Mittwoch, 13. November 2013

Rauklands Blut von Jordis Lank


Rauklands BlutKlappentext:Ronan, Sohn des mächtigsten Herrschers im Nordmeer, ist nach Raukland zurückgekehrt. Er erwartet, dass sein Bruder Broghan für den Mordversuch an ihm bestraft wird, doch er wird jäh enttäuscht: Ihr Vater sieht auch in Broghan einen Anwärter auf den Thron. Die beiden ungleichen Brüder führen einen erbitterten Kampf um die Gunst des Königs. Ronan rechnet fest mit dem Sieg, als Broghan ein furchtbares Geheimnis aufdeckt.
Meine Meinung:
Eins vorweg, Rauklands Blut ist der 2 Teil einer Trilogie, man kann ihn auch ohne Vorkenntnisse des 1. Teils lesen, allerdings habe ich Laufe im des Buches festgestellt, das er sicher noch mehr Lesefreude birgt wenn man den 1 Teil kennt und somit schon etwas mehr über die einzelnen Charaktere weiß und die Entwicklung die sie durchgemacht haben besser nachvollziehen kann, aber wie gesagt es geht auch sehr gut ohne Vorkenntnisse.
Man merkt Jordis Lank die Freude am Schreiben an, die Lust die Geschichte zu erzählen, von Ronan und Eila, von Hannah und Broghan und all den anderen liebevoll ausgearbeiteten Personen, die jeder für sich einen interessanten Charakter haben und teilweise das gleiche Ziel, die Brüder Ronan und Broghan wollen Rauklands Krone, um jeden Preis, die Autorin hat Brüder erschaffen die unterschiedlicher nicht sein können, der eine, skrupellos und fähig und willens zu Morden um sein Ziel zu erreichen, der andere zwar  zielstrebig aber doch mit einer gehörigen Portion Ehre, die ihn davon abhält unlautere Mittel im Kampf um Raukland anzuwenden.
Jordis Lank, beschreibt den ewigen Kampf Gut gegen Böse, das hätte sich abgedroschen lesen können, aber durch den spannenden Erzählstil und die sehr angenehm zu lesenden Beschreibungen der Personen und Örtlichkeiten, kam nicht einen Moment Langeweile auf.
Da das Buch mit gerade mal 350 Seiten, sehr kurz ist, gehe ich nicht weiter auf den Inhalt ein, zu schnell ist zu viel verraten, allerdings sollte der Leser es nicht versäumen, die Outtakes am Ende zu lesen, da habe ich mir gewünscht die Autorin hätte sich häufiger verschrieben, sehr amüsant.

  • Broschiert: 350 Seiten
  • Verlag: Verlagshaus El Gato; Auflage: 1 (25. Oktober 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3943596362
  • ISBN-13: 978-3943596366
Das Buch kann direkt vom Verlag bezogen werden:
http://verlagshaus-el-gato.de/

Und damit ihr seht, wer für Raukland und seine Bewohner verantwortlich ist ;o)

Jordis Lank Interessante Informationen über die Autorin findet ihr hier:
http://www.jordis-lank.de






Mittwoch, 6. November 2013

Bis wir uns wiedersehen von Dinah Jefferies


 


Malaysia 1952, in dem von Unruhen geschütteltem Land, lebt die junge Engländerin Lydia mit ihrem Mann Alec und ihren zwei Töchtern Emma und Fleur ein relativ sorgenfreies Leben, das ändert sich allerdings schlagartig als sie von einer Reise zurückkehrt und das Haus verlassen vorfindet, ihr Mann und ihre Töchter sind verschwunden ohne eine Nachricht zu hinterlassen. Verzweifelt versucht Lydia ihre Kinder wieder zu finden, nicht ahnend, dass ihr Mann nicht wie von seinem Vorgesetzten behauptet in den Norden des Landes versetzt wurde, sondern sich auf dem Weg nach England befindet, wo er sich ohne sie ein neues Leben aufbauen will, auf ihrem Weg in den Norden lernt sie Adil kennen, dessen Rolle in dem Buch mir nie ganz klar wurde, außer das er ihr am Ende hilft die Kinder wiederzufinden, nimmt einen kleinen malaysischen Jungen auf und muss so manche Gefahr überstehen, bevor sie sich ihr alle Zusammenhänge erschließen.
Währenddessen müssen sich ihre Töchter im fernen England an den Gedanken gewöhnen das ihr Mutter vermisst wird und wahrscheinlich tot ist, ein Gedanke mit dem sich besonders die ältere, Emma, nicht abfinden will, sie rebelliert und wird als sie sich gegen einen Kinderschänder zur Wehr, setzt in ein Internat abgeschoben.

Je mehr ich über das Buch nachdenke, desto unwahrscheinlicher kommen mir all die Zufälle vor, die sowohl Lydia als auch Emma widerfahren, zufällige Treffen mit Personen die ihnen helfen können an Orten an denen man es nie vermutet, Emma z.B. trifft im Internat eine Nonne die jemanden kannte der jemanden kannte der ihre Großmutter kannte die ihre Mutter auf Druck ihrer Familie in einem Kloster abgeben musste und die ihr nachdem sie sie mit Hilfe der neuen Freundin ihres Vater ausfindig gemacht hatte hilft ihre Mutter zu finden.
Ein zufälliger Brand, der Alec sehr entgegen kommt, bei seinen Plänen für immer aus Lydias Leben zu verschwinden.

