Samstag, 31. Dezember 2016

Armageddon Rock: Von George R.R. Martin


Der ehemalige Musikjournalist und nur mäßig erfolgreiche Schriftsteller Sandy Blair erhält von seinem früheren Partner Jared den Auftrag, eine Story zum Tod von Jamie Lynch zu schreiben, dem früheren Manager der Band Nazgûl.
Sandy, der gerade unter einer Schreibblockade leidet, an seiner Beziehung zu seiner Freundin zweifelt und sich unterbewusst nach der guten alten Zeit in der sein Kopf und sein Herz voller Wünsche und Träume waren sehnt, macht sich auf den Weg um mehr über den Mord herauszufinden und stößt dabei auf Dinge die er besser hätte ruhen lassen.

Freitag, 30. Dezember 2016

Giftmorde III Andreas M. Sturm (HRSG)



 
Inhalt: Die Natur bietet viele Möglichkeiten seinen Mitmenschen zu helfen oder ihnen zu schaden, teilweise auch mit dem selben Wirkstoff. Geschichten über die heilsame Wirkung der Pflanzenwelt. wären allerdings ziemlich langweilig. So dachten sicherlich auch die Autoren die sich mit ihren Stories in dieser Anthologie zusammen gefunden haben und sie haben sich mit der eher schädlichen und  größtenteils tödlichen Wirkung der so harmlos anmutenden Pflanzen auseinandergesetzt.

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Zeilengötter von Astrid Korten

Inhalt: Neun Jahre nach der Trennung von ihrem Ehemann Adrian, hat es es Malin geschafft: Sie ist glücklich in zweiter Ehe verheiratet, hat zwei entzückende Kinder und konnte sich ihren Traum von einer erfolgreichen Schriftstellerkarriere verwirklichen.
Im Gegensatz zu Adrian, dessen Karriere nicht ganz so erfolgreich verlief, wie er es seiner Meinung nach verdiente und der dafür Malin die Schuld gibt, Malin die nicht so unterwürfig war, wie er es als Zeilengott verdient hätte, die es wagte vor ihm zu fliehen.
Und Adrian will Rache.

Samstag, 17. Dezember 2016

Underground von S.L. Grey

Inhalt:
Ein tödliches Grippevirus breitet sich von Asien ausgehend aus. Als das Virus die USA erreicht geraten die Menschen immer mehr in Panik und einige wollen sich in einem unterirdischen Luxusbunker vor der Epidemie in Sicherheit bringen. Hier sollen sie alles finden was man zum bequemen Überleben braucht: Vorräte, Zerstreuung, Luxus, ärztliche Versorgung und vor allem Sicherheit.
Nur leider ist nicht nur der Luxus mehr Schein als sein, die Anlage ist noch nicht fertiggestellt, das was fertig ist, ist teilweise Mangelhaft, es gibt keinen Arzt usw, usw. Die von vornherein angespannte Atmosphäre der viel zu unterschiedlichen Menschen lädt sich immer mehr auf, Feindseligkeiten werden kaum verhehlt und als der Erbauer des Sactums tot aufgefunden wird, der als Einziger den Code zum Öffnen der Türen hat, bricht auch im Bunker Panik aus.

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Live-Blogtour 2016. 2 Länder,2 Bücher,1 Autor




Wenn ihr den Auro Thomas Pyczak gern näher kennenlernen wollt. Schaut doch mal auf seiner Seite vorbei:
http://www.thomas-pyczak.de/

Heute sind wir schon am Ende der Blogtour angekommen. Die letzte Woche war sehr interessant und verschiedenen Blogbeiträge und besonders durch die Livelesungen haben mich sehr beeindruckt, ich werde den festen Termin um 19 Uhr wirklich vermissen. Heute habt ihr auch noch mal die Gelegenheit einzuschalten und wenn ihr neugierig geworden seid.

Ende der Welt von Thomas Pyczak


Inhalt:
Der Student André erreicht auf seiner Reise durch den amerikanischen Kontinent das Ende der Welt, Ushuaia in Feuerland. Aus seinem Tagebuch erfährt der Leser von seinen Gefühlen und Gedanken, seiner Liebe zu Stella, die er in Hamburg zurückließ und die er, fasziniert von der Yamana Dolores, fast vergisst.
Gespräche Andrés, mit Robert einem alten Österreicher, der auf seiner ersten Reise nach Ushuaia die Yamana studieren wollte und den der Ort seitdem nicht mehr losließ, lassen einen kleinen Einblick in die Kultur der Indianer zu. 

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Das Hexenbrett von Ted McRied

Inhalt: Es sollte ein amüsanter Campingausflug in die Heide werden, ein netter Abend unter Freunden. Ein zufällig gefundenen Hexenbrett soll für noch mehr Spaß sorgen. Doch schon bald wird aus dem Ausflug ein Horrortrip.

Viel mehr verrate ich nicht zum Inhalt, schließlich handelt es sich um eine Kurzgeschichte und ruck-zuck müsst ihr das Buch nicht mehr selber lesen.

Meine Meinung:

Von Anfang an liegt eine düstere Atmosphäre über der Clique. Die Pärchen Kristin und Lukas und Philipp und Sonja haben eigentlich schon länger keine Gemeinsamkeiten mehr, das wird mit jedem Wort und jeder Handlung deutlich. Die Autorin schafft schon allein dadurch ein beklemmendes Gefühl bei ihren Lesern zu erzeugen, das sich im Laufe der Handlung nur noch mehr verstärkt.

Samstag, 10. Dezember 2016

Moonatics von Arne Ahlert

Klappentext:
Die nahe Zukunft: Webdesigner Darian Curtis ist ein begeisterter Globetrotter, der schon so gut wie jedes Land der Erde besucht hat. Als er eines Tages ein beträchtliches Vermögen erbt, erfüllt er sich einen lang gehegten Traum: Da die Erde aufgrund des Klimawandels und wachsender Terrorgefahr sowieso kein angenehmer Ort mehr zum Leben ist, besteigt Darian kurzerhand eine Rakete und fliegt zum Mond, um dort drei Wochen entspannt Urlaub zu machen. Es ist der Beginn des größten und verrücktesten Abenteuers seines Lebens, denn auf dem Mond geht die Party erst richtig los 

