Mittwoch, 25. Dezember 2013

Wasserfest von Frank Kreisler

Dienstag, 10. Dezember 2013

Ich bin die Nacht von Ethan Cross


Klappentext:Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin das, was man gemeinhin einen Serienkiller nennt. Doch ich töte nicht wahllos, und jedes meiner Opfer bekommt eine faire Chance, denn ich fordere es zu einem Spiel heraus. Wer gewinnt, überlebt. Ich habe noch nie verloren. Die meisten Menschen werden mich verabscheuen. Einige, die mir ähnlich sind, werden mich verehren. Aber alle, alle werden sich an mich erinnern. Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin die Nacht, und ich möchte ein Spiel mit Ihnen spielen.


Meine Meinung:
Liest man den Klappentext, erwartet man einen spannenden, nervenaufreibenden Thriller, ein Buch das man nicht mehr aus der Hand legen kann, eine Geschichte die sich um den psychisch gestörten Francis Ackerman Junior aufbaut, nur leider bekommt man das nicht, man bekommt ein Buch das man wirklich nicht mehr aus der Hand legen will, allerdings leider eher weil man sich nicht vorstellen kann, das es wirklich so weiter geht, während Ackermann immer mehr in den Hintergrund gerät, lernen wir Marcus kennen, einen Ex Cop, der mit seinem Schicksal hadert und durch Zufall in die Jagd nach Ackermann gerät, dabei entwickelt er physische Kräfte, die Superman zur Ehre gereicht hätten und wir lernen einen Sheriff kennen der das Gesetz scheinbar in die eigenen Hände nimmt und dabei von seinem Team und höchsten Regierungsstellen unterstützt wird.

Der Schreibstil des Autors ist wirklich gut und angenehm zu lesen und auch die Idee hinter dem Buch ist hervorragend und die Ausführung der Idee hat wohl auf dem amerikanischen Markt sehr gut funktioniert, Amerika ist das Land der Superhelden, dort kann sicherlich auch der Held eines Buches Kräfte entwickeln die physikalisch kaum möglich sind, dort kann ein Sheriff im Namen der Gerechtigkeit Verbrechen begehen und dabei von der Regierung unterstützt werden, zumindest ist das Vorstellbar, nur hier scheint das alles zu abstrus und zu weit hergeholt um auch nur annähernd realistisch zu sein.
2 Sterne, einen für den Schreibstil und einen für die Grundidee
  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: Aufl. 2013 (20. Dezember 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404169239
  • ISBN-13: 978-3404169238
  • Originaltitel: The Shepherd

Sonntag, 1. Dezember 2013

Stammtischmorde 12 Leipziger packen aus


 



Klappentext:

Ein Hai als Mordwaffe. Eine Beerdigung als Chance zur Rache. Ein Paar Schuhe als Zeuge. Ein Computerausdruck, bei dem auf 1057 Seiten kein vernünftiges Wort steht. Ein Pilz, der eine Party zum tödlichen Roulette macht.
Zum zweiten Mal haben Autorinnen und Autoren vom Krimi-Stammtisch Leipzig ihrer Fantasie freien Lauf gelassen, legen eine Anthologie vor. Geschichten, bei denen es um die ewigen Motive für Mord, Erpressung oder Diebstahl geht: Liebe, Hass und Eifersucht, Rache und Habgier.
Dreizehn Storys fesseln diesmal Leserinnen und Leser, eine aus der Feder von Gast-Schreiber Edgar Franzmann, dem Sprecher der Krimi-Autoren-Vereinigung Syndikat.
Eines ist allen gemein: Wie bei den ersten Stammtisch-Morden geht es auch diesmal nie um Dutzendverbrechen, sondern um literarische Leckerbissen für Krimi-Feinschmecker.



 Meine Meinung:

Der fhl Verlag hat es wieder getan, es handelt sich hier also um einen Wiederholungstäter im klassischen Sinn, nach Stammtischmorde nun also Stammtischmorde II. Danke dafür, denn wenn erfolgreiche Konzepte oft nur kopiert werden und sich häufig als Abklatsch des Vorgängers entpuppen, wurden hier wieder erstklassige Geschichten in einem Buch zusammengefasst, sicher gibt es auch die eine oder andere Schwäche, so erfährt der Leser in der Geschichte *Wieso Mord* nicht einmal ansatzweise wie die Polizei dem Täter auf die Spur kam oder tauchen in *Feierabend* für meinen Geschmack zu viele Personen auf um ihnen in einer Kurzgeschichte genügend Raum geben zu können, aber das schmälert nicht im Geringsten das Lesevergnügen im Gesamtzusammenhang, jede Geschichte für sich ist spannend und sehr gut lesbar, die unterschiedlichen Schreibstile und vor allem die Ideen, der Autoren machen die Anthologie sehr abwechslungsreich, lässt die Autorin Mandy Kämpf ein Paar Schuhe vom Mordtag berichten so geht es in Leipziger Roulette um späte Rache.
Ich kann für dieses Buch nicht anders als eine Leseempfehlung aussprechen, denn jeder Krimileser wird hier die eine oder andere Geschichte finden die seinem Geschmack entspricht.
Folgende Autoren haben sich in diesem Buch zusammengefunden.
Romy Fölck: Schneetreiben"
Christian Barz: Erste Liebe"
Hartwig Hochstein: Kriminelle Phantasie"
Mandy Kämpf: Tanz in den Tod"
Edgar Franzmann: Leipziger Roulette"
Jan Flieger: Die Kindfrau"
Frank Kreisler: Herz auf Spieß"
Sophie Sumburane: Der Tod im Labor"
Matthias Seydewitz: Im Dunkeln des Waldes"
Helmuth Scheel: Der Schlitz"
Stefan B. Meyer: Feierabend"
  • Broschiert: 210 Seiten
  • Verlag: Fhl Verlag Leipzig (13. Oktober 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3942829347
  • ISBN-13: 978-3942829342
Traude Engelmann: Wieso Mord?"
Andreas Stammkötter: Das Pfötchenhotel"


Mittwoch, 13. November 2013

Rauklands Blut von Jordis Lank


Rauklands BlutKlappentext:Ronan, Sohn des mächtigsten Herrschers im Nordmeer, ist nach Raukland zurückgekehrt. Er erwartet, dass sein Bruder Broghan für den Mordversuch an ihm bestraft wird, doch er wird jäh enttäuscht: Ihr Vater sieht auch in Broghan einen Anwärter auf den Thron. Die beiden ungleichen Brüder führen einen erbitterten Kampf um die Gunst des Königs. Ronan rechnet fest mit dem Sieg, als Broghan ein furchtbares Geheimnis aufdeckt.
Meine Meinung:
Eins vorweg, Rauklands Blut ist der 2 Teil einer Trilogie, man kann ihn auch ohne Vorkenntnisse des 1. Teils lesen, allerdings habe ich Laufe im des Buches festgestellt, das er sicher noch mehr Lesefreude birgt wenn man den 1 Teil kennt und somit schon etwas mehr über die einzelnen Charaktere weiß und die Entwicklung die sie durchgemacht haben besser nachvollziehen kann, aber wie gesagt es geht auch sehr gut ohne Vorkenntnisse.
Man merkt Jordis Lank die Freude am Schreiben an, die Lust die Geschichte zu erzählen, von Ronan und Eila, von Hannah und Broghan und all den anderen liebevoll ausgearbeiteten Personen, die jeder für sich einen interessanten Charakter haben und teilweise das gleiche Ziel, die Brüder Ronan und Broghan wollen Rauklands Krone, um jeden Preis, die Autorin hat Brüder erschaffen die unterschiedlicher nicht sein können, der eine, skrupellos und fähig und willens zu Morden um sein Ziel zu erreichen, der andere zwar  zielstrebig aber doch mit einer gehörigen Portion Ehre, die ihn davon abhält unlautere Mittel im Kampf um Raukland anzuwenden.
Jordis Lank, beschreibt den ewigen Kampf Gut gegen Böse, das hätte sich abgedroschen lesen können, aber durch den spannenden Erzählstil und die sehr angenehm zu lesenden Beschreibungen der Personen und Örtlichkeiten, kam nicht einen Moment Langeweile auf.
Da das Buch mit gerade mal 350 Seiten, sehr kurz ist, gehe ich nicht weiter auf den Inhalt ein, zu schnell ist zu viel verraten, allerdings sollte der Leser es nicht versäumen, die Outtakes am Ende zu lesen, da habe ich mir gewünscht die Autorin hätte sich häufiger verschrieben, sehr amüsant.

  • Broschiert: 350 Seiten
  • Verlag: Verlagshaus El Gato; Auflage: 1 (25. Oktober 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3943596362
  • ISBN-13: 978-3943596366
Das Buch kann direkt vom Verlag bezogen werden:
http://verlagshaus-el-gato.de/

Und damit ihr seht, wer für Raukland und seine Bewohner verantwortlich ist ;o)

Jordis Lank Interessante Informationen über die Autorin findet ihr hier:
http://www.jordis-lank.de






Mittwoch, 6. November 2013

Bis wir uns wiedersehen von Dinah Jefferies


 


Malaysia 1952, in dem von Unruhen geschütteltem Land, lebt die junge Engländerin Lydia mit ihrem Mann Alec und ihren zwei Töchtern Emma und Fleur ein relativ sorgenfreies Leben, das ändert sich allerdings schlagartig als sie von einer Reise zurückkehrt und das Haus verlassen vorfindet, ihr Mann und ihre Töchter sind verschwunden ohne eine Nachricht zu hinterlassen. Verzweifelt versucht Lydia ihre Kinder wieder zu finden, nicht ahnend, dass ihr Mann nicht wie von seinem Vorgesetzten behauptet in den Norden des Landes versetzt wurde, sondern sich auf dem Weg nach England befindet, wo er sich ohne sie ein neues Leben aufbauen will, auf ihrem Weg in den Norden lernt sie Adil kennen, dessen Rolle in dem Buch mir nie ganz klar wurde, außer das er ihr am Ende hilft die Kinder wiederzufinden, nimmt einen kleinen malaysischen Jungen auf und muss so manche Gefahr überstehen, bevor sie sich ihr alle Zusammenhänge erschließen.
Währenddessen müssen sich ihre Töchter im fernen England an den Gedanken gewöhnen das ihr Mutter vermisst wird und wahrscheinlich tot ist, ein Gedanke mit dem sich besonders die ältere, Emma, nicht abfinden will, sie rebelliert und wird als sie sich gegen einen Kinderschänder zur Wehr, setzt in ein Internat abgeschoben.

