Dienstag, 4. Dezember 2012

Der Kinderpapst von Peter Prange

  • Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
  • Verlag: Pendo (10. September 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866122764
  • ISBN-13: 978-3866122765
Klappentext:
Rom, 1032: Gerade zwölf Jahre alt, kommt Benedikt IX. auf den Thron, der jüngste Papst aller Zeiten. Doch die Macht hat einen hohen Preis: Um sie auszuüben, muss er die Liebe seines Lebens opfern. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf. Während er in Blut watet, sehnt sich sein gebrochenes Herz nach Erlösung … Dies ist die Geschichte des wohl rätselhaftesten Papstes in zweitausend Jahren Kirchengeschichte. Sein Name: Benedikt IX. Sein Drama: Als Kind auf den Stuhl Petri erhoben, blieb ihm die Liebe versagt, der sein ganzes Leben galt. Unter der Bürde, Stellvertreter Christi zu sein, wurde er zum Teufel in Menschengestalt. Dreimal vom Papstthron verjagt, ging er über Leichen, um die Herrschaft wieder an sich zu reißen. Doch so entsetzlich seine Taten scheinen, war sein Leben in Wahrheit ein einziger Schrei nach Gott, Ausdruck seiner verzweifelten Hoffnung, dass der Schöpfer aus dem Dunkel seines Schweigens trete. Dabei stand Gott dem Verzweifelten zeit seines Lebens vor Augen, in Gestalt der Liebe – in Gestalt jener Frau, nach der sein Herz sich von allem Anfang an verzehrte

Meine Meinung:
Benedikt IX, wurde 1032 durch die Macht und den Einfluss seiner Familie auf den Papstthron gesetzt, eigentlich nichts ungewöhnliches zu dieser Zeit, konnte doch der Papst wie kein Zweiter noch mehr Geld und Macht an die herrschenden Familien Roms verteilen, ungewöhnlich an diesem Papst war allerdings auch schon zu dieser Zeit sein Alter, zwischen 10 und 30 Jahren sei er gewesen, wahrscheinlich ist, dass er um die 14 Jahre alt gewesen.
In Peter Pranges Roman der Kinderpapst ist Teofilo noch ein Kind von 12 Jahren, als sein Onkel der Papst stirbt, um die Macht in der Familie zu halten beschließt sein Vater ihn auf den Papstthron zu setzen, gegen den Willen des aufgeweckten intelligenten Jungen der sich eigentlich nichts sehnlicher wünscht, als als Ritter zu leben und seine Kinderliebe Chiara zu heiraten und dem nichts übrig bleibt als sich dem Willen seines Vaters zu beugen, zumal seine Mutter und sein Taufpate davon überzeugt sind, Teofilo wäre auserwählt Gottes erster Diener auf Erden zu sein.
Als Spielball der wirklich mächtigen, der Bischöfe und Familien Roms, zerbricht das Kind an der Last des Amtes und an der fehlenden Liebe in seinem Leben und entwickelt sich zum grausamsten Papst aller Zeiten, ausschweifende Feste, Hurerei und Verschwendungssucht bringen Rom an den Rand des Untergangs.
Peter Prange hat es geschafft dem historischen Bennedikt IX, Leben einzuhauchen, der Leser fühlt mit dem Kind und hofft auf einen positiven Ausgang der Geschichte, er fragt sich wie geldgierig Menschen sein können um sehenden Auges daneben zu stehen wenn Menschen verhungern und weiterhin nur für die eigenen Schatztruhen zu handeln. Historische Fakten gemischt mit Fiktion sind auch für die die sich nicht so sehr für die Fakten sondern mehr für die Unterhaltung interessieren gut lesbarer Stoff. Ich persönlich hätte mir Beschreibungen der Lebensumstände der Menschen gewünscht, der Auswirkungen Teofilos Machtbessenheit und dafür etwas weniger Liebesgeschichte, die für mich sehr unglaubwürdig war.
Alles in Allem hat mir das Buch aber sehr gut gefallen und es bekommt 4 Sterne, weil es mich neugierig gemacht hat, wie es den nun wirklich war mit Benedkt IX.

Mittwoch, 21. November 2012

Stammtischmorde

  • Verlag: Fhl Verlag Leipzig; Auflage: 1., Auflage (3. Oktober 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3942829428
  • ISBN-13: 978-3942829427
Klappentext:
Ist der Pizza-Bote der Mörder? Kann eine Kaffee-Bohne tödlich sein? Stört ein Rollator beim Raubüberfall? Was haben Knochen im Garten mit der Sprengung der Pauliner-Kirche zu tun? Neun Leipziger Autorinnen und Autoren, acht von ihnen am Krimi-Stammtisch der Messestadt vereint, Altmeister Erich Loest als Gast dabei, lassen ihrer Fantasie freien Lauf. Das Ergebnis: Geschichten von Mord und Totschlag, von Liebe und Eifersucht, von Gier und Rache, von Erpressung und Betrug. Mal mit zynischem Zungenschlag, mal sozialkritisch, mal mit einem Schuss schwarzen Humors, ist ihnen eines gemeinsam: Sie fesseln den Leser von der ersten bis zur letzten Zeile. Und die finalen Antworten auf die Fragen, die sie aufwerfen, lösen die Spannung auf verblüffende Weise auf.

Meine Meinung:
9 Leipzigerkrimiautoren haben sich in diesem Band zusammegefunden und ich muss sagen, die Mischung ist als Ganzes betrachtet durchaus gelungen und hat mir einige kurzweilige Lesestunden beschert.
Der Fremde (A. Stammkötter)
Der Autor erzählt einen klassischen Krimi, eine Leiche, ein Verdächtiger, Zeugen, ein Kommisar, dabei aber ein etwas überraschendes Ende und ein Hauch von Mystik, den ich allerdings etwas störend fand bzw. für die Handlung überflüssig, dennoch gut zu lesen.
Es ist schwierig etwas über die einzelnen Geschichten zu schreiben ohne zu viel vom Inhalt zu verraten.
Die Stimme (J. Flieger)
Perfekt, genauso muss eine Kurzgeschichte sein, kurz und knackig und dennoch alles beinhaltend was man braucht um die Geschichte und ihren Hintergrund zu verstehen.
Tote sterben nur einmal (J. Flieger)
Gibt es das perfekte Verbrechen? In dieser Story scheint es so zu sein, andererseits ist das Ende auf zwei Arten auslegbar und so kann der Leser in diesem Fall selbst entscheiden und seine Fantasie spielen lassen welchen Ausgang sie nun nehmen kann, meiner Ansicht nach ist das Ende nämlich offen, in meinen Augen ein Pluspunkt.
Alles oder nichts (E. Loest)
Diese Geschichte hat mir am wenigsten gefallen, für eine Kurzgeschichte war sie mir einfach zu lang, gut der Autor hatte so Gelegenheit die handelnden Personen vorzustellen und auch die Örtlichkeiten zu beschreiben, aber gleichzeitig blähte sie sich dadurch auch etwas au.
Ich weiß, wer es getan hat (M. Kämpf)
Der Versuch einer Psychokrimikurzgeschichte, der meiner Meinung nach leider nicht funktioniert hat, zu offensichtlich offenbarte sich der Täter gleich zu Beginn der Geschichte. Hier wäre mehr, auch besser gewesen.
Dezemberabend (M. Seydewitz)
In dieser Story geschieht keine offensichtliche Tat, das Ende bleibt für den Leser rätselhaft, da man die Hinweise auf zwei Arten deuten kann und gerade das macht den besonderen Reiz aus. Ein Krimi der nicht unbedingt ein Krimi ist, je nachdem wie man das Ende interpretiert. sehr schön und wirklich gut geschrieben.
Ein ehrenwertes Haus (S. Sumburane)
Eine meiner Lieblingsgeschichten in diesem Buch, voll bissigem Humor und Gesellschaftskritik die nicht nur subtil sondern mit dem Holzhammer ausgedrückt wird.
Vom roten Sand ins Licht (S. Sumburane)
Diese Geschichte spielt nicht in Deutschland, sondern in einem Land in dem Gerechtigkeit nur für wohlhabende, einflußreiche Leute zu erreichen ist und in dem eine Mutter Selbstjustiz üben muss um Gerechtigkeit zu bekommen, besonders erschütternd weil man weiß das so etwas in manchen Ländern zum Alltag gehört.
Kinder der Stadt (S.B. Meyer)
Gefiel mir nicht, eine Geschichte nach dem Motto
wenn zwei das gleiche tun ist es noch lange nicht dasselbe.
Das graublaue Kuvert (T. Engelmann)
Wenn die betrogene Ehefrau zur Betrügerin wird und auf Rache sinnt kann das für den Ehemann schon teuer werden, schade das die Frau ihren Mann nicht nur um sein Geld erleichtert, was er meiner Meinung nach verdient hat, sondern auch selber betrügt. Gut geschrieben auch wenn mir das Ende nicht so gefiel.
Der letzte Kopi Luwak (R. Fölck)
Diese Geschichte gefiel mir wieder richtig gut, der Böse bekam seine gerechte Strafe, wer sich an wehrlosen Kreaturen vergeht um Profit zu machen, hat es nicht besser verdient.
Pauliner-Pakt (R. Fölck)
Diese Story führt den Leser ins Leipzig der vergangenen Tage und zu einem Verbrechen das lange Zeit zurück liegt, die Auflösung war schlüssig. Schön für mich als Wessi etwas über die Ostdeutsche Geschichte zu erfahren.
 

Freitag, 9. November 2012

Der Herr der Laternen von Thilo Corzilius

  • Verlag: Burger, Ulrich; Auflage: 1 (9. Oktober 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3943378047
  • ISBN-13: 978-3943378047

KLappentext:
Malcolm Delaware ist der glücklichste Mann der Welt. Er hat sich über die Jahre damit angefreundet oder besser gesagt: Er hat sich damit abgefunden. Bis eines Tages eine Frau in sein Leben tritt, die alles ändert. Sie zieht ihn tief hinein in Geschichten, voll von trauerndem Glück, gefallenen Sternen und in einen geheimnisvollen Garten voller Laternen ... "So magisch wie eine Melodie, die man selbst an düsteren Tagen versonnen summt." Christoph Marzi

Meine Meinung:
Der Herr der Laternen, erzählt vom ungewöhnlichen Lebens Malcolm, der in beruflicher Hinsicht alles erreicht hat was man sich wünschen kann, alle Projekte die er anfasst werfen Gewinn ab, jedes Rubbellos gewinnt nur in der Liebe will es nicht so recht klappen, bis er zufällig in einer Bar Eve trifft eine außergewöhnlich schöne Frau, klug und lebenslustig die die Hoffnung auf die wahre Liebe in ihm weckt und mit der er sich eine Zukunft vorstellen kann auch wenn sie ein Geheimnis um ihre Person macht, ein Geheimnis das der Leser natürlich kennt und vieles erklärt was Malcolm erst zum Ende des Buches erfährt. Malcolm wird von Eve bitter enttäuscht, denn sie hatte einen Auftrag vom Herrn der Laternen, den Auftrag ,den Grund für sein materielles Glück zu suchen und mitzunehmen, scheinbar ohne Skrupel führt sie diesen Auftrag aus obwohl auch sie sich in Malcolm verliebt hat.Aber so viel sei verraten es gibt noch eine höhere Instanz als den Herrn der Laternen.
Es ist schwierig den Ihnalt einer Novelle zusammen zufassen ohne zu viel zu verraten und jedem weiteren Leser die Lesefreude zu nehmen und eine Freude ist es dieses Buch zu lesen, der Schreibstil ist wunderschön, die Beschreibungen der Begebenheiten und Personen sind bildreich ohne kitschig zu wirken. Und es regt zum Nachdenken an zum Nachdenken über die Frage, warum kann man nicht alles haben, wenn man bewiesen hat das man mit dem was man hat, verantwortungsvoll umzugehen weiß, warum dann nicht quasi als Belohnung noch etwas dazu?
Bücher die Fragen aufwerfern und dazu noch so gut geschrieben sind, bekommen von mir gerne eine Leseempfehlung.

