Dienstag, 22. Oktober 2013

333 Entdeckungen in der Region Stuttgart von Astrid Schlupp-Melchinger




Klappentext:
In der Region Stuttgart kommt man bisweilen schnell aus der Puste, hier hat eine Frau das essbare Quadrat erfunden und ein Mann den ersten Computer. Hier wachsen die begabtesten Trickfilmer heran und sind einige der schönsten Naturgedichte entstanden, hier strahlen die Sterne am Gourmethimmel, es gibt eine Firma, die weiß, wie man Dollarnoten trocknet, man findet Wasser wie Wein und von hier aus hat eine zündende Idee die Welt erobert.
Abseits der üblichen Sehenswürdigkeiten erzählt die Autorin mit einem Augenzwinkern von kuriosen Besonderheiten, kulturellen Eigenarten, unternehmerischen Glanzleistungen, wegweisenden Entdeckungen und tierischen Bewohnern. Die 333 Entdeckungen lassen Sie die Region mit anderen Augen sehen.

Meine Meinung:
Als ich das Buch das erste Mal in der Hand hielt, dachte ich
Uff ist das schwer, fürs Handtäschle ist das nix
Das Gewicht ist dem guten Papier geschuldet, dick und glänzend gibt es den Fotos in dem Buch ein hochwertiges Aussehen, nur leider sind die Fotos nicht alle so, das der Blick beim Durchblättern daran hängen bleibt und zum nachlesen einladen, was es denn mit ihnen auf sich hat, für meinen Geschmack sind sie zu klein für die Fülle an Text.
Die Texte sind im Allgemeinen interessant und teils amüsant geschrieben
wer weiß schon das wir in Deutschland ein Erdbebengebiet haben, wenn er nicht dort wohnt oder das der erste Klettverschluss in Deutschland in einem schwäbischen Dorf produziert wurde (Holzgerlingen erhielt erst 1993 die Stadtrechte.)
Es gibt noch viele Geschichten zu entdecken in dem Buch, das man immer mal wieder zur Hand nehmen kann um darin zu blättern.
Einzig die meiner Meinung nach ungeeignete Bindung und die Platzierung und Größe der Fotos, lassen mich einen Stern behalten.

  • Verlag: Theiss; Auflage: 1. Auflage. (18. September 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3806227594
  • ISBN-13: 978-3806227598

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Unglaubliche Welt Kopfkino von Thomas Dellenbusch


 


Vor der Erfindung des Fernsehers und den Kinos gehörte das Erzählen oder Vorlesen von Geschichten zu den beliebtesten Freizeitvergnügen im Freundes und Familienkreis oder in der Dorfgemeinschaft.
Kopfkino entdeckt dieses Vergnügen neu!
Egal, ob sie mit ihren Freunden eine Wandertour von Berghütte zu Berghütte machen, eine mehrtägige Fahrradtour oder einen Segeltörn; Es gibt sie noch: Abende ohne Fernseher.

Inhalt:
Der erste Band umfasst in 4 kurzen Geschichten das Genre Mystery, wobei ich persönlich die letzten beiden Geschichten eher zur Science Fiction zählen würde, aber das kann ja jeder für sich entscheiden.
Geschichte 1:
 der Weichensteller. Sebastian Gruhn nutzt seine übersinnlichen Fähigkeiten, um für die Polizei ein entführtes Mädchen zu finden.
Vorlesezeit ca. 90 min.

Geschichte 2:
Das Testament: Martha Vadeva soll groß erben. Aber sie weiß nicht, von wem und warum.
Vorlesezeit ca. 120 min

Geschichte 3:
Der Nobelpreis. Otto Bendner wird Nobelpreisträger für Physik. Dann wird er von einem geheimnisvollen Kollegen kontaktiert.
Vorlesezeit: ca. 50 min

Geschichte 4.
Der Matrjoschka- Code
Eine Frau ohne Erinnerung wird von einem 80jährigen durch ihr eigenes Unterbewusstsein geführt.
Vorlesezeit: ca. 70 min.

Da die Geschichten wirklich sehr kurz sind gehe ich auf den Inhalt gar nicht weiter ein, zu schnell ist zu viel verraten.

Meine Meinung:
Ich habe mir die Geschichten, weder vorlesen lassen noch vorgelesen, da ich das Buch in einer Leserunde mit Autorenbegleitung gelesen habe und das eigentlich eine Voraussetzung zur Teilnahme war, will ich nicht unerwähnt lassen, das der Autor von vornherein wusste das ich Vorlesen hasse und das er mich trotzdem mitlesen lies, vielen Dank noch mal dafür.