Je mehr ich über das Buch nachdenke, desto unwahrscheinlicher kommen mir all die Zufälle vor, die sowohl Lydia als auch Emma widerfahren, zufällige Treffen mit Personen die ihnen helfen können an Orten an denen man es nie vermutet, Emma z.B. trifft im Internat eine Nonne die jemanden kannte der jemanden kannte der ihre Großmutter kannte die ihre Mutter auf Druck ihrer Familie in einem Kloster abgeben musste und die ihr nachdem sie sie mit Hilfe der neuen Freundin ihres Vater ausfindig gemacht hatte hilft ihre Mutter zu finden.
Ein zufälliger Brand, der Alec sehr entgegen kommt, bei seinen Plänen für immer aus Lydias Leben zu verschwinden.

Meine Meinung:
Trotz ein paar Schwächen, ein  lesenswertes Buch der Schreibstil ist manchmal etwas pathetisch, aber er passt in die Zeit, eine Zeit in der auf gepflegte Sprache noch wert gelegt wurde, eine Zeit in der Kinder zu gehorchen hatten und Widerspruch nicht geduldet wurde und wo Müttern bei Fehlverhalten die Kinder weggenommen wurden, das ist ein Punkt an dem ich Alecs Verhalten nicht verstehe, bei einer Scheidung hätte er ohne Probleme das Sorgerecht für seine Töchter bekommen, warum geht natürlich aus dem Buch hervor, so aber traf er eine Entscheidung die traumatisch für die ganze Familie war.
Die Autorin wählte zwei Erzählstränge, einmal die Ich Form, wenn Emma von ihren Erlebnissen berichtet, von ihrer Entwicklung vom Kind zu einem Teenager, in diesen Kapiteln konnte ich mich gut in das Mädchen hineinversetzen, spürte ihre Sehnsucht nach der Mutter und ihren verzweifelten Kampf mit dem Vater um die Wahrheit zu erfahren.
Der zweite Strang, erzählt von Lydia, der Reise durchs Land, ihren Affären und den Rückschlägen auf der Suche, leider bleibt sie mir fremd, ihre Gefühle und Eindrücke bleiben blass, es wird zwar berichtet das sie zusammenbricht als sie vom angeblichen Tot der Kinder erfährt aber ich spüre nicht viel von den Emotionen und so zieht es sich durch das ganze Buch.
Warum das Buch trotzdem 4 Sterne von mir bekommt?
Weil es als gesamt Geschichte berührt, weil die Emotionen die mir die Autorin nicht vermitteln konnte aus mir selber kamen, jeder Mensch der seine Kinder liebt, kann sich vorstellen welches Grauen Lydia erlebt.

  • Taschenbuch: 430 Seiten
  • Verlag: Lübbe Paperback; Auflage: 1. 2013 (20. September 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785760973
  • ISBN-13: 978-3785760970
  • Originaltitel: The Separation





Dienstag, 5. November 2013

Blow Out von Uwe Laub


 


Inhalt:

2052
Der Klimawandel hat die Erde voll im Griff, die Pole schmelzen ab, der Meeresspiegel steigt, die Küstenbewohner müssen ihre Häuser verlassen.
Die Ozonschicht löst sich in Nichts auf, obwohl der CO2 Ausstoß streng reglementiert ist. Obwohl es alternativen zum Erdöl gibt, erwärmt sich die Erde immer mehr.
Als die Botschaftsangehörige Emma, von ihrem Chef den Auftrag erhält, eine 40 Jahre alte Akte aus dem Archiv zu holen, kommt sie der Anweisung die sie für unter ihrer Würde hält nur widerwillig nach, was sie dann aber in der streng geheimen Akte liest, bringt nicht nur sie in tödliche Gefahr sondern alle denen sie davon erzählt und sie muss davon berichten, sie muss dafür sorgen das die Akte öffentlich gemacht wird, um zu retten was noch zu retten ist. Gemeinsam mit ihrem Ex Freund Nick, einem Öko Journalisten macht sie sich auf die gefährliche Suche nach weiteren Beweisen zu dem Inhalt der Akte steht, immer mit einem sadistischen amerikanischen Geheimdienstagenten auf den Fersen.

Meine Meinung:
Uwe Laub hat in seinem Öko Thriller ein brisantes Thema aufgegriffen, die Verknüpfung von Politik, Umweltschutz und Profitgier, auch wenn der Hauptteil der Handlung in der Zukunft spielt, ist das Szenario, das er erschaffen hat, durchaus vorstellbar, vielleicht sogar unabwendbar?
Mir schien der Roman außerordentlich gut recherchiert, einige Geschehnisse sind in jüngerer Zeit tatsächlich passiert, also nachprüfbar, anderes erschien mir logisch z.B. ein US amerikanischer Geheimdienst, SCS, dessen Existenz von den Behörden geleugnet wird und der Aufträge ausführt die sogar für die CIA zu schmutzig sind.
Bis zum Schluss weiß der Leser nicht, wem Emma trauen kann, die Motive ihres Vorgesetzten ausgerechnet ihr den Auftrag zu geben bleiben im Dunkeln.
Ein Roman wie ein Katastrophenfilm, schnell und hart, Verfolgungsjagden zu Wasser und an Land, sadistische Verhörmethoden  machen aus dem Öko Roman einen Öko Thriller.
Allerdings birgt das Katastrophenfilmszenario für mich auch die Schwachstelle des Buches.
Ich hatte zu keiner Zeit wirklich Sorge das Emma oder Nick ernsthaft etwas passiert, die Guten überleben fast immer und die extrem kurzen Szenen gefielen mir nicht so ganz, kaum wurde es spannend kam der nächste Cliffhanger, gut nach wenigen Seiten ging es weiter, trotzdem war ich erst mal raus.
Nichtsdestotrotz, das Buch ist spannend und lesenswert.
  • Taschenbuch: 512 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (13. September 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 354828552X
  • ISBN-13: 978-3548285528

Dienstag, 22. Oktober 2013

333 Entdeckungen in der Region Stuttgart von Astrid Schlupp-Melchinger




Klappentext:
In der Region Stuttgart kommt man bisweilen schnell aus der Puste, hier hat eine Frau das essbare Quadrat erfunden und ein Mann den ersten Computer. Hier wachsen die begabtesten Trickfilmer heran und sind einige der schönsten Naturgedichte entstanden, hier strahlen die Sterne am Gourmethimmel, es gibt eine Firma, die weiß, wie man Dollarnoten trocknet, man findet Wasser wie Wein und von hier aus hat eine zündende Idee die Welt erobert.
Abseits der üblichen Sehenswürdigkeiten erzählt die Autorin mit einem Augenzwinkern von kuriosen Besonderheiten, kulturellen Eigenarten, unternehmerischen Glanzleistungen, wegweisenden Entdeckungen und tierischen Bewohnern. Die 333 Entdeckungen lassen Sie die Region mit anderen Augen sehen.

Meine Meinung:
Als ich das Buch das erste Mal in der Hand hielt, dachte ich
Uff ist das schwer, fürs Handtäschle ist das nix
Das Gewicht ist dem guten Papier geschuldet, dick und glänzend gibt es den Fotos in dem Buch ein hochwertiges Aussehen, nur leider sind die Fotos nicht alle so, das der Blick beim Durchblättern daran hängen bleibt und zum nachlesen einladen, was es denn mit ihnen auf sich hat, für meinen Geschmack sind sie zu klein für die Fülle an Text.
Die Texte sind im Allgemeinen interessant und teils amüsant geschrieben
wer weiß schon das wir in Deutschland ein Erdbebengebiet haben, wenn er nicht dort wohnt oder das der erste Klettverschluss in Deutschland in einem schwäbischen Dorf produziert wurde (Holzgerlingen erhielt erst 1993 die Stadtrechte.)
Es gibt noch viele Geschichten zu entdecken in dem Buch, das man immer mal wieder zur Hand nehmen kann um darin zu blättern.
Einzig die meiner Meinung nach ungeeignete Bindung und die Platzierung und Größe der Fotos, lassen mich einen Stern behalten.

  • Verlag: Theiss; Auflage: 1. Auflage. (18. September 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3806227594
  • ISBN-13: 978-3806227598

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Unglaubliche Welt Kopfkino von Thomas Dellenbusch


 


Vor der Erfindung des Fernsehers und den Kinos gehörte das Erzählen oder Vorlesen von Geschichten zu den beliebtesten Freizeitvergnügen im Freundes und Familienkreis oder in der Dorfgemeinschaft.
Kopfkino entdeckt dieses Vergnügen neu!
Egal, ob sie mit ihren Freunden eine Wandertour von Berghütte zu Berghütte machen, eine mehrtägige Fahrradtour oder einen Segeltörn; Es gibt sie noch: Abende ohne Fernseher.