Meine Meinung: Ich habe ein wenig gebraucht um in das Buch zu finden, gerade am Anfang zieht es sich meiner Meinung ein bisschen, aber je länger ich las desto mehr konnte ich eintauchen in die Welt auf dem Mond und je mehr ich die Protagonisten kennenlernte, desto besser gefielen sie mir.
Nachdem es auf der Erde kaum noch lohnende Reiseziele gibt, ist es nahe liegend das wer immer es sich leisten kann Urlaub auf dem Erdtrabanten macht oder sich sogar ganz dort niederlässt. Hier lässt sich der Klimawandel mit Gin Tonic, Koks und Tennis gut vergessen.
Arne Ahlert hat einen eigenen Schreibstil, seine Beschreibungen der Örtlichkeiten und der Personen, sind sehr detailreich, so das ich sie mir wirklich gut vorstellen konnte. Sehr oft musste ich schmunzeln, denn der Autor spickt sein Buch mit einigen witzigen Pointen, für manche braucht man allerdings auch einen etwas speziellen Humor.
Mir hat Moonatics gut gefallen, trotz des ernsteren Grundthemas, dem Klimawandel, handelt es sich bei dem Buch nicht um eine Dystopie dafür ist es stellenweise viel zu heiter.
Wer sich also unterhalten lassen will und dabei ein kleines bisschen nachdenken möchte, ist bei Buch gut aufgehoben.
Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.
  • Broschiert: 576 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (14. November 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453318145
  • ISBN-13: 978-3453318144

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Live_Blogtour-2016 vom 08.12.- 15.12.2016

Herzlich willkommen zur Live_Blogtour-2016.




15 Blogger möchten euch teilhaben lassen, an Abenteuern und Nervenkitzel mit den Büchern:
Ende der Welt und Starnberg,Marrakesch,Starnberg 
von Thomas Pyczak.

Am 08.12.2016
startet die Tour bei
Nicole Menke 
auf ihrem Blog
http://www.produktetestenmachtspass.de 
und dem Buch




Dort erfahrt ihr auch wer euch am nächsten Tag auf den Reisen begleitet, es lohnt sich nicht nur wegen der Bücher reinzuschauen, es gibt auch immer etwas zu gewinnen. Was verrate ich noch nicht.
Weitere Teilnehmer sind:
Ich wünsche euch viel Spaß auf unserer Tour und bedanke mich bei Tanja Rörsch von der Agentur Mainwunder und Rebecca Resch, die sich so viel Mühe gegeben haben und die Tourteilnehmer tatkräftig unterstützten.


Mittwoch, 30. November 2016

DNA von Yrsa Sigurdardottir

Inhalt: 
Zwei Frauen werden brutal ermordet, scheinbar ohne Motiv, in der vermeintlichen Sicherheit ihres Zuhauses. Mit der Aufklärung der Morde wird Kommissar Huldar betraut, der mit dieser Beförderung überhaupt nicht gerechnet hatte und sich erst mühsam in die Rolle des leitenden Kommissars einfügen muss unterstützt wird er von einem fähigenTeam und der Psychologin Freya, mit der ihn mehr verbindet als nur die Arbeit. In einem parallelen Handlungsstrang lernen wir den Lebensversager Karl kennen, der nach dem Tod seiner Mutter allein wohnt und seinem einzigen Hobby nach geht, dem Amateurfunk.

Dienstag, 22. November 2016

Whisky für drei alte Damen von Minna Lindgren

Inhalt: Die drei, nicht nur im übertragenen Sinn "Uralten Freundinnen" Siiri, Irma und Anna Liisa, haben die Nase voll vom Lärm, Staub und unangenehmen Einschränkungen, die die Renovierungsarbeiten im Haus Abendhain, mit sich bringen. Sie beschließen eine vorübergehende WG zu gründen.

Meine Meinung: Witzig ohne das Leben der Senioren ins Lächerliche zu ziehen, beschreibt die Autorin Minna Lindgren in ihrem zweiten Buch nach Rotwein für drei alte Damen, wieder einmal das Leben der fidelen Seniorinnen in einem Altenstift und dieses Mal auch in der WG, die diese gründeten. Nicht ahnend, was sich vorher in der Wohnung abspielte. Die frühere Nutzung der Wohnung ist ein Punkt, der immer wieder für Verwicklungen und Missverständnisse sorgt.

Mittwoch, 16. November 2016

Antes de Morir von Alexander Drews

Inhalt: Sandra arbeitet in Spanien für eine deutschsprachige Zeitung, die bisher nur von deutschen Einwanderern und Urlaubern gelesen wurde, ein Artikel über ein seit Jahren aufgegebenes Bordell, in dem es spuken soll den ihr Kollege Jose, Sandras heimlicher Schwarm, verfasst hat, ändert das und so soll sie auf Weisung ihrer Chefin gemeinsam mit dem Kollegen eine zweisprachige Artikelserie über verlassene Orte in Spanien verfassen. Beginnen sollen sie mit Tijodatanales, einer Bergarbeitersiedlung die nach einem Grubenunglück aufgegeben wurde.
Abgelegen und verlassen liegt der auf keiner Karte verzeichnete Ort bewacht von einem Pförtner der das Geheimnis Tijodatanales zu kennen scheint. Und der Ort ist nicht ganz so verlassen, wie es auf den ersten Blick scheint.

Meine Meinung: Erst einmal habe ich mich schlau gemacht, was der Titel bedeutet
Antes de Morir  --- Vor dem Sterben
der Titel passt schon mal sehr gut zu der Handlung des Buches, das eher ruhig ohne große Schockmomente daherkommt, es lebt vom leichten Grusel, der quietschenden Tür, der unheimlichen Atmosphäre die verlassene Orte naturgemäß haben, mir geht es auf jeden Fall so, das unbewohnte Häuser schon immer eine besondere Wirkung auf mich hatten und diese besondere Atmosphäre konnte mir Alexander Drews auch gut vermitteln. Gemeinsam mit Sandra und Jose, erkundete ich das Dorf und lernte auch seine Bewohner kennen und kam natürlich auch hinter das Geheimnis.
Es ist ein bisschen schwierig eine Rezension zu schreiben zu einem Buch, das doch recht kurz ist, ohne zu viel zu verraten, das würde euch die Spannung nehmen und spannend ist es auf jeden Fall und ich habe eine Weile gebraucht um mir auch nur annähernd vorstellen zu können, was hinter allem steckt und gerade als ich dachte, nun könnte mir der Autor mal ein bisschen mehr verraten, tat er das auch, perfektes Timing also. Auch die Auflösung ist schlüssig und gut durchdacht.
Die Protagonisten sind recht bildhaft beschrieben, Sandra ein bisschen molliger als es dem Casanova Jose gefällt und die Bewohner Tijodatanales, etwas unterkühlt aber nicht unfreundlich den beiden Fremden gegenüber.
Ich gebe Antes de Morir eine leseempfehlung für alle die sich gern dem leichten Grusel hingeben.