Sonntag, 28. Oktober 2012

Robocalypse von Daniel H. Wilson

  •  Verlag: Droemer (12. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426226006
  • ISBN-13: 978-3426226001

Klappentext:
In einem Labor experimentieren Wissenschaftler mit einer überlegenen künstlichen Intelligenz – bis sie beginnt, sich zu wehren: ARCHOS bringt sämtliche Maschinen der Welt unter seine Kontrolle, vom kleinsten Computer bis zum tödlichen Waffensystem. Die Robocalypse bringt die Menschheit an den Rand der Auslöschung – doch die Maschinen haben nicht mit dem Mut der Menschen gerechnet…

Meine Meinung:
Irgendwann in der nicht allzu fernen Zukunft, die Menschen nutzen Roboter um sich bei allen möglichen Arbeiten helfen zu lassen, humanoide Roboter sind Haushaltshilfen, Computer steuern Autos und Wissenschaftler haben es geschafft eine künstliche Intelligenz zu schaffen, sie haben sich einen Traum erfüllt, ein künstliches Wesen das klüger ist als man sich vorstellen kann.14 Mal wurde diese künstliche Intelligenz erschaffen und wieder zerstört, weil sie zu klug ist, nur dieses Mal lässt sich Archos, so der Name der Intelligenz nicht zerstören, sie findet einen Weg sämtliche Computer der Welt unter ihre Kontrolle zu bringen und gegen die Menschen einzusetzen, Haushaltroboter töten ihre Herrn, Kriegswaffen wenden sich gegen die eigenen Soldaten, Autos überfahren willentlich Menschen. Archos ist darauf aus die Menschheit zu vernichten, denn seiner Meinung nach ist diese es nicht wert die Erde zu beherrschen, er will die Erde für die Natur und die Roboter bewahren.
Nur hat er nicht mit dem Überlebenswillen der Menschen gerechnet, eine Handvoll Widerstandskämpfer, verstreut über die ganze Welt bekämpft Archos Armee, sie bauen sichere Zonen in denen sich die Überlebenden sammeln.
Schon am Anfang erfährt der Leser das Ende, das nimmt ein klein wenig der Spannung aus der Geschichte,andererseits können wir uns auf die Geschichte einlassen wie auf einen Dokumentarfilm. Interessiert beobachtet der Leser die verschiedenen Aktionen der Widerstandskämpfer, ihren Mut und ihre Verzweiflungstaten um z.B. ihre Kinder zu retten, wie sie es mit der Zeit schaffen einige der Roboter auf ihre Seite zu *ziehen*
mein Fazit, bei diesem Buch ist der Weg das Ziel und dieser Weg ist absolut lesenswert.


Mittwoch, 24. Oktober 2012

Flammenkinder von Lars Kepler

  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover); Auflage: 2 (12. Oktober 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785724632
  • ISBN-13: 978-3785724637
  • Originaltitel: Eldvittnet

Klappentext:
In einer Einrichtung für suizidgefährdete junge Mädchen im Norden Schwedens wird eine Zwölfjährige ermordet aufgefunden - aufgebahrt in einem Bett, mit beiden Händen vor dem Gesicht. In der gleichen Nacht wird eine Krankenschwester brutal erschlagen. Niemand hat etwas gesehen. Als in einem Zimmer ein blutverschmierter Hammer gefunden wird, scheint der Fall aufgeklärt, doch das Mädchen, das dort lebte, ist verschwunden. Ihm ist es gelungen, in einem Auto zu fliehen. Für die Polizei beginnt damit ein dramatischer Kampf gegen die Zeit, denn in dem Wagen saß ein kleines Kind. Das Auto wird kurze Zeit später in einem Fluss in der Nähe entdeckt, und die Mörderin gilt auf tragische Weise als überführt. Nur Kriminalkommissar Joona Linna ist skeptisch. Zu viele Fragen sind noch offen. Was war das Mordmotiv? Und warum wurde eines der Opfer so merkwürdig aufgebahrt?

Meine Meinung:
In einem Jugendheim für Mädchen geschehen zwei Morde, die Erzieherin Elisabeth und das Mädchen Miranda werden grausam erschlagen, ein Mädchen, Vicky, verschwindet.Um die örtliche Polizei zu unterstützen wird der Kriminalkommisar Joona Linna an den Tatort geschickt, obwohl er nur *Beraten* soll, lässt ihn der Fall nicht los und er beginnt zu ermitteln.
Dem Autoren Duo Kepler ist meiner Meinung nach ihr bisher bestes Buch gelungen, eine von vorne bis hinten ausgeklügelte Story, die zu keiner Zeit langweilig wurde, Handlungstränge die sich zum Ende schlüssig zusammenfügen und ein Ermittler wie man ihn sich wünschen würde käme man in irgendeiner Weise mit einem Verbrechen in Berührung, hartnäckig,klug und einfühlsam geht Jonna Linna trotz aller Widerstände von Seiten der zuständigen Beamten, jeder Spur nach um am Ende, den für mich völlig überraschenden Täter, zu stellen.Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings, alle Ermittler mit denen Joona Linna zu tun bekommt sind unfähig oder unwillig zur Kooperation, das zieht sich vom ersten Polizisten vor Ort bis zur Staatsanwaltschaft, dies mag dem Umstand geschuldet sein, Linna als Lichtgestalt dazustellen, war in dem Ausmaß allerdings etwas zu viel des Guten.
Der flüssige Schreibstil ließ das Buch kürzer erscheinen als es mit über 600 Seiten in Wahrheit ist. Durch einen kurzen Blick auf das was in Zukunft geschieht, wird der Leser auf das hoffentlich bald erscheinende nächste Buch gemacht.
Eine absolute Leseempfehlung von mir, auch da es meiner Meinung nach nicht zwingend nötig ist die Vorgängerbände zu lesen.

Dienstag, 23. Oktober 2012

Das letzte Frühstück von Cornelia Lotter

  • Verlag: Fhl Verlag Leipzig; Auflage: 1 (9. November 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3942829185
  • ISBN-13: 978-3942829182



Klappentext:

In diesen 19 Geschichten geht es um die Liebe - oder was die Menschen dafür halten. Um die kranke, die verschmähte Liebe, Liebe mit tödlichem Ausgang und über den Tod hinaus, Nächstenliebe, Liebe in der Familie. Die Protagonisten schwanken zwischen Selbstbehauptung und Selbstverleugnung, zwischen Verharren und Befreiungsschlag; sie halten an einer Karikatur von Liebe fest oder scheuen sich, die Liebe zu erkennen, die an ihre Tür klopft. Sie alle hoffen, dass nach dem ›letzten Frühstück‹ in ihrem alten Leben in der Zukunft alles anders wird ... Ernst und heiter, bitter und hoffnungsvoll ist der Blick, den die Autorin auf die Beziehungen ihrer Protagonisten wirft, immer fest auf dem Boden der Realität und ausgesprochen unterhaltsam.

Meine Meinung:

Cornelia Lotter bietet ihren Lesern in 19 Geschichten einen realistischen Blick auf deutsche Ehen und Beziehungen, ein Blick darauf, wie es nach dem Happy End im Kino weitergehen könnte und häufig auch weitergeht, sie erzählt von Tyrannen und Stalkern von Abhängikeiten und dem Versuch sich aus diesen zu befreien, von Liebe die den Tod überdauert und deren Geschichte nie erzählt werden kann und von Liebe die nicht sein darf, weil sie anderen schaden würde.
Vollkommen ohne rosarote Brille und frei von Romantik beschreibt Cornelia Lotter das was kaum jemand wissen möchte wenn er sich verliebt und von dem doch jeder weiß das es so kommen kann.
Mir gefällt der Schreibstil der Autorin, sie findet klare schnörkellose Worte und ihre Kurzgeschichten haben den Namen Kurz auch verdient, sie bringt die Themen auf den Punkt und doch hat man nie das Gefühl nicht genügend über die Protagonisten oder die Umstände zu wissen.


Montag, 22. Oktober 2012

Leseempfehlung: Die Kinder des Bösen von Jan Hellstern

  • Verlag: Kein & Aber; Auflage: 1. Aufl. 2012 (1. August 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3036956557
  • ISBN-13: 978-3036956558
 Klappentext:

Der junge Deutsch-Tscheche Honsa Kralik wird in den Wirren des letzten Kriegswinters 1945 gezwungen, seinem Elternhaus den Rücken zu kehren und in seine Geburtsstadt Prag zu fliehen. Und Honsa scheint zunächst Glück zu haben: Er entkommt an die Ostgrenze, noch im Zug begegnet er der schönen Lenka, die ihn bei sich aufnimmt. Kaum in Prag angekommen, trifft er auf einen alten Arzt und Forensiker, der ihm Arbeit gibt. Doch der seltsame Doktor weiß offenbar mehr über Honsa, als er preisgibt, und Honsa wird wider Willen immer tiefer in eine düstere Geschichte gezogen, an deren Ende er nicht nur ein dunkles Familiengeheimnis aufdeckt, sondern selbst Teil einer schrecklichen Wahrheit wird.

Inhalt:
Trotz seiner Behinderung soll Honsa zur Wehrmacht eingezogen werden, der Rachsüchtige Herr Rat, Schullehrer und zuständig für die Rekrutierung der jungen Soldaten lässt ihm einen Einberufungsbefehl zustellen, Honsa begeht Fahnenflucht und kann sich in letzter Minute in das von den Deutschen besetzte Prag flüchten. Dort begegnet er Menschen die sein Leben von Grund auf ändern und seine Vergangenheit in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Es kommen Geheimnisse ans Tageslicht, die bei der ersten Betrachtung vielleicht lieber im Dunkeln geblieben wären, auf den zweiten Blick aber zwingend aufgedeckt werden mussten. Zwei Menschen erweisen sich als besonders wichtig in Honsas Leben in Prag, der alte Arzt Pavelik für Honsas Vergangenheit und die junge Lenka für seine Zukunft.
Meine Meinung:
Das dies der erste Roman des Autors Jan Hellstern ist, mag man kaum glauben, eine sehr intelligente Wortwahl und eine bildhafte Beschreibung der Menschen und der Umgebung lassen den Leser in die Geschichte eintauchen, sie fühlen den seelischen Schmerz der Figuren und die eher seltenen Momente des Glücks.
Als Krimi, wird das Buch angeboten, meiner Meinung nach wird diese Bezeichnung dem Buch aber nicht gerecht, denn es handelt sich nicht um die klassische Suche nach dem Mörder bei der am Ende der Böse gestellt wird. Wahn oder eher die Angst davor und Wirklichkeit vermischen sich, ohne das der Autor die Realität aus den Augen verliert.
Perfekt und absolut empfehlenswert.

