Montag, 25. Januar 2016

Dornenkind von Max Bentow

Klappentext: 
Tödlicher als die Rückkehr eines Serienkillers ist nur
seine Rache.

Der Fund von drei Todesopfern, in deren Haut geheimnisvolle Botschaften geritzt wurden, stellt die Berliner Kriminalpolizei vor ein Rätsel. Während der Ermittlungen wird Trojans schlimmster Albtraum wahr: Er bekommt den Anruf einer Frau, die behauptet, die Tochter des „Federmannes“ zu sein. Der infame Serienmörder war dem Ermittler vor vier Jahren schwerst verletzt entwischt. Zu seinem Entsetzen schwört sie, dass ihr Vater am Leben ist. Trojan merkt schnell, dass er in einen fatalen Sog geraten ist. Denn der „Federmann“ wird nicht eher ruhen, bis er ihn vernichtet hat.


Inhalt: Alles läuft gut, für Nils Trojan, seine Beziehung zu Jana steuert auf ein Zusammenziehen hin, mit seiner Tochter versteht er sich prächtig, im Job ist er erfolgreich und er schläft endlich ohne Alpträume. Bis Leichen auftauchen die Wörter in die Haut