Inhalt:
Der erste Band umfasst in 4 kurzen Geschichten das Genre Mystery, wobei ich persönlich die letzten beiden Geschichten eher zur Science Fiction zählen würde, aber das kann ja jeder für sich entscheiden.
Geschichte 1:
 der Weichensteller. Sebastian Gruhn nutzt seine übersinnlichen Fähigkeiten, um für die Polizei ein entführtes Mädchen zu finden.
Vorlesezeit ca. 90 min.

Geschichte 2:
Das Testament: Martha Vadeva soll groß erben. Aber sie weiß nicht, von wem und warum.
Vorlesezeit ca. 120 min

Geschichte 3:
Der Nobelpreis. Otto Bendner wird Nobelpreisträger für Physik. Dann wird er von einem geheimnisvollen Kollegen kontaktiert.
Vorlesezeit: ca. 50 min

Geschichte 4.
Der Matrjoschka- Code
Eine Frau ohne Erinnerung wird von einem 80jährigen durch ihr eigenes Unterbewusstsein geführt.
Vorlesezeit: ca. 70 min.

Da die Geschichten wirklich sehr kurz sind gehe ich auf den Inhalt gar nicht weiter ein, zu schnell ist zu viel verraten.

Meine Meinung:
Ich habe mir die Geschichten, weder vorlesen lassen noch vorgelesen, da ich das Buch in einer Leserunde mit Autorenbegleitung gelesen habe und das eigentlich eine Voraussetzung zur Teilnahme war, will ich nicht unerwähnt lassen, das der Autor von vornherein wusste das ich Vorlesen hasse und das er mich trotzdem mitlesen lies, vielen Dank noch mal dafür.

Das Konzept *Kopfkino* ist für mich völlig neu gewesen und ich habe vorher auch noch nie etwas von einem ähnlichen Buch gehört.
Natürlich habe ich mich vor Lesebeginn gefragt, was wohl Kopfkinogeschichten von normalen Kurzgeschichten unterscheidet?
In diesem Fall ist es u.a. die Einfachheit der Bilder die im Kopf entstehen, es zählt das jetzt, durch die gut und ausführlichen Situationsbeschreibungen ist der Leser nicht dabei, wenn Martha das erste Mal auf die Männer trifft die ihr von dem Erbe erzählen das sie antreten soll, oder sitzt man neben Sebastian, wenn er beobachtet was geschieht, nein man beobachtet, wie einen Film den man im Kino oder zu hause sieht. Für mich hat das Konzept Kopfkino zu 100% funktioniert, ich hatte bei jeder Geschichte eine andere Art Film im Kopf, der Weichensteller war ein klassischer Krimi, das Testament ein französischer s/w Film und die letzten beiden Geschichten, wie schon erwähnt SF.
Warum ich trotzdem nur 4 Sterne gebe.
Leider wegen des Lieblingskindes des Autors
Der Nobelpreis, sie setzt zu viel physikalisches Wissen vor raus, sie ist schwer zu lesen und ohne Hilfestellung des Autors wäre ich niemals auf die Lösung gekommen, leider hat nicht jeder Leser die Möglichkeit den Autor so lange zu löchern bis alle Fragezeichen aus den Hirnwindungen verschwunden sind.
Im Großen und Ganzen kann ich aber sagen
Das Konzept funktioniert und ich würde mich über mehr Kopfkinogeschichten freuen.



  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: Thomas Dellenbusch; Auflage: 1 (13. April 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3000419306
  • ISBN-13: 978-3000419300

Buchempfehlung: Choices, die Besessenen von Nils Nöske


 



Klappentext:
Gillard ist ein Besessener. Zu ihnen gehören die übelsten Zeitgenossen, denen alles Gute und Menschliche fremd zu sein scheint. Würde Gillard der Stimme in seinem Kopf nachgeben, wäre auch er so. Doch aus irgendeinem Grund kann er sich gegen sie wehren und sucht einen Weg, sie für immer loszuwerden. So trifft er Vorbereitungen, seine Heimat zu verlassen. Als jedoch die junge Surre im Dorf auftaucht und kurz darauf vermummte, schwer bewaffnete Männer nach ihr suchen, verwirklichen sich Gillards Reisepläne schneller als geplant. Unter größten Gefahren steht er Surre bei ihrer Flucht bei und findet sich dabei bald selbst inmitten eines uralten Krieges wieder. Und er erfährt, dass das Geheimnis um die Stimme in seinem Kopf von größerer Bedeutung ist, als er je geahnt hätte ...

"Die Besessenen" ist ein fantastischer Roman über Freundschaft, über Opfer, die es zu bringen gilt, und über den elementarsten aller Konflikte. Kraftvoll, stimmungsvoll und mit Humor erzählt, reißt dieses Buch den Leser in eine abenteuerliche Reise mit, die wie alle schweren Kämpfe Wunden hinterlässt.

Meine Meinung:
Fantasy zählt nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Genres, nicht wegen der Geschichten, die würden mich ganz oft sehr interessieren, sondern weil eben diese Geschichten nicht auf ein, zwei oder von mir aus auch drei Bücher verteilt sind, mit Trilogien kann ich leben, sondern auf ein Dutzend und dann wird mir in epischer Breite erzählt wie die vom Autor geschaffene Welt aussieht, wie die Menschen, Drachen, Trolle und Orks dort leben und bis die Geschichte auf den Punkt kommt ist das Buch vorbei und ich muss auf den nächsten Band warten.
Warum ich dann Choices gelesen habe? Ganz einfach, weil der Klappentext interessant klang und weil ein Debutautor wohl nicht gleich zu Beginn seiner Schriftstellerischen Laufbahn eine ganze Reihe schreiben wird, von der ich jeden Band lesen muss. (Dazu später mehr)
Und als ich dann zu lesen begann, war ich sehr schnell gefesselt in der Welt Gillards, der Autor hat eine für mich völlig neue Welt geschaffen, auf der einen Seiten das einfache Dorf, wo die Menschen fast ohne Technik auskommen, auf der anderen Seite Zorin, eine hochtechnisierte Stadt, in seinen Beschreibungen der Orte lässt Nils Nöske, trotz aller Genauigkeit seinem Leser genug Raum für eigene Fantasie.Ebenso verfährt er mit seinen Protagonisten, sie sind *vorstellbar* für den Leser, er kann einzelne Taten nachvollziehen aber nicht jeder Schritt den sie tun ist vorhersehbar und am Ende dachte ich mir so manches Mal *ah deswegen*.
Es geht in diesem Buch nicht unbedingt um den altbewährten Kampf: Gut gegen Böse, sondern eher um die Frage *Was ist Gut oder Böse und Wer ist hier Gut oder Böse * Eine Frage die jeder für sich selbst beantworten muss und wahrscheinlich wird es einige unterschiedliche Antworten geben.
Das Buch ist teilweise sehr humorvoll geschrieben, immer spannend und leider schon zu Ende, aber absolut rund zu Ende gebracht, es muss nicht weiter gehen, die Geschichte Gillards, des Besessenen ist aus erzählt.
Es gibt also nur einen Band, schade, vielleicht erzählt uns der Autor ja doch eines Tages mehr aus Gillards Welt, ich würde mich freuen. Na toll, angefixt und das war es dann?
Mein Fazit:
Absolut Lesenswert, hätte ich ein Sternchensystem, gäbe es 5 von 5 Sternchen.
zu beziehen bei

http://www.latos-verlag.de

Wo die Angst ist von Dinah Marte Golch


 


Inhalt:
Die unkonventionelle Psychologin Alicia, schlittert eher zufällig in die Ermittlungen zu dem Überfall auf einen türkischen Abiturienten, den sie vor 18 Monaten mit ihrem Gutachten vor der Jugendhaft bewahrt hat, ein Umstand den der ermittelnde Hauptkommissar Sigi Kamm ihr immer noch übel nimmt, dennoch müssen sich die Beiden so unterschiedlichen Charaktere zusammen raufen.


Meine Meinung:
Dinah Marte Golch? Nie gehört, dachte ich mir als ich das Buch das erste Mal sah, allerdings machten der Klappentext und auch das Cover mich neugierig und ich wurde nicht enttäuscht, nicht nur die Personen in ihrem Buch sind unkonventionell auch der Schreibstil der Autorin überrascht, sie gewährt dem Leser einen Blick in die Seele ihrer Protagonisten, einen Blick darauf ie was Angst und Rachsucht aus einem Menschen machen können.
Die Autorin greift ein brisantes Thema auf, das in einem zivilisierten Land wie Deutschland eigentlich kein Thema mehr sein dürfte aber leider immer noch ist und wahrscheinlich noch für lange Zeit sein wird.
Wer einen einfach zu lesenden Krimi erwartet, ist hier falsch, hier ist nichts einfach, der Leser wird immer wieder aufs Neue überrascht.

  • Broschiert: 320 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch; Auflage: 1 (10. September 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462045636
  • ISBN-13: 978-3462045635

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Die satten Toten von Sam Millar


 


Klappentext:

"Mit dieser Serie hat sich Sam Millar an die Spitze der Krimiautoren geschrieben." Books Ireland Belfast. Pathologe Tom Hicks hat schon viele Leichen gesehen, doch so etwas hat er noch nicht erlebt: Der Körper der jungen Frau, die vor ihm auf dem Seziertisch liegt, ist deformiert. Sie hat kurz vor ihrem Tod Unmengen gegessen. Hicks informiert seinen Freund, den Privatdetektiv Karl Kane. Kane nimmt Ermittlungen auf. Schon bald taucht eine weitere Leiche mit dem gleichen Merkmal auf: In Belfast geht ein Killer um, der seine Opfer mästet, bevor er sie tötet. Und während Kane zunehmend verzweifelt nach dem Mörder sucht, kidnappt dieser Kanes Tochter.