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.
  • Taschenbuch: 268 Seiten
  • Verlag: Amrun Verlag; Auflage: 1 (4. Juli 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3958692192
  • ISBN-13: 978-3958692190

Montag, 14. November 2016

Die Spiegelstadt von Justin Cronin

Inhalt: Die Zwölf sind vernichtet und mit ihnen ihre Virals, die Überlebenden beginnen die früheren Ereignisse zu verdrängen und ins Land der Sagen und Legenden zu verbannen. Das Leben normalisiert sich. Peter Jaxon ist Präsident der Republik Texas und hat Caleb wie einen eigenen Sohn aufgezogen,der als Erwachsener Mann mit seiner Frau Pim und seinem Sohn auf eine Farm zieht. Michael segelt auf einem kleinen Boot auf dem Meer und herauszufinden ob es wirklich so etwas wie einen Sperrgürtel um Amerika gibt und findet dabei die Bergensfjord ein riesiges Schiff unter Norwegischer Flagge und beschließt sie wieder Seetüchtig zu machen, Sara arbeitet als Ärztin in Kerrville, Alicia, halb Mensch, halb Viral hat ihre Freunde verlassen um ein Kind zur Welt zu bringen, das sie gleich nach der Geburt beerdigen muss, nach einer langen Trauerzeit folgt sie einem Ruf in die Spiegelstadt, Lucius Greer, der Mann des Glaubens, hütet ein Geheimnis.
Und Amy: Amy träumt.

Meine Meinung: Eins vorweg, die Spiegelstadt kann nicht als eigenständiger Roman gelesen werden. 
Der Prolog besteht aus einigen Kapitel der ersten Schriften aus dem Buch der Zwölf, niedergeschrieben von den ersten Chronisten und ist für mich sehr hilfreich gewesen um wieder in die Geschichte rein zukommen und kaum war ich drin, war ich gefangen. Die Spiegelstadt verführt zum Nächte durchlesen.
Manchmal erinnerte es mich an die klassischen Western meiner Kindheit, in denen die Siedler aufbrachen um das Land zu erobern, es urbar zu machen und ihre Kinder dort groß zuziehen, manchmal mutete es an wie ein tragischer Liebesroman aber immer war es spannend.
Justin Cronin hat einen fantastischen Schreibstil, er war in der Lage die Orte und Menschen so zu beschreiben, das es die Bilder in meinem Kopf durchaus mit einem Kinobesuch aufnehmen konnten.
Interessanterweise verzichtet der Autor auf das klassische Gut gegen Böse innerhalb der menschlichen Gemeinschaft, es fehlt der Eine, der nur auf seinen Vorteil bedacht ist und damit skrupellos alle anderen in Gefahr bringt, ein weiterer Pluspunkt für das Buch.Es fehlt aber auch der eine Held, der in strahlender Rüstung sich selbst opfert um die Menschheit zu retten. Gemeinsam, jeder nach seinen Möglichkeiten müssen sich die Protagonisten einem unbesiegbar scheinenden Gegner stellen.
Ich kann gar nicht richtig in Worte fassen, was ich beim Lesen empfunden habe, es klingt vielleicht ein bisschen seltsam wenn man bei einem Horrorroman  das Gefühl hat, nach Hause zu kommen, zu Menschen die man liebt und denen man vollständig vertrauen kann. 
Wie schon erwähnt: Die Spiegelstadt kann nicht allein gelesen werden, ihr müsst die Vorgängerbände lesen um alle Zusammenhänge zu verstehen und auch um sich an den besonderen Aufbau der Bücher zu gewöhnen.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für die gesamte Trilogie.
Die komplette Passage-Trilogie könnt ihr natürlich direkt beim Verlag bestellen.



  • Gebundene Ausgabe: 992 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (31. Oktober 2016)
  • Übersetzer: Rainer Schmidt
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442311802
  • ISBN-13: 978-3442311804
  • Originaltitel: The City of Mirrors




Samstag, 12. November 2016

Das Bücherhaus auf der Schwetzinger Buchmesse (Übung für Leipzig)

Buchmessen sind für mich verlockend und abschreckend zugleich, man hört ja so einiges, Menschenmengen die sich von einem Stand zum nächsten schieben, kein Platz zum Atmen, geschweige denn Zeit sich mit dem einen oder anderen Autor oder Verleger zu unterhalten, aus dem Grund habe ich mir die FBM bisher gespart und schmiede erst jetzt Pläne für die LBM 2017.
Was mir erst seit kurzer Zeit bewusst ist, es gibt ja auch kleinere Messen, die in Schwetzingen z.B.
Also habe ich mich entschlossen erst mal für Leipzig zu üben. ;o)
Mit meiner liebe Freundin Petra Berger vom High Fantasy Blog
http://phantastische-fluchten.blogspot.de/
ging es am frühen Morgen los in die bezaubernde Stadt Schwetzingen, in deren wunderschönem Schloss die Messe stattfand.



31 Verlage stellten dort ihre Bücher vor, von Fantasy über Krimis bis zu Kinderbüchern war alles vertreten was das Leserherz begehrt und Verleger und Autoren die Zeit hatten sich mit den Besuchern zu unterhalten, über ihre Arbeit über die Bücher, deren Covergestaltung und die Beweggründe gerade dieses Buch zu schreiben.

Unter anderem führte ich ein längeres Gespräch mit Susanne Benz vom Traumland-Verlag über ihr Kinderbuch *Ich sehe nicht aus wie eine Prinzessin aber ich bin eine!!!* ein wunderbar illustriertes Buch für Kinder ab 4 Jahren, denen damit nahe gebracht wird, wie toll sie doch sind egal wie sie aussehen, hier könnt ihr euch mal umsehen  Traumland-Verlag, manchmal bedaure ich das meine Kinder schon groß sind und ich auch keine kleinen Kinder im Bekanntenkreis habe.

