Freitag, 27. Juni 2014

Leide von Siegfried Langer



Kurzbeschreibung:
Observierungen untreuer Ehemänner und Kaufhausüberwachungen sind die Hauptgeschäftsfelder der Privatdetektivin Sabrina Lampe. Auch der Auftrag einer schrulligen, alten Nachbarin sieht zunächst sehr nach Routine aus. Doch im Zuge ihrer R echerchen wird Sabrina Teil eines grausamen Spiels, dessen Ursachen weit in der Vergangenheit liegen. Ihr teuflischer Kontrahent zwingt Sabrina an ihre Grenzen – und darüber hinaus!
Leide! ist der erste Roman um die Privatdetektivin Sabrina Lampe und den Kriminalhauptkommissar Niklas Steg.

 Inhalt:
Als der Kommissar Niklas Steg von München nach Berlin kommt, bleibt ihm nicht viel Zeit sich einzugewöhnen, der Hund eines Rentners hat die verstümmelte Leiche Patrick Benders gefunden, der vor seinem Tod brutal gefoltert wurde.
Als die Privatdetektivin Sabrina Lampe von ihrer Nachbarin den Auftrag bekommt, deren verschwundenen Neffen zu suchen, ahnt niemand den Zusammenhang und wie brutal und skrupellos der Täter sein Ziel verfolgt.

 Meine Meinung:
Der Autor Siegfried Langer, hat ein vom Aufbau her, ungewöhnliches Buch geschrieben, er erzählt nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern springt in den Zeiten hin und her, ein Umstand der zunächst etwas gewöhnungsbedürftig ist, sich Laufe des Buches aber als sehr interessanter Aspekt zeigt, so scheint man als Leser näher dran zu sein an den Protagonisten so als würde man sie am selben Ort, an dem sie sich aufhalten beobachten und zwischendurch Zeit und Ort  wechseln. Erleichtert wird das Lesen durch die Kapitelüberschriften *Juni* *Pfingsten* Mai* u.s.w.
Die Wortwahl des Autors, ist direkt und so schonungslos wie die Handlungen seines Täters, ohne dabei versehentlich in das momentan  sehr beliebte Splatter- Genre abzurutschen, er beschönigt nichts übertreibt aber  auch nicht, so das sich niemand der Thriller liebt  vor Grausen abwenden muss.
Seine Protagonisten sind lebendig beschrieben, dadurch das Siegfried Langer das Privatleben von Sabrina und Niklas geschickt in die Story  einbindet, lernt man diese gut kennen ohne das man mit überflüssigen Informationen gelangweilt wird. Nach und nach erfährt man auch mehr über die Beweggründe des Täters, dessen Motivation zu seiner grausamen Tat, tief in seiner Kindheit liegt.
Eine absolute Leseempfehlung, allerdings nichts für zartbesaitete Leser.


  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Lago (9. Mai 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3957610087
  • ISBN-13: 978-3957610089


Das Buch kann direkt beim Verlag erworben werden.
https://www.m-vg.de/lago/shop/article/3449-leide/