Das Konzept *Kopfkino* ist für mich völlig neu gewesen und ich habe vorher auch noch nie etwas von einem ähnlichen Buch gehört.
Natürlich habe ich mich vor Lesebeginn gefragt, was wohl Kopfkinogeschichten von normalen Kurzgeschichten unterscheidet?
In diesem Fall ist es u.a. die Einfachheit der Bilder die im Kopf entstehen, es zählt das jetzt, durch die gut und ausführlichen Situationsbeschreibungen ist der Leser nicht dabei, wenn Martha das erste Mal auf die Männer trifft die ihr von dem Erbe erzählen das sie antreten soll, oder sitzt man neben Sebastian, wenn er beobachtet was geschieht, nein man beobachtet, wie einen Film den man im Kino oder zu hause sieht. Für mich hat das Konzept Kopfkino zu 100% funktioniert, ich hatte bei jeder Geschichte eine andere Art Film im Kopf, der Weichensteller war ein klassischer Krimi, das Testament ein französischer s/w Film und die letzten beiden Geschichten, wie schon erwähnt SF.
Warum ich trotzdem nur 4 Sterne gebe.
Leider wegen des Lieblingskindes des Autors
Der Nobelpreis, sie setzt zu viel physikalisches Wissen vor raus, sie ist schwer zu lesen und ohne Hilfestellung des Autors wäre ich niemals auf die Lösung gekommen, leider hat nicht jeder Leser die Möglichkeit den Autor so lange zu löchern bis alle Fragezeichen aus den Hirnwindungen verschwunden sind.
Im Großen und Ganzen kann ich aber sagen
Das Konzept funktioniert und ich würde mich über mehr Kopfkinogeschichten freuen.



  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: Thomas Dellenbusch; Auflage: 1 (13. April 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3000419306
  • ISBN-13: 978-3000419300

Buchempfehlung: Choices, die Besessenen von Nils Nöske


 



Klappentext:
Gillard ist ein Besessener. Zu ihnen gehören die übelsten Zeitgenossen, denen alles Gute und Menschliche fremd zu sein scheint. Würde Gillard der Stimme in seinem Kopf nachgeben, wäre auch er so. Doch aus irgendeinem Grund kann er sich gegen sie wehren und sucht einen Weg, sie für immer loszuwerden. So trifft er Vorbereitungen, seine Heimat zu verlassen. Als jedoch die junge Surre im Dorf auftaucht und kurz darauf vermummte, schwer bewaffnete Männer nach ihr suchen, verwirklichen sich Gillards Reisepläne schneller als geplant. Unter größten Gefahren steht er Surre bei ihrer Flucht bei und findet sich dabei bald selbst inmitten eines uralten Krieges wieder. Und er erfährt, dass das Geheimnis um die Stimme in seinem Kopf von größerer Bedeutung ist, als er je geahnt hätte ...

"Die Besessenen" ist ein fantastischer Roman über Freundschaft, über Opfer, die es zu bringen gilt, und über den elementarsten aller Konflikte. Kraftvoll, stimmungsvoll und mit Humor erzählt, reißt dieses Buch den Leser in eine abenteuerliche Reise mit, die wie alle schweren Kämpfe Wunden hinterlässt.