Ebenso beeindruckend: Der Wind und Sterne Verlag, so etwas habe ich noch nicht gesehen, illustrierte Kriminalromane, Cover die aussehen wie Gemälde, Glückwunschkarten die unter dem Motto Bücherregal statt Tonne, eine abgeschlossene Kurzgeschichte enthalten. 
Wollt ihr mal selber gucken? Wind und Sterne Verlag, mit einem Klick seid ihr schon da und wenn ihr Bücher bestellt, wird euch sogar die Verpackung überraschen.

Natürlich vergesse ich auch den Acabus Verlag nicht, einer der Verlage wegen denen Petra und ich den Weg auf uns genommen habe, schließlich verfolgen wir ihn auf Facebook, da kann ich nur zu sagen
*So viele Bücher, sowenig Zeit* Meine Weihnachtswunschliste ist definitiv gewachsen und ich habe mir unvorsichtiger Weise noch das Verlagsprogramm mitgenommen. seufz
Die Gespräche mit Björn Bedey und Stephanie Ziegler waren sehr informativ und unterhaltsam. 
Schaut euch mal um, aber denkt dran ihr seid selber schuld wenn eure Regale ächzen und der Geldbeutel heult.  Acabus Verlag mit einem Klick seid ihr schon da.


Jetzt kommt gleich die Frage. Und was hast du dir gekauft? Wie geplant: Nichts. Ich neige zu spontan Käufen und komme dann doch nicht zum Lesen, mein SuB ist Meterhoch und das würde mich doch unter Druck setzen, dann macht das Lesen keinen Spaß. 
Ich habe mir viele Bücher für den schon erwähnten Wunschzettel aufgeschrieben, bald ist Weihnachten ;o) 

Und wie hat mir die Übung gefallen, habe ich etwas gelernt?
Es war toll, eine super Atmosphäre in einem wunderbaren Ambiente, viele nette Leute und informative Gespräche. Und ich werde für Leipzig definitiv noch flachere Schuhe anziehen (an dieser Stelle werde ich merken ob Petra meinen kurzen Bericht bis hier gelesen hat).


Mittwoch, 9. November 2016

Im Wald von Nele Neuhaus eine Gastrezension von Baerbel82

Heute mal eine Rezension die nicht aus meiner Feder stammt.

Klappentext: 
Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. Kurz darauf wird eine todkranke alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn vierzig Jahre in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand - und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt. Es bleibt nicht bei zwei Toten. Liegt ein Fluch über dem Dorf?

Baerbel82 meint: Sodom und Gomorrha im Taunus

Endlich ein neuer Fall für Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Sander, früher Kirchhoff vom K11 in Hofheim. Oliver muss sich um seine Tochter Sophia kümmern, weil seine Exfrau sich mal wieder im Ausland aufhält, als er zu einem Brand gerufen wird. Im Wald ist ein Wohnwagen explodiert und dabei kam ein Mann ums Leben. Mordbrand oder Brandmord? Pia, die inzwischen ihren Zoodirektor geheiratet hat, übernimmt…
Nele Neuhaus geht gleich in medias res: Irgendetwas Furchtbares ist geschehen in Ruppertshain im August des Jahres 1972. „Im Wald“ ist Olivers bisher persönlichster Fall. Denn auch die Spuren im hier und jetzt führen nach „Ruppsch“, wie die Einwohner ihr Dorf liebevoll nennen, wo Oliver aufgewachsen ist und alle kennt. „Im Wald“ ist wieder im Taunus verortet. Mit viel Lokalkolorit, einer Prise hessischer Mundart und einer besonderen Thematik.
Danach wird in einem Hospiz die alte Rosie ermordet, der der Wohnwagen gehörte. Schnell ist klar, dass die Morde mit dem Verschwinden von Olivers bestem Freund Artur vor 40 Jahren zu tun haben. Russlanddeutsche, die aus der damaligen Sowjetunion eingewandert waren. Als kurz darauf auch noch der Dorfpfarrer tot aufgefunden wird, bekommen Oliver und sein Team alle Hände voll zu tun…
„Im Wald“ ist bereits der 8. Fall für das sympathische Ermittlerduo Oliver und Pia und überzeugt mit einem ausgefeilten Plot sowie einem gruseligen Setting. Eine extrem tiefenscharfe und nicht selten bissige Milieu-Beobachtung. Klassische Verbrecher finden sich hier nicht. Das Schändliche verbirgt sich hinter wohlfeiler Fassade. Auch mit Gesellschaftskritik spart die Autorin nicht.
Immer mal wieder finden sich Bezüge zu den Vorgängerromanen. So baut man schnell eine Bindung auf, ohne das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Über das Wiedersehen mit Oliver und Pia habe ich mich sehr gefreut. Auch Tariq, der Neue, ist mir sofort ans Herz gewachsen. Denn er ist clever.
Selbst, wenn der Leser der Polizei immer einen Schritt voraus ist, wird dennoch Spannung aufgebaut. Eine Geschichte mit vielen überraschenden und unerwarteten Wendungen und einem intensiven Spannungsbogen. Erst ganz am Ende wird alles schlüssig aufgelöst. Eine abgründige, nicht zu brutale Geschichte, die sich zudem flott und flüssig lesen lässt.


Fazit: Lug und Trug im Taunus. Dunkel, böse und unheimlich unterhaltsam! 5 von 5*

Baerbel82 gibt euch also eine absolute Leseempfehlung, ich denke ich werde das Buch auch mal lesen.

Ihr könnt Im Wald direkt beim Verlag bestellen.
 