Meine Meinung:
Trotz ein paar Schwächen, ein  lesenswertes Buch der Schreibstil ist manchmal etwas pathetisch, aber er passt in die Zeit, eine Zeit in der auf gepflegte Sprache noch wert gelegt wurde, eine Zeit in der Kinder zu gehorchen hatten und Widerspruch nicht geduldet wurde und wo Müttern bei Fehlverhalten die Kinder weggenommen wurden, das ist ein Punkt an dem ich Alecs Verhalten nicht verstehe, bei einer Scheidung hätte er ohne Probleme das Sorgerecht für seine Töchter bekommen, warum geht natürlich aus dem Buch hervor, so aber traf er eine Entscheidung die traumatisch für die ganze Familie war.
Die Autorin wählte zwei Erzählstränge, einmal die Ich Form, wenn Emma von ihren Erlebnissen berichtet, von ihrer Entwicklung vom Kind zu einem Teenager, in diesen Kapiteln konnte ich mich gut in das Mädchen hineinversetzen, spürte ihre Sehnsucht nach der Mutter und ihren verzweifelten Kampf mit dem Vater um die Wahrheit zu erfahren.
Der zweite Strang, erzählt von Lydia, der Reise durchs Land, ihren Affären und den Rückschlägen auf der Suche, leider bleibt sie mir fremd, ihre Gefühle und Eindrücke bleiben blass, es wird zwar berichtet das sie zusammenbricht als sie vom angeblichen Tot der Kinder erfährt aber ich spüre nicht viel von den Emotionen und so zieht es sich durch das ganze Buch.
Warum das Buch trotzdem 4 Sterne von mir bekommt?
Weil es als gesamt Geschichte berührt, weil die Emotionen die mir die Autorin nicht vermitteln konnte aus mir selber kamen, jeder Mensch der seine Kinder liebt, kann sich vorstellen welches Grauen Lydia erlebt.

  • Taschenbuch: 430 Seiten
  • Verlag: Lübbe Paperback; Auflage: 1. 2013 (20. September 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785760973
  • ISBN-13: 978-3785760970
  • Originaltitel: The Separation





Dienstag, 5. November 2013

Blow Out von Uwe Laub


 


Inhalt:

2052
Der Klimawandel hat die Erde voll im Griff, die Pole schmelzen ab, der Meeresspiegel steigt, die Küstenbewohner müssen ihre Häuser verlassen.
Die Ozonschicht löst sich in Nichts auf, obwohl der CO2 Ausstoß streng reglementiert ist. Obwohl es alternativen zum Erdöl gibt, erwärmt sich die Erde immer mehr.
Als die Botschaftsangehörige Emma, von ihrem Chef den Auftrag erhält, eine 40 Jahre alte Akte aus dem Archiv zu holen, kommt sie der Anweisung die sie für unter ihrer Würde hält nur widerwillig nach, was sie dann aber in der streng geheimen Akte liest, bringt nicht nur sie in tödliche Gefahr sondern alle denen sie davon erzählt und sie muss davon berichten, sie muss dafür sorgen das die Akte öffentlich gemacht wird, um zu retten was noch zu retten ist. Gemeinsam mit ihrem Ex Freund Nick, einem Öko Journalisten macht sie sich auf die gefährliche Suche nach weiteren Beweisen zu dem Inhalt der Akte steht, immer mit einem sadistischen amerikanischen Geheimdienstagenten auf den Fersen.

Meine Meinung:
Uwe Laub hat in seinem Öko Thriller ein brisantes Thema aufgegriffen, die Verknüpfung von Politik, Umweltschutz und Profitgier, auch wenn der Hauptteil der Handlung in der Zukunft spielt, ist das Szenario, das er erschaffen hat, durchaus vorstellbar, vielleicht sogar unabwendbar?
Mir schien der Roman außerordentlich gut recherchiert, einige Geschehnisse sind in jüngerer Zeit tatsächlich passiert, also nachprüfbar, anderes erschien mir logisch z.B. ein US amerikanischer Geheimdienst, SCS, dessen Existenz von den Behörden geleugnet wird und der Aufträge ausführt die sogar für die CIA zu schmutzig sind.
Bis zum Schluss weiß der Leser nicht, wem Emma trauen kann, die Motive ihres Vorgesetzten ausgerechnet ihr den Auftrag zu geben bleiben im Dunkeln.
Ein Roman wie ein Katastrophenfilm, schnell und hart, Verfolgungsjagden zu Wasser und an Land, sadistische Verhörmethoden  machen aus dem Öko Roman einen Öko Thriller.
Allerdings birgt das Katastrophenfilmszenario für mich auch die Schwachstelle des Buches.
Ich hatte zu keiner Zeit wirklich Sorge das Emma oder Nick ernsthaft etwas passiert, die Guten überleben fast immer und die extrem kurzen Szenen gefielen mir nicht so ganz, kaum wurde es spannend kam der nächste Cliffhanger, gut nach wenigen Seiten ging es weiter, trotzdem war ich erst mal raus.
Nichtsdestotrotz, das Buch ist spannend und lesenswert.
  • Taschenbuch: 512 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (13. September 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 354828552X
  • ISBN-13: 978-3548285528