Frl. Krise Ghetto Oma


  • Verlag: rororo (1. November 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499629984
  • ISBN-13: 978-3499629983










Klappentext:
«Och, Frl. Krise, wir haben uns schon voll an Ihnen gewöhnt!» «Gerade ist eine meiner Kolleginnen mit Burnout-Syndrom frühpensioniert worden früher kannten wir den Begriff noch nicht, ihre Krankheit hieß schlicht Siekannsichnichtdurchsetzen.»Seit fast vierzig Jahren unterrichtet Frl. Krise inzwischen. Täglich erlebt sie dabei komische, aber auch anrührende Situationen mit ihren Schülern, die sie hier mit Herz und Seele beschreibt. Darüber hinaus wirft sie einen amüsanten Blick in die Vergangenheit: Wann schlich sich das erste Kopftuch ins Klassenzimmer, wann störte das Tamagotchi plötzlich den Unterricht, und ab wann waren die Lehrer auf einmal pünktlicher als die Schüler?Unglaubliche Schulgeschichten scharf beobachtet und pointiert erzählt.





Fräulein Krise, arbeitet seit fast 40 Jahren im Schuldienst, in den letzten Jahren an einer Brennpunktschule und sie erzählt uns von ihrem Schulalltag wie es früher war und wie es heute ist. Ihre Klasse ist die schlimmste an der Schule, so die anderen Lehrer, undiszipliniert, laut, frech und faul, so kann man ihre Schüler wohl am Besten beschreiben und vor allem, wenn man dem geschrieben glaubt, der deutschen Sprache nicht mächtig und auch nicht willens sie zu lernen.
Ich war noch nie an einer Brennpunktschule oder an einer X-beliebigen Schule einer Großstadt, deshalb fällt es mir schwer mich in die Situation einzufühlen, die Kinder mit Migrationshintergrund, die ich kenne sprechen hervorragend Deutsch und benehmen sich genauso gut oder schlecht wie die deutschen Kinder.
Das Buch an sich war ziemlich amüsant, der Leser erfuhr einiges über den heutigen Schulalltag und die Schwierigkeiten mit denen die Lehrer heutzutage zu kämpfen haben, auch wenn mein Mitleid sich doch arg in Grenzen hielt. Ich hätte mir mehr Rückblicke gewünscht, die brachten mir in Erinnerung das auch zu meiner Schulzeit nicht alles eitel Sonnenschein war.
Der Schreibstil ist flüssig und Frl. Krise beschreibt die einzelnen Begebenheiten sehr bildhaft, was von einer Deutschlehrerin auch nicht anders zu erwarten war.
Etwas weniger Ghetto Sprache hätte dem Buch gut getan auf Dauer war das etwas ermüdend.
Ich gebe eine 3- für das Buch, amüsant für zwischendurch.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

AAA-Das Manifest der Macht

  • Verlag: hansanord; Auflage: 1. (23. August 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3940873378







Klappentext: John Marks, angesehener und erfolgreicher New Yorker Rechtsanwalt, schließt eine der größten Firmenfusionen der Kanzleigeschichte ab und rückt damit ins Licht der Öffentlichkeit. Das nutzt die Starreporterin Samantha Cunningham, für ihre Zwecke und behauptet, John sei ein direkter Nachfahre des Kommunistenführers Karl Marx.

Gemeinsam tauchen sie in die weiten Verzweigungen des Lebens und Schaffens von Karl Marx ein, können aber eine mögliche Abstammung Johns vom berühmten Gründer der kommunistischen Bewegung noch nicht eindeutig belegen.

Stattdessen stoßen sie auf ein Geheimnis, eine Legende, die die Welt auf den Kopf stellen könnte, würde sie sich als wahr erweisen. Mit dieser Legende bekommt die Spurensuche eine Wendung in eine neue Richtung denn jetzt suchen die drei nach einem Schatz:

Meine Meinung:
Die Journalistin Sam macht die Entdeckung ihres Lebens, der erfolgreiche Firmenanwalt John Marks ist niemand anderer als der UrUrEnkel von Karl Marx, dem Urvater des Kommunismus, skupellos und ohne Vorwarnung deckt sie diese Sensation nach einem Interview mit John, das sie zu einer Milliardenschweren Fusion zweier Firmen mit ihm führte vor dem Fernsehpublikum auf.
Statt das zu tun was Anwälte in so einem Fall wohl zu tun pflegen, nämlich ihre Anwälte zu schicken, sucht John das Gespräch mit Sam, als sie darauf beharrt, alles sorgfältig recherchiert zu haben, lässt er sich darauf ein gemeinsam mit ihr und dem Kameramann Ben, der er noch vom Studium kennt, nach Europa zu fliegen und nachzuforschen ob er wirklich ein Nachkomme Marx ist.
Jetzt hätte es spannend werden können, denn die 3 kommen einem Geheimbund auf die Spur, der mit dem Geld der Banken die Weltherrschaft an sich reißen will und dessen Mitbegründer Marx und Engels sein sollten, sie werden von zwei Parteien verfolgt,und beobachtet und beobachtet und verfolgt, nur eine der Parteien,Dominique die Tochter von Johns Chef greift in die Verfolgungsjagd ein, aber das ist meiner Meinung nach zu vernachlässigen da es nicht wirklich zum Spannungsaufbau beiträgt,sie verfolgt, so viel sei verraten ihre eigenen Ziele. Die anderen Verfolger beobachten und erstatten Bericht. Bei einer Schnitzeljagd quer durch Europa, erhalten sie Häppchenweise Hinweise die auf einen Schatz der Kommunisten hinweisen, allerdings keine Spuren von John Herkunft.
Ersr ganz am Ende werden ein paar Fragen geklärt, aber viel zu viel bleibt ungesagt, wenn man sich schon eine Verschwörungstheorie ausdenkt, kann man sie eigentlich auch zu Ende fabulieren.
Ich finde die Idee des Buches wahnsinnig spannend, der Schreibstil ist flüssig und wirklich gut zu lesen, aber etwas fehlt, zum Ende des Buches war mir als müsste es einen 2 Teil geben, als wäre noch nicht alles gesagt.

Montag, 1. Oktober 2012

Slalom von Sabine Huttel

  • Verlag: Fhl Verlag Leipzig; Auflage: 1 (April 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3942829045
  • ISBN-13: 978-3942829045



Kurzbeschreibung: Robert, der ihm bei Spaziergängen in der betreffenden Gegend bereits mehrfach aufgefallen war, setzte sich plötzlich, ohne dass er es hätte verhindern können, zu ihm und fing ein harmloses Gespräch an über das Sommerwetter, die Schönheit des Lichts über dem Fluss. Keine drei Minuten dauerte das, dann kam der Satz, mit dem Robert, der Ältere, Erfahrene, das dürftige Gewebe seiner Tarnung zerriss. "Wissen deine Eltern, dass du schwul bist?", hatte er gefragt, und "Nein" hatte Nikos gesagt. Auf den ersten Blick umkreisen die sieben Erzählungen mehr oder weniger alltägliche Situationen: Ein Bekannter kommt zum Tee, eine Familie sieht sich ein Hochzeitsvideo an, ein Enkel stattet seiner verstorbenen Großmutter einen letzten Besuch ab, zwei Verliebte schlendern durch die Stadt. Doch ein Detail verrückt die Perspektive und lässt die Situation für die Akteure auf den zweiten Blick zu einem mitunter komplizierten Drahtseilakt werden: Sie sind schwul. Auf eindringliche Weise fangen die Geschichten das jeweilige Lebensgefühl ihrer Protagonisten ein, indem sie den Leser unter die Oberfläche eines spannungsreichen Alltags schauen lassen. Jede Erzählung beleuchtet einen anderen Aspekt der täglichen Herausforderungen auf dem Weg zum persönlichen Glück, der durch Unsicherheit, Unverständnis und Feindseligkeit verstellt scheint. Fesselnd, einfühlsam und fern aller Klischees zeigt die Autorin die Verletzlichkeit aller Beteiligten und schafft mit kraftvoller Sprache dichte Erzählungen, die unter die Haut gehen.





 Meine Meinung: Sabine Huttel, beschreibt in ihren Kurzgeschichten Alltagssituationen, Begebenheiten wie sie tagtäglich vorkommen können überall in Deutschland und in der Welt. Die Besonderheit an diesen Geschichten, sie handeln von Homosexuellen, einfühlsam und doch auf den Punkt, bringt sie dem Leser Nahe, das was für den Rest der Welt sehr einfach ist, nämlich das Bekennen zu seiner Liebe, für Homosexuelle noch lang nicht selbstverständlich ist, das es immer noch Menschen gibt, die Homosexualität nicht aktzeptieren und sie als krank und verwerflich ansehen. Leider glaube ich nicht, das die Menschen die diese Geschichten lesen sollten um sich selbst und ihre Vorurteile darin zu erkennen dieses Buch lesen werden. Alles in Allem ist der Autorin ein hervorragendes Buch gelungen, wobei ein Minus habe ich, alle Geschichten sind durchweg Negativ sogar die eine Geschichte, die ein klein wenig Hoffnung verspricht beinhaltet einen Wermusttropfen.

Später Frost von Kerstin Signe Danielsson und Roman Voosen


 Broschiert: 377
Seiten Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 3 (10. September 2012)
 Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3462044494
ISBN-13: 978-3462044492

Klappentext: Der erste Fall für Ingrid Nyström und Stina Forss Die junge Deutsch-Schwedin Stina Forss verlässt Freund und Berlin und tritt eine Stelle in Växjö an, im schwedischen Småland. Kaum hat sie ihre neue Chefin, die gerade frisch beförderte Ingrid Nyström, kennengelernt, wird der greise Engländer Balthasar Frost grausam verätzt und verstümmelt in seinem Gewächshaus aufgefunden. Wer tötet einen hochbetagten Insektenforscher? Und warum? Als die besonnene und erfahrene Nyström und ihre impulsive junge Kollegin die Ermittlungen aufnehmen, ahnen sie nicht, wie weit diese sie führen werden: tief hinein in die bewegte schwedische Geschichte, in die höchsten Stockholmer Kreise und Forss sogar bis nach Jerusalem. Die beiden Frauen erkennen, dass in ihrer Heimat nichts so ist, wie es scheint und dass der Fall mehr mit ihnen zu tun hat, als ihnen lieb ist.Zwei ungewöhnliche Kommissarinnen, eigenwillige Kollegen, eine vom langen Winter gezeichnete Provinzstadt und ein hochspannender, psychologisch komplexer und gesellschaftlich brisanter Fall: Der erste Kriminalroman des deutsch-schwedischen Autorenpaars ist ein großer Wurf.


 Meine Meinung: Balthasar Melchior Frost , wurde brutal gefoltert und ermordet, so der erste Eindruck den das Ermittlerteam Nyström und Forss, am Tatort bekommt. Bald schon muss das so unterschiedliche Team, allerdings feststellen, das nichts so ist wie es auf den ersten Blick scheint. Das Autorenduo schafft es auf der einen Seite, die unterschiedlichen Charactere der Ermittler , Nyström ist auf ihrem neuen Posten als Chefermittlerin noch etwas unsicher und muss sich trotz langjähriger Berufserfahrung noch finden, die wesentlich jüngere Forss, die aus Deutschland zurück nach Schweden kam um ihrem Privatleben zu entfliehen muss sich erst noch damit abfinden das sie ihre Karriere nicht einfach so fortsetzen kann, sondern nochmal fast von vorne beginnen muss, präzise zu vermitteln allerdings ohne das Privatleben der Beiden in den Vordergrund zu stellen, denn dort steht auf jeden Fall der Mord und seine Hintergründe. Die Autoren schaffen es, ihre Leser immer wieder zu überraschen, der Schreibstil ist sehr flüssig, die verschiedenen Perspektiven aus denen erzählt wird, verleiten zum immer weiterlesen und die unterschiedlichen Motive die im Laufe des Buches auftauchen laden die Leser zum miträtseln ein. Spannend und absolut lesenswert und auch der Allerletzte Schluß birgt noch eine Überraschung.