Meine Meinung:
Sein 2. Fall führt den Belfaster Privatdetektiv, Karl Kane, auf die Spur eines Serienmörders, der seine Opfer unter den obdachlosen Mädchen auf den Straßen Belfast aussucht, entführt, foltert und tötet.
Im Zuge seiner Ermittlungen benötigt Kane Hilfe aus dem kriminellen Milieu Belfasts.
 Richtet man als Leser seinen Blick, nur auf die Handlung des Krimis, erscheint das Buch ziemlich banal und vorhersehbar, Millar bedient sich aller Klischees die es rund um Privatdetektive gibt, abgebrannt, ein bisschen kaputt, gescheiterte Ehe, Ärger mit der Polizei, die sich im Verlauf der Ermittlungen auch nicht gerade mit  Ruhm bekleckert,also nicht sonderlich spannend. Allerdings ist Millars Schreibstil, seine Ausdrucksweise und seine Fantasie alles andere als Banal, wer auf political correctness Wert legt, auf saubere Tatorte und ansehnliche Leichen, sollte das Buch nicht beginnen, denn gerade die Tatsache das Millar sich einen Dreck darum zu scheren scheint, wie seine derbe Sprache beim Leser ankommt, lässt sein Buch zu einem Pageturner werden, kein Satz scheint geschönt, kein Ausdruck wurde geschliffen um den Leser nicht zu schocken.
Hier gebührt sicherlich dem Übersetzer ein großes Lob.
Einzig die, doch recht vielen, offenen Fragen am Ende des Buches lassen mich einen Stern behalten, ich hätte gern näheres über den Täter erfahren, wie wurde er zu dem was er war. 

  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: Atrium-Verlag, Hamburg (1. Oktober 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3855355118
  • ISBN-13: 978-3855355112
  • Originaltitel: The Dark Place

Dienstag, 1. Oktober 2013

Fieberglasträume eine Anthologie


 


Klappentext:
Der Kabelgott, der durch dein Hirn spukt, der Horrortrip in deinen Adern, der schwarze Code in deinem Blut Bist du dabei? Komm schon, zeig uns, was du draufhast! Stöpsel dich ein in die Fieberglasträume: 14 illustrierte Textfiles von den Avantgardisten des deutschen Cyberpunk, die deinen Geist durch digitale Welten jagen. Schillernd bunt und brutal. Fühle den Nervenkitzel, der dich packt, wenn du deine Chips auf Hochtouren taktest. In dieser Realität darfst du alles - aber lass dich nicht erwischen.
Wir haben dich gewarnt!
Mit Geschichten von:
Michael K. Iwoleit, Peter Hohmann, Sven Klöpping, Jens Ullrich, Niklas Peinecke, Thorsten Küper, André Wiesler, Michael Rösner, Frank Hebben, Christian Günther, Frank Werschke, Jan-Tobias Kitzel, Peer Bieber, Ingo Schulze und David Grashoff
Mit einem Vorwort von Rob Boyle

Meine Meinung:
Eins vorweg, Cyberpunk, ist als Genre relativ neu für mich, das eine oder andere Buch habe ich zwar schon gelesen aber als Kenner, kann man mich nicht bezeichnen.
Fieberglasträume ist eine Anthologie, die 15 Kurzgeschichten deutscher Autoren beinhaltet, zusammengetragen von Frank Heben und Andre Skora. Jede Geschichte wird begleitet von einer Illustration, die mich durchweg begeistert haben. Auch die Stories waren jede für sich auf ihre Art unterhaltsam, auch wenn mir manches zu abgedreht schien, aber wie gesagt Cyberpunk ist neu für mich, deswegen kann ich über die Qualität oder darüber ob die Idee neu oder schon xmal dagewesen ist,zu übertrieben oder noch nicht ausgefeilt genug, nicht urteilen.
Es gibt allerdings auch hier Geschichten, die für Normalleser gu zu konsumieren sind, es geht darin meist um Gut gegen Böse, also die klassischen Elemente der Literatur, um die herum, Computer und Kabel, Bits und Bytes gelegt wurden.
Der Schreibstil, ist bei jeder Story logischerweise unterschiedlich und mir wäre niemand aufgefallen, wo ich gedacht hätte geht gar nicht, jeder Autor hat seine eigene Art und jede Art ist entweder, gut oder Ok, also alle gut lesebar.

Was mir nicht so gefällt, ist das Cover, ob die verkabelte Person nun nackt und verkabelt sein muss, wo verkabelt eigentlich gereicht hätte, vermag ich nicht zu beurteilen, ein Hingucker ist es zwar, passt aber meiner Meinung nach nicht zum Buch.

  • Broschiert: 336 Seiten
  • Verlag: Begedia (15. März 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3943795403
  • ISBN-13: 978-3943795400

Sonntag, 22. September 2013

Das Schwein von Edward Lee ( Gastrezension von Alex M. )


 


Kurzbeschreibung:


Leonard ist ein Loser. Dabei beginnt sein Leben gar nicht mal so schlecht. Er studiert Literatur und veröffentlicht sogar eine Kurzgeschichte. Doch dann geht es bergab: Leonard will einen Film drehen und klaut einfach das nötige Equipment. Doch weil er halt ein Loser ist wird er verhaftet und ins Gefängnis gesperrt. Dort wird er täglich missbraucht, doch er hält durch und nach seiner Entlassung gerät er an Kredithai Rocco, der ihm seinen Film finanziert. Doch schon knapp nach der Fertigstellung muss Leonard feststellen, dass Rocco mehr von ihm will – er soll für ihn Filme drehen. Abartige Filme, in denen Tiere und Frauen die Hauptrolle spielen. 

Alex Meinung:

Was uns Edward Lee hier präsentiert ist ganz große Abartigkeit. Sex mit Tieren, Folter und Qual – vor nichts schreckt der Meister des Horrors zurück. Lee will schocken! Und das gelingt ihm mit diesem Buch ganz exzellent. Noch nie habe ich dermaßen viele Abartigkeiten auf einem Haufen gelesen. Dabei schockt nicht Splatter, nein, hier schocken Penetration mit Tieren, Großwüchsigen und Abhängigen. Und mitten unter ihnen Leonard, der doch nur einen meisterhaften Film drehen wollte.
Leonard macht eine Wandlung durch, seine Zeit im Gefängnis, das Beobachten des Vaters beim Sex und letztendlich die Erpressung durch die Mafia – das alles macht aus einem scheinbar normalen jungen Mann einen Dämon, der sich nicht mehr unter Kontrolle hat und am Ende nicht einmal mehr seinen großen Triumpf bewusst miterleben kann. Diese Wandlung ist erschreckend dargestellt, sind es doch eher die Lebensumstände von Leonard, die ihn dazu bringen, nicht sein ursprüngliches Wesen.
Lee schockt, aber Lee bringt auch zum Schmunzeln, durch perfide eingestreute Äußerungen, wie zum Beispiel von dem Epiphanier „Toaster sind böse“ oder durch seine originellen Filmtitel „Ich habe pfertig“ und „Nachmittags vor die Hunde gegangen“.  Lee will den Leser also nicht nur zum Würgen bringen , sondern vor allem eins: Unterhalten. Und das gelingt ihm mit dem vorliegenden Buch sehr gut.

„Das Schwein“ ist aus der Extrem-Reihe von Festa und wird ohne ISBN und nur direkt über den Verlag vertrieben.
http://www.festa-verlag.de
Verkauf erst ab 18.


Donnerstag, 19. September 2013

Nest von Lutz C. Frey





Klappentext:
Vier Jugendfreunde um die 30 wagen sich zum ersten Mal in ein Bordell. Das abgelegene Haus am Waldrand scheint der richtige Ort zu sein, um sich ihren geheimsten Wünschen hinzugeben. Tatsächlich scheinen die außergewöhnlich hübschen Mädchen hier über ganz besondere Fähigkeiten in Liebesdingen zu verfügen. ...und aus Extase wird Tod. Doch plötzlich verschwindet einer der Jungs nach dem anderen und der Lusttaumel gerät zu einer irren Nachtfahrt in den Strudel des blanken Horror. Die Mädchen sind weit mehr, als sie zu sein scheinen - wenn sich der Horror und die Lust des Fleisches vereinen.

Zum Inhalt gibt es eigentlich nicht mehr zu schreiben als im Klappentext steht, zu viel zu schreiben würde auch viel zu viel verraten, was leider an der Kürze des Buches liegt, womit ich auch gleich weiter gehe zu

Meine Meinung:
Zu kurz, leider viel zu kurz ist die Geschichte, kaum hat man sich angefreundet mit Jake Sloburn hat er seinen Fall auch schon gelöst und lässt den Leser allein zurück, allein mit einigen Fragen die
seine Person aufwirft, wer ist er, wo kommt er her, wo geht er hin, warum tut er was er tut?
Ich hätte ihm mehr Raum gewünscht, denn er scheint ein sehr interessanter Charakter zu sein.
Auch kam mir der Gänsehauteffekt etwas zu kurz, kaum war mir klar warum alles so ist wie es ist und ich einen leichten Schauer verspürte, war das Buch schon zu Ende, dabei vereint es prinzipiell doch alles was ich von einem Horrorroman erwarte, etwas nicht natürliches, Blut und eine düstere unheilvolle Atmosphäre, die wirklich gelungen beschrieben wurde.
Erwähnenswert finde ich auch den  moderaten Preis, ich erwähne sonst nie die Preise eines Buches, weil die mir meist die Sprache verschlagen, aber in diesem Fall ist er absolut angemessen.
Den einen Stern muss ich leider behalten, weil eben noch ein klein wenig fehlt, also hoffe ich auf den nächsten Teil vielleicht gibt es dann 6 Sterne.

