Donnerstag, 30. Juli 2015

Der verschollene Prinz von C.S. Pascat

Eigentlich ist der Kriegerprinz Damen der rechtmäßige Erbe von Akielos, doch dann gerät er in Gefangenschaft und wird in die Sklaverei verkauft – ausgerechnet an Laurent, den Kronprinzen des verfeindeten Königreiches Vere. Laurent ist eitel, arrogant und grausam, und er steht für alles, was Damen hasst. Doch noch während er Fluchtpläne schmiedet, lernt Damen Laurent besser kennen, und schon bald weiß er nicht mehr, was wichtiger für ihn ist: Seinen eigenen Thron zurückzugewinnen oder an Laurents Seite zu kämpfen und das Geheimnis um dessen eiskaltes Herz zu lösen.

Meine Meinung:
Der verschollene Prinz ist der fantastische Auftakt einer Trilogie aus der Feder C.S. Pacats. Ich hatte bisher noch kein Buch der Autorin gelesen und bin recht unbefangen an die Lektüre gegangen, der Schreibstil ist flüssig und sie beschreibt ihre Protagonisten und die Landschaften sehr anschaulich, so das ich mich sehr gut in Geschichte einfühlen konnte.
Die Geschichte ist stellenweise recht brutal und nichts für zartbesaitete, Sklaverei, Folter und Mißhandlungen bestimmen die Handlung, die Charaktere Damen und Laurent, die wie man aus dem Klappentext ersehen kann, zueinander finden, sind so unterschiedlich wie man nur sein kann. Damen  scheint etwas naiv, Jahrelang erkennt er nicht die wahre Natur seines Halbbruder und selbst als dieser ihn in die Sklaverei verschenkt glaubt er immer noch an das Gute im Menschen und setzt alles daran zu fliehen um sein Land vor seinem Bruder zu retten. Laurent ist ein Widerling und daran ändert sich auch im weiteren Verlauf des Buches nicht viel, der ein Vergnügen daran findet Damen zu demütigen und zu quälen.
Der verschollene Prinz ist kein Fantasybuch wie man es erwartet, es gibt keine Trolle, keine Orks, keine *wie sie alle heißen* C.S.Pascat hat eine eigene Welt erschaffen, wie es sie gegeben haben könnte, als Pharaonen herrschten und Sklaverei an der Tagesordnung war.
Ich mochte das Buch, auch wenn ich jetzt noch sehr lange auf den 2. Teil warten muss um zu erfahren wie es weitergeht. Das offene Ende ist etwas ärgerlich, aber ich weiß ja das es weitergeht.

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.
  • Broschiert: 320 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (15. Juni 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453316088
  • ISBN-13: 978-3453316089
  • Originaltitel: The Captive Prince Book 1

Mittwoch, 29. Juli 2015

Kartoffelsalat, das Buch zum Film


 Bildergebnis für kartoffelsalat buch


Freshtorge, einer der erfolgreichsten und beliebtesten YouTuber Deutschlands, hat eine Schülerkomödie fürs Kino gedreht. Und er hat die Creme de la Creme der deutschen Youtuber zum Mitmachen überredet, wie z.B. Die Außenseiter, Y-Titty, Simon Desue und Bibi. Außerdem mit dabei: OTTO Waalkes.
Die Story: Ein Außenseiter-Typ kommt auf eine neue Schule und bekommt hier plötzlich die Chance, zum Superhelden zu werden, indem er seine neue Mitschüler vor einem Virus rettet, das sie alle in fresssüchtige Monster zu verwandeln droht. Eine Schülerkomödie à la "Fack ju Göhte".
Das vierfarbige Buch präsentiert zahlreiche Fotos vom Set, Porträts der mitwirkenden Stars und natürlich die Story des Films selbst.

Meine Meinung:
Ausnahmsweise, mal die Erklärung warum ich dieses Buch überhaupt gelesen habe. Ich habe das Glück mit einer 16.jährigen Tochter gesegnet zu sein, die in ihrer Freizeit natürlich die diversen YouTube Kanäle anschaut und die mir dann von Y-Titty, Simon und Bibi und noch vielen anderen erzählt und ich als Mama sitz dann nur da und denk an Böhmische Dörfer, das musste natürlich geändert werden und als Videofilmchenverweigerer griff ich dann zum Buch.
Und das ist wider erwarten sogar recht witzig und Informativ, man erfährt etwas darüber wie es am Filmset zugegangen ist, bekommt Informationen über die Schauspieler und natürlich die eigentlich Stars des Films, die Youtuber, diverse Kartoffelsalatrezepte dürfen natürlich auch nicht fehlen.
Das Buch ist bunt, durchgängig bebildert und schnell gelesen obwohl es für ein Buch zum Film von Youtubern, erstaunlich viel Text hat, jaaaa ich weiß die doofen Vorurteile, ich weiß das das erstellen von ordentlichen Videos richtige Arbeit ist und das tatsächlich manche Inhalte die Teenies zum nachdenken anregen, meine Tochter redet mit mir über Politik, das hat die Tagesschau nicht geschafft, danke dafür an welchen Youtuber auch immer.
Nochmal zum Buch, für Fans sicherlich ein must have, ich fand es witzig.