  • Kriminalroman
  • Hardcover
  • Hardcover mit Schutzumschlag
  • 560 Seiten

  • ISBN-13 9783550080555
  • Erschienen: 14.10.2016

Samstag, 5. November 2016

The Dry von Jane Harper

Inhalt: Aaron Falk kehrt in seinen Heimatort Kiewarra zurück, den er vor 20 Jahren mit seinem Vater fluchtartig verließ, damals wurde er verdächtigt seine Freundin die 16jährige Ellies ermordet zu haben, zur Rückkehr hat ihn der Tod seines Freundes Luke bewogen, der erst seine Frau und seinen Sohn und dann sich selbst erschossen haben soll, einzig Lukes Mutter und Sergeant Raco glauben nicht an den erweiterten Selbstmord und bitten Aaron der in Melbourne als Polizist arbeitet um Unterstützung, doch Aaron schlägt der geballte Hass der Stadt entgegen, denn auch der Mord an Ellie ist noch nicht aufgeklärt.
Meine Meinung:
Ich hatte etwas anderes erwartet, der Klappentext spricht von einer Dürre die das Land heimsucht eine Dürre die Menschen an den Rand ihrer Existenz bringt und ihre Nerven zum zerreißen spannt, eine Situation die das Leben in Kiewarra in ein Pulverfass verwandelt, das nur noch einen Funken braucht um zu explodieren und dieser Funke könnte die Rückkehr Aaron Falks sein.
Diese Atmosphäre konnte mir das Buch leider nicht vermitteln, aber nichtsdestotrotz war es spannend mitzuerleben wie Aaron und Raco ermitteln und wie harmonisch (anders kann ich es nicht ausdrücken) die beiden Polizisten zusammen arbeiten, da hat die Chemie definitiv gepasst.
In Rückblenden erzählt uns die Autorin von den Geschehnissen in der Vergangenheit, die auch die Gegenwart noch beeinflussen und mich immer wieder rätseln ließen wie und ob überhaupt der Mord an Ellie etwas mit dem erweiterten Selbstmord der Familie Hadler zu tun hat.Die Auflösung kam vielleicht etwas überraschend war in sich aber schlüssig und gut erklärt.
Mich erinnerte The Dry eher an einen Roman, als an einen Krimi oder Thriller, und da hätte ich gern noch mehr von gelesen, mehr von der Geschichte der einzelnen Protagonisten mehr von Kiewarra, kurz von der Autorin wünsche ich mir einen Australienroman.

Jane Harpers Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen und ich hoffe wirklich auf ihr nächstes Werk nicht allzu lange warten zu müssen.

Das Buch kann direkt über den Verlag bestellt werden.

  • Broschiert: 384 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (21. Oktober 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349929026X
  • ISBN-13: 978-3499290268
  • Originaltitel: The Dry
  • Übersetzer: Klaus Timmermann 

Mittwoch, 2. November 2016

Die Stille vor dem Tod von Cody McFayden


Inhalt:
Smoky Barrett und ihr Team werden zu einem Tatort gerufen, eine Familie wurde getötet und grausam in Szene gesetzt.
Die Mörderin bedroht Smoky, wird erschossen und auch der Mörder der Mörderin wird getötet, Smoky wird entführt und in ein riesiges Kellerlabyrinth gebracht in dem ein Museum des Schreckens untergebracht ist aus dem wird sie gerettet und kann sich auf die Jagt nach dem Hintermann machen, denn der tötet weiter......
Das klingt verwirrend? Das ist es auch und das ist ja erst der Anfang, das ganze Buch ist verwirrend und vollkommen abstrus und stellenweise leider gähnend langweilig Cody McFayden lässt seine Leser nicht immer teilhaben am Geschehen, er hat sehr viele Traumsequenzen eingebaut die aber statt irgendetwas zu erhellen nur noch mehr Verwirrung gestiftet haben. Wichtige Informationen werden durch Zeitungsberichte erzählt, statt das der Leser direkt erleben kann was geschah, erfährt er es aufgewärmt aus zweiter Hand.
Leider viel zu selten blitzt das auf, was mich dieses Buch mit Spannung erwarten lies, McFaydens tolle Art seine Protagonistin etwas  sehen zu lassen was andere nicht sehen und somit einen Ermittlungsansatz zu haben den sie braucht um den Fall zu lösen, das hat der armen Smoky in diesem Buch allerdings auch nicht geholfen, denn das Ende ist leider genauso verwirrend und seltsam wie der Rest des Buches und eigentlich auch kein richtiges Ende, der Fall ist nicht abgeschlossen, viele Fragen blieben unbeantwortet. Vielleicht habe ich das Buch einfach nicht richtig verstanden, vielleicht habe ich nicht verstanden was der Autor mir sagen wollte, damit könnte ich leben wenn es sich bei dem Buch um ein anderes Genre handeln würde, bei einem Thriller erwarte ich Spannung und ein bisschen Gänsehaut, beides kam trotz der ausführlich beschrieben Grausamkeiten leider nicht auf, deswegen gibt es auch keine Leseempfehlung von mir.

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover) (26. September 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785725663
  • ISBN-13: 978-3785725665
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren

Dienstag, 1. November 2016

HELIX sie werden uns ersetzen von Marc Elsberg

Inhalt: Ein hochrangiger Politiker bricht bei einem Staatsbesuch zusammen und stirbt, während der Obduktion erscheint ein Zeichen auf seinem Herzen.In Afrika wächst und gedeiht Mais auf dem Feld einer Bäuerin, während auf den Nachbarfeldern die Ernte von Schädlingen vernichtet wird und in den USA wird einem kinderlosen Ehepaar das Angebot gemacht, mittels Gentechnologie ein sonderbegabtes Kind zu bekommen.

Meine Meinung:
Klingt spannend, ist es auch, aber es ist auch ein sehr schwieriges Buch, viele Personen die alle eine wichtige Rolle spielen und sehr viele wissenschaftliche Begriffe und Erklärungen die die volle Konzentration beim Lesen erfordern und man muss dran bleiben am Buch, immer mal nur ein paar Seiten kurz vorm Schlafen gehen, geht nicht dafür ist es zu kompliziert, das wird aber ein bisschen ausgeglichen durch den flüssigen Schreibstil Marc Elsbergs und die recht kurzen Kapitel.
Der Autor entwirft ein erschreckendes Szenario, bei dem ich immer hoffte das es soweit niemals kommen wird, mir aber gleichzeitig klar ist, das die Wissenschaft alles tut was in ihrer Macht steht um es Wirklichkeit werden zu lassen und dabei wird sie von der Politik und den Wirtschaftmächten nach Kräften unterstützt.
Ich hatte leider zeitweise das Gefühl das der Autor ein Grundwissen bezüglich der Thematik voraussetzt, das zumindest bei mir nicht gegeben war, so das ich doch das eine oder andere Mal versucht war Google zu befragen, das habe ich mir aber verkniffen, ich erwarte bei Unterhaltungsliteratur das sie doch zum größten Teil selbsterklärend ist, auch wenn es sich um so ein komplexes Thema handelt.
Nichtsdestotrotz hat mich das Buch gut unterhalten, mein Wissen hat im Nachhinein wohl doch gereicht. 
Ich gebe für das Buch gerne eine Leseempfehlung.

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.