  • Taschenbuch: 130 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (28. Juli 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1491220074
  • ISBN-13: 978-1491220078








Mittwoch, 18. September 2013

Arthur oder wie ich lernte den T-Bird zu fahren von Sarah N. Harvey


 


Inhalt:
Royce genannt Rolly hat es nicht leicht, der Umzug in eine völlig fremde Umgebung auf Grund einer Erkrankung zudem noch ohne viel Chancen neue Freunde zu finden, soll sich um seinen grantigen Großvater kümmern, der sich seinerseits bisher wenig um seinen Enkel oder seine eigenen Töchter gekümmert hat, zu sehr war er mit seiner Karriere als Cellist beschäftigt, mit seinen Reisen um die Welt und jetzt im Alter, sieht er wohl keinen Grund mehr sich mit seinen Töchtern auszusöhnen.
Royce nimmt den Job nur an um in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Geld zu sparen um zurück nach Neuschottland gehen zu können, doch wie nicht anders zu erwarten, kommt es anders als er denkt.

Meine Meinung:
Höre ich heute das Wort Jugendbuch, denke ich automatisch an Feen, Elfen,Zauberer und Vampire und verstörende Zukunftswelten, das das Genre aber viel mehr zu bieten hat als, immer die mehr oder weniger gleichförmigen Geschichten rund um Liebe und den Kampf ums überleben, zeigt das Buch der Autorin Sarah N. Harvey auf eine ruhige und humorvolle Weise, sie setzt sich ohne erhobenen Zeigefinger mit dem Konflikt zwischen den Generationen auseinander und bringt diese in ihrem Buch näher zueinander, dabei verzichtet sie völlig auf Gefühlsduseleien, die weder zum Charakter des Arthur passen würden noch zu einem Teenager der heutigen Zeit.
Sie beschreibt ihre Protagonisten liebevoll und lässt sie vor den Augen der Leser lebendig werden.Ebenso schafft sie es, dem Leser die unterschiedlichen Wahrnehmungen was die Vergangenheit betrifft zu vermitteln.

Fazit:
Ein Jugendbuch nicht nur für Jugendliche, Gefühlvoll und relativ Wirklichkeitsnah. Ich spreche hierfür gern eine Leseempfehlung aus.

Vielen Dank an den Verlag, für die Bereitstellung des Leseexemplars.

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Oktober 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342365001X
  • ISBN-13: 978-3423650014
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

Donnerstag, 12. September 2013

Wer ohne Liebe ist von Mechthild Lanfermann


 


Klappentext:
Ein toter Lehrer, eine verbotene Liebe, eine Ermittlerin zwischen den Fronten.

In Berlin Zehlendorf wird ein Mann ermordet in seiner Wohnung gefunden. Seltsame Codes im Internet bringen die Radioreporterin Emma Vonderwehr auf eine brisante Spur: Der allseits beliebte Grundschullehrer verkehrte in rechten Kreisen. In seinem brandenburgischen Heimatort findet Emma heraus, dass der Schlüssel zu dem Mord in der DDR-Vergangenheit des Opfers liegt. Weitere Menschen sterben und auch Emma steht auf der Liste der Täter. Die junge Journalistin muss sich entscheiden: Macht sie ihre Entdeckungen öffentlich um Schlimmeres zu verhindern oder verhält sie sich loyal zu ihrem Partner Kommissar Edgar Blume, der auf den Fall angesetzt ist?


Meine Meinung:
Der Klappentext verrät schon genug vom Inhalt um es interessant zu machen, was er nicht vermittelt ist die Atmosphäre des Buches, die meiner Meinung nach etwas ganz besonderes ist.
Das Buch lebt von vielen verschieden Menschen, deren Wichtigkeit nicht immer auf den ersten Blick erkennbar ist, erst zum überraschenden Ende als alle Fäden zusammenlaufen hat der Leser einen klaren Blick auf die logischen Zusammenhänge. Wichtiger als der Mord, es sei mir verziehen, fand ich , dass die Autorin es geschafft hat mich zum Nachdenken anzuregen, darüber wie aktuell das Thema Rechtsradikalismus immer noch ist und was ich tun würde, würde eine rechte Gruppierung in meiner Nachbarschaft agieren, würde ich mich hinter der Gardine verstecken oder Stopp rufen, welche Beweggründe haben die Menschen sich solchen Gruppen anzuschließen und was kann man tun um dies zu verhindern, nicht nur von Seiten der Politik sondern auch im Kleinen, auch etwas darüber zu erfahren wie Rechtsradikale arbeiten um andere in ihren Bann zu ziehen war sehr interessant.
Ich vergebe gern eine absolute Leseempfehlung

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (8. Juli 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 344274377X
  • ISBN-13: 978-3442743773

Demor-Einfach Bösartig von Nicolas Vega


 


Klappentext:

100% Bosheit, der Rest Knochen: Als Oberfiesling hat es Lord Demor nicht leicht. Sechshundert Jahre und nie konnte er einen Helden töten. Schuld sind die Gesetze der Fantasie, in denen niedergeschrieben ist, dass das Gute stets triumphiert. Dabei gäbe sich Demor bereits mit der Weltherrschaft zufrieden. Was tun? Genau! Die Geschichte muss neu geschrieben werden. Gemeinsam mit dem kopflosen Reiter, der Eisernen Jungfrau und einem tollpatschigen Ork rückt er Erzfeind Gabriel Syxpak auf den Blechpanzer, denn der strahlende Recke kennt das Versteck der Gesetze.

Meine Meinung:

Ich bin mit etwas falschen Erwartungen an das Buch herangegangen, erwartet hatte ich einen, wie im Klappentext beschrieben Fiesling , nicht nur 100% Bosheit, sondern auch 100% von sich überzeugt, überzeugt davon das er niemanden braucht, alles kann, alles weiß und im Grunde unbesiegbar ist, wären da nicht die unleidlichen Gesetze der Fantasie die dies verhindern und die es zu zerstören gilt.
Nachdem ich mich damit abgefunden hatte, das Demor dies alles nur zu, sagen wir, mal 85% ist, konnte ich mich trotzdem dem vollen Lesevergnügen hingeben und Demor auf seiner Reise durch Fantastika begleiten und ihn und seine Reisegefährten näher kennenlernen, den zunächst etwas zu friedlichen Ork Bult, den kopflosen Reiter und die herzlose Halbdämonin Dalir.Die Abenteuer die sie erleben und die Erkenntnis die sie am Ende gewinnen sind absolut lesenswert.
Sie alle wachsen dem Leser unweigerlich ans Herz.
Nicolas Vega hat eine Welt geschaffen, die man sich Dank seiner wirklichen guten Beschreibungen auch ohne langwierige Landschafts und Personenbeschreibungen wunderbar vorstellen kann, so kurz und präzise ist das Buch geschrieben das ich am Ende der 300 Seiten ein klares Bild vor Augen hatte, andere Autoren benötigen ein vielfaches für das gleiche Ergebnis.
Ein paar kleine Schwächen finden sich in der Wortwahl und manche Formulierungen sind etwas holprig, aber wer ist schon perfekt, nicht einmal Demor ist perfekt Böse.
Alles in Allem ein tolles Buch von einem Autor, der gern mehr schreiben darf und dem eine große Leserschaft zu wünschen wäre. 

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (29. Juli 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1491098384
  • ISBN-13: 978-1491098387
  • zu erwerben bei Amazon

Mittwoch, 11. September 2013

Mitteilungsheft:Leider hat Lukas.... von Niki Glattauer


Produkt-Information


Klappentext:

Sehr geehrte Frau Gruber! Leider stört Ihr Sohn Lukas fast jeden Vormittag den Unterricht. Er tratscht und verweigert jede Form der Mitarbeit (Aufzeigen!). In den Pausen nervt er seine Lehrer mit provozierenden Äußerungen oder er schreibt Hausübungen ab. Reden Sie bitte mit ihm! Mag. Reingard Söllner, Klassenvorstand.

 Sehr geehrte Frau Söllner, leider verdirbt uns Ihr Schüler Lukas fast jeden Abend die Stimmung. Er schweigt und verweigert jede Form der Hausarbeit (Tisch decken!). Beim Abendessen nervt er seine Familie mit seinem iTrottel oder er streitet mit seiner Schwester. Reden Sie bitte mit ihm! Mag.tra Sabine Gruber, Mutter.

Lukas ist 13. Renitent, pubertär, hat schlechte Noten also alles ganz normal. Eltern und Lehrerinnen tragen per Mitteilungsheft heftige Schlachten aus, Vater Walter Gruber schreibt sich den Frust in einem Schultagebuch von der Seele. Das Ergebnis: eine hinreißend komische Satire auf die Schule von heute.