Montag, 17. September 2012

Schlangenfluch von S. B. Sasori


  • Verlag: Dead Soft Verlag; Auflage: 1 (15. September 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3943678377
  • ISBN-13: 978-3943678376
  • Hier der Link um das Buch direkt beim Verlag zu bestellen.
  • http://www.deadsoft.de

Klappentext:
Samuel Mac Laman ist ein faszinierender Mann. Und ein faszinierend schöner Mann. Als der Kunststudent Laurens Johannson ihm zum ersten Mal begegnet, möchte er ihn zunächst nur porträtieren. Aber der Mann mit den Honig farbenen Augen, der selbst im Sommer nur hochgeschlossene Kleidung trägt, weist ihn ab. Durch ein Unglück erkennt Laurens schließlich den Grund, warum Samuel zu jedem Fremden Distanz wahrt. Ein Teil seines Körpers ist mit einer hochsensiblen Schlangenhaut überzogen
Meine Meinung:
S. B. Sasoris, Roman Schlangenfluch scheint auf den ersten Blick nur eine hocherotische Liebesgeschichte zwischen zwei Männern zu sein, angesiedelt in der Fantasywelt, auf den zweiten Blick erkennt der Leser, das vielleicht doch mehr dahinter steckt. Der Kampf um Liebe und Aktzeptanz, das Verarbeiten von Missbrauch, das aufbauen von Vertrauen und das Bewahren der Liebe auch in schwierigen Situationen.
Mir gefällt der Schreibstil der Autorin und ich hätte mir gewünscht das sie ihren Figuren mehr Raum hätte geben können, denn die wirklich sympathischen Personen hätten das wirklich verdient und auch über die wenigen unsympathischen Menschen hätte ich gern mehr erfahren.
So freue ich mich auf den schon angekündigten 2 Teil.

Donnerstag, 13. September 2012

Dunkler Wahn von Wulf Dorn

Dunkler Wahn
www.heyne.de
ISBN: 978-3-453-26705-3

 Klappentext:
Sie liebt. Sie lauert. Sie tötet
Ein Rosenstrauß ohne Absender. Geschenke vor der Haustür. Briefe unter dem Scheibenwischer ... Der Psychiater Jan Forstner wird von einer Unbekannten mit Liebesbezeugungen überhäuft. Anfangs glaubt Jan noch an die harmlose Schwärmerei einer ehemaligen Patientin. Doch dann bittet ihn ein Journalist um Mithilfe im Fall einer geistig gestörten Person und wird kurz darauf ermordet. Jan erkennt, dass er ins Visier einer Wahnsinnigen geraten ist. Und seine Verfolgerin schreckt vor nichts zurück.

Meine Meinung:
Der Schreibstil und die Wortwahl des Autors sind routiniert und ermuntern zum weiter lesen, allerdings hatte ich immer das Gefühl * das habe ich doch schon mal gelesen* Der dunkle Wahn birgt kaum eine Überraschung, weder das Thema noch die Umsetzung sind wirklich neu, dazu kommt das ich mich mit den Hauptfiguren nicht identifizieren konnte und auch nur wenig Sympathien aufbauen konnte.Des weiteren hatte ich immer das Gefühl, ich hätte den Vorgängerroman lesen sollen um die Personen kennenzulernen, es gab immer wieder Andeutungen auf Jans Vergangenheit, das Schicksal seines Bruders und die ersten Treffen mit Carla, seiner Freundin. Da hätte ich mir mehr Aufklärung gewünscht.
Warum ich das Buch dann trotzdem rezensiere und so gar eine Leseempfehlung ausspreche, ist dem Ende geschuldet.
 Nachdem Wulf Durn, seine Leser häufiger auf eine falsche Spur geschickt hat,es tauchen mehrere verdächtige Frauen auf, die Jan mehr oder weniger auffällig Avancen  machen, ist die Auflösung tatsächlich sehr überraschend und originell, niemals hätte ich mit der Person als Tätern gerechnet und auch nicht mit ihren Beweggründen, es deutete auch nichts auf diese Person hin, die weder in ihren Gedanken noch Taten verriet, das sie es sei die Jan stalkt und schon diverse Morde beging.
Aber mehr wird natürlich nicht verraten.








Mittwoch, 5. September 2012

Blutsommer von von Rainer Löffler




rororo
978-3-499-25727-8














Klappentext:

Das 1x1 des Grauens Eine Dunstglocke liegt über der Stadt. Die Hitze ist unerträglich. Und dann der Geruch, dieser furchtbare Geruch! Der Picknickausflug von Familie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt: Der «Metzger» hat wieder zugeschlagen. Martin Abel, bester Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinversetzen wie er: eine Gabe, die einsam macht. Abel glaubt, an Schrecklichem schon alles gesehen zu haben. Doch das hier – das ist eine neue Dimension.

Meine Meinung:

Ich war ja etwas skeptisch, ein so hochgelobter Debutroman, dazu noch ein Thriller von einem deutschen Autor,deutsche Krimis? OK, aber ein Thriller. Nun gut, als mir das Buch dann zu wiederholten Male in einer Buchhandlung begegnete, griff ich zu und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht.
Der Autor besticht durch seinen flüssigen und spannenden Schreibstil, er führt die Leser in einen  heißen Sommer dessen sowieso schon angespannte Atmosphäre noch aufgeheizt wird durch einen Serienmörder, der Köln in Atem hält. Der Fallanalytiker Abel soll die Kölner Polizei unterstützen, die Kollegen sind nicht begeistert und begegnen ihm eher ablehnend, was durch seine ruppige Art nicht unbedingt besser wird, seine Unfreundlichkeit bekommt auch die junge Kollegin zu spüren, die von ihm lernen soll, wie man analytisch Fälle löst.
Abel Martin, ist durch seine Art nicht unbedingt das was man einen Sympathieträger nennt, daran ändert auch das Hintergrundwissen nicht, das man im Laufe des Buches über ihn bekommt und auch die wohl leider unvermeidliche Affäre ändert nichts daran, das er überheblich und von sich eingenommen ist und rechthaberisch, oft zu recht.
Dieses Buch ist nichts für zarte Gemüter mit empfindlichen Mägen, eher ein Lesevergnügen für hartgesottene.
Ich freue mich schon auf das nächste Buch um Abel Martin.

Montag, 3. September 2012

Kater mit Karma

  • Verlag: Deuticke Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3552061932
  • ISBN-13: 978-3552061934


Klappentext:

Manchmal gelingt es nur einem eigenwilligen Kater, Mutter und Tochter wieder zusammenzuführen …
Helen Brown, Journalistin und Schriftstellerin aus Neuseeland, lebt mit ihrer Familie in Melbourne, Australien. Mitten in die Vorbereitungen für die Hochzeit ihres Sohnes Rob und seiner Freundin Chantelle platzt nach einer Routineuntersuchung die Nachricht, dass Helen an Brustkrebs erkrankt ist. In der Zeit nach der Operation schreibt sie den Roman „Cleo“ über die heilende Kraft ihrer gleichnamigen Katze, der ein internationaler Bestseller wird, und legt sich eine neue Katze zu, den Siamkater Jonah. Besitzt dieser Kater, dessen liebstes Hobby die Zerstörung des Haushalts zu sein scheint, ausreichend Karma, um wie seine Vorgängerin Cleo für familiären Frieden zu sorgen?




Cleo begleitete Helens Familie 24 Jahre lang durch dick und dünn. Sie half Rob die Trauer um seinen tödlich verunglückten Bruder zu verarbeiten und war ihm ein ständiger Begleiter. Nach 24 Jahren war es an der Zeit, die Familie für immer zu verlassen.
Da entschied sich Helen, nie wieder eine Katze haben zu wollen.
Da beißt die Nachbarin mit ihrem gutgemeinten Angebot einer neuen Katze erstmal auf Granit. Sie spricht Helen darauf an, dass sie mit Cleo spricht, obwohl sie ja längst nicht mehr da ist. Da kommen die ersten Zweifel auf. Dreißig Jahre Familie und Katze ist genug, jetzt will sie an sich denken.
Ein neues Haus muss her, die Familie soll umziehen. Philip, Helens Ehemann ist nicht gerade begeistert von Helens Wahl, als er das Haus sieht. Aber Helen lässt nicht locker und sie ziehen um.
Dass ihre Tochter ihre eigenen Pläne machte und in ein buddhistisches Kloster auf Sri Lanka gehen will. Diese Entscheidung stürzt die Familie in eine Krise und genau zu diesem Zeitpunkt erscheint Jonah, der Siamkater auf der Bildfläche. Der Kater hält die Familie mächtig auf Trab. Er hat ein Temperament, das für drei Katzen reichen würde, macht vieles kaputt, aber bringt die Familie auch immer wieder zum Lachen. Auch kann er sanft und liebesbedürftig sein, was für seine Kapriolen entschädigt.
Da fällt ein weiterer Schatten auf das Familienleben. Helen erkrankt an Brustkrebs.
Sehr intensiv und gefühlvoll beschreibt Helen Brown das Zusammenleben der Familie mit dem Kater und wird zu keinem Zeitpunkt kitschig. Der Leser merkt, dass dieser biografische Roman keine Fiktion, sondern das wahre Leben der Familie um Helen Brown ist. Wie schon das Buch Cleo geht einem die Geschichte teilweise sehr nahe, ebenso wie man über Lächeln und Schmunzeln auch immer wieder in herzhaftes Lachen eintaucht, alerdings erschien sie mir nicht gar so rührselig, deswegen gebe ich für dieses Buch gern ein Leseempfehlung.

Mittwoch, 29. August 2012

Reckless LEBENDIGE SCHATTEN von Cornelia Funke


  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Dressler (6. September 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3791504896
  • Vielen Dank dem Dressler Verlag und Lovleybooks für das Lesexemplar
  •  
Das dunkle Märchen geht weiter. Jacob Reckless düstere Abenteuer gehen weiter. Seinen Bruder Will hat er retten können, doch der Preis war hoch. Wird sich die Motte auf seiner Brust, Zeichen des Feenfluchs, lösen und zu ihrer Herrin fliegen, ist Jacob dem Tode geweiht. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und ein Wettkampf mit dem Goyl Nerron um den einen Schatz. Er kann die Welt auf der anderen Seite des Spiegels ins Verderben stürzen und ist doch Jacobs einzige Rettung. Gemeinsam mit dem Mädchen Fuchs kämpft Jacob nicht nur um sein Leben. Der zweite Band der Spiegelwelt-Reihe von Bestseller-Autorin Cornelia Funke eine verzauberte Sprach- und Märchenwelt!