  • Gebundene Ausgabe: 648 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Verlag (31. Oktober 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764505648
  • ISBN-13: 978-3764505646

Sonntag, 30. Oktober 2016

Ein Lied für die Geister von Louise Erdrich

Inhalt:
Als Dusty aus versehen von Landreaux Iron einem Nachbarn, Freund und Schwager erschossen wird, zerstört das nicht nur das Leben seiner Eltern auch für Landreauxs Familie beginnt eine Zeit voller Leiden, nicht nur das mit dem Unfall eine untilgbare Schuld auf Landreux liegt, er und seine Frau Emmaline beschließen ihren jüngsten Sohn LaRose bei den Nachbarn aufwachsen zu lassen um deren Schmerz zu lindern, wie es eine alte indianische Tradition vorsieht und tatsächlich scheint LaRose Anwesenheit die seelischen Wunden langsam  zu heilen.

Meine Meinung:
Ein Buch das nachhallt, das ich nach der letzten Seite nicht einfach an die Seite legen und vergessen konnte. Louise Erdrich hat mich in eine völlig andere Welt entführt, eine Welt geprägt von Tradition, von Gewalttätigkeit und dem Bemühen um ein besseres Leben.
In Ein Lied für die Geister, erzählt die Autorin von Indianerinternaten, in denen der Indianer aus dem Menschen getilgt werden sollten, wo sie lernen sollten wie Weiße zu leben, zu denken und zu fühlen und wo viele Menschen zerbrachen, die angesprochene Gewalttätigkeit spielt sich in diesem Buch fast nur in der Vergangenheit ab, wenn sie die Geschichte der ersten LaRose erzählt, diese Geschichte zieht sich in Rückblenden durch das ganze Buch und brachte mir die Geschichte der First Nation, näher als so manches Geschichtsbuch.
Ein Lied für die Geister handelt von der Zerrissenheit der Menschen die eine Balance finden müssen zwischen der Welt der Weißen und dem Leben im Reservat, einem Balanceakt bei dem man entweder erfolgreich in beiden Kulturen leben kann oder im schlimmsten Fall scheitert.
Die Geschichte treibt auf zwei mögliche Enden zu, auf eine Katastrophe die beide Familien noch viel tiefer ins Unglück stürzt oder auf ein Happy End, beides ist lange möglich, wie es ausging verrate ich hier natürlich nicht.
Louise Erdrich hat nicht nur eine bewegende Familiengeschichte geschrieben, sie hat ein Stück Geschichte der First Nation lebendig werden lassen ohne Anklage und ohne erhobenen Zeigefinger. 
Ein Lob gebührt hier sicher auch der Übersetzerin Gesine Schröder
Ich gebe für diese Buch eine uneingeschränkte Leseempfehlung. 

Das Buch könnt ihr direkt beim Verlag bestellen.



  • Gebundene Ausgabe: 444 Seiten
  • Verlag: Aufbau Verlag; Auflage: 1 (17. Oktober 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3351036469
  • ISBN-13: 978-3351036461
  • Originaltitel: LaRose


Dienstag, 25. Oktober 2016

Kontrolle.Macht.Tod. von Klaus Schuker

Klappentext:
Eine schöne Frau zu quälen verschafft ihm Befriedigung. Ihren Willen zu brechen ist besser als jeder Sex. Von dieser Erkenntnis führen den Unbekannten nur wenige Schritte bis zum perfide kalkulierten Mord. Das erste Opfer ist eine Jurastudentin, das grausame Spiel beginnt. Es wird sechzehn lange, entsetzliche Tage dauern.
Wer steckt dahinter? Die Polizei tappt im Dunkeln, während der 54-jährige Privatdetektiv Molden mitten in die Ermittlungen gerät. Für seine Auftraggeberin verfolgt er Spuren, die sich als trügerisch erweisen, und verliebt sich leidenschaftlich in eine faszinierende Frau. Dabei merkt er nicht, dass er unaufhaltsam selbst in den Fokus des Mörders rückt. Und mit ihm Greta, deren bezauberndes Lachen seinen wunden Punkt berührt.
Meine Meinung:
Selten habe ich einen Krimi gelesen bei dem ich bis fast zum Schluss nicht annähernd darauf kam, wer der sadistische Killer ist und der mich dann auch noch in meiner Ahnungslosigkeit überraschte, auf das Ende kam ich schon mal zweimal nicht, um meine zugegeben kryptischen Worte zu verstehen müsst ihr das Buch selber lesen, genauer kann ich nicht werden um nicht zu viel zu verraten.
Klaus Schuker konfrontiert seine Leser mit dem absoluten Grauen das er seine Protagonistinnen erleiden lässt ohne dabei mehr als nötig ins Detail zu gehen, nicht falsch verstehen, der Autor ist schon sehr direkt. 
Mit seinem Privatdetektiv Molden hat der Autor eine Figur geschaffen die mir ausgesprochen sympathisch war, zwar ist er einsam ohne viele Bezugspersonen außerhalb seines Berufs, aber das wird nicht unnötig breitgetreten, wohl dosiert konnte ich ihn kennen lernen, überhaupt lässt Klaus Schuker seinen Lesern Zeit die handelnden Personen kennen zu lernen, ob es im nachhinein immer so nötig für die Handlung war den einen oder anderen besser zu kennen, sei dahingestellt, aber es steigerte auf jeden Fall das Lesevergnügen.
Ich gebe für Kontrolle.Macht.Tod eine absolute Leseempfehlung.
Das Buch kann direkt beim Verlag  bestellt werden.

  • Taschenbuch:
     271 Seiten
  • Verlag: fabulus Verlag; Auflage: 1., Erstauflage (28. September 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3944788311
  • ISBN-13: 978-3944788319

Veilchens Blut von Joe Fischler

Inhalt: Valerie Mauser, genannt Veilchen, sollte sich eigentlich noch in der Rehaklinik erholen, als sie ein Anruf erreicht, das ihre Tochter die sie nach der Geburt zur anonymen Adoption freigegeben hat auf einer Polizeistation ist und nach in Schwierigkeiten steckt.
Ohne lange nachzudenken macht sich Veilchen auf den Weg und muss schon bald feststellen das ihre Tochter nicht annähernd so ist wie sie sich das in ihren schönen Träumen ausmalte und knietief in Schwierigkeiten steckt, in die auch Valerie und ihre Freunde und Kollegen rein gezogen werden.

