Montag, 27. Mai 2013

Das Nadelöhr von Günter Neuwirth



  Klappentext:
Was passiert, wenn die Polizei ein besetztes Haus räumt? Ein Zahn fliegt auf die Straße! Unter diesen seltsamen Umständen begegnen sich Menschen, so unterschiedlich wie die Bremer Stadtmusikanten. Sie verbünden sich, jeder bringt das ein, was er kann, und so entwickelt sich ein hinreißend komisches Roadmovie zwischen Buchdeckeln ¿ drei Außenseiter gehen auf die Suche nach Gerechtigkeit. Dabei landen sie in der Villa des Industriellen, der den Zahn bezahlen soll. Denn schließlich gehört ihm das geräumte Haus ... dann geht alles sehr schnell, und dann kommt alles ganz anders.

Meine Meinung:
Es ist nicht leicht eine angemessene Rezension zu diesem Buch zu schreiben, der Schreibstil des Autors ist wirklich gewöhnungsbedürftig und nicht einfach so herunter zu lesen, nein man muss versuchen sich einzulassen auf die etwas gewundene Sprache Österreichs.
Ist dem Leser das gelungen kann er sich auch einlassen auf die Geschichte, Luis, Monas und Konrads.
Luis ist ein Nerd wie er im Buche steht, einsam, fett und völlig auf seinen Computer fixiert, Versuche eine Partnerin mittels Blind Dates zu finden scheitern, eine Familie hat er nicht mehr, nachdem sein Vater herausfand das Luis eben nicht sein Sohn ist.
Mona, eine 19jährige Rotzgöre die gegen alles und jeden rebelliert und auf der Straße lebt, ebenso wie Konrad ein philosophischer Penner der sich gern reden hört und kluge Reden schwingt.
Luis nimmt sie bei sich auf, bietet Essen und Obdach und so etwas wie Familie und lässt dafür sogar seinen Computer aus.
Als diese Drei sich treffen und sich aufmachen um für Monas erlittenes Unrecht, an dem sie meiner Meinung nach selber schuld war, Vergeltung in Form einer Zahnbehandlung zu fordern, und zwar von dem Mann der ursächlich der Auslöser für alle Ereignisse war,
Siegfried Rössner, seines Zeichens skrupelloser Kapitalist, geschäftlich wie auch Privat,
beginnt ein unrealistisches und überspitztes Märchen das in der Summe zum Nachdenken anregt und aus dem ich für mich mal wieder die allseits bekannte Botschaft enthält Geld macht nicht glücklich, aber es hilft ungemein.

  • Gebundene Ausgabe: 267 Seiten
  • Verlag: Styria Premium; Auflage: 1 (Mai 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3222134065
  • ISBN-13: 978-3222134067

Schlangenfluch 2, Ravens Gift von S.B. Sasori




Klappentext:
Raven verbirgt ein grausames Geheimnis, um seinen Bruder zu schützen. Tag und Nacht stellt er sich allein einer Herausforderung, der er nicht gewachsen ist. Samuel und Laurens ahnen nichts von der Gefahr. Sie kämpfen darum, die Geschehnisse am Loch Morar vergessen zu können - bis ein alter Feind auftaucht, der alles daran setzt, ihre Liebe für immer zu zerstören.

Meine Meinung:
Ravens Gift, baut auf den Vorgängerband, Schlangenfluch:
Samuels Versuchung  auf, so das es meiner Meinung nach zwingend erforderlich ist auch diesen gelesen zu haben.
Samuel und Laurens versuchen die Geschehnisse am Loch Morar zu vergessen um endlich ihre Liebe genießen zu können, doch stellt sich im Laufe des Buches heraus das es Vorkommnisse gibt, die man nicht vergessen  kann sondern verarbeiten muss, ein für Beide schmerzhafter und schwieriger Prozess der ihre Liebe auf eine harte Probe stellt und sie fast zerbrechen lässt, beschäftigt mit ihren eigenen Problemen übersehen sie, dass Raven ebenfalls noch nicht mit den Ereignissen abgeschlossen hat und das das Geheimnis das er hütet ihn zu zerstören droht, körperlich und auch seelisch.