Meine Meinung:
Ja so sind sie die lieben Kleinen, sie stören den Unterricht und den Familienfrieden, sie vergessen Benachrichtigungen und die Hausaufgaben, alles andere ist wichtiger als die Schule und wer muss es ausbaden?Natürlich die Eltern und die Lehrkräfte.
Auf humorvolle Weise führt uns der Autor Niki Glattauer durch den beschwerlichen Schulalltag einer fast durchschnittlichen Österreichischen Familie, fast durchschnittlich wage ich zu behaupten, denn in Lukas Familie kümmert sich der Vater Walter um die schulischen Belange seines Sohnes, nachdem Sabine sich dem, neben ihrem Beruf, nicht mehr gewachsen fühlt. Und leider kommt hier auch der Schwachpunkt des Buches, waren die Antworten der Mutter sarkastisch und treffend, *um das Benehmen des Kindes in der Schule soll sich doch bitte die Schule kümmern, sie als Mutter ist ja zum Zeitpunkt wo Handlungsbedarf besteht nicht anwesend* so interpretiere ich die Mitteilung im Klappentext, so versucht  Walter mit geradezu einschleimender Freundlichkeit, die Lehrkräfte zu besänftigen, in Situationen in denen mehr Ernst angemessen gewesen wäre. Ich hatte mir mehr Sarkasmus gewünscht.
Nichtsdestotrotz, finden sich sicher viele Eltern in den beschriebenen Situationen wieder, denn es geht nicht nur um banale Dinge wie vergessenes Schulmaterial  und miese Noten sondern auch um Mobbing, Facebook und völlig überforderte Lehrkräfte, die dem Verhalten ihrer Schüler nichts mehr entgegenzusetzen haben, die nicht genügend geschult sind Mobbing entgegenzuwirken ohne das der betreffende Schüler bloßgestellt wird.
Der Autor hat ein Buch geschrieben, das man ohne Zweifel an einem Tag durchlesen kann, das aber auch zum Nachdenken anregt, was man selber als Eltern besser machen kann um seinem Kind und den Lehrkräften das Leben zu erleichtern und auch für Lehrer die das ganze Kind sehen sollten und nicht nur den Schüler der gefälligst immer hellwach und bereit zur Mitarbeit sein soll.
Ein Lob auch an die Illustratorin, Verena Hochleitner, die Zeichnungen unterstreichen das geschriebene Wort noch mal besonders und sind sehr gut gelungen.
  • Broschiert: 192 Seiten
  • Verlag: Kremayr & Scheriau (31. August 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3218008816
  • ISBN-13: 978-3218008815

Donnerstag, 8. August 2013

Der Schmerzsammler von Martin Conrath


 


Klappentext:
Fran Miller, Profilerin und Sektenbeauftragte des LKA Düsseldorf, geht einem ruhigen Schreibtischjob nach. Doch während der Ermittlungen zu einem satanistisch motivierten Mord gerät sie selbst ins Fadenkreuz eines obsessiven Killers. Er foltert seine Opfer bestialisch, bevor er sie tötet. Fran erkennt sein Motiv: Er sammelt die Schreie seiner Opfer. Niemand glaubt ihr ? ein tödlicher Irrtum. Denn nicht nur Fran steht auf der Liste des Schmerzsammlers 

Inhalt:
Franziska Miller ist Profilerin und Sektenexpertin beim LKA in Düsseldorf, ein Resort das  eher ein Schattendasein führt und nicht so mit Forschungsgeldern bedacht wird, wie es Franziska und ihre Kollegen gern hätten, erst als ein Serienmörder die Stadt heimsucht  der seine Opfer foltert und sie mit scheinbar okkulten Symbolen zeichnet  zeitgleich ein Grab offensichtlich von Satanisten geschändet wird, bekommt sie die Aufmerksamkeit die ihre Abteilung braucht.

Meine Meinung:
Martin Conrath hat es geschafft einen Thriller zu schreiben, der seine Leser fesselt er führt zwei Handlungsstränge zusammen die für sich schon spannend sind, gemeinsam allerdings ein Buch ergeben, welches man bis zum mitreißenden Finale, in dem die Handlungsstränge logisch und nachvollziehbar zusammenlaufen, nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Seine Protagonisten hat der  Autor sehr anschaulich beschrieben, so anschaulich, das mir  die Hauptperson, Franziska, vom ersten bis zum letzten Wort unsympathisch war, zu viele Characterzüge Frans ließen mich in ihr einen Menschen vermuten den ich nicht in meiner Nähe haben möchte, zu unberechenbar und impulsiv schien sie mir in Situationen die sie nicht unter völliger Kontrolle hat. Aber auch dies rechne ich als Pluspunkt, welcher Autor schafft es schon eine Person zu erschaffen, für die man als Leser so tiefe Gefühle entwickelt und seien sie auch negativ. Einzig das sie für eine Person viele Altlasten mit sich herumschleppt , schwere Kindheit, schlechte Erfahrungen in einer Partnerschaft, ließen mich ein halbes Sternchen abziehen aber halbe Sternchen gibt es nicht und persönliches über die Ermittler gehört zu einem Thriller nun mal dazu.
Zusätzlich hat die Person des Killers und seine Motivation einen Pluspunkt verdient, scheint er auf den 1. Blick kalt und seelenlos  entwickelt er, sobald es um seine Sammlung geht eine Leidenschaft, die ihresgleichen sucht, so das er in seinem Alltagsleben nicht auffällt, ein Killer von dem seine Nachbarn im Nachhinein sagen
*Er hat immer gegrüßt, sonst hatten wir keinen Kontakt*

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: Aufl. 2013 (21. Juni 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404168070
  • ISBN-13: 978-3404168071




Montag, 29. Juli 2013

Was mit Rose geschah von Stef Penney


 

Inhalt:
Als der Privatdedektiv, Ray den Auftrag erhält die vor 6 Jahren verschwundene Rose aufzuspüren, will er zunächst ablehnen, zu sehr belastet ihn das Ergebnis seines letzten Vermissten falls, ein Auftrag der kein gutes Ende nahm, allerdings kann er nicht widerstehen die junge Roma Frau zu suchen, schließlich ist er selber Väterlicherseits ein Roma. Schnell wird ihm klar das die Familie Janko in die Rose ein geheiratet hatte, mehr Geheimnisse verbirgt als auf den ersten Blick ersichtlich ist und das es gefährlich ist, diesen Geheimnissen auf die Spur zu kommen.

Meine Meinung:
Ein wunderbar geschriebener Roman, meiner Meinung nach weniger ein Krimi als die Geschichte einer Familie die mit allen Mitteln versucht Traditionen und Werte lang vergangener Zeiten aufrecht zu erhalten und daran scheitert. Auch wenn die Suche Rays nach Rose, durchaus spannend ist, sind es doch die Einblicke in das Leben der Roma Familien, ihre Bräuche und Traditionen, ihren Aberglauben die das Buch wirklich interessant machen, es weckt das Interesse daran mehr zu erfahren, wie die Roma heute leben, die Geschichte spielt im England der 1980er Jahre, als es noch möglich war wenn auch schwierig, ohne irgendwo registriert zu sein, von einem Ort zum anderen zu ziehen. Es ist eine Geschichte, die unbewusst Toleranz weckt und zum Nachdenken anregt.

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juli 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423249617
  • ISBN-13: 978-3423249614
  • Originaltitel: The Invisible Ones

Samstag, 27. Juli 2013

Die Voliere von Marc Oliver Bischof




Inhalt:
Die junge Polizeipsychologin Nina bekommt den Auftrag Gutachten zu erstellen. Gutachten darüber ob die Kriminellen Adam Lefeber( Folter,Mord und Leichenschändung an zwei 12jährigen Jungen, Heinz Rosen (Entführung und Mord) und Wolf Tibursky (Heiratsschwindel, Betrug), die sich zur Zeit in Sicherungsverwahrung befinden, entlassen werden sollen.
Allerdings steht die Entscheidung schon fest, denn ein Gerichtsurteil des Europäischen Gerichtshofes hat schon längst entschieden das nachträgliche Verwahrung gegen die Menschenrechte verstößt und die Häftlinge sowie auch Nina werden zum Spielball im Politikzirkus.
Untergebracht in einem alten Gehöft, müssen sich die Häftlinge nicht nur miteinander arrangieren sondern sehen sich auch den Anfeindungen der Dorfbewohner ausgesetzt, die vom ehemaligen Besitzer des Hofes und Ortsvorsteher des Dorfes, Tobin Kiefer, aufgehetzt wurden, eine für alle belastende Situation die sich als ein behinderter Junge aus dem Dorf vermisst wird, gefährlich zuspitzt.


Meine Meinung:
Endlich mal wieder ein Buch das mir schlaflose Nächte bereitet hat, ich musste mich zwingen es aus der Hand zu legen. Zum einen ist das dem absolut fesselnden Schreibstil des Autors geschuldet, der es geschafft hat die Personen glaubhaft und realistisch darzustellen und ihre Gefühle und Ängste und grundlegende Charakterzüge zu vermitteln zum anderen dem Thema, das ich zwar kurz in den Medien verfolgt hatte, es für mich aber, da ich nicht unmittelbar betroffen bin, ad acta gelegt hatte.
Das Buch wirft Fragen auf, was würde ich tun, wenn Gewaltverbrecher in meine unmittelbare Nachbarschaft ziehen würden, würde ich gelassen abwarten was geschieht oder würde ich versuchen mich dagegen zu wehren, könnte ich leben mit der Angst um meine Kinder, Freunde und Nachbarn. Ist es überhaupt möglich Menschen die teilweise einen Großteil ihres Lebens im Gefängnis verbracht haben zu resozialisieren und im besten Fall zu heilen?
Das Buch klingt in seinen Lesern nach, es unterhält nicht nur sondern regt zum Nachdenken an.
Ich kann nur jedem empfehlen dieses Buch zu lesen.
Das Buch kann man direkt beim Verlag bestellen.

http://www.grafit.de/

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Grafit Verlag; Auflage: 1 (5. Juli 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3894254203
  • ISBN-13: 978-3894254209

Mittwoch, 17. Juli 2013

Maschinenkinder von Frank Hebben

 

Kurzbeschreibung Amazon

Auf der Jagd! Nach Erinnerungen, die sie der Obhut digitaler Datenträger überlassen haben; nach den Resten ihres menschlichen Körpers; nach dem Kick, den man erlebt, wenn man den Tod eines anderen durchs Kabel miterlebt.
All das suchen die Protagonisten dieser Geschichten in einem Labyrinth von miteinander verschalteten Maschinen, Leibern und Geistern. Die Ahnentafel dieser Wesen, die nur zum geringen Teil noch Menschen sind, ist weit verzweigt - jedes Einzelne von ihnen ist ein Maschinenkind.
Dreizehn Erzählungen, in denen die Verschmelzung von Mensch und Technik Welten voll dunkler Wunder und Schrecken hervorbringt.
Mit der Bonusstory "Outage", gemeinsam mit Uwe Post und Thorsten Küper.