Montag, 23. Juni 2014

Tanz der Tarantel von Kirsten Wulf



Klappentext:
Am frühen Morgen des dritten Tages des Festes zu Ehren von Santu Paulu, dem Schutzheiligen der kleinen Stadt Galatina in Apulien, liegt eine Leiche in der Kapelle des Heiligen: Nicolà Capone, der erfolgreichste junge Pizzica-Musiker aus dem Salento, der zwei Tage zuvor noch einen umjubelten Auftritt hatte. Der brummige Commissario Cozzoli, der gerade in Mailand in einem Antimafiaprozess aussagt, kommt Hals über Kopf zurück und trifft auf Elena Eschenburg. Die Hamburger Journalistin, die sich gerade in Apulien niedergelassen hat, um ein neues Leben zu beginnen, hat den Musiker in den Tagen zuvor für eine Reportage begleitet. Gemeinsam beginnen sie zu ermitteln; die Nachforschungen führen sie in malerische Städte und in uralte Steindörfer, zu Nicolàs Familie und zu seinen Verehrerinnen. Sie stoßen auf Schweigen und stellen fest, dass in Apulien manche Geschichten nur die Musik erzählen kann.
Inhalt:
Als Elena, durch eine SMS in die Kapelle zu Salento gelockt wird und dort den Musiker Nicola tot auffindet, kann sie ihrem Journalisten Naturell nicht widerstehen und macht Fotos von der Leiche, kurze Zeit später bekommt sie die Drohungen auf ihr Handy, irgendjemand muss sie in der Kapelle beobachtet haben und dieser Jemand will die Veröffentlichung der Bilder erzwingen.
Meine Meinung:
Dies war mein erster Roman der Autorin Kirsten Wolfs, etwas skeptisch begann ich zu lesen, eine Deutsche Autorin die einen Krimi schreibt der in Italien spielt, das entsprach so gar nicht dem was ich sonst lese.
Aber schon bald hatte mich Frau Wolf in ihren Bann gezogen, besser gesagt in den Bann Apuliens, ohne ausschweifende Landschaftsbeschreibungen versetzte sie mich gedanklich in das einzigartige Apulien, ich sah die Dörfer in denen Verfall und Wiederaufbau so dicht beieinander liegen direkt vor mir, sah die alten Frauen und die spielenden Kinder im schwächer werden Licht des Tages, die Olivenhaine und die einstmals so prächtigen Palazzo.
Ebenso wie die Landschaft sind auch die Charaktere liebevoll und detailliert gezeichnet, so das Elenas manchmal noch vorhandene norddeutsche Nüchternheit  sehr glaubhaft auf italienische Lässigkeit und geballtes Temperament  treffen.
Natürlich handelt es sich hier in erster Linie um einen Krimi und nicht um einen Reiseführer auch wenn das Buch Lust darauf macht Apulien zu besuchen.Die Aufklärung des Mordfalls, eingebettet in die traditionelle Musik Italiens, wirft viele Fragen nach Täter und Motiv auf, potentielle Täter gibt es einige, die betrogene Ehefrau, die verschmähten Geliebten, der Bruder der auf dem gemeinsamen Grundstück ein Hotel bauen will.Bis zum Schluss tappen so wohl der Leser wie auch Elena und der Commissario Cozzoli im Dunkeln, so das das Buch zu keiner Sekunde langweilig oder auch nur langatmig wird.
Man merkt der Autorin die Liebe zu Italien an und die Freude am Schreiben.
Mein Fazit: Der perfekte Sommerkrimi, für Fans unblutiger und doch spannender Krimis.
5 Sterne


http://www.kiwi-verlag.de/buch/tanz-der-tarantel/978-3-462-04644-1/


ISBN: 978-3-462-04644-1
Erschienen am: 18.06.2014
368 Seiten, Taschenbuch
Kiwi 1378

Sonntag, 22. Juni 2014

Der Vierfachmord von Stötteritz von Jan Flieger

Klappentext:
Schüsse zerreißen die Leipziger Nacht in Stötteritz und löschen vier Leben aus - doch der Täter flieht. War es ein Auftragsmord oder eine Verzweiflungstat? Wurde ein V-Mann liquidiert? Starben die anderen zur Ablenkung? Läuft gar einer der Verdächtigen Gefahr, das nächste Opfer zu werden? Und dann gibt es da noch die Spur zu einer jungen Frau, die in die rechte Szene führt.
Für Thomas Tiller und sein Team der Mordkommission beginnt eine Suche, die sie tief in ein Labyrinth aus Hass und Rache führt, über die Grenzen Deutschlands hinaus bis in die Straßen Tokyos und die raue Ödnis Islands.
Die Zeit rennt.
Und die starren Augen der Toten treiben zur Eile.

Inhalt: In einer warmen Nacht, werden 4 Menschen von einer maskierten und dunkel gekleideten Person erschossen, die unerkannt entkommen kann, auffällig ist das alle Opfer in einem Haus leben und das es viele Menschen gibt die ein Motiv hätten.
Das Team um Thomas Tiller, steht vor der schwierigen Aufgabe herauszufinden wer das eigentlich Opfer sein sollte, alle 4 Toten oder waren 3 von ihnen nur kollateral Schäden
Tageweise berichtet der Autor von den schwierigen Ermittlungen.

Meine Meinung:
Der Roman ist mit 197 Seiten reichlich kurz, leider muss ich sagen, denn es ist ein Vergnügen sich Jan Fliegers außergewöhnlichem Schreibstil hinzugeben,er verleiht seinen Worten Nachdruck, allein seine Ausdrucksweise reicht um den Leser bei der Stange zu halten, er braucht keine bizarren Morde oder Tatorte um eine nachvollziehbare Atmosphäre zu schaffen, ein interessanter Aspekt des Krimis,waren auch die Meldungen zu weiteren Verbrechen, die zur Zeit der Ermittlungen der Morde in Leipzig geschahen um die sich aber andere Beamte kümmern müssen, denn die Soko Hinterhof ist mit den Ermittlungen voll ausgelastet und sicher auch belastet, was sich meiner Meinung nach in den Freizeitaktivitäten der Ermittler, rund um Thomas Tiller, ausdrücken die sich Hauptsächlich um Sex drehen und für einige Leser vielleicht zu viel des Guten sind, meiner Meinung nach, wäre Schach um einiges langweiliger.
Nun zu dem Stern den ich behalte, leider bezieht sich meine Kritik auf einen Teil des Buches auf den ich mich besonders gefreut hatte, die Ermittlungsarbeiten in Island und Tokyo, da die Ermittler nur  zur Befragung jeweils einer Person so weite Dienstreisen unternahmen, kam das unangenehme Gefühl auf, diese Fragen hätten auch am Telefon oder durch die örtliche Polizei gestellt werden können, diese Teile des Buches waren für mich als Leser leider überflüssig.
Mein Fazit:
Ein absolut lesenswerter und außergewöhnlicher Krimi .


Broschiert: 200 Seiten
  • Verlag: fhl Verlag Leipzig; Auflage: 1 (11. Februar 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3942829525
  • ISBN-13: 978-3942829526


Donnerstag, 19. Juni 2014

Einverleibt - Ein Hardboiled-Kannibalen-Thriller von Tom Teller

Kurzbeschreibung aus der Amazon Redaktion:
„Wie wäre es wohl, fragte sich Alex, kurz bevor er endgültig ins Reich des Schlafes hinüberglitt, wenn man dasselbe bei einem Menschen machen würde?“

Der 10-jährige Alex und sein 11-jähriger Freund Jo erleben den Schlachttag bei den Großeltern intensiv. Das Gesehene wollen sie so schnell wie möglich in die Tat umsetzen. Doch auch in anderen Bereichen gehen die beiden Jungen an ihre Grenzen. Das Erwachen ihrer Sexualität ist mit Erfahrungen von Gewalt und dem Geruch von Blut verbunden.
Bald schon reißt ein grausames Verbrechen die Freunde auseinander.
Mehr als zwanzig Jahre später begegnen sie sich wieder. Alex, mittlerweile Profiler beim LKA in Stuttgart, muss wegen eines Mordes nach Freiburg, wo Jo als Gerichtsmediziner arbeitet. Alles an dem Mord deutet auf einen kannibalistischen Hintergrund hin. Auch zwei weitere Tötungen weisen in diese Richtung. Bei den Ermittlungen werden die beiden Freunde wieder mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Und nichts ist so, wie es scheint.

Inhalt: Der Profiler Alexander wird vom Stuttgarter LKA nach Freiburg abberufen um die dortige Polizei bei der Aufklärung einiger besonders grausamer Morde zu unterstützen, ldie Leichen weisen Merkmale auf die auf Kannibalismus hindeuten. In Freiburg trifft Alexander auf Joachim, seinem Freund aus Kindertagen und gleichzeitig die Erinnerung an eine traumatische Kindheit.

Meine Meinung:
Durch Zufall bin auf dieses Buch gestoßen, normalerweise ist diese Art von Literatur absolut nicht mein Genre, als ich aber las das sich hinter Tom Teller, die von mir sehr gern gelesene Autorin Cornelia Lotter verbirgt, habe ich den Versuch gewagt und da schon der Titel und auch das Cover sehr viel Blut und Brutalität versprechen, war ich auch nicht enttäuscht.
Wortgewand und mit einer spürbaren Schreibfreude lässt uns die Autorin ( sorry aber bei dem Wissen um wen es sich handelt, kann ich nicht *Autor* schreiben) teilhaben an allen blutigen und teils ekligen Einzelheiten, die sich teilweise schon in der Kindheit des Hauptprotagonisten Alex abspielten teils in der Gegenwart die Morde beschreiben, besonders die Szenen in der Kindheit Alexanders sind absolut nichts für zartbesaitete Gemüter. Die Autorin lässt ihre Leser hautnah teilhaben an einem Blick in die Abgründe der menschlichen Seele, sie lässt Alexander handeln ohne das auch nur für einen Moment der Wille kommt ihn zu verurteilen.
Weswegen ich dennoch einen Stern abziehe?
Im Klappentext wird versprochen, das nichts ist wie es scheint, für routinierte Krimi und Thriller Leser trifft diese Aussage leider nicht ganz zu, schon relativ früh ahnt man wer hinter dem Kannibalen von Freiburg steckt.
Trotzdem gibt es eine absolute Leseempfehlung: spannend, blutig, verstörend genauso wie Bücher dieses Genres sein müssen.

Über den Autor:
Tom Teller ist das Pseudonym der süddeutschen Autorin Cornelia Lotter. Unter diesem Namen veröffentlicht sie etwas "härtere" Thriller. Wem dieser Thriller gefallen hat, dem werden sicherlich auch die beiden Krimis "Gottesgericht" und "Elstertränen" gefallen. Für den 1. Band der Krimireihe um die Detektivin Kirsten Stein erhielt die Autorin den 1. Leipziger Krimipreis.



  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 2344 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 120 Seiten
  • Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00JYG115O

Dienstag, 17. Juni 2014

Lucys Verwandlung. Ein Faszinierendes Buch nicht nur für Science Fiction Fans