Neue und alte Feinde tauchen auf, die einen spannenden 3. Teil der Geschichte versprechen, denn die Autorin hat Handlungsfäden ausgelegt, die sich wohl leider erst im 3 Teil zu einem Ganzen fügen werden.
Ravens Gift, ist wieder ein sehr erotisches Buch und diese Erotik wird ausführlich und detailreich beschrieben, also nichts für prüdere Gemüter da die Autorin in keiner Situation ein Blatt vor den Mund nimmt und nicht immer sind die sexuellen Szenen sinnlich oder vermitteln Erotik, manchmal sind sie einfach nur Mittel zum Zweck und trotzdem für die Handlung erforderlich.
Da auch dieses Buch für meinen Geschmack wieder viel zu kurz ist, mag ich nicht viel von der Handlung verraten oder zu viel von den Personen, das würde einiges von der Spannung verraten.
Selber lesen ist hier angesagt, inklusive des 1. Teils.

Titel: Schlangenfluch 2: Ravens Gift
Autorin: S.B. Sasori
Erhältlich auch als eBook
Broschiert: 224 Seiten
Verlag: Dead Soft
Erschienen am 15. Mai 2013

Mittwoch, 22. Mai 2013

Nebelflut von Sarah Wedler und Nadine d`Arachart




Vor 19 Jahren verschwand die kleine Amy Namara aus ihrem Elternhaus, ohne das die Polizei verwertbare Spuren fand, als die blutigen Kleider der Kleinen gefunden werden, rollen die Polizisten Sean, der damals schon ermittelte und Brady ein ungestümer Neuling, den Fall neu auf, und entdecken auf einer abgelegenen Farm eine grausam zugerichtete Leiche, nur der Beginn einer Mordserie die mit Amys Verschwinden zusammenhängen zu scheint.
Schnell gerät Patrick, Amy älterer Bruder in Verdacht, die neuen Morde aus Rache an den Entführern seiner Schwester begangen zu haben.
Immer mehr Beweise gegen ihn tauchen auf, die er nicht wirklich entkräften kann.

Nadine d Arachart und Sarah Wedler, haben in perfekter Harmonie einen Thriller geschaffen, der von der ersten bis zur letzten Seite absolut fesselnd ist, von der Beschreibung der irischen Landschaft,   den Feinheiten der Personenbeschreibungen und  den Ermittlungen der Polizei bis zu der schlüssigen und logischen Auflösung der Mordfälle und dem Verschwinden Amys, kam nicht eine Sekunde Langeweile auf, im Gegenteil, das Buch ist ein absoluter Pageturner.
Ich kann hier eine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen, für ein Buch das den Titel *Thriller* absolut verdient und das dem Leser etwas bietet was in diesem Genre nicht unbedingt gegeben ist, eine intelligente Geschichte geschrieben von einem Autorenduo, dem man die Freude am Schreiben auf jeder Seite anmerkt und von dem man hoffentlich noch viel mehr lesen kann.

  • Broschiert: 219 Seiten
  • Verlag: Telescope (22. März 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3941139525
  • ISBN-13: 978-3941139527

Mittwoch, 15. Mai 2013

Das Haus zur besonderen Verwendung von John Boyne


 


Klappentext:
Russland, 1915: In einem kleinen Dorf verhindert der Bauernsohn Georgi ein Attentat. Zum Dank ruft Zar Nikolaus II. den tapferen Jungen nach Sankt Petersburg, wo er ihn zum Leibwächter seines einzigen Sohnes ernennt. In den prunkvollen Sälen des Winterpalais begegnet Georgi auch der schönen Zarentochter Anastasia. Sie verlieben sich, wohl wissend, dass diese Liebe nicht sein darf. Doch Georgi ist entschlossen, für Anastasia bis zum Äußersten zu gehen.