Meine Meinung:
Fantasy zählt nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Genres, nicht wegen der Geschichten, die würden mich ganz oft sehr interessieren, sondern weil eben diese Geschichten nicht auf ein, zwei oder von mir aus auch drei Bücher verteilt sind, mit Trilogien kann ich leben, sondern auf ein Dutzend und dann wird mir in epischer Breite erzählt wie die vom Autor geschaffene Welt aussieht, wie die Menschen, Drachen, Trolle und Orks dort leben und bis die Geschichte auf den Punkt kommt ist das Buch vorbei und ich muss auf den nächsten Band warten.
Warum ich dann Choices gelesen habe? Ganz einfach, weil der Klappentext interessant klang und weil ein Debutautor wohl nicht gleich zu Beginn seiner Schriftstellerischen Laufbahn eine ganze Reihe schreiben wird, von der ich jeden Band lesen muss. (Dazu später mehr)
Und als ich dann zu lesen begann, war ich sehr schnell gefesselt in der Welt Gillards, der Autor hat eine für mich völlig neue Welt geschaffen, auf der einen Seiten das einfache Dorf, wo die Menschen fast ohne Technik auskommen, auf der anderen Seite Zorin, eine hochtechnisierte Stadt, in seinen Beschreibungen der Orte lässt Nils Nöske, trotz aller Genauigkeit seinem Leser genug Raum für eigene Fantasie.Ebenso verfährt er mit seinen Protagonisten, sie sind *vorstellbar* für den Leser, er kann einzelne Taten nachvollziehen aber nicht jeder Schritt den sie tun ist vorhersehbar und am Ende dachte ich mir so manches Mal *ah deswegen*.
Es geht in diesem Buch nicht unbedingt um den altbewährten Kampf: Gut gegen Böse, sondern eher um die Frage *Was ist Gut oder Böse und Wer ist hier Gut oder Böse * Eine Frage die jeder für sich selbst beantworten muss und wahrscheinlich wird es einige unterschiedliche Antworten geben.
Das Buch ist teilweise sehr humorvoll geschrieben, immer spannend und leider schon zu Ende, aber absolut rund zu Ende gebracht, es muss nicht weiter gehen, die Geschichte Gillards, des Besessenen ist aus erzählt.
Es gibt also nur einen Band, schade, vielleicht erzählt uns der Autor ja doch eines Tages mehr aus Gillards Welt, ich würde mich freuen. Na toll, angefixt und das war es dann?
Mein Fazit:
Absolut Lesenswert, hätte ich ein Sternchensystem, gäbe es 5 von 5 Sternchen.
zu beziehen bei

http://www.latos-verlag.de

Wo die Angst ist von Dinah Marte Golch


 


Inhalt:
Die unkonventionelle Psychologin Alicia, schlittert eher zufällig in die Ermittlungen zu dem Überfall auf einen türkischen Abiturienten, den sie vor 18 Monaten mit ihrem Gutachten vor der Jugendhaft bewahrt hat, ein Umstand den der ermittelnde Hauptkommissar Sigi Kamm ihr immer noch übel nimmt, dennoch müssen sich die Beiden so unterschiedlichen Charaktere zusammen raufen.


Meine Meinung:
Dinah Marte Golch? Nie gehört, dachte ich mir als ich das Buch das erste Mal sah, allerdings machten der Klappentext und auch das Cover mich neugierig und ich wurde nicht enttäuscht, nicht nur die Personen in ihrem Buch sind unkonventionell auch der Schreibstil der Autorin überrascht, sie gewährt dem Leser einen Blick in die Seele ihrer Protagonisten, einen Blick darauf ie was Angst und Rachsucht aus einem Menschen machen können.
Die Autorin greift ein brisantes Thema auf, das in einem zivilisierten Land wie Deutschland eigentlich kein Thema mehr sein dürfte aber leider immer noch ist und wahrscheinlich noch für lange Zeit sein wird.
Wer einen einfach zu lesenden Krimi erwartet, ist hier falsch, hier ist nichts einfach, der Leser wird immer wieder aufs Neue überrascht.

  • Broschiert: 320 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer&Witsch; Auflage: 1 (10. September 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462045636
  • ISBN-13: 978-3462045635

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Die satten Toten von Sam Millar


 


Klappentext:

"Mit dieser Serie hat sich Sam Millar an die Spitze der Krimiautoren geschrieben." Books Ireland Belfast. Pathologe Tom Hicks hat schon viele Leichen gesehen, doch so etwas hat er noch nicht erlebt: Der Körper der jungen Frau, die vor ihm auf dem Seziertisch liegt, ist deformiert. Sie hat kurz vor ihrem Tod Unmengen gegessen. Hicks informiert seinen Freund, den Privatdetektiv Karl Kane. Kane nimmt Ermittlungen auf. Schon bald taucht eine weitere Leiche mit dem gleichen Merkmal auf: In Belfast geht ein Killer um, der seine Opfer mästet, bevor er sie tötet. Und während Kane zunehmend verzweifelt nach dem Mörder sucht, kidnappt dieser Kanes Tochter.