Meine Meinung:
Ich habe mich so auf Veilchen gefreut und auch mit ihr gefreut das sie endlich ihre Tochter kennen lernen darf, was sich im Vorgängerbuch schon andeutete und zu Beginn war ich auch sehr begeistert, Valerie und Schmatz legen einen wilden Ritt auf Schmatz aufgemotzer Mofa hin, das liest sich sehr amüsant und ich fühlte mich gleich wieder wohl mit Veilchen, Stolwerk, Schmatz und natürlich Sandro und auch der Schreibstil Joe Fischlers war mir gleich wieder vertraut und die Grundstory versprach jede Menge Spannung, es geht um Mord,Tierschutz und Korruption eine wirklich brisante Mischung. Leider übertreibt der Autor das eine oder andere Mal sein Bemühen nicht nur eine spannende Story zu liefern sondern auch eine lustige, für mich war das leider überhaupt nichts, aber ich bin auch kein Slapstick Fan, das ist für mich nicht unterhaltsam, eher nervig. Da wäre viel viel weniger mehr gewesen, viel mehr.
Ich hatte mir wirklich mehr erhofft, mehr Informationen über Luna, Valeries Tochter, mehr darüber wie sie nicht nur in diese Situation gerutscht ist, sondern was in ihrem Leben so generell schief lief, leider verschweigt der Autor uns das noch und er verschweigt uns auch zu großen Teilen wie es denn nun weitergeht mit Valerie und Sandro, das allerdings lässt auf einen weiteren Band hoffen, einen der etwas ausgewogener ist und weniger Wert auf Comedy legt.

Ich kann leider nur eine eingeschränkte Leseempfehlung aussprechen.
Für die Leser, die mehr als nur eine Prise Humor in Krimis lieben, ist Veilchens Blut aber sicher sehr unterhaltsam.


  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Haymon Verlag; Auflage: 1 (6. Oktober 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3709978416
  • ISBN-13: 978-3709978412





Mittwoch, 19. Oktober 2016

#Im dunklen dunklen Wald von Ruth Ware

Inhalt: Nora lebt als Schriftstellerin relativ zurückgezogen in einer kleinen Wohnung ohne engen Kontakt zu früheren Freunden, als ihr eines Tages die Einladung zu einer Jungesellinnenparty ins Mailpostfach flattert. Ihre ehemals beste Freundin Clare heiratet und wünscht sich das Nora mit ihr feiert, so steht es in der Mail der Trauzeugin.
Nach langem Überlegen beschließt Sie nach Nordengland zu fahren. Ein fataler Entschluss.

Meine Meinung:
Nach den ersten Seiten mochte ich fast nicht mehr glauben das es sich bei diesem Buch um ein Erstlingswerk handelt, der flüssige und recht bildhafte Schreibstil machten das Lesen leicht und auch wenn zunächst nicht wirklich viel geschieht, schaffte es die Autorin meine Neugier zu wecken. Es dauerte auch nicht lange bis der Spannungspegel stieg, beginnend mit der Ankunft Noras und einer sie begleitenden Freundin am Wochenendhaus, das nur schwer zu erreichen mitten im Wald liegt und nicht wirklich einen heimeligen Eindruck macht, mit seiner gläsernen Fassade und der eher nüchternen Einrichtung, fühlt sich Nora kontinuierlich beobachtet und vom Wald bedrängt. Es gibt zwei Handlungsstränge, die Party die das ganze Wochenende über dauern soll, mit mehr oder minder witzigen Spielen und Aktivitäten, hier schon baut sich eine unangenehme und angespannte Atmosphäre auf, die Gäste verstehen sich nicht wirklich gut; Spaß sieht definitiv anders aus. Im zweiten Handlungsstrang treffen wir Nora im Krankenhaus, schwer verletzt und ohne Erinnerung an die letzten Geschehnisse im Glass House, die nur nach und nach wieder zum Vorschein kommen und wir erfahren was genau vor 10 Jahren geschah. Leider war mir hier schon fast klar, wer denn wirklich hinter dem Grauen im Glass House steckt, aber nur fast und ich habe diesen Verdacht auch immer wieder verworfen, sehr geschickt führte die Autorin mich immer wieder auf die falsche Fährte um dann wieder jemand anderen in den Focus zu rücken.
Mein Fazit zu Im dunklen dunklen Wald, spannend, düster und beklemmend. 
Absolut Lesenswert.
Das Buch könnt ihr direkt beim Verlag bestellen.
https://www.dtv.de/buch/ruth-ware-im-dunklen-dunklen-wald-26123/

  • Broschiert: 384 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (23. September 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzer: Stefanie Ochel
  • ISBN-10: 3423261234
  • ISBN-13: 978-3423261234
  • Originaltitel: In A Dark, Dark Wood

Montag, 17. Oktober 2016

Monster und Maschinen eine Anthologie

Klappentext: Dampfkraft! Sie ist die Triebfeder der Welt. Beschwörungen, die Besiedelung des Monds und der Tiefsee verdanken wir ihr – ihr und den Denkern und Abenteurern. Den Pionieren. Zugleich birgt der Fortschritt neue Gefahren: wilde Dämonen, wenn Beschwörungen versagen, oder Seeungeheuer, die den Menschen in ihrem Revier nicht tolerieren. Doch stellt sich die Frage, wo die eigentliche Gefahr liegt: in den Konsequenzen, die die Dampfkraft mit sich bringt? Oder sind die Menschen, die sie bedienen, die wahren Monster? Drei Anthologien mit drei unterschiedlichen Dampfkraft-Welten werden in diesem Sammelband vereint.

Inhalt: Drei Hauptthemen umfasst diese Anthologie, Erde, Mond,Meer. Im ersten Teil Dämonen und Dampfkraft,lesen wir vom deutschen Kaiserreich um 1952, wir erfahren das Deutschland die Welt beherrscht, mittels Dampfkraft und versklavten Dämonen. Diese Kombination fand ich äußerst spannend. 
Törtchen und Getriebe entführt uns auf den Mond, hier wird das Leben auf dem Erdtrabanten zumindest ansatzweise beschrieben insbesondere die wohl katastrophalen Arbeitsbedingungen.
Meer und Mechanik, beschreibt das Leben nach der Katastrophe, der Mond oder Teile davon sind auf die Erde gestürzt, die Meeresspiegel sind immens angestiegen und Leben ist nur noch in Gruppen im Meer möglich, die Überlebenden sind immer im Kampf gegen die Natur und gegen sich selbst.
Inhalte zu den einzelnen Geschichten, mag ich nicht verraten, sie sind zu kurz um sie zusammen zufassen und eine Nacherzählung ist nicht wirklich sinnvoll.

