Freitag, 29. Mai 2015

Das Kartell von Don Winslow

Inhalt:
Don Winslow beschreibt den Gnadenlosen mexikanisch amerikanischen Drogenkrieg und die Feindschaft zwischen den ehemals besten Freunden Art Keller einem Drogenfahnder und Adan Barrera einem mächtigen und skrupellosen Drogenboss.
Meine Meinung:
Verfolgt man die Nachrichten, wird dem Leser schnell klar, dies mag eine fiktive Geschichte sein, doch ist sie erschreckend Real, auf über 800 Seiten führt Don Winslow seine Leser in eine Welt voller Gewalt, Angst und Schrecken.
Der Autor hat für dieses Buch akribisch recherchiert und das merkt man dem Geschriebenen auch an, detailliert und schonungslos lässt er seine Leser teilhaben an der Welt der Kartelle, beschreibt die Beweggründe seiner Protagonisten, die er nicht schwarz oder weiß zeichnet, keiner ist gut oder böse und das lässt sogar Barrera den Drogenboss nicht unbedingt unsympathisch erscheinen. Das Kartell, ist spannendwie schon erwähnt, erschreckend realistisch und fesselnd ein Pageturner wie er im Buche steht, falls jemand zögert, einen Roman zu Hand zur nehmen der schon von seiner Dicke beeindruckend ist, die Seiten fliegen nur so dahin.
Meine absolute Leseempfehlung, für dieses Buch.



  • Broschiert: 832 Seiten
  • Verlag: Droemer TB (1. Juni 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426304295
  • ISBN-13: 978-3426304297
  • Originaltitel: The Cartel

Mittwoch, 27. Mai 2015

Meine Seele so kalt von Clare Mackintosh



Klappentext:
 (Bild und Klappentext habe ich hier übernommen)Ein regnerischer Novemberabend in Bristol. Ein kleiner Junge ist mit seiner Mutter auf dem Weg nach Hause, in der Aussicht auf Milch und Kekse reißt er sich los und stürmt auf die Straße. Das Auto, das wie aus dem Nichts erscheint und ihn erfasst, ist ebenso schnell wieder in der Dunkelheit verschwunden. Für den kleinen Jacob kommt jede Hilfe zu spät. Ein tragischer Unfall? Jenna, die ihr Kind verloren hat, bleibt nur die Flucht aus Bristol. Im einsamen Küstenort Panmae hofft sie auf einen sicheren Zufluchtsort. Tatsächlich akzeptieren die Dorfbewohner sie in ihrer Mitte, und Jenna schafft es sogar, wieder mit ihren Kunstprojekten Geld zu verdienen. Trotzdem lassen sie die Erinnerungen an jenen Novemberabend nicht los....


Inhalt:Die Ermittler Kate und Ray, treten auf der Stelle, niemand hat etwas gesehen, die Überwachungskameras liefern keine Bilder die den Unfallflüchtigen zeigen, ihre Chefin verlangt das sie den Fall zu den Akten legen um sich anderen erfolgversprechenden Fällen zu widmen, doch die Beiden geben nicht auf, in ihrer Freizeit ermitteln sie heimlich weiter und tatsächlich erhalten sie nach einem Jahr den entscheidenden Hinweis, sie ahnen nicht,welche Lawine von Hass und Gewalt sie mit der Festnahme des Halters des Unfallwagens sie auslösen. Unterdessen hat sich die Bildhauerin Jenna, in dem kleinen Küstenort Panmae ein neues Leben eingerichtet, sie schließt Freundschaften, besonders mit dem Tierarzt Patrick verbindet sie mehr, gerade als man denkt sie kann die Vergangenheit loslassen, ändert sich alles.

Meine Meinung:
*Ich bücke mich und hebe die Figur auf. Bis jetzt habe ich geglaubt, sie sei intakt geblieben, doch als ich sie nun berühre, bewegt sich der Ton in meinen Fingern, und plötzlich halte ich zwei Hälften in den Händen.*
Dieser Satz, hat mich beim Lesen des Buches absolut gefesselt, kein anderes Wort, kein anderer Satz lässt einen tieferen Einblick in die Seele Jenna zu als dieser, beschreibt er doch Jennas Verfassung, sie selbst ist nur äußerlich unversehrt, ihre Seele ist seit dem Tod Jacobs ist sie eine gebrochene Frau.
Die Autorin hat es geschafft die unterschiedlichen Stimmungen einzufangen, auf der einen Seite der Krimi, die Ermittler Kate und Ray, die zwar alles daran setzen den Todesfahrer zu fassen, sich aber doch eher sachlich mit dem Fall beschäftigen, sie dürfen nicht zulassen das ihnen der Tod des kleinen Jungen zu nahe geht, auch wenn sie das nicht immer schaffen. Und dann ist da noch der hochemotionale Teil der Jennas Leben an der Küste beschreibt, ihre langsame Öffnung anderen Menschen gegenüber, beide Teile sind trotz aller Unterschiede, sehr spannend.
Nachts um 12 Uhr, wollte ich das Buch eigentlich an die Seite legen und dann kam eine Wendung, die mich wirklich nach Luft schnappen ließ, das darf ja nicht wahr sein, war mein erster Gedanke und mein zweiter *Nun muss ich wissen wie es weitergeht, was ist da wirklich passiert?* und so wurde es dann doch 3 Uhr früh. Es gibt einen Aspekt im 2. Teil des Buches, den ich persönlich für überflüssig halte er ist auch nicht wichtig für die Story, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden, dem Lesevergnügen tut das keinen Abbruch. Was genau im 2. Teil des Buches geschieht, werde ich an dieser Stelle nicht mal ansatzweise verraten.
Selten habe ich so ein gelungenes Debüt gelesen, wie dieses und ich hoffe bald noch mehr von der Autorin, die es wie keine andere schafft Spannung und Emotionen miteinander zu verbinden ohne kitschig zu werden, zu lesen.

Erschienen bei Weltbild
Produktdetails
432 Seiten, 
Maße: 14,5 x 22 cm,
 Geb. mit Su., 
ISBN-10: 3955698149,
 ISBN-13: 9783955698140,  
Erscheinungsdatum: 15.05.2015

Freitag, 22. Mai 2015

Der Zug der Waisen von Christina Baker Kline



Klappentext:
New York, 1929: Mit neun Jahren verliert Vivian Daly, Tochter irischer Einwanderer, bei einem Wohnungsbrand ihre gesamte Familie. Gemeinsam mit anderen Waisen wird sie kurzerhand in einen Zug verfrachtet und in den Mittleren Westen geschickt, wo die Kinder auf dem Land ein neues Zuhause finden sollen. Doch es ist eine Reise ins Ungewisse, denn nur die wenigsten von ihnen erwartet ein liebevolles Heim. Und auch Vivian stehen schwere Bewährungsproben bevor ... Erst viele Jahrzehnte später eröffnet sich für die inzwischen Einundneunzigjährige in der Begegnung mit der rebellischen Molly die Möglichkeit, das Schweigen über ihr Schicksal zu brechen.

Inhalt: Als Molly vor der Wahl steht, 50 Sozialstunden abzuleisten oder ins Jugendgefängnis zu gehen, weil sie ein Buch aus einer Bücherei gestohlen hat, entscheidet sich die 17jährige für die Sozialstunden die sie bei Vivian ableistet.
Molly soll der alten Frau helfen ihren Dachboden aufzuräumen, einem Dachboden voller Erinnerungsstücken aus einem langen nicht immer leichten Leben. Während der Arbeit nähern sich die Frauen immer mehr aneinander an und eine ungewöhnliche Freundschaft entsteht.

Meine Meinung: Der Zug der Waisen von Christina Baker Kline, ist ein beeindruckendes Buch, es erzählt von einem mir bisher völlig unbekannten Kapitel der amerikanischen Geschichte, den Waisenzügen. Hundertausende von Kindern wurden zwischen 1854 und 1929 aus den Städten aufs Land verfrachtet, wo sie wie auf dem Viehmarkt vorgeführt wurden und aus den unterschiedlichsten Gründen von Farmern oder Geschäftsleuten aufgenommen wurden, häufig um als billige und rechtslose Arbeitskräfte zu enden, seltener um in einer Familie ein liebevolles Zuhause zu finden.
Die Geschichte Vivians, die im Laufe ihrer Pflegekindlaufbahn nicht einmal ihren Namen behalten darf, geboren wurde sie als Niamh ( ausgesprochen Neev), berührte mich tief. Ebenso wie Mollys Leben, die als Pflegekind nirgends wirklich willkommen ist und ihre Traurigkeit darüber ausdrückt in dem sie sich gegen die *Norm* kleidet, inklusive Piercings und Tatoos. Schnell wird dem Leser allerdings klar, das sie im Grunde genauso heimatlos ist, wie es einst Vivian war.
Die Autorin schafft ein klares Bild der damaligen Verhältnisse, ihre Charaktere sind realistisch beschrieben, das Leben der Waisenkinder ist gefühlvoll beschrieben ohne allzu sehr ins kitschige abzugleiten, ein klein wenig Kitsch, besonders gegen Ende, ist bei dem Thema sicher erlaubt.
Besonders gefallen hat mir das Nachwort, in dem man noch einige Informationen über die Waisenzüge erhält und die mich zu eigenen Recherchen inspiriert haben.
Für dieses Buch kann ich eine absolute Leseempfehlung aussprechen.

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.


  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (10. November 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 344231383X
  • ISBN-13: 978-3442313839
  • Originaltitel: Orphan Train



Donnerstag, 21. Mai 2015

Tag Null von Leif Tewes

Klappentext:
Ein Auftragsmörder schießt daneben – das Ziel, eine Frau, verfehlt.
Was ist passiert? Der erfahrene Killer beginnt Fragen zu stellen und löst eine dramatische Ereigniskette aus.
Ein Kommissar erlebt immer wieder die Auswirkungen der organisierten Kriminalität der Balkan-Mafia, die in seiner Stadt den Ton angibt.

Bei den Ermittlungen zu einer Serie von vermutlichen Auftragsmorden kommt es wie es kommen muss: Die Wege des Kommissars und des Killers kreuzen sich – doch bei einem eher unkonventionellen Ermittler und einem Fragen stellenden Auftragsmörder anders, als man vermuten könnte.
Und was ist mit der Frau, die dem Anschlag auf ihr Leben nur knapp entkommen ist? Wird der Auftrag vollendet werden?
Der fesselnde Thriller zieht seine Kreise in die Gedankenwelt seiner Protagonisten und bis hinauf in die Weltpolitik. Wie in einen Strudel wird man hineingezogen in eine atemberaubende Handlung, die scheinbar unvermeidlich in einem blutigen Finale zu eskalieren droht.
Inhalt:Tom, seines Zeichens erfolgreicher Auftragskiller, schießt daneben zum ersten Mal in seinem *Berufsleben* verfehlt er sein Ziel, ein junge Frau, irgendetwas hat ihn irritiert, als er sich die Frage nach dem Warum stellt, findet er eine Verbindung zwischen der jungen Frau und Hannah, die er in einer Bar kennengelernt hat und die ihm die Vision eines normalen Lebens schenkt. Durch sein Versagen gerät er selbst ins Visier seiner Auftraggeber. Der Krimi spielt in Frankfurt am Main, die Mainmetropole ist fest in der Hand der Balkan Mafia, die durch Korruption und Gewalt ihre Ziele durchsetzt, fast aussichtslos erscheinen vor dem Hintergrund die Bemühungen der Polizei.
Als der Kommissar Beck in einer Reihe von Auftragsmorden ermittelt, kreuzen sich seine Wege mit denen Toms, Beck der ziemlich ernüchtert und desillusioniert seinem Beruf nachgeht, macht Tom einen ungewöhnlichen Vorschlag.

Mein Fazit:
 Ja was soll ich denn dazu noch sagen, die Krimis aus dem FHL Verlag zeichnen sich durch ihre Qualität aus, zu 99% überzeugen sie mich immer und wenn diese Krimis dann noch von einem Autor geschrieben sind, der nachvollziehbar akribisch recherchiert und es schafft seine Protagonisten realistisch darzustellen, dann hat man garantierte Spannung und pures Lesevergnügen.

 Mit einem Klick zum Buch: Hier bestellen
Klappbroschur, Softcover
Sprache: deutsch
März 2015, 1. Auflage
234 Seiten,  Preis € 12,00 [D] / € 12,40 [A]
ISBN 978-3-95848-602-7

Donnerstag, 7. Mai 2015

Golanhöhen von Marc-Oliver Bischoff

Frankfurt, Golanhöhen: Hier im sozialen Brennpunkt stehen Selbstmorde auf der Tagesordnung. Doch als Gideon Richters Kripoteam zu einem Todesfall gerufen wird, spricht vieles gegen einen Suizid. Jennifer Baur hatte gerade zehn Jahre wegen Kindstötung abgesessen. Wieso sollte sie sich ausgerechnet jetzt, wieder in Freiheit, das Leben nehmen? Gideon hat allerdings Mühe, sich auf die Ermittlungen zu konzentrieren: Vor Kurzem Vater geworden, steht er dank durchwachter Nächte ziemlich neben sich. Aber der Schlafmangel erklärt nicht seine immer öfter vorkommenden Blackouts. Zusätzlich geht ihm der Fund einer im Müll entsorgten Babyleiche mehr an die Substanz, als er zugeben will. Er verliert seine Objektivität und trifft eine falsche Entscheidung zu viel.
 Als ich den Titel des Buches das erste Mal hörte, dachte ich
*Golanhöhen-- mittlerer Osten*? nach einem Blick aufs Cover, dachte ich mir, da passt was aber nicht zusammen und habe mich erst mal schlauer gemacht. Die Golanhöhen sind ein sozialer Brennpunkt Frankfurts am Main. Und genau hier muss Kommissar Gideon Richter sich um einen Fall kümmern, der sich erst nach und nach als Kriminalfall herausstellt und nicht wie zuerst vermutet um den Selbstmord einer Frau. Als sich dann auch noch ein Zusammenhang zwischen dem Tod der Gelegenheitsprostituierten Jenny und dem Fund einer Babyleiche in einem Recyclingbetrieb, gerät Gideon, selbst gerade Vater geworden an seine psychischen und physischen Grenzen.

Marc-Oliver Bischoff, greift in Golanhöhen brisante Themen auf, Themen die wir *Normalbürger in gesicherten Verhältnissen* allenfalls vom wegschauen kennen und die uns nur kurzeitig betroffen machen, wenn es mal wieder einen Bericht in den Medien gibt, der davon berichtet, das eine Unbekannte ihr Baby, einem ungewissen Schicksal ausgesetzt hat.
Die Frage nach dem Warum,sofern sie überhaupt gestellt wird, bleibt leider in den meisten Fällen unbeantwortet, so auch in diesem Buch, allerdings bewirkte es, dass ich mir persönlich mal wieder darüber Gedanken machte, aus welchen Gründen eine Frau so grausam sein kann und ein Baby tötet und dann wie Müll entsorgt.

Soviel dazu.

Gideons Ermittlungen, in Jenny Nachbarschaft, gestalten sich als schwierig, Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen, besonders nicht der Polizei gegenüber ist das Motto in den Golanhöhen, meiner Meinung nach vollkommen nachvollziehbar, denn jeder der hier wohnt hat genügend eigene Probleme. Als Gideon sichtlich überfordert durch Schlafentzug wegen seines Babys und sich häufende Blackouts, seine Kompetenzen überschreitet, wird ihm einer der Fällen entzogen und er soll sich nur noch um den Todesfall Jenny Bauer kümmern, unmöglich für Gideon, auf eigene Faust und mehr als am Rande der Legalität ermittelt er auch im zweiten Fall weiter. Als dann auch noch eine Frau aus seiner Vergangenheit auftaucht, die seine Beziehung gefährdet, habe ich tatsächlich kurz um Gideon gebangt.
Golanhöhen ist ein wirklich spannender Krimi, der berührt und mitreißt, die Protagonisten sind sehr realistisch beschrieben. Marc-Oliver Bischoff, legt die eine oder andere falsche Spur um seine Leser am Ende wirklich zu überraschen.

 Mein Fazit: Hier kommen Leser auf ihre Kosten die einen spannenden Kriminalfall, mit einem großartigen Ermittlerteam, lesen wollen und Leser die gern noch nachdenken wenn der Täter schon gefasst ist. Ein Buch das man nicht so einfach vergisst.


  • Taschenbuch: 412 Seiten
  • Verlag: Grafit Verlag; Auflage: 1. (2. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3894254505
  • ISBN-13: 978-3894254506


Mittwoch, 6. Mai 2015

Der Schneeleopard von Tess Gerritsen


Klappentext:
Die Polizei von Boston ermittelt in einem bizarren Mordfall. Die Leiche eines Jägers und Tierpräparators wurde gefunden – ausgeweidet und aufgehängt wie eines seiner Beutetiere. In den Wäldern werden Knochenreste eines weiteren Opfers entdeckt. Doch Boston ist nicht das einzige Jagdrevier des Killers. Es scheint eine Verbindung zu einem fünf Jahre zurückliegenden Vorfall in Afrika zu geben, wo die Teilnehmer einer Safari förmlich abgeschlachtet wurden. Nur eine Frau entkam dem Massaker und könnte Jane Rizzoli helfen, den Mörder zu identifizieren

Inhalt:
Eine Gruppe Urlauber bricht mit ihrem Guide John Posthumus in die Wildnis Botswanas auf, ein Abenteuer soll es werden, das die Städter in das Herz Afrikas führt, doch der Urlaub endet in kaum vorstellbarem Grauen, trotz aller möglichen Sicherheitsvorkehrungen, stirbt ein Safariteilnehmer nach dem anderen, scheint der erste Tote noch einem tragischen Unfall zum Opfer gefallen zu sein, wird schnell klar, dass nicht die Natur der Feind ist, sondern ein Mitglied der Gruppe.
Nur Millie, eine junge Frau aus London und der Mörder überleben das Massaker.

Jahre später wird Tierpräparator und passionierte Großwildjäger Leon Godt, tot in seinem Haus aufgefunden, aufgehängt und ausgeweidet wie eines der Tiere, die er konserviert und er scheint nicht das einzige Opfer eines besonders brutalen Serienkillers zu sein und nicht das Erste.

Meine Meinung:
Der Roman beginnt mit den Geschehnissen in Botswana vor 6 Jahren und wechselt dann zum Hier und Jetzt, immer im Wechsel begleitet der Leser die Ermittlerinnen Rizzoli und Isles auf der Jagd nach dem bestialischen Killer, der in Boston sein Unwesen treibt, um im nächsten Kapitel Neues von der tödlichen Safari zu erfahren. Diese Art eine Geschichte zu erzählen, mag ich persönlich sehr, durch die Abwechslung kommt zu keiner Zeit Langeweile auf. Auch wenn ich so manche der Spuren, die die Autorin legte, zuerst als etwas an den Haaren herbeigezogen empfand, waren sie am Ende doch logisch und nachvollziehbar. Tess Gerritsen, hat soweit ich das beurteilen kann, hervorragend und akribisch recherchiert sowohl die Arbeit des Präparators als auch der Ablauf der Safari oder der Teambesprechungen, alles machte einen sehr realistischen Eindruck auf mich.
War ich zuerst skeptisch nach langer Zeit beim 11. Band der Rizzoli und Isles Reihe wieder einzusteigen, kann ich im Nachhinein sagen: Es ist kein Problem, denn der aktuelle Fall steht im Vordergrund und das Privatleben oder frühere Fälle, der Ermittlerinnen werden nur kurz oder gar nicht angerissen.
Mein Fazit:
Wer nicht allzu zart besaitet ist und einen gut recherchierten Krimi sucht, ist mit dem Schneeleoparden wirklich gut beraten.

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.

  • Verlag: Limes Verlag (20. April 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3809026379
  • ISBN-13: 978-3809026372
  • Originaltitel: Die Again