er den Fall *Merete* wieder auf und stellt fest das die Kollegen die vor Jahren den Fall bearbeiteten mehr als schlampig zu Werk gegangen sind.

Der Leser weiß natürlich das Merete noch lebt und unter schrecklichsten Bedingungen gefangen gehalten wird. Leider kann man sich schon recht schnelle die Antwort auf die Frage warum sie entführt wurde und von wem, beantworten.

Aber es bleibt das Mitleiden mit Merete, das Grauen das man empfindet, wenn man sich in ihre Situation hinein versetzt und es ist spannend wie Carl und sein syrischer Assistent Hafez el-Assad, den Tätern, durch teils recht unkonventionelle Methoden, immer näher kommen.

Ich bedauere nicht, diese Buch gekauft zu haben und kann es nur weiterempfehlen.

Das Leben der Wünsche / Thomas Glavinic

Klappentext:

Stellen Sie sich vor, Ihre geheimsten Wünsche würden wahr. Die innersten, dunklen Wünsche, von denen Sie selbst bisher nichts ahnten.


So ergeht es Jonas, dem ein Unbekannter eines Tages ein unerhörtes Angebot macht: "Ich erfülle Ihnen drei Wünsche." Der Ehemann, Vater, Werbetexter und leidenschaftliche außereheliche Liebhaber lässt sich auf das Spiel ein. Bis seine Frau eines Abends tot in der Badewanne liegt. Weiß die Nacht etwa mehr von Jonas' Wünschen als er selbst? Unverwechselbar erzählt der in Wien lebende Schriftsteller Thomas Glavinic die Geschichte eines ganz normalen Mittdreißigers, der genau das bekommt, was er sich wünscht. Und noch ein bisschen mehr.


Mein Fazit:

Jonas, Werbetexter, verheiratet, Ehebrecher, 2 Kinder, wünscht sich so vieles, wie wohl die meisten Menschen, nur im Gegensatz zu anderen Menschen bekommt er die Chance seine Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen, weil sich ihm nämlich eine gute Fee nähert die ihm die drei berühmten Wünsche, die wir alle aus Märchen kennen offeriert, davon das die Fee aussieht wie ein Mann und nach Bier stinkt und im weiteren Verlauf des Buches nicht weiter vorkommt, sollten sich die Leser nicht weiter irritieren lassen, wie man auch so manch anderes in dem Buch wohl nicht unbedingt verstehen soll, sonst hätte uns der Autor sicherlich darüber aufgeklärt was es mit so manchen seltsamen Begebenheiten die in dem Buch geschehen so auf sich hat. Einige Wünsche erfüllen sich, z.B. wird ihm die Entscheidung abgenommen, welche Frau denn nun die Richtige für ihn ist, in dem seine Ehefrau in der Badewanne zu tode kommt, andere wiederum werden ignoriert, so wie es aussieht werden nur solche Wünsche erfüllt die er wirklich und wahrhaftig verspürt *Weltfrieden* gehört wohl nicht dazu.

Es bleibt viel Raum für Spekulationen und eigene Interpretationen, ich habe mir eine eigene Lösung für all die Rätsel zusammen gebastelt und fand den Roman mit dem Hintergrund dann sogar verständlich, das war vielleicht nicht im Sinne des Autoren, aber ohne meine eigene Erklärung, wäre das Buch eine unverständliche aneinanderreihung obskurer Erlebnisse gewesen.

Dies war mein erstes Buch von Thomas Glavinic, sein Schreibstil gefällt mir, seine Art die Leser im unklaren darüber zu lassen was genau nun eigentlich Wirklichkeit ist und was nur eingebildet, gefällt mir gar nicht.

Ich gebe dem Buch 3 Punkte für den Schreibstil und dem Raum für Fantasie und 0 Punkte für Null Erklärung.