Meine Meinung:
Sein 2. Fall führt den Belfaster Privatdetektiv, Karl Kane, auf die Spur eines Serienmörders, der seine Opfer unter den obdachlosen Mädchen auf den Straßen Belfast aussucht, entführt, foltert und tötet.
Im Zuge seiner Ermittlungen benötigt Kane Hilfe aus dem kriminellen Milieu Belfasts.
 Richtet man als Leser seinen Blick, nur auf die Handlung des Krimis, erscheint das Buch ziemlich banal und vorhersehbar, Millar bedient sich aller Klischees die es rund um Privatdetektive gibt, abgebrannt, ein bisschen kaputt, gescheiterte Ehe, Ärger mit der Polizei, die sich im Verlauf der Ermittlungen auch nicht gerade mit  Ruhm bekleckert,also nicht sonderlich spannend. Allerdings ist Millars Schreibstil, seine Ausdrucksweise und seine Fantasie alles andere als Banal, wer auf political correctness Wert legt, auf saubere Tatorte und ansehnliche Leichen, sollte das Buch nicht beginnen, denn gerade die Tatsache das Millar sich einen Dreck darum zu scheren scheint, wie seine derbe Sprache beim Leser ankommt, lässt sein Buch zu einem Pageturner werden, kein Satz scheint geschönt, kein Ausdruck wurde geschliffen um den Leser nicht zu schocken.
Hier gebührt sicherlich dem Übersetzer ein großes Lob.
Einzig die, doch recht vielen, offenen Fragen am Ende des Buches lassen mich einen Stern behalten, ich hätte gern näheres über den Täter erfahren, wie wurde er zu dem was er war. 

  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: Atrium-Verlag, Hamburg (1. Oktober 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3855355118
  • ISBN-13: 978-3855355112
  • Originaltitel: The Dark Place

Dienstag, 1. Oktober 2013

Fieberglasträume eine Anthologie


 


Klappentext:
Der Kabelgott, der durch dein Hirn spukt, der Horrortrip in deinen Adern, der schwarze Code in deinem Blut Bist du dabei? Komm schon, zeig uns, was du draufhast! Stöpsel dich ein in die Fieberglasträume: 14 illustrierte Textfiles von den Avantgardisten des deutschen Cyberpunk, die deinen Geist durch digitale Welten jagen. Schillernd bunt und brutal. Fühle den Nervenkitzel, der dich packt, wenn du deine Chips auf Hochtouren taktest. In dieser Realität darfst du alles - aber lass dich nicht erwischen.
Wir haben dich gewarnt!
Mit Geschichten von:
Michael K. Iwoleit, Peter Hohmann, Sven Klöpping, Jens Ullrich, Niklas Peinecke, Thorsten Küper, André Wiesler, Michael Rösner, Frank Hebben, Christian Günther, Frank Werschke, Jan-Tobias Kitzel, Peer Bieber, Ingo Schulze und David Grashoff
Mit einem Vorwort von Rob Boyle

Meine Meinung:
Eins vorweg, Cyberpunk, ist als Genre relativ neu für mich, das eine oder andere Buch habe ich zwar schon gelesen aber als Kenner, kann man mich nicht bezeichnen.
Fieberglasträume ist eine Anthologie, die 15 Kurzgeschichten deutscher Autoren beinhaltet, zusammengetragen von Frank Heben und Andre Skora. Jede Geschichte wird begleitet von einer Illustration, die mich durchweg begeistert haben. Auch die Stories waren jede für sich auf ihre Art unterhaltsam, auch wenn mir manches zu abgedreht schien, aber wie gesagt Cyberpunk ist neu für mich, deswegen kann ich über die Qualität oder darüber ob die Idee neu oder schon xmal dagewesen ist,zu übertrieben oder noch nicht ausgefeilt genug, nicht urteilen.
Es gibt allerdings auch hier Geschichten, die für Normalleser gu zu konsumieren sind, es geht darin meist um Gut gegen Böse, also die klassischen Elemente der Literatur, um die herum, Computer und Kabel, Bits und Bytes gelegt wurden.
Der Schreibstil, ist bei jeder Story logischerweise unterschiedlich und mir wäre niemand aufgefallen, wo ich gedacht hätte geht gar nicht, jeder Autor hat seine eigene Art und jede Art ist entweder, gut oder Ok, also alle gut lesebar.

Was mir nicht so gefällt, ist das Cover, ob die verkabelte Person nun nackt und verkabelt sein muss, wo verkabelt eigentlich gereicht hätte, vermag ich nicht zu beurteilen, ein Hingucker ist es zwar, passt aber meiner Meinung nach nicht zum Buch.

  • Broschiert: 336 Seiten
  • Verlag: Begedia (15. März 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3943795403
  • ISBN-13: 978-3943795400