Meine Meinung:
Kurzgeschichten sollten das ja eigentlich sein, eine Kurzgeschichte beinhaltet in meiner Vorstellung, einen Beginn einen Mittelteil und ein schlüssiges Ende, das passt hier nicht so ganz, einzeln gelesen lassen die Geschichten doch zu viele Fragen unbeantwortet, aber im Kontext mit den anderen Geschichten wird alles rund und schlüssig. 
Es handelt sich bei Monster und Maschinen um einen Sammelband, alle Geschichten sind in den weiter oben genannten Anthologien schon veröffentlicht worden und doch greifen sie alle ineinander, sie beschäftigen sich mit der Zerstörung der Erde, davor und danach, was führte zur Zerstörung, was geschieht danach? Den Autoren, Maria Engels, Piper Marou, Jonas F. Rohlmann und David M. Rohlmann, merkt man die Schreibfreude an und man spürt die enge Zusammenarbeit, die verschiedenen Schreibstile passen hervorragend zusammen, sie führen ihre Leser in die Steampunkwelt ein ohne Neulinge zu überfordern. Die von ihnen erdachten Charaktere sind fast alle interessant und gut beschrieben, sei es nun der Bösewicht, die verzweifelt Mutter oder die toughe Detektivin, sie alle sind realistisch in die vom Dampf abhängige Welt integriert,ich sah sie vor mir, wie sie zwischen Maschinen lebten und die +neuesten+ Errungenschaften der  Technik nutzten.
Monster und Maschinen bekommt eine absolute Leseempfehlung von mir, aber mit dem Tipp die Geschichten im Zusammenhang zu sehen.
  • Taschenbuch: 230 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (24. August 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1536924482
  • ISBN-13: 978-1536924480

Samstag, 15. Oktober 2016

Barco Negro von Mario Lima

Klappentext:
Ein vielschichtiger Fall. Ein besonderes Land: Portugal.
Die alte Hafenstadt Porto, am Morgen nach einem heftigen Herbststurm. Straßen sind überflutet, der Verkehr ist zusammengebrochen. Auch bei der Mordkommission stecken die meisten im Stau, als die Meldung eingeht. Ein Leichenfund in einem abgelegenen Haus am Atlantik. 
Für Ana Cristina, frisch von der Polizeischule, ist das die Chance, endlich an einer richtigen Mordermittlung beteiligt zu werden. Diesmal ist sie dabei, in dem ersten Wagen, der am Tatort eintrifft.
In dem Haus liegen zwei Tote, ein Mann und eine Frau. Ein rätselhafter Doppelmord, der immer neue Fragen aufwirft. Eine Spur führt zurück in die dunkle Vergangenheit Portugals, die noch gar nicht so lange her ist. 
Ana Cristina setzt alles daran, ihren ersten Fall zu lösen. Doch selbst der erfahrene Chefinspektor Fonseca stößt hier an seine Grenzen. Das Verbrechen hat Dinge in Gang gesetzt, die nicht mehr aufzuhalten sind. Unbemerkt bahnt sich ein Drama an, das tödlich enden wird.


Meine Meinung:

Mario Lima hat mit Barco Negro einen vielschichtigen und so weit ich das beurteilen kann authentischen Krimi geschrieben. Mit einer ruhigen Erzählweise führt er seine Leser nah an das Geschehen, wie heißt es so schön *Mittendrin, statt nur dabei* der Autor gab mir die Gelegenheit seine Protagonisten kennenzulernen, Sympathien oder auch Antipathien zu entwickeln, sie kennen zulernen, etwas das manchmal in Kriminalromanen zu kurz kommt. Mario Lima verzichtet auf allzu blutige Details, die in diesem Fall auch nicht nötig waren um genau das Maß an Spannung zu erzeugen das mich am Buch hält, ich wollte immer wissen wie es weitergeht, wie sich alles entwickelt und ob das Motiv, das schließlich auftaucht, auch das Wahre ist und ob nicht doch die Schatten der Vergangenheit ans Tageslicht kommen.
Ich gebe für Barco Negro eine absolute Leseempfehlung für Liebhaber von Portugal Krimis, die das Land vielleicht schon kennen und einiges wieder erkennen werden oder die Portugal kennenlernen wollen und natürlich für alle die unaufgeregt Krimis lieben, in denen viel Wert auf die Ermittlungsarbeiten gelegt wird.
Ich auf jeden Fall würde mich sehr freuen noch mehr von 

Chefinspektor Fonseca und seinem Team zu lesen.



  • Taschenbuch: 460 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (20. Juli 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 374125097X
  • ISBN-13: 978-3741250972

Mord auf Bestellung von Jack London

Inhalt: Eine Attentats Agentur, die nur Menschen tötet die es auch verdienen, auf die Idee muss man erst einmal kommen. Dragomiloff leitet so eine Agentur, nur moralisch vertretbare Morde werden verübt, gegen Vorkasse und mit Erfolgsgarantie. Als Winter Hall beschließt die Morde zu beenden und die Agentur Dragomiloffs mit dem Auftrag den Chef zu beseitigen betraut, beginnt eine spannende und amüsante Verfolgungsjagd.

Meine Meinung:
Ich weiß nicht mehr genau was mich dazu bewogen hat Mord auf Bestellung zu lesen, ich weiß nur das ich mich selten so sehr beim Lesen eines Agententhrillers amüsiert habe, die Handlung ist spannend und rasant, der Schreibstil ist ungewöhnlich, hier hatte ich aufgrund des Alters der Originalgeschichte bedenken, sehr flüssig und modern und doch versprüht er den Charme der damaligen Zeit, hier gebührt sicher dem Übersetzer Eike Schönfeld ein großes Lob. Ein kleiner Bruch im Buch und damit leider auch um Lesefluss enstand an der Stelle an der Robert L. Fish, die Geschichte weiter schrieb, Jack London starb 1916, 1947 übernahm Fish die Beendigung des Buches, aber hat man sich erst einmal an der etwas anderen Art gewöhnt ist man schnell wieder drin und das Lesevergnügen geht weiter.
Im Nachwort von Freddy Langer wird Näheres zur Entstehungsgeschichte erklärt und auch das ist sehr interessant.
Ich gebe für das Buch eine Absolute Leseempfehlung.
Ihr könnt es direkt beim Verlag bestellen
https://www.randomhouse.de/Buch/Mord-auf-Bestellung/Jack-London/Manesse/e467041.rhd

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Manesse Verlag (29. August 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3717524267
  • ISBN-13: 978-3717524267