Meine Meinung:
Endlich Kurzgeschichten die diesen Namen auch verdienen.
Das ist schon mal der 1. Bonuspunkt.
Man erfährt auf wenigen Seiten alles was für die Geschichte wichtig ist ohne viel überflüssiges Geschwafel.
Sehr flüssig zu lesen, regen die einzelnen Geschichten zum Nachdenken an. Worauf steuern wir zu, machen wir uns zu abhängig von Maschinen und überlassen wir zukünftig Computern das denken und fühlen.
Können Roboter wirklich rassistische Gefühle entwickeln oder ist das doch nur ein Programmierfehler?
Der Autor lässt dem Leser viel Raum für eigene Gedanken und Fantasien ohne ihn völlig ratlos vor der Geschichte stehen zu lassen, sie ergeben immer einen Sinn, vielleicht nicht auf den ersten Blick so doch immer auf den zweiten.


  • Verlag: Shayol (2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3943279073
  • ISBN-13: 978-3943279078


Friedensengel von Marion Feldhausen


 


Klappentext:
In Karlsbach treibt eine Bande von Schutzgelderpressern ihr Unwesen. Kommissar Alvermann und sein Team scheinen machtlos. Als ihre Ermittlungen sie in ein ortsansässiges Rüstungsunternehmen führen, kommt der Verdacht des illegalen Waffentransports auf. Der Journalist David van Treek ist dieser Spur bereits auf eigene Faust gefolgt. Mit brisantem Fotomaterial gelingt ihm die Flucht aus Kolumbien. Kaum ist David wieder in Deutschland, wird er erbarmungslos gejagt. Alvermann begibt sich auf hochpolitisches Terrain

Meine Meinung:
Eins vorweg.
Dies war mein erstes Buch der Autorin, aber sicher nicht mein letztes.
Beim Lesen hatte ich häufig das Gefühl, zwei Bücher zu lesen, einmal einen Krimi, der sich um die Schutzgelderpressungen in Karlsbach dreht und sehr spannend und teilweise amüsant geschrieben ist, was dem Ermittler Alvermann und seinem Team geschuldet ist, die sehr realistisch und glaubwürdig von der Autorin beschrieben wurden aber nichts desto trotz ein Krimi wie es viele gibt.
Dann aber gibt es noch einen zweiten Fall und dieser ist es, der das Buch zu dem macht was es ist, einem spannenden Politthriller der zum Nachdenken anregt und das Geschehene nicht einfach wieder in den Hintergrund rücken lässt und den Leser zum nächsten Buch übergehen lässt. Es geht um illegalen Waffenhandel um zig fache Morde an Unschuldigen und das alles nur wegen Profit und Machtgier.
Die Autorin schafft es, die Geschehnisse in Kolumbien und die Auswirkungen des Waffenhandels so realistisch darzustellen, als wäre sie dabei gewesen und erzählte uns nun die Geschichte David van Treeks, der auf eigene Faust versucht Beweise für die Verbrechen des Rüstungsunternehmens zu finden und dieses vor Gericht zu bringen.
Es gibt kein wirkliches Happy End, denn weder die Schutzgelderpressungen werden aufhören noch der illegale Waffenhandel oder die politischen Morde in Kolumbien weder im Buch noch in der Realität, es gibt nur die Hoffnung das die vielen Opfer nicht umsonst waren.
Das Buch bekommt 5 Sterne von mir.

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (18. März 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 344237846X
  • ISBN-13: 978-3442378463
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3 cm

Dienstag, 9. Juli 2013

Bob der Streuner von James Bowen


 


Bob der Streuner der Kater der mein Leben veränderte
der Subtitel könnte auch heißen
der Kater der mein Leben rettete

Das Buch erzählt die Geschichte von James einem Drogensüchtigen Straßenmusiker und Bob einem Straßenkater, der sich James als Herrchen ausgesucht hat und Bob ist eindeutig der Sympathieträger in dieser wahren Geschichte.
Als James den Kater vor seiner Haustür findet sind Beide so ziemlich am Ende, James nimmt die Ersatzdroge Methadon und verdient als Straßenmusiker gerade genug zum Überleben, Bob ist verletzt und ausgehungert.
Wohl zum ersten Mal in seinem Leben übernimmt James Verantwortung für ein anderes Lebewesen, er pflegt und füttert ihn und gibt sein letztes Geld für Medikamente aus als der Kater wieder gesund ist, will James ihn wieder in die Freiheit entlassen doch Bob bleibt lieber bei ihm und begleitet ihn auf Schritt und Tritt und damit beginnt die Erfolgsstory, James verdient als Musiker mehr als je zu vor, weil alle von Bob begeistert sind und er sucht sich sogar einen richtigen Job, als Verkäufer einer Obdachlosenzeitung.

Das Buch zeigt die Entwicklung James, der allen Anderen die Schuld an seinem Versagen gab nur nicht sich selbst, seiner Mutter die in seiner Kindheit mit ihm von einem Ort zum Anderen zog, den Mitschülern die ihn hänselten und später den Aufsichtspersonen und der Polizei, die ihn vertrieben wenn er mal wieder an illegalen Orten spielte. Erst mit Bob und dem gleichzeitigen Wunsch für den Kater wirklich von den Drogen loszukommen, reflektiert er das er sein Leben verantwortungsbewusster leben muss.

James großes Glück, das sich so eine besondere Katze entschloss ihr Leben mit ihm zu teilen, ging dank Internet um die Welt und so war es nur eine Frage der Zeit bis auch ein Buch über ihre Geschichte erschien und hier gebührt der Dank sicherlich dem Ghostwriter, der die Geschichte die James erzählt so schrieb, das James trotz einiger unangenehmer Charakterzüge, die der CO. Autor nicht verschweigt, recht sympathisch wirkt und die Darstellung Bobs, auch wenn seine Intelligenz manchmal etwas übertrieben dargestellt scheint, ist ihm mehr als gut gelungen.
Alles in Allem ein lesenswertes Buch, das zum Nachdenken anregt und den Leser vielleicht anders als bisher an den Obdachlosen vorbeigehen lässt.
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: Aufl. 2013 (17. Mai 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404606930
  • ISBN-13: 978-3404606931
  • Originaltitel: A Street Cat Named Bob

Dienstag, 2. Juli 2013

Falsche Nähe von Alexandra Kui




Um ihr nah zu sein, geht er über Leichen.
Der frühe Unfalltod der Eltern hat Noa und ihre große Schwester Audrey zusammengeschweißt. Durch deren Erfolg als Krimiautorin konnten die beiden gerade in die schicke Hamburger Hafencity ziehen, als plötzlich eine unveröffentlichte Romanidee als reale Mordserie in der Tageszeitung auftaucht. Noa bekommt Zweifel, wie gut sie ihre Schwester eigentlich kennt. Was geschah wirklich an dem Tag, als ihre Eltern starben? Je mehr Noa herumschnüffelt, desto klarer wird: Es gibt jemanden in ihrem Umfeld, der nichts Gutes im Sinn hat, und diese Person ist hochgefährlich.

Meine Meinung:
Ich lese selten Jugendthriller, dieser hier hat mich durch sein gelungenes Cover und den Klappentext angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht.
Im Haupteil des Buches geht es vornehmlich um Noa, die gemeinsam mit ihrer Schwester Audrey einer erfolgreichen Thrillerautorin ein luxuriöses Leben in Hamburg führt. Nachdem die Mädchen sehr früh ihre Eltern bei einem Unfall verloren, verwöhnt Audrey ihre kleine Schwester und lässt ihr mehr Freiheiten als eine 17jährige meiner Meinung nach haben sollte, da diese Freiheiten schon seit Jahren gewährt werden.
Erst als Audrey mit ihrem Verleger in Streit gerät, der eine Romanidee von ihr verwirft und sie ihren Frust darüber an ihrer Schwester auslässt, gerät die heile Welt Noas ins Wanken und droht zerstört zu werden, als die Idee des Romans von einem irren Serienkiller in die Tat umgesetzt wird.
Noa findet heraus das der neue Roman in irgendeiner Weise mit ihrer Vergangenheit verknüpft ist und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit, die alle inkl. des neuen Freundes ihrer Schwester zu kennen scheinen, dabei gerät sie in tödliche Gefahr.

Alexandra Kui, baut die Spannung langsam auf, eigentlich könnte man das Buch bis kurz vor Schluss für eine Familiengeschichte halten, für die Suche eines Mädchens nach der Wahrheit über ihre Familie und nach den Hintergründen für das teilweise recht seltsame Verhalten ihrer Schwester, wären da nicht die Manuskriptseiten die gleichzeitig die Gedanken des Mörders sind. Es gibt viele Verdächtige, bei manchen dachte ich gleich das es zu offensichtlich eine falsche Fährte ist, bei anderen zweifelte ich bis zum Schluss, das mit rätseln hat Spaß gemacht und die Auflösung blieb bis zum Ende eine Überraschung.
Zwei Dinge haben mich im Roman allerdings trotzdem gestört, der recht sorglose Umgang mit Alkohol, den Noa wohl schon mit 13 Jahren trinken durfte und der ebenso sorglose Umgang mit Entschuldigungen für die Schule, hier habe ich gemerkt das der Roman nicht für mich geschrieben wurde.
Auch fehlten mir persönlich am Ende einige Erklärungen, wie genau wurde der Mörder gefasst, was geschah mit Arne, dem Freund Audreys, der eine große Rolle spielte und dann wohl sang und klanglos abserviert wurde.

