Sonntag, 30. Januar 2011

Das Schweigen der Toten von Todd Ritter

Ein gefesselter Mann, die Augen verbunden. Er lauscht in die Dunkelheit. Er hört Schritte. Er will schreien und kann es nicht.


Seit Menschengedenken hat sich in Perry Hollow kein Gewaltverbrechen ereignet. Doch an diesem Morgen wird ein Bürger des kleinen Ortes gefunden: in einem Sarg, die Lippen zugenäht, der Körper ausgeblutet. Während sich Kat Campbell, Sheriff der kleinen Stadt, an die Ermittlungen macht, geht bei der Perry Hollow Gazette der Text für eine weitere Traueranzeige ein. Todeszeit: in einer halben Stunde.

Ich hab das Buch von Vorablesen erhalten .

Ein Serienmörder geht um in Perry Hollow, einem kleinen eigentlich langweiligen Städtchen, in dem nichts passiert und die Polizei eine eher ruhige Kugel schiebt, bis eben auf der Straße ein Sarg gefunden wird, in dem Sarg die Leiche George Winnicks, der wie sich herausstellt, mehr schlecht als recht einbalsamiert wurde.

Schon bevor die Leiche gefunden wurde, erhält der örtliche Nachrufverfasser, Henty Goll, ein Fax, mit demTodeszeitpunkt des Opfers. George bleibt nicht das einzige Opfer und immer bekommt Henry ein Fax mit dem Todeszeitpunkt, der allerdings ganz kurz in der Zukunft liegt .Gemeinsam mit der Polizistin Kat und Nick einem Spezialagenten, versuchen sie den Mörder zu fassen.

Der Autor schafft es nicht ganz, die Personen seines Romans *lebendig* werden zu lassen sie bleiben etwas farblos, das sie alle sehr problembeladen sind ist es auch schwer mitzuleiden, denn das Mitleid muss angesichts der vielen Probleme nach dem Gießkannensystem verteilt werden, da bleibt für den einzelnen nicht viel übrig. Genauso ist es mit den Tatverdächtigen, im Laufe der Geschichte tauchen mehrere davon auf, und alle sind sie mehr oder weniger unsymphatisch und kaum setzt man sich mit einem der Tatverdächtigen etwas näher auseinander, präsentiert Ritter einen neuen. Meiner Meinung nach etwas zu viel des Guten. Der Showdown ist wie nicht anders zu erwarten Genretypisch, die Guten bringen den Bösen zur Strecke.Positv fand ich allerdings, das sich keine Liebesgeschichte zwischen Kat und einem der männlichen Hauptpersonen entwickelt, sollte der Autor vorhaben weitere Bücher mit diesen Personen zu schreiben, so hoffe ich das es dabei bleibt.

Mein Fazit: Nicht ganz der erwartete Pageturner, aber auch nicht so schlecht das man nicht weiterlesen möchte, für zwischendurch völlig OK.

Sonntag, 2. Januar 2011

Das Regenmädchen von Gabi Kreslehner

Klappentext:
Eine regennasse Fahrbahn. Einzelne Autos, die vorbeirauschen. Ein grauer Morgen. Als Kommissarin Franza Oberwieser an den Tatort kommt, trifft sie der Anblick der Toten wie ein Schlag.


Ein schönes junges Mädchen in einem glitzernden Ballkleid liegt verrenkt am Straßenrand. Franza beginnt Fragen zu stellen und begegnet nur Menschen, die etwas zu verbergen haben. Dunkle Seiten, Abgründe, Lügen. Die Tote kannte sie alle. Musste sie deshalb sterben?

Nach der Leseprobe konnte ich nicht genau einordnen was mich erwartet: Ein poetischer spannender Krimi oder poetische Langeweile.

Von Langeweile konnte keine Rede sein, die Personen im Buch waren sehr genau beschrieben, so das man sich gut in sie hineinversetzen konnte, ein symphatisches Ermittlerduo, mit Stärken und Schwächen sowohl im beruflichen als auch privaten Bereich, wobei das Privatleben der Ermittler nicht bis zur Ermüdung ausgewalzt wurde. Franza und Felix versuchen den Tod der jungen Marie aufzuklären, die in einer verregneten Juninacht auf der Autobahn überfahren wurde und dadurch zu Tode kam, was auf den ersten Blick wie ein Unfall aussieht, entpuppt sich nach kurzer Zeit als Mord.

Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt, der erste beginnt mit dem Tod Maries, dem Regenmädchen, der zweite erzählt aus ihrem Leben.

Nach und nach führen die beide Erzählstränge zusammen und man erfährt das es eine tiefere Verbindung zwischen Franza und Marie gibt, Ben; Franzas Sohn und Maries großer Liebe. Lange bleibt die Antwort wer der Täter ist, offen. Sogar ihren Sohn Ben verdächtigt Franza.

Alles in allem, ein gelungener Roman, mit einem spannenden und überraschenden Ende.