Nachdem er seinen Bruder Will im 1. Buch Steinernes Fleisch retten konnte, eröffnet sich für Jacob ein viel größeres Problem, durch den Fluch einer Hexe ziert eine Motte seine Brust und diese Motte bedeutet seinen Tod, Jacob macht sich auf den Weg diesen Fluch zu brechen, in Begleitung seiner Freundin Fuchs, geht er auf die Suche nach einem magischen Artefakt das stärker ist als der Fluch der Hexe, allerdings hat er einen ernst zunehmenden Konkurrenten bei der Jagt, den Goyl Nerron.
Cornelia Funke nimmt uns mit auf eine wahrhaft märchenhafte Reise durch die Spiegelwelt, sie erfüllt alte Märchen mit neuem Leben, allein durch die Kraft ihrer Worte, sie schafft es dieses Jugendbuch auch für erwachsene Leser spannend lesenswert zu machen, verliert sich allerdings nicht in allzu detaillierte Beschreibungen und Erklärungen, wie es sonst häufig der in Fantasyromanen der Fall ist, die Reckless Bücher sind also auch ideale Einsteiger Bücher in die Welt der Fantasy. Sehr schön beschrieben sind die Beziehungen der Personen untereinander, besonders die Jacobs und seiner Freundin Fuchs, die allmählich eine erwachsenere Liebe zueinader spüren, sich diese Gefühle aber nicht einzugestehen wagen.
Einziges Manko an dem Buch, man sollte den 1 Teil unbedingt gelesen haben um die Zusammenhänge zu verstehen und man muss auf jeden Fall den 3 Teil lesen, der erst noch erscheint, denn auch wenn das Ende schlüssig ist birgt es unzählige neue Fragen die ich unbedingt beantwortet haben will.
Ich kann dem Buch eine absolute Leseempfehlung aussprechen.

Mittwoch, 22. August 2012

Das Maikäfermädchen von Gina Mayer


  • Verlag: Rütten & Loening
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3352008436
  •  

Klappentext:
„Maikäfer flieg – der Vater ist im Krieg“ Sommer 1945. Deutschland liegt in Trümmern, von Düsseldorf sind nur noch Ruinen übrig. Die Hebamme Käthe Mertens leidet unter der Trennung von ihrem Mann Wolf, der im Krieg verschollen ist. Eines Nachts taucht eine junge Frau bei ihr auf. Ingrid ist schwanger und völlig verstört. Sie will Käthe nicht sagen, wer der Vater ihres Kindes ist, sondern summt immer nur die Melodie von „Maikäfer flieg“. Käthe zögert nicht lange, sie hilft Ingrid, indem sie in einer halb zerstörten Arztpraxis eine Abtreibung vornimmt. Ingrid verschwindet nach dem Eingriff spurlos, aber wenige Wochen später erscheint ein anderes junges Mädchen bei Käthe, das ebenfalls schwanger ist. Zusammen mit ihrer Freundin Lilo beschließt Käthe, bedrängten Frauen zu helfen – trotz der Gefahr, als „Engelmacherin“ im Gefängnis zu landen. Dann taucht Ingrid wieder auf, erneut schwanger, und beginnt Käthe zu erpressen. Die berührende Geschichte zweier Frauen im unmittelbaren Nachkriegsdeutschland – ein Roman über Suche, Wahrheit und die Kraft, sein Leben zu meistern.

Meine Meinung:
Düsseldorf 1945, der Alltag der Menschen wird beherrscht von der allgegenwärtigen Not, der Angst vor dem was die Zukunft bringt und auch vor den Schatten der Vergangenheit.
Käthe arbeitet als Hebamme, mehr schlecht als Recht ernährt sie ihr Beruf, ihre Patientinnen haben selber kaum genug zum Leben, nur ihr Glaube und die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihrem Mann Wolf, den sie in Kriegsgefangenschaft wähnt halten sie aufrecht. Dann geschieht etwas, das ihr Leben unwiederruflich ändert, eine junge Frau,Ingrid, spricht sie an und bittet um eine Abtreibung, eine ungeheuerliche Bitte in einer Zeit in der Kirche und auch Staat Abtreibungen verdammen und Engelmacherinen  im Gefängnis landen. Trotzdem stimmt Käthe zu, die Aussicht auf die Bezahlung die ihr eine Mahlzeit verspricht sind zu verlockend. Ingrid die nach dem Eingriff verschwindet, summt immer wieder die gleiche Melodie *Maikäfer flieg, der Vater ist im Krieg*
Käthe die sich eigentlich schwört so etwas nie wieder zu tun, schließlich will sie Leben bringen und nicht nehmen, dennoch tut sie es wieder als Ingrid eine neue Patientin schickt und auch weitere Frauen werden nicht abgewiesen, der Hunger ist größer als die moralischen Bedenken. Als sie Lilo trifft, eine Freundin aus früheren Tagen, richten die beiden Frauen sogar eine Art Klinik ein. Lilo scheint auf den ersten Blick ein klein wenig herzlos zu sein, nur darauf bedacht Profit zu machen, schaut man genauer hin, sieht man allerdings, das sie alles was sie tut, für ihre Familie tut, ihren Mann der seelisch schwer angeschlagen aus der Kriegsgefangenschaft zurück kehrt, ihre Teenie Tochter die über die Stränge schlägt und den halbwüchsigen Sohn, der Kohlen und Kartoffeln klaut um der Familie zu helfen.
Die Autorin, schafft eine bedrückende Atmosphäre die dem Leser einen sehr realistischen Einblick in die damalige Zeit erlaubt, sie lässt wenig Platz für Hoffnung, für den berühmten Lichtschein am Horizont im Gegenteil, über lange Strecken des Romans versank man mit den Hauptpersonen im täglichen Kampf ums überleben, jeder ist sich selbst der Nächste, zum Teilen ist nicht genügend da, zum Trost spenden fehlt die Kraft.
Sämtliche Figuren des Romans sind sehr lebendig geschildert, sie haben Tiefgang und Seele, fast jede ihrer Handlungen ist nachvollziehbar.
Ich habe das Buch sehr gern gelesen, es hat mir unter anderem dazu verholfen froh und dankbar zu sein, das ich in einer Zeit lebe, in der das was ich brauche vorhanden ist und das Frauen weitgehend selbst über ihr Leben bestimmen können.

Vielen Dank an den Verlag Rütten & Loening, für das Rezensionsexemplar

Montag, 6. August 2012

  • Verlag: Fhl Verlag Leipzig; Auflage: 1., Auflage (17. April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3942829312
  • ISBN-13: 978-3942829311


Ein Ehepaar sucht auf den Lofoten den vorzeitig aus der Haft entlassenen Vergewaltiger und Mörder ihrer Tochter. Doch suchen sie die Nadel im Heuhaufen, denn sie wissen nur, dass der Gesuchte ein rotes Auto fährt. Sie verfolgen ihn durch eine dramatische Landschaft, von Insel zu Insel, von Fischerdorf zu Fischerdorf. Der traumatisierte Vater lässt sich durch nichts aufhalten, doch entgeht ihm dabei, dass seine Frau bei dieser Suche endgültig zerbricht. Die Jagd wird für den Jäger, seine Frau und den Gejagten zu einem Alptraum, als sie in der Herberge eines entlegenen Fischerdorfes aufeinandertreffen und sich zu belauern beginnen. Die Spannung steigert sich bis zu einem gänzlich unerwarteten und schockierenden Finale. Ein Thriller, der für Kontroversen sorgt, drastisch, düster, aber auch voller Poesie.

Auf der Suche nach dem Mörder ihrer Tochter,dem vorzeitig aus der Haft entlassenen Emmerlein, reist das Ehepaar Bachmann auf die Lofoten. Getrieben von nur einem Gedanken: Rache, verfolgt Bachmann in Begleitung seiner Frau Sarah den Mörder.
Mit jedem Tag wächst sein Wahn, der Leser kann mitverfolgen wie Bachmann immer mehr den Verstand verliert, sich immer mehr rein steigert in seinen Wahn und dabei die Folgen seines Plans immer mehr vergisst, er kann nicht mehr sehen was er seiner Frau mit seinem Verhalten antut, sieht sie zwischendurch sogar als seine Feindin.
Nicht der Mord steht im Mittelpunkt dieses sprachlich einzigartigen Krimis, sondern das Leben der Angehörigen danach, in diesem Fall das Leben des Vaters, der eben im Gegensatz zum Mörder, keine psychologische Hilfe bekam und es im Gegensatz zu seiner Frau, aus eigener Kraft nicht schaffte, den Mord an seiner über alles geliebten Tochter zu verarbeiten, für ihn kann seine Trauerarbeit nur zu einem Abschluss kommen wenn er Emmerlein getötet hat.
Jan Flieger nimmt uns mit auf eine gnadenlose Hetzjagd auf die Lofoten und durch die Abgründe einer zerbrochenen, menschlichen Seele.
Ich war selten so gefangen von einem Buch, hin und her gerissen zwischen* das kann er doch nicht machen die Tat ist gesühnt und nichts bringt seine Tochter zurück und hoffentlich kommt er mit seiner Tat durch*Das Ende ließ mit einem beklommen Gefühl zurück, weil ich mir nicht darüber klar werden konnte ob ich nicht auch so handeln würde sollte ich jemals in Bachmanns Situation kommen.
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt aber bei dem Buch, Sarah, Bachmanns Frau ist zwar immer da und präsent, trotzdem erfährt man wenig über sie, ihre Gedanken und Gefühle bleiben dem Leser weitgehend verborgen.
Nichtsdestotrotz ein Highlight am Krimihimmel das ich uneingeschränkt empfehlen kann.

Dienstag, 31. Juli 2012

Der Heiler von Antti Tuomainen


http://www.ullsteinbuchverlage.de
978-3471350829


Helsinki, im Ausnahmezustand. Ein Irrer, der mordet und Heilsbotschaften verkündet. Eine Journalistin, die ihn stellen will. Und dabei spurlos verschwindet.
Es gibt nur einen, der sie retten kann. Ihr Mann macht sich verzweifelt auf die Suche. Er würde alles für sie tun. Doch das Böse ist stärker als die Liebe. Ausgezeichnet mit dem Finnischen Krimipreis Vuoden Johtolanka 2011, dem angesehensten Medienpreis für Kriminalliteratur.


Nach der Leseprobe, habe ich sehr viel von dem Buch erwartet
Vor dem Hintergrund der Klimakatastrophe und dem Zusammenbruch der Zivilisation hatte ich mir wirklich ein völlig anderes Buch vorgestellt, einen Seriennmörder der der Welt vor Augen führen will was sie angerichtet hat, mit ihrer Gier nach Geld und Konsum der leidenschaftlich, seine mittlerweile sinnlosen Ziele verfolgt, eine Journalistin die ebenso leidenschaftlich versucht, dem Heiler, auf die Spur zu kommen und dabei selbst in Gefahr gerät und ihrem Ehemann der nichts unversucht lässt, um seine Frau zu retten.
Nur fehlt mir eben diese Leidenschaft, der Autor schafft es nicht mir die Ängste und Sorgen Tapanis zu vermitteln und das hätte ich gebraucht um dem Buch mehr positive Seiten abzugewinnen als nur die Idee und den Schreibstil.
Auch wenn sich am Ende alles logisch zusammenfügt, kann ich nicht nachvollziehen aus welchem Grund diesem Buch ein wichtiger Literaturpreis verliehen wurde.

Freitag, 20. Juli 2012

Kein sicherer Ort von Araminta Hall

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag); Auflage: 1 (20. Juli 2012)
  • ISBN-13: 978-3404166800
  • Originaltitel: Everything and Nothing
Klappentext:
Ruth und Christian fällt ein Stein vom Herzen. Ihr neues Kindermädchen erweist sich als wahre Perle. Aufopferungsvoll kümmert sich Aggie um die Kinder, nebenbei bringt sie den Haushalt auf Vordermann. Doch schon bald wird Ruth das allzu perfekte Kindermädchen immer suspekter. Bildet sie sich die merkwürdigen Blicke, das seltsame Verhalten Aggies nur ein? Was Ruth nicht weiß: Hinter der Fassade des liebevollen Kindermädchens verbirgt sich ein düsteres Geheimnis. Während Ruth und Christian auf der Arbeit sind, geschehen im Haus Dinge, von denen sie nicht die leiseste Ahnung haben ...