Meine Meinung:
Der Titel ist etwas irreführend, da das Haus zur besonderen Verwendung, erst am Ende des Buches erwähnt wird. Dennoch wird dem aufmerksamen Leser recht schnell klar um welchen Ort es sich dabei handelt,, ich werde es jetzt nicht verraten denn dann ist ein Großteil des Inhalts gleich mit verraten.
Erzählt wird die Geschichte, Georgis und Sojas, die nach der russischen Revolution erst in Paris und dann in London Zuflucht fanden, eine Geschichte die geprägt ist von Liebe und der Angst vor Entdeckung, eine Angst die besonders Sojas Leben prägt.
Boyne, verwebt einige wenige Tatsachen mit viel Fantasie, wenige Tatsachen die sich um die Zarenfamilie handeln, die als sein Volk liebendes Herrscherpaar dargestellt wird und als recht normale Familie, wobei erstes nicht ganz glaubwürdig ist, kennt man die Geschichtlichen Tatsachen, aber es handelt sich um einen Roman und so sollte man sein Augenmerk verstärkt auf die Fantasie richten, auf die erdachte Geschichte, die die Geschichte des Bauernjungen Georgis erzählen der durch eine vermeintliche Heldentat die Aufmerksamkeit eines nahen Verwandten des Zaren erregt und an den Zarenhof gerufen wird, wo er zum persönlichen Leibwächter des Zarewitsch ausgebildet wird und wo er sich unsterblich in die Zarentochter Anastasia verliebt.
Boyne erzählt seine Geschichte in Zeitsprügen, die den Leser immer wieder in andere Lebensabschnitte Georgis führen, da hätte mir eine lineare Linie besser gefallen.
Nichtsdestotrotz, ist das Buch absolut empfehlenswert, wenn man nicht auf geschichtlichen Tatsachen  besteht, sondern sich fallen lassen will in eine romantische Liebesgeschichte.
  • Taschenbuch: 560 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 7 (1. November 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492272657
  • ISBN-13: 978-3492272650
  • Originaltitel: The House of Special Purpose

Montag, 6. Mai 2013

Stirb, mein Prinz von Tania Carver



Klappentext:

Ein altes Haus soll abgerissen werden. Da entdecken die Arbeiter etwas Grauenhaftes im Keller: einen Käfig aus Menschenknochen. Und darin ein verwahrlostes Kind. Wer ist dieser Junge? Wer hat ihm das angetan? Mit ihren Ermittlungen stören Kommissar Phil Brennan und Profilerin Marina Esposito einen kaltblütigen Menschensammler, der seit mehr als dreißig Jahren einem grausamen Ritual folgt. Und dieser Killer duldet keine Einmischung. Er will den Jungen zurück.

Meine Meinung:
Zuerst mal, wer sich den deutschen Titel ausgedacht hat, gehört geschlagen über 500 Seiten und kein Bezug zum deutschen Titel, im Gegensatz zum Originaltitel
Cage of Bones, besser wäre gewesen den Titel direkt zu übersetzen oder beim Original zu bleiben, nun egal,  dem Lesevergnügen steht der Titel nicht im Weg das Buch ist absolut fesselnd geschrieben, es hat ein schockierend realistische Story und bietet einen Blick in die Abgründe der menschlichen Seele, ein Blick auf Wahnsinn und Gier.

Zum Inhalt. Bauarbeiter besichtigen ein Abbruchhaus doch was als Routinejob beginnt endet in einem grausamen Kriminalfall, ein kleiner Junge wird in einem Käfig aus Knochen gefangen gehalten und alle Spuren in seinem Gefängnis deuten darauf hin das er nicht das erste Opfer eines Serienkillers sein sollte, der ein seit Jahrzehnten, immer wiederkehrendes Ritual durchführt.

Ein schwieriger Fall für den Ermittler Phil Brennan und sein Team, die gemeinsam mit der Psychologin Marina Esposito in allen Gesellschaftsschichten bis in die Kreise der Polizei nach dem Täter suchen und dabei einem Verbrecherring auf die Spur kommen der aus einer Visionären Idee, eines Mannes entstand, der das Leben für alle eigentlich verbessern wollte.
Erschwerend für die Ermittlungen kommt hinzu, das Phil während der Ermittlungen unter Angstattacken leidet, schnell wird dem Leser klar, das sein Leben untrennbar mit Fall verbunden ist.
Normalerweise für mich ein Punkt an dem ich ein Buch abbreche, ich will keine Helden mit privaten Problemen die sie bis in ihre Arbeit verfolgen und diese beeinträchtigen, Tania Carver allerdings hat es geschafft, das Leben Phils so geschickt mit dem Fall zu verweben, das das Buch ohne Phils Geschichte nur halb so spannend gewesen wäre und sie hat es geschafft, das seine Vergangenheit seine Arbeit nicht im mindestens beeinträchtigt.
Tania Carver, zeigt auf wozu Menschen fähig sein können wenn sie vom Wahnsinn oder von der Gier nach Macht und Geld gefangen sind.
Stirb mein Prinz, erhält von mir eine absolute Leseempfehlung.
Ich danke dem Verlag für das Leseexemplar.
  • Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
  • Verlag: List Hardcover (14. Mai 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3471350780
  • ISBN-13: 978-3471350782
  • Originaltitel: Cage of Bones