Da die Autorin allerdings in der Leserunde erklärte, das für sie eben Noas Geschichte im Vordergrund stand und diese aus erzählt war, die Geschichte auch ohne übermäßige Gewalt wirklich spannend war, vergebe ich trotzdem die volle Punktzahl.
Ich würde das Buch meiner 14jährigen zu lesen geben, mit einer geschwärzten Stelle ;o) Welche? Das müsst ihr selber rausfinden.

  • Broschiert: 288 Seiten
  • Verlag: cbt (28. Mai 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570162567
  • ISBN-13: 978-3570162569
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

Mittwoch, 26. Juni 2013

Der geheime Tunnel von Christoph Wachter


 


Klappentext:
Bei Renovierungsarbeiten an der Burgruine Kronburg macht man im Jahr 1987 einen rätselhaften Fund. Ein meisterhaft behauener Stein behütete in der östlichen Turmwand jahrhundertelang ein Bündel Briefe. Der Inhalt kündet von einer unerfüllten Liebe und von einem geheimen Tunnel. Die tatsächliche Existenz des Bauwerks gibt dem renommierten Historiker Georg Strobl unlösbare Rätsel auf. Alle Spuren führen in das Jahr 1507, in die Zeit der Inquisition, in der im Tiroler Oberland der fanatische Dominikanermönch Jakob Magnus Beweise sammelt - Beweise für Blasphemie, Ketzertum, Zauberei und Hexerei. Dabei stößt er auf einen Mann, der niemals in die Welt des Jahres 1507 gehören kann.

Das Buch führt den Leser ins finsterste Mittelalter, in die Zeit der Hexenverfolgung und der arrangierten Ehen, so eine Ehe soll auch die junge Sybille eingehen um ihren finanziell angeschlagenen Bruder zu retten, ihre Liebe allerdings gehört Christoph, der ihr das Leben rettete als sie zu ihrem Bruder auf die Burg reist.
Einzige Verbündete ist die Köchin Katharina, die allerdings auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird, gemeinsam mit dem Musikanten Walter der behauptet aus der Zukunft zu sein, genauer gesagt aus dem Jahr 1987.
Während ich hier schreibe, kommt mir in den Sinn, das ich nicht mehr vom Inhalt verraten sollte, denn das Buch ist leider sehr kurz, nicht einmal 150 Seiten umfasst es, 150 Seiten allerdings die mich sehr gut unterhalten haben, die Story ist sehr unterhaltend und der Schreibstil Christoph Wachters ist sehr angenehm zu lesen, so das auch die Zeitsprünge zwischen den Jahrhunderten den Lesefluss nicht beeinflussen, einzig das Ende lässt mich etwas ratlos zurück, da mir die letzte Zeitreise Walters nicht ganz logisch erschien.
Es ist schön zu wissen das es weitere Bücher des Autors geben wird.

  • Hardcover: 152 Seiten
  • Verlag: Berenkamp; Auflage: 1 (7. Mai 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3850932664
  • ISBN-13: 978-3850932660

Freitag, 14. Juni 2013

Tödliche Überwindung von Eva Sobotta


 


Die Kommissare Sander und Johnson werden zu  Mordfällen herangezogen die in ihrer Grausamkeit kaum übertroffen werden können, da es sich bei den Toten um eine Mütter und ihre Babys handelt, gemeinsam mit dem Gerichtsmedizinischen Assistenten Rix und dem Pathologen  Patrick Rosenthal versuchen sie den Mörder zu stoppen, denn die Opfer waren nicht die letzten.
Was außerordentlich spannend beginnt, verliert sich leider in einem Dschungel aus Adjektiven, Gesprächen die nicht in die Welt der Polizei, so wie wir es aus vielen Krimis kennen, passen, endlosen Beschreibungen der Attribute der ermittelnden Beamten und recht unglaubwürdigen medizinischen Fakten.
Erst zum überraschenden Schluss, überraschend da ich bis zum Ende keinen greifbaren Hinweis auf den Täter hatte, kam etwas Spannung auf.
Interessant waren die Beschreibungen einer indischen Sekte, die Aghori, wenn auch diese etwas langatmig ausfielen.
Ich würde gerne 3,5 Sterne geben, leider gehen nur ganze Sterne, da auf jeden Fall Potential vorhanden ist, ich traue der Autorin auf jeden Fall zu ein weiteres, erfolgreiches Buch zu schreiben, wenn sie sich die Kritik ihrer Leser zu Herzen nimmt.
Ich würde auf jeden Fall nochmal zu einem Buch von Eva Sobotta greifen und Danke dem Verlag für das Leseexemplar.
  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: hansanord; Auflage: 1. (28. Mai 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3940873527
  • ISBN-13: 978-3940873521

Dienstag, 11. Juni 2013

Die Zwölf von Justin Cronin


 


Klappentext:
Die Zwölf bedrohen die Welt - und nur Amy kann sie besiegen

Zu Anfang waren es zwölf Kriminelle, die auf die Todesstrafe warteten. Doch dann wurden sie auserwählt für ein geheimes Experiment. Es sollte den Fortschritt bringen, aus ihnen sollten mehr als nur Menschen werden. Doch es schlug fehl. Jetzt sind es diese Zwölf, die das Leben auf der Erde bedrohen und das Ende der Menschheit bedeuten könnten. Und die letzte Hoffnung ruht auf einem Mädchen. Amy ist die Einzige, die sich der Macht der Zwölf entgegenstellen kann. Aber der Gegner ist stark, und ihre Kraft scheint mehr und mehr zu schwinden …

Meine Meinung:
Nichts für Querleser und Seiten Überspringer und man muss den ersten Band gelesen haben.
Justin Cronin, hat mich wieder einmal durch seinen Schreibstil überzeugt der im Zusammenhang mit einer ausgeklügelten Geschichte, den Leser zwingt Seite um Seite zu verschlingen.
Cronin erzählt die Geschichte vieler Personen und da er das auf verschieden Zeitebenen tut, ist es wie oben schon erwähnt nicht ratsam etwas zu überblättern oder unkonzentriert zu lesen.Glaubte man das Schicksal einer Person am Ende eines Kapitels besiegelt, taucht sie recht unvermittelt wieder auf, beim zurückblättern stellt man dann fest, das man nichts verpasst hat sondern das es einfach nicht erzählt wurde, was genau geschah.
Cronin steuert die Geschichte auf ein furioses Zwischenfinale, es kommt zum Showdown zwischen der Gruppe um Amy und den Zwölf von dem wir aber alle wissen das dieser Showdown noch nicht das Ende erzählt, auf das müssen wir leider noch bis zum 3. Band warten.

  • Gebundene Ausgabe: 832 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (14. Januar 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442311799
  • ISBN-13: 978-3442311798
  • Originaltitel: The Twelve

Montag, 27. Mai 2013

Das Nadelöhr von Günter Neuwirth



  Klappentext:
Was passiert, wenn die Polizei ein besetztes Haus räumt? Ein Zahn fliegt auf die Straße! Unter diesen seltsamen Umständen begegnen sich Menschen, so unterschiedlich wie die Bremer Stadtmusikanten. Sie verbünden sich, jeder bringt das ein, was er kann, und so entwickelt sich ein hinreißend komisches Roadmovie zwischen Buchdeckeln ¿ drei Außenseiter gehen auf die Suche nach Gerechtigkeit. Dabei landen sie in der Villa des Industriellen, der den Zahn bezahlen soll. Denn schließlich gehört ihm das geräumte Haus ... dann geht alles sehr schnell, und dann kommt alles ganz anders.

Meine Meinung:
Es ist nicht leicht eine angemessene Rezension zu diesem Buch zu schreiben, der Schreibstil des Autors ist wirklich gewöhnungsbedürftig und nicht einfach so herunter zu lesen, nein man muss versuchen sich einzulassen auf die etwas gewundene Sprache Österreichs.
Ist dem Leser das gelungen kann er sich auch einlassen auf die Geschichte, Luis, Monas und Konrads.
Luis ist ein Nerd wie er im Buche steht, einsam, fett und völlig auf seinen Computer fixiert, Versuche eine Partnerin mittels Blind Dates zu finden scheitern, eine Familie hat er nicht mehr, nachdem sein Vater herausfand das Luis eben nicht sein Sohn ist.
Mona, eine 19jährige Rotzgöre die gegen alles und jeden rebelliert und auf der Straße lebt, ebenso wie Konrad ein philosophischer Penner der sich gern reden hört und kluge Reden schwingt.
Luis nimmt sie bei sich auf, bietet Essen und Obdach und so etwas wie Familie und lässt dafür sogar seinen Computer aus.
Als diese Drei sich treffen und sich aufmachen um für Monas erlittenes Unrecht, an dem sie meiner Meinung nach selber schuld war, Vergeltung in Form einer Zahnbehandlung zu fordern, und zwar von dem Mann der ursächlich der Auslöser für alle Ereignisse war,
Siegfried Rössner, seines Zeichens skrupelloser Kapitalist, geschäftlich wie auch Privat,
beginnt ein unrealistisches und überspitztes Märchen das in der Summe zum Nachdenken anregt und aus dem ich für mich mal wieder die allseits bekannte Botschaft enthält Geld macht nicht glücklich, aber es hilft ungemein.

  • Gebundene Ausgabe: 267 Seiten
  • Verlag: Styria Premium; Auflage: 1 (Mai 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3222134065
  • ISBN-13: 978-3222134067