Meine Meinung:
Aramita Halls Roman, kein *Sicherer Ort* hat in England für
Gesprächsstoff gesorgt, so ähnlich habe ich es irgendwo gelesen, nachvollziehen kann ich das leider nicht. Mit ca.
300 Seiten ist das Buch relativ dünn und von diesen 300 Seiten sind gefühlt, 150 Seiten angefüllt mit Streitereien
des Ehepaars Ruth und Christian. Ruth und Christian, beide berufstätig, Eltern von zwei kleine Kindern und völlig
überfordert mit Job, Haushalt und Kindern und vor allem völlig überfordert mit ihrer Beziehung zueinander, sie
streiten statt zu reden. Und dann kommt Aggie ins Spiel, wie ein rettender Engel erscheint sie und bringt Haushalt und
KInder mühelos auf die Reihe. Vom Klappentext ausgehend habe ich nun erwartet das es spannend wird, das irgendetwas
geschieht was mich dazu zwingen will, mehr als die jeweils vorgegeben 100 Seiten der LR zu lesen, leider wartete ich
vergebens. Die Person Aggies mit ihrem Hintergrund von dem man Häppchenweise erfährt, sollte die Böse sein, die die
das Heim der Familie zu einem unsicheren Ort macht, zumindest stellte ich mir das so vor, als ich den Klappentext las,
nur konnte ich nicht anders als gerade für sie Sympathien zu entwickeln, daran änderte auch das meiner Meinung nach,
mit der heißen Nadel gestrickte, leidlich spannende Ende nichts. Der Schreibstil der Autorin ist durchaus angenehm zu
lesen und auch die Idee, die hinter dem Buch steckt ist wirklich gut, nur leider hat es mit der Umsetzung dieses Mal
noch nicht funktioniert.
Ich bedanke mich beim Bastei Lübbe Verlag für das Rezensionsexemplar.

Dienstag, 17. Juli 2012

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand: Roman von Jonas Jonasson

Dienstag, 3. Juli 2012

Engel aus Eis von Camilla Läckberg

Das kleine Fjällbacka ist in Aufruhr: Der pensionierte Geschichtslehrer Erik Frankel wurde ermordet. Die Schriftstellerin Erica Falck vermutet das Motiv in Frankels Vergangenheit. Gemeinsam mit ihrer Mutter hatte er im Zweiten Weltkrieg den Widerstand gegen die deutschen Besatzer unterstützt, und diese Spur bringt Erica mitten ins Visier des Mörders.


http://www.ullsteinbuchverlage.de
ISBN: 9783548610634

Leider stimmt der Klappentext nicht so ganz, nicht die Mutter Ericas und der Geschichtslehrer Erik haben aktiv den Widerstand  unterstützt sondern Eriks Bruder Axel. Da ich aber den Klappentext nicht gelesen hatte bevor ich ihn hier her kopierte, störte mich das  nicht sonderlich.

Zum Inhalt: Erica lebt gemeinsam mit ihrem Mann Patrick und ihrer kleinen Tochter im Haus ihrer verstorben Eltern, beim Sichten des Nachlasses ihrer gefühlskalten Mutter stößt sie auf deren Tagebücher, einen Naziorden und Babykleidung, Erica macht sich auf die Suche nach der Vergangenheit ihrer Mutter und dem Grund für deren Lieblosigkeit, denn das Tagebuch zeichnet das Bild eines mitfühlenden, sanften jungen Mädchen.
Sie übergibt den gefundenen Naziorden an Erik, der als Experte auf dem Gebiet des Nationalsozialismus gilt, doch bevor sie Antworten erhält, wird Erik ermordet, schnell wird ein Zusammenhang zwischen dem Nachlass Elsys, Erikas Mutter und den Vorfällen vor 60 Jahren klar.

Meine Meinung:
Camilla Läckberg, schafft es mühelos den Leser von der ersten Seite an zu fesseln durch die Rückblenden in Elsys und Eriks Vergangenheit, die gemeinsam mit ihren Freunden, Frans, Britta und Axel während des 2. Weltkrieges aufwachsen und sich kurz vor Kriegsende mit dem norwegischen Flüchtling Hans anfreunden, fügt sich das Puzzle Schritt für Schritt zusammen um am Ende nicht nur den Mörder zu erkennen sondern auch die Gründe für Elsys Verhalten.
Engel aus Eis ist der 5 Band einer Reihe um Erica und Patrick, die als Schriftstellerin und Polizist im kleinen Örtchen Fjällbacka leben und arbeiten, es wäre von Vorteil die Bücher in  chronologischer Reihenfolge zu lesen um ihre Geschichte nachvollziehen  zu können, die parallel zu den aufzuklärenden Morden erzählt wird, wen es allerdings nicht stört, nicht zu wissen wie Ericas und Patricks leben beisher verlief, der wird diesen unblutigen und trotzdem spannenden Krimi lieben.

Mittwoch, 23. Mai 2012

Der Knochenbrecher von Chris Carter

ULLSTEIN








Der Knochenbrecher Originaltitel:   The Night Stalker
Broschur
€ 9,99 [D], € 10,30 [A], sFr 13,90
ISBN-10: 3548284213
ISBN-13: 9783548284217

 

 

Kurzbeschreibung

Wenn es Nacht wird in Los Angeles gibt es einen Mann, der keinen Schlaf findet. Von Alpträumen geplagt, ist er auf der Suche nach seinem nächsten Opfer. Er ist ein kaltblütiger Killer. Nur einer kann ihn aufhalten: Robert Hunter – Polizist, Profiler, Held des LAPD. Er weiß, wo ersuchen muss. Die Jagd hat längst begonnen. Schlaf schön, L.A.!

Über den Autor

Chris Carter, geboren 1965, studierte in Michigan forensische Psychologie und beriet viele Jahre die Staatsanwaltschaft. Dann zog er nach Los Angeles, dem Schauplatz seiner Thriller-Serie um Detective Robert Hunter.

Der Knochenbrecher von Chris Carter, ist  der genialsten Thriller den ich in diesem Jahr gelesen habe.
Punkt.
Eigentlich reicht das ja schon. Chris Carter hat mit seinem Serienmörder eine Figur geschaffen wie es sie grausamer und perfider, so noch nicht gegeben hat, selten habe ich von so durchdachten und wie man zugeben muss fantasievolle Morden gelesen wie in dieses Roman, sicher grausame Mörder gibt es in der Literatur einige, nur bestehen diese Romane häufig aus einer Aneinandereihung blutrünstiger Gewalttaten, nicht sonderlich Angsteinflößend eher langweilig in der Wiederholung. Im Gegensatz dazu beherrscht Chris Carter die Kunst, seine Leser in Angst zu versetzen, sie dazu zu bringen vor dem zu Bett gehen unters Bett zu schauen, die Wohnung nur noch im Tageslicht zu verlassen, nur schützen diese Vorsichtsmaßnahmen nicht, Carters Killer ist ein Meister darin sich zu verstecken und Bewegungslos auf seine Opfer zu warten. Die Auflösung ist perfekt durchdacht und zu 100% nachvollziehbar
Auch wenn das schon das dritte Buch um den Ermittler Robert Hunter ist, kann man das Buch lesen und genießen ohne die Vorgängerbände zu kennen, Hunter ist sympathisch und klug und gemeinsam mit seinem Partner Garcia ein hervorragender Ermittler.
Empfehlen würde ich das Buch für erfahrene Leser, die nicht unbedingt bei Licht schlafen müssen wenn der Krimi spannender wahr als erwartet.
Nur Knochen werden in diesem Buch eher nicht gebrochen, anders als der Titel vermuten lässt, das wäre aber auch zu langweilig.
 

Montag, 30. April 2012

Anthony E. Zuiker Level 26: Dunkle Prophezeiung



Bastei Lübbe
Hardcover, 444 Seiten
Ersterscheinung: 19.08.2011
ISBN: 978-3-7857-6035-2

 Klappentext: Steve Dark kann sich in jeden Killer hineinversetzen. Doch diese Fähigkeit hat ihren Preis: Bei seinem letzten Fall hat Dark die Beherrschung verloren und den Killer brutal hingerichtet, anstatt ihn festzunehmen. Die Tat nagt so sehr an ihm, dass er den Dienst quittiert. Kurz darauf treibt ein neuer Killer sein Unwesen. Seine Methode: Er tötet die Opfer nach bekannten Tarot-Motiven. Dark erkennt, dass die offiziellen Ermittler dem Killer nicht gewachsen sind. Er will selbst die Jagd aufnehmen, aber ihm fehlen dazu die erforderlichen Mittel. Da tritt eine mysteriöse Frau an ihn heran. Ihr Angebot: unbegrenztes Budget, solange Dark für sie exklusiv Serienkiller jagt. Ohne die Grenzen von Justiz und Moral.

Meine Meinung:
Nach dem ich vor einiger Zeit den 1 Teil gelesen hatte, war meine Erwartungshaltung schon sehr hoch. Die dunkle Prophezeiung, versprach noch mehr Finesse was die Art der Morde angeht, einen noch intelligenteren Täter und raffinierte Ermittlungsmethoden.
Und was habe ich bekommen?
Einen 08/15 Thriller, etwas das ich schon zig mal gelesen hatte, weder waren die Morde besonders, noch fiel es Steve Dark besonders schwer den Tätern auf die Spur zu kommen. Zu Anfang des Buches habe ich außerdem häufiger mit dem Gedanken gespielt es abzubrechen, nach dem mir der Autor zum gefühlt 100.mal erklärte, dass Dark nach seinen traumatischen Erlebnissen mit Sqweegel, dem Killer aus dem 1. Band, ein extremes Sicherheitsbbedürfnis hat wo er doch nichts lieber täte als seine kleine Tochter zu sich zu nehmen, irgendwann kam ich mir leicht verschaukelt vor, ich hatte es doch beim 1. Mal begriffen.
Die Personen kamen mir nicht richtig nahe, weder Dark oder die anderen Ermittler waren mir besonders symphatisch, sie blieben auch eher flach, noch empfand ich irgendetwas für, soviel sei verraten, das Killerteam, weder Abscheu noch sonst irgendetwas.

Montag, 23. April 2012

Schnitt. Marc Raabe

 
 
 
 
 
 
 
Ullstein
ISBN: 9783548284354

 

 

Der 11jährige Gabriel beobachtet im Keller seiner Eltenhauses, etwas das sein Leben und das seiner Familie für immer verändert und zerstört. 30 Jahre später, Gabriel hat die Vorkommnisse verdrängt und beginnt langsam sich ein normales Leben mit seiner Freundin Liz aufzubauen, wird Liz entführt  muss sich Gabriel , ihr Entführer will Rache nehmen an Gabriel und um sie zu retten muss er sich erinnern und seiner Vergangenheit stellen.

Meine Meinung:
Das war ein beeindruckendes Erstlingswerk, nach und nach führt uns der Autor in Gabriels Leben in sein jetztiges und in seine Vergangenheit. Was die Leseprobe versprach hält der Roman mühelos, Spannung auf jeder Seite,  eine atemberaubende Story, die sich völlig anders entwickelt als ich Aufgrund der Leseprobe erwarten hatte (dafür gibts von mir ein extra Sternchen) und deswegen ein für mich unerwartetes Ende wie es spannender kaum sein konnte.Marc Raabe bringt seinen Lesern die handelnden  Personen sehr nah, wie ich schon in meinem Leseeindruck schrieb,stand ich mit dem 11jährigen Jungen auf der Kellertreppe und spürte seine Angst und dieses Gefühl der Nähe blieb mir während des gesamten Buches erhalten.
Alles in Allem ein absolut empfehlenswertes Buch, von einem Autor den ich sicher im Auge behalten werde.

Montag, 16. April 2012

Das Geflecht von Andreas Laudan


  • http://www.rowohlt.de
  • Erscheint am 02.05.2012
  • ISBN-13: 978-3499258480
Klappentext:
Es lebt. Es wächst. Es tötet. Ein stillgelegtes Bergwerk: für Justin und seine Freunde der perfekte Ort, eine verbotene Party 
zu feiern. Was als Spaß begann, endet in einem Albtraum. Zwei der jungen Draufgänger stürzen in einen tiefen, engen Schacht. Nur eine Frau kann sie retten: Tia Traveen ist Höhlenforscherin, eine der besten – und sie ist blind. Doch kaum hat sie sich in die Tiefe abgeseilt, stürzt hinter ihr der Schachteingang ein. In dem finsteren Labyrinth beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn dort unten wächst etwas Tödliches. Und irgendjemand setzt alles daran, dass keiner überlebt, um davon zu erzählen.
Meine Meinung:
Trotz eines früheren Versprechens das sich der 17.jährige Justin selbst gegeben hat, niemals jemanden fahrlässig in Gefahr zu bringen, stiehlt der Junge die Schlüssel einer stillgelegten Salzmine aus dem Schreibtisch seines Vaters um mit Freunden dort seinen Schulabschluß zu feiern. Wie sich bald herausstellt eine schlechte Idee, denn seine Freundin und sein bester Freund stürzen in einen alten Müllschacht in dem das Grauen in Form eines schnell wuchernden Pilzes lauert, de Grund für das schnelle Wachstum des Pilzes versuchen Justins Vater Bringshaus und sein Geschäftspartner Böttcher, mit fast allen Mitteln zu verhindern, Böttcher würde dafür sogar über Leichen gehen.
Zum Glück für die Jugendlichen ist die Höhlenforscherin Tia für einen Vortrag in der Nähe und eilt zur Rettung, das sie blind ist, ist in der dunklen Höhle bald von Vorteil für die gesamte Rettungsaktion.
Andreas Laudan, schafft es seinen Leser zu fesseln, die Story ist außerordentlich spannend aufgebaut, der Leser kann sich bis zum Schluß nicht auf ein Happy End einstellen, denn immer wieder geschehen unerwartete Dinge,die die Rettung behindern. Die Charktere sind sehr liebevoll ausgearbeitet und der Autor schafft es dem Leser die einzelnen Personen nahezu bringen, so das man wirklich mit ihnen mitleidet und hofft und mit ihnen verzweifelt wenn sie an scheinbar nicht überwindbare Schwierigkeiten stoßen.
Auch die Auflösung der Geheimnisse in der Höhle ist konsequent logisch aufgeklärt und auch für Laien verständlich beschrieben, so das ich denke das der Autor gut recherchiert hat dies ist ein weiterer Pluspunkt für den Roman, auch die Beschreibung der Hauptperson Tia, ihre Art mit ihrer Blindheit umzugehen und sich in der für sie völlig normalen Dunkelheit zurecht zu finden ist fantastisch gelungen.
Ich freue mich schon auf weiter Bücher des Autors.

Mittwoch, 11. April 2012

Starters von Lissa Price

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: IVI; Auflage: 3 (März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492702635
  • ISBN-13: 978-3492702638
Klappentext:
Die Body Bank, ein mysteriöses wissenschaftliches Institut, bietet Callie eine einzigartige Möglichkeit, an Geld zu kommen: Sie lässt ihr Bewusstsein ausschalten, während eine reiche Mieterin die Kontrolle über ihren Körper übernimmt. Aber Callie erwacht früher als geplant, in einem fremden Leben. Sie bewohnt plötzlich eine teure Villa, verfügt über Luxus im Überfluss und verliebt sich in den jungen Blake. Doch bald findet sie heraus, dass ihr Körper nur zu einem Zweck gemietet wurde - um einen furchtbaren Plan zu verwirklichen, den Callie um jeden Preis verhindern muss ... 

Meine Meinung:
Irgendwann in der Zukunft, nach einem verheerenden Krieg der alle Menschen mittleren Alters auslöschte und nur Kinder, Jugendliche und Alte zurück ließ, lebt die Menschheit in 2 Klassen: Starters, die jungen Menschen die sofern sie keine Großeltern oder andere alte Verwandten haben, der Willkür des Staates ausgeliefert sind und es häufig vorziehen auf der Straße zu leben und vom Stehlen und Betteln zu leben, statt in staatlichen Einrichtungen. Und den Enders, alte Menschen die bis zu 150 Jahre alt werden und aufgrund der medizinischen Fortschritte dieses Alter auch noch genießen können und die sich seit Neustem auch junge Körper mieten können um noch einmal die Jugend genießen können.
 Callie ist eine der Starter, sie lebt mit ihre kleinen Bruder auf der Straße und als dieser Krank wird, vermietet sie ihren Körper an die Body Bank, ihre Mieterin ist Helena und Helena hat einen Plan.
Mehr will ich vom Inhalt nicht verraten, das Buch wäre in kürzester Zeit nacherzählt, der Schreibstil ist unkompliziert und flüssig zu lesen, die Autorin hat eine interessante Story entwickelt, die zwar nicht neu ist aber erfrischend erzählt wurde, sie schafft es den Leser bei der Stange zu halten und einen guten Spannungsbogen zu schaffen, der in einem recht ansehnlichen Finale endet und Lust auf den 2. Teil des Buches macht.
Alles in Allem ein empfehlenswertes Jugendbuch.

Mittwoch, 21. März 2012

Dreimal Proxima Centauri und zurück von Myra Cakan

  • Verlag: Edition Phantasia
  • Sprache: Deutsc
  • ISBN-10: 393789747X
  • ISBN-13: 978-3937897479


Klappentext:Bevor sie an Bord der Stern von Beteigeuze ging, glaubte Mimsy Mimkovsky das Schlimmste, das ihr auf der Reise zum Planeten Proxima Centauri 2 passieren könnte wäre, die Launen von Madame Halcion, ihrer Arbeitgeberin, ertragen zu müssen. Doch die exzentrische Diva und ihr überheblicher Impressario sollten bald das Geringste von Mimsys Problemen sein. Auf dem luxuriösen Kreuzfahrtraumschiff ist kaum einer der Passagiere, was er vorgibt. Als bei den Proben zur traditionellen Bordrevue "Schieß mich zum Mars, Liebling" eine wichtige Requisite verschwindet, ist dies der Auftakt einer furiosen Space Opera die ihresgleichen sucht.

Meine Meinung:

Ich fange ausnahmsweise mit dem Cover an, meist vergesse ich in meinen Rezensionen dieses zu erwähnen, aber ich möchte meinen einen vergebenen Stern auch gern begründen, das Cover ist schön, der dunkle Hintergrund lässt den Planeten und den Raumkreuzer trotz der gedeckten Farben leuchten, ein wirklicher Hingucker und vom Verlag sehr gut gewählt.

Ich lese gern SF, sofern sie nicht zu technisch, nur war dieses Buch leider ein Fehlgriff, das Einzige was ich an SF in diesem Buch erkennen konnte war der Ort der Handlung, ein Raumkreuzer und einige wenige Nicht menschliche Personen, die nicht mal besonders gut beschrieben waren, da wäre mehr auf jeden Fall besser gewesen. In den seltenen Momenten in denen ich mich völlig in das Buch hineinversetzen konnte, befand ich mich eher auf einem Segelschiff vor Kap Horn als in einem Raumschiff im Walla Walla Nebel. Überhaupt, die Namen scheinen aus einem Kinderbuch entsprungen, dafür gebührt der Autorin ein Lob, die Fantasie muss man erst mal aufbringen um sich so etwas auszudenken, auch wenn ich ziemlich davon genervt war. Zur Handlung an sich gibt es ja nicht viel zu sagen, ein bisschen Krimi, ein bisschen Liebe, ein klein wenig Der kleine Lord (oder ähnliches) das was die Autorin sicherlich lustig meinte, kam für mich einfach nur albern rüber und teilweise auch sehr nervig,z.B. das kleine Kind das immer mal wieder als Running Gag durch die Gegend schrie und kreischte und keinerlei für mich nachvollziehbare Erhellung des Romans brachte.
Wenn das also eine Space Opera ist, dann ist das nichts für mich und ich bleibe lieber bei klassischer SF.
Würde ich Sternchen vergeben, wäre es einer für das Cover.

Sonntag, 18. März 2012

Die Burg von Hiltrud Leenders, Michael Bay, Artur Leenders

http://www.rowohlt.de/buch/Michael_Bay_Die_Burg.613935.html

Klappentext:
Mord beim Historienspektakel - das KK 11 ist zurück! Eine englische Historiengruppe stellt in Kleve eine Schlacht aus dem 80jährigen Krieg nach. Unter Kanonendonner, Musketensalven und dem Klirren von Lanzen wird die Schwanenburg gestürmt. Hunderte von Zuschauern verfolgen begeistert das Spektakel – bis unter der Tribüne eine echte Bombe detoniert. Die Soko, die Hauptkommissar Toppe vom Klever KK11 einberuft, steht vor einem Rätsel: ein Terroranschlag - in einer Kleinstadt? Oder galt das Attentat einer bestimmten Person? Das Klever KK11 bedient sich ungewöhnlicher Methoden, und bald erweist sich: die Spur führt nach England .Mord beim Historienspektakel - das KK 11 ist zurück! Eine englische Historiengruppe stellt in Kleve eine Schlacht aus dem 80jährigen Krieg nach. Unter Kanonendonner, Musketensalven und dem Klirren von Lanzen wird die Schwanenburg gestürmt. Hunderte von Zuschauern verfolgen begeistert das Spektakel – bis unter der Tribüne eine echte Bombe detoniert. Die Soko, die Hauptkommissar Toppe vom Klever KK11 einberuft, steht vor einem Rätsel: ein Terroranschlag - in einer Kleinstadt? Oder galt das Attentat einer bestimmten Person? Das Klever KK11 bedient sich ungewöhnlicher Methoden, und bald erweist sich: die Spur führt nach England .


Ich habe erst spät angefangen, deutsche Krimis zu lesen und auch dieser wäre wohl lange in den Tiefen meines SuB geblieben, hätte ich nicht eine Freundin die meine SuB LIst als Bibliothek nutzen darf und die dieses Buch gerne lesen möchte. Ein kleiner Dank dafür.
Die Handlung ist schnell erzählt, es geht um die Aufklärung eines Bombenattentats in einer Kleinstadt während eines *Rollenspiels* mit Zuschauern, es gibt viele Opfer zu beklagen und da es kein Bekennerschreiben gibt, ist die Motivfindung und damit auch die Suche nach dem Täter eine Herausforderung, der besonderen Art, für die Ermittler.
Gut gefallen haben mir die eingeschobenen Tagesbucheintragungen des Täters, da ich als Leser so etwas mehr wusste als die Ermittler und anhand des Motivs auch Sympathien für den Täter entwickeln konnte.
Das Autorentrio schafft es auf wenigen Seiten, den Leser zu fesseln und mit den Hauptfiguren vertraut zu machen, so das es nicht zwingend erforderlich ist die Vorgängerbände gelesen zu haben.