Watch me - ich werde es wieder tun von James Carol

 Watch Me - Ich werde es wieder tun

Der Nervenkitzel geht weiter: Jefferson Winters zweiter Fall!
Er zieht rastlos um die Welt, immer auf der Jagd nach perfiden Serientätern, die er zur Strecke bringen muss: der Profiler Jefferson Winter. Exzentrisch, hochintelligent - und gnadenlos von seinen eigenen Dämonen verfolgt.
Eine Kleinstadt in Louisiana: Ohne erkennbares Motiv wird ein Anwalt bei lebendigem Leib verbrannt. Weder ist der Tatort bekannt noch hat man die Leiche gefunden. Doch ein Video der Tat wird ins Netz gestellt, mit einem automatisierten Countdown. Eins ist klar: Es wird weitere Opfer geben. Und Jefferson Winter bleiben gerade mal 13 Stunden Zeit bis zur tödlichen Deadline.

Inhalt: Nachdem Mord an dem Anwalt Sam, bleiben Jefferson Winter nur wenige Stunden um den nächsten Mord zu verhindern und einen Serienmörder zu stoppen, gemeinsam mit Taylor einem Polizist und Hannah einer Pensionswirtin macht er sich auf die Jagd nach dem vermeintlichen Serienkiller.

Meine Meinung:
Das wird jetzt schwierig, der Schreibstil James Carols ist wirklich gut, seine Wortwahl ist ausgefeilt und gut durchdacht, der Fall verspricht im Klappentext ungewöhnlich und spannend zu sein. Nur leider reicht das nicht um Watch me zu einem Pageturner zu machen, ich musste mich so manches Mal zwingen weiterzulesen, was nicht zuletzt an den Ermittlungsmethoden Jefferson Winters lag, er lässt seine Partner nicht wirklich an seiner Arbeit teilhaben, nach einem *Gedankenblitz* stürmt er los um seine Theorie zu überprüfen und da auch der Leser keine Informationen bekommt, steht er so manches mal genauso dumm da, wie Taylor und Hannah, vom Sheriffbüro ganz zu schweigen, die haben ihn zwar gerufen werden aber mit falschen Informationen versorgt, wenn sie denn überhaupt informiert werden. Mir fehlte definitiv der Spaß am rätseln und dem Spuren verfolgen. Ebenso blieben die Personen relativ blass, die Einzigen die einem ein bisschen nahe kommen, sind Taylor, Hannah und Jefferson da auch aus ihrem Leben erzählt wird und Taylor und Hannah auch Gefühle zeigen, alle anderen Protagonisten sind nur Statisten, die James Carol hervorholt wenn Winter mal wieder einen Geistesblitz hat. Das Ende ist zwar schlüssig und nachvollziehbar aber auch austauschbar und nicht wirklich spektakulär.
Der für mich persönlich spannendste Teil des Buches war das Rätseln um den Vornamen Taylors, da hatte ich dann im zweiten Kapitel einen Geistesblitz.
Ich weiß das viele Leser von dem Buch absolut begeistert sind, mein Geschmack war es leider nicht.
  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (19. Juni 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342321595X
  • ISBN-13: 978-3423215954
  • Originaltitel: Watch Me

Donnerstag, 23. Juli 2015

Der erste Sohn von Philipp Meyer



Von der Verlagswebseite:
Dieser Roman begeistert Amerika: Schon kurz nach seinem Erscheinen wurde „Der erste Sohn“ als „moderner amerikanischer Klassiker“ bejubelt und in einem Atemzug mit den Meisterwerken von Cormac McCarthy, John Dos Passos und Larry McMurtry genannt. Philipp Meyer erzählt die Geschichte der Eroberung des amerikanischen Westens als große Familiensaga über drei Generationen. Es ist der Kampf des texanischen Clans der McCulloughs während der letzten 150 Jahre um Land, Öl und Macht.

Inhalt: Philipp Meyer erzählt die Geschichte der Familie McCullough im 19 und 20. Jahrhundert, beginnend bei Elli, dem ersten Sohn, dem Kind das am Gründungstag Texas geboren wurde, dessen Familie von Indiandern ermordet wurde und der selber verschleppt im Stamm der Mörder eine neue Heimat fand, über Peter der zusehen muss wie die Rinderzucht seiner Familie auf Kosten des Öls zu einem Hobby degradiert wird und der sich in die einzige Überlebende eines Massakers an mexikanischen Nachbarn verliebt, das seine Familie mit zu verantworten hatte, bis hin zu Jeanne Anne, die als Erbin des Familienunternehmens zeitlebens um Anerkennung in einer Männer dominierten Welt kämpfen muss.

