Donnerstag, 6. November 2014

Desperados im Land des Lächelns von Stefan B.Meyer



Inhalt:
Zur Zeit der Wende wird der Ermittler Wallner in Dresden mit mehreren Mordfällen konfrontiert, deren Zusammenhang in den Wirren der Wendezeit nicht gleich erkannt werden. Gemeinsam mit dem Baden-Württembergischen Staatsanwalt Mars, ermittelt Wallner nach seiner vorzeitigen Pensionierung nur halb legal, in der Dresdner Politikszene.
Meine Meinung:
Mit Desperados im Land des Lächelns, hat der Autor Stephan B.Meyer einen beeindruckenden Regionalkrimi geschaffen, der den Leser gleich auf den ersten Seiten in die Wendezeit versetzt. Seine Beschreibungen der örtlichen Begebenheiten sind sehr detailliert ohne langatmig zu sein, die Protagonisten sind, wie man sie auch im echten Leben erwarten kann, manche sympathisch andere weniger, faul, korrupt , resigniert oder voller Enthusiasmus für die neue Zeit.
Natürlich kommt auch die Krimihandlung nicht zu kurz. Wallner und Mars stoßen bei ihren Ermittlungen auf die *Leichen im Keller* , die so mancher  Politiker gern für immer in den Tiefen der Vergangenheit begraben gesehen hättet, unbeirrt und mit kleinen Tricks, kommen sie dem Mörder und dessen Motiv auf die Spur. Am Ende, bleibt keine Frage offen, wird schlüssig aufgelöst.
Der Schreibstil des Autors ist angenehm flüssig zu lesen, kleine sarkastische Seitenhiebe in die Richtung der damaligen Ost-Westpolitik lassen die Leser, bei aller Ernsthaftigkeit des Themas, das eine oder andere mal schmunzeln.
Absolut Lesenswert: 5 Sterne
  • Broschiert: 334 Seiten
  • Verlag: fhl Verlag Leipzig; Auflage: 1 (19. September 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3942829592
  • ISBN-13: 978-3942829595

Dienstag, 4. November 2014

Ich,Maximilian, Kaiser der Welt von Peter Prange



Peter Prange erzählt die Geschichte des Maximilian von Habsburg, seinen Aufstieg vom Bettelprinzen zum erwählten römischen Kaiser. Er erzählt von den zwei Lieben Maximilians, von Rosina der Frau die er seit Kindertagen leidenschaftlich liebt und die er doch nicht zu seiner Frau machen darf und von seiner Liebe zu Marie von Burgund, die er nicht nur aus politischen Gründen heiratete und die wohl die wichtigste Beraterin auf seinem Weg zum Kaiser war. Der Roman berichtet von dem langen schwierigen Weg Maximilian zu seinem Ziel und spart auch die Rückschläge nicht aus.
Meine Meinung:
Historische Romane sind schwierig, entweder sie sind so trocken, das dem Leser vor lauter Fakten und Jahreszahlen irgendwann die Lust am Lesen vergeht oder sie stellen Behauptungen auf, die jedem halbwegs  in der Geschichte versiertem Leser die Haare zu Berge stehen lassen.
Wenn es ein Autor schafft, historische Fakten so zu erzählen das eine unterhaltsame Geschichte den Leser über 670 Seiten in ihren Bann zieht, ihn dazu bringt mitzufiebern ob es den Protagonisten gelingt, ihre Ziele zu erreichen und dabei ihr persönliches Glück nicht aus den Augen zu verlieren, obwohl er das Ende kennt, kann man ihm nur Respekt zollen. Was ich hiermit mit größtem Vergnügen und aus ganzem Herzen tue. Selten hat mich ein historischer Roman so sehr in den Bann gezogen wie *Ich, Maximilian, Kaiser der Welt* Er hat mich dazu gebracht, mich weiter zu informieren, über die Lebenswege der Protagonisten und die politischen Verhältnisse der damaligen Zeit.
Peter Prange ist der Spagat zwischen Fakten und Fiktion hervorragend gelungen.
5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.
  • Gebundene Ausgabe: 672 Seiten
  • Verlag: FISCHER Scherz; Auflage: 1 (7. Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3651000699
  • ISBN-13: 978-3651000698