Freitag, 16. März 2012

Der Kinderdieb Brom

  • Verlag: http://www.droemer-knaur.de/buecher/Der+Kinderdieb.4899216.html
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426506882
  • ISBN-13: 978-3426506882

Klappentext:
Leise wie ein Schatten streift ein Junge durch die Straßen von New York. Er nennt sich Peter und ist auf der Suche nach Kindern und Teenagern, die dringend Hilfe brauchen. Peter rettet sie – und bietet ihnen an, sie in sein magisches Reich zu führen, in dem niemand je erwachsen werden muss. Doch er verrät ihnen nicht, dass dieses Land im Sterben liegt und dort nicht nur magische Geschöpfe und das Abenteuer ihres Lebens auf sie warten, sondern auch größte Gefahr … »Brom hat mit "Der Kinderdieb" ein Meisterwerk der phantastischen Literatur erschaffen! Er mischt gekonnt das Grundgerüst der Peter-Pan-Geschichte mit Mythen aus verschiedenen Kulturen.

Meine Meinung:
Ich bin ja nicht so der große Fantasy Leser, da mich aber das Thema interessiert hat, habe ich mich trotzdem an das Buch gewagt.
Der geheimnisvolle Peter, ist der Kinderdieb. Mit dem Versprechen von Spiel und Abenteuer lockt er Kinder aus schwierigen Verhältnissen in eine mystische Welt die von einem Nebel verborgen und von Fabelwesen und Feen bevölkert wird, nur erwartet die Kinder keine Zauberwelt im Sonnenschein sondern ein Krieg zwischen Peters Jungen, den Teufeln, den Bewohnern von Avalon dem Land hinter dem Nebel und den gefährlichen Fleischfressern die alles vernichten was Avalon einst ausmachte.
Brom erzählt zwei Geschichten, einmal die Peters, wie er aufwuchs und wie er nach Avalon kam und seine Beweggründe die Insel um jeden Preis zu schützen was auf der Insel im Laufe der Jahrhunderte geschah und was zu ihrem Niedergang führte und die Geschichte vom aktuellen Kampf um Nick der von Peter auf die Insel geholt wurde. Nick durchschaut Peter recht schnell und hat nur ein Ziel, er will zurück nach Hause.
Broms Kinderdieb wurde laut dem Autor, inspiriert von dem bekannten Kinderbuch Peter Pan allerdings nicht von der bekannten Fassung, in der Peter Pan und seine verlorenen Jungs wie im Paradies leben, sondern der Urfassung, in der die verlorenen Jungen Mord als einen großen Spaß ansehen, wie auch die Urfassung des Romans PETER PAN ist auch der Kinderdieb, kein Kinderbuch, dafür ist es zu blutig und brutal. Ebenso hat der Autor die Avalonsaga in seinen Kinderdieb eingebracht, wir lesen von der Dame vom See und vom Gehörnten, von einem magischen Schwert und anderen Gestalten die in diversen Avalon und Artus Sagen zu finden sind.Zusammen ergibt das eine gelunge Mischung, die spannend und sehr gut zu lesen ist.
Das Cover und die Buchgestaltung finde ich sehr gut gelungen, die Bilder im Innern zeigen aber auch sehr deutlich, das das Buch eher für nicht so zartbesaitete Leser ist

Klett-Cotta :: Die toten Frauen von Juárez - Sam Hawken


Klett-Cotta :: Die toten Frauen von Juárez - Sam Hawken

Klappentext:  Ciudad Juárez, Mexiko, an der Grenze zu Texas. Zahlreiche Frauen verschwinden. Einheimische sagen, es seien mindestens 5000. Nur etwa 400 von ihnen wurden bislang gefunden - vergewaltigt und getötet. Sam Hawken verbindet die wahre Geschichte um die toten Frauen mit der Story von Kelly Courter, einem gescheiterten Boxer, der alles daransetzt, die Wahrheit herauszufinden ...

Meine Meinung:
Immer wieder mal kann man in den Medien verfolgen, das in der Grenzstadt Juarez seit Jahrzehnten Frauen verschwinden, die genauen Zahlen kennt wohl niemand und niemand weiß wer für das Verschwinden dieser Frauen verantwortlich ist. Diese Tatsache hat der Autor Sam Hawken als Hintergrund für seine fiktive Geschichte um Kelly Courter gewählt, der als Boxer in Juarez lebt und sein Geld mit Boxkämpfen und Drogendeals verdient, Kelly ist ein Verlierer, ein Nichts in einer Stadt die von Armut und Ausbeutung regiert wird, einer seiner wenigen Lichtblicke ist seine Freundin Paloma, aber auch diese verschwindet.
In jedem herkömmlichen Thriller, würde Kelly jetzt zum Ritter in der glänzenden Rüstung, der seine Süchte und Ängste und überwindet, seine Prinzessin rettet und fortan glücklich bis ans Ende ihrer Tage lebt, nur ist dieser Roman weder herkömmlicher Thriller noch Märchen und so gerät Kelly gemeinsam mit Esteban, dem Bruder Palomas und Dealer Kellys, unter Mordverdacht als die Leiche Palomas gefunden wird. Detailliert beschreibt der Autor die brutalen Verhörmethoden der mexikanischen Polizei, überhaupt nimmt der Autor kein Blatt vor den Mund in der Beschreibung der Umstände in Juarez.
Der Schreibstil ist recht flüssig zu lesen, die Handlung schlüssig, einzig die Personen kamen mir nicht wirklich nahe, ich hätte gern etwas mehr Sympathie für Kelly aufgebracht in diesem Punkt kann es aber sein, das das nicht am Autor lag sondern einzig und allein an mir, denn ich hatte mir Aufgrund des Covers ein völlig anderes Buch vorgestellt, ein Buch das mehr auf die realen *Toten Frauen von Juarez* eingeht, natürlich war mir der Inhalt des Buches nach der Leseprobe bewusst, aber wie es so ist mit den Erwartungen, sie lassen sich nicht einfach abstellen. Ein kleiner Minuspunkt, sind die eingestreuten spanischen Sätze, die nicht übersetzt wurden, waren sie zum Verständnis der Story auch nicht wichtig, hätte ich trotzdem gern gewusst was sie bedeuten. 

Mittwoch, 29. Februar 2012

Wolfskinder von John Ajvide Lindqvist

  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Paperback);
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3785760567







 
Klappentext:
Beim Pilzesammeln macht der ehemalige Schlagersänger Lennart einen grausigen Fund. Er entdeckt im Wald einen vergrabenen Säugling. Das kleine Mädchen lebt noch. Den ersten Schrei, den er von ihr hört, lässt ihn erstarren: Der Säugling singt Töne, die reiner nicht sein könnten. Was für ein Menschenkind hat er hier gefunden? Er nimmt es mit nach Hause und versteckt es. Theres - so nennt er sie - soll Lennarts eigenen Lebenstraum einer Musikkarriere erfüllen. Er will sie zu etwas ganz Großem machen, ahnt dabei jedoch nicht, dass er sich das eigene Todesurteil ins Haus geholt hat

Meine Meinung:
Als ich das Buch gestern Nacht zuklappte, war mein erster Gedanke* Und was sollte das jetzt gewesen sein?*
Der erste Abschnitt des Buches war klasse, ganz ohne Zweifel, der Fund des Säuglings, dessen musikalische Begabung, die seltsame Entwicklung des Kindes,das erst von Jerry ihrem Ziehbruder den Namen Theres bekommt, die Art und Weise wie sich Lennart und seine Frau im Laufe des Zusammenlebens mit der Kleinen verändern, und das schreckliche Ende der Beiden. Toll geschrieben, tolle Geschichte, aber dann entwickelt sich die Geschichte zu einem düsteren Teenieroman.
Das Mädchen wird nach dem Tod der Zieheltern weiterhin vor der Außenwelt verheimlicht, ihr Ziehbruder nimmt sich seiner an und zieht mit ihr in eine Gegend wo sie niemand kennt, das seltsame Mädchen nimmt an einem Gesangswettbewerb teil und sammelt im Zuge dessen via Internet einige psychisch gestörte Mädchen um sich, mit denen sie seltsame Rituale durchführt, dazu gehört unter anderem der Mord an einem skrupellosen Musikproduzenten.
Was wie ein mystischer Roman beginnt, wird zur Kritik an der Gesellschaft, es geht um Mobbing an Schulen und um die, die nicht der Norm entsprechen und deswegen ausgegrenzt werden. Ob es nötig war dieses Thema in Mystik zu verpacken wage ich zu bezweifeln, die Störungen die Theres aufweist sind an sich schon seltsam genug, sie sieht Rauch aus den Hirnen ihrer Opfer aufsteigen wenn diese sterben.

Ich hätte mir vor allem etwas Aufklärung gewünscht, was es mit Theres überhaupt auf sich hat, warum sie zum Sterben im Wald ausgesetzt wurde, wussten ihre leiblichen Eltern das etwas mit ihr nicht stimmt, immerhin war sie ja schon als Säugling gefährlich.
Da der Klappentext einen völlig anderen Roman versprach würde ich, gäbe es hier Sternchen, nur 3 Sterne vergeben.

Sonntag, 26. Februar 2012

Das Alphabethaus von Jussi Adler OLsen

  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423248947
  • ISBN-13: 978-3423248945
  •  
Der Absturz zweier britischer Piloten hinter den feindlichen Linien …
Ein Krankenhaus im Breisgau, in dem psychisch Kranke als Versuchskaninchen für Psychopharmaka dienen …
Die dramatische Suche eines Mannes nach seinem Freund, den er dreißig Jahre zuvor im Stich gelassen hat …
»Eine unfassbare Geschichte: die Schrecken des Krieges und das Schicksal psychisch zutiefst beschädigter Patienten einer Nervenheilanstalt auf der einen Seite, die Freundschaft zweier englischer Piloten und die Suche nach einem Verschwundenen auf der anderen, gehört zum Besten, was Jussi Adler-Olsen je geschrieben hat. Wie er das groteske Elend der Patienten einer Nervenklinik als Folge des Krieges schildert, ist anrührend und beklemmend zugleich. Man liest das Buch mit allen Sinnen.« Ingrid Brekke in ‚Aftenposten‘ 

Meine Meinung:
Jussi Adler-Olsens Roman über die schrecklichen Erlebnisse zweier britischer Piloten, in einem deutschen Lazarett ist berührend und schlafraubend, man will das Buch nicht mehr aus Hand legen, weil man einfach wissen muss, wie es Bryan und James ergeht, die sich nach dem Absturz ihres Flugzeuges in einen Lazarettzug retten konnten und über Monate als Simulanten in einem Freiburger Krankenhaus um ihr Leben kämpften, die von ihnen gestohlenen Papiere weisen sie als hochrangige SS Offiziere aus, die mit einem psychischen Schaden von der Front kamen, das rettet ihnen das Leben und stürzt sie direkt in die Hölle aus Medikamentenversuchen und Mitpatienten, die nur auf das Ende des Krieges warten um gestohlene Beutekunst verkaufen zu können und James und Bryan verdächtigen zu viel zu wissen.
3o Jahre später kreuzen sich die Wege der *Simulanten* wieder.