Meine Meinung:
*Der Große amerikanische Roman*  das ist das Fazit das ich aus den Begeisterten Rezensionen herausgelesen hatte, ein Meisterwerk, ein Lesevergnügen der besonderen Art, vergleichbar mit John Steinbeck, all diese Lobeshymnen haben mich verleitet diese Familiensaga zu lesen.
So ganz kann ich mich den begeisterten Stimmen leider nicht anschließen. Die Story rund um die McCoulloughs ist unbestritten interessant, sie bietet einen Einblick in die junge Geschichte Texas in den Umgang mit den amerikanischen Ureinwohner und den Mexikanern, einen Blick darauf, wie arrogant und selbstherrlich die Weißen das Land in Besitz nahmen.
Die einzelnen Abschnitte sind interessant und teilweise sehr spannend nur wird diese Spannung immer wieder davon unterbrochen das ein anderer Teil der Geschichte erzählt wird, das stört den Lesefluss enorm. Ich hätte mir gewünscht, die Saga wäre chronologisch erzählt worden.
Alles in allem kann ich das Buch trotzdem weiter empfehlen, nur muss man wirklich Geduld aufbringen.

Es kann direkt beim Verlag bestellt werden.
  • Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
  • Verlag: Albrecht Knaus Verlag (26. Mai 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3813504794
  • ISBN-13: 978-3813504798
  • Originaltitel: The Son
  • Übersetzer: Hans M. Herzog

Freitag, 3. Juli 2015

Girl on the Train von Paula Hawkins

Inhalt:
Rachel, ist das *Girl on the Train* Tag für Tag pendelt sie mit dem Zug nach London, während dieser Fahrten kommt sie an ihrem früheren Wohnort vorbei, vorbei an dem Haus in dem sie einige glückliche Jahre mit Tom verbrachte und in dem dieser nach der Trennung mit seiner neuen Frau Anna lebt. Vorbei auch an einem Haus in dem ein anderes Paar, Jess und James, wie Rachel sie nennt lebt, Rachel kennt die Beiden nicht, phantasiert sich aber aus ihren flüchtigen Beobachtungen aus dem Zugfenster, die perfekte Idylle um das unbekannte Paar herum zusammen,bis Rachel eine Beobachtung macht die die Scheinwelt die sie sich um James und Jess aufgebaut hat zerbrechen lässt und Megan,wie Jess wirklich heißt, verschwindet.

Meine Meinung:
Was sich, geht man nach dem Klappentext , wirklich spannend anhört und ein bisschen an das Fenster zum Hof oder 16.50 Uhr ab Paddington erinnert, entpuppt sich leider nach einer Weile als recht zäh, hat mich die Erzählweise der Autorin zu Anfang noch begeistert, musste ich feststellen das sie für ein ganzes Buch, andere Leser mögen das anders sehen nicht taugt, zu sehr verliert sich Paula Hawḱins in den immer wiederkehrenden Beschreibungen von z.B. Rachels Alkohlproblemen. Ihre Charaktere sind alle nicht wirklich sympathisch, Rachel eine versoffene Stalkerin die sich nicht von ihrem Ex Tom lösen kann, Tom der sich nicht schämt mit  seiner ehemalige Geliebten Anna im früheren gemeinsamen mit Rachel bewohntenHaus zu leben und sich als Lügner und Betrüger entpuppt, Megan die ebenfalls lügt und betrügt und eine mehr als dunkle Vergangenheit hat und dann noch Scott, den Rachel James nennt, natürlich hat auch er bei genauerem Hinsehen nur unangenehme Seiten.Nicht eine der Personen konnte bei mir Sympathien wecken, jeder war auf andere Art psychischen angeschlagen um es vorsichtig auszudrücken, vielleicht war es das fehlen von Sympahtie, das mich das Buch als leicht nervend empfinden ließ, denn es hat auch wirklich gute Aspekte, es wird aus drei Perspektiven erzählt, Rachel,Anna und Megan, erzählen wie sie die Tage erlebten, von Anna und Megan erfährt man was wirklich in ihrem Leben vorging, von Rachel das was sie aus dem Zugfenster heraus sah oder zu sehen glaubte und wie ihr Leben früher war, bzw. das was sie trotz alkoholbedingter Blackouts noch wusste und was ihr erzählt wurde. Gegen Ende fügen sich auch alle Fragmente zu einem klaren Bild zusammen (auch wenn mir ein Detail sehr unglaubwürdig schien) aber das reicht leider nicht für eine Leseempfehlung. Allerdings würde ich durchaus nochmal ein Buch der Autorin lesen, Paula Hawkins hat auf jeden Fall eine zweite Chance verdient.


Originaltitel: The Girl on the Train
Originalverlag: Doubleday, London 2015
Aus dem Englischen von Christoph Göhler

Deutsche Erstausgabe
Paperback, Klappenbroschur,  
ISBN: 978-3-7645-0522-6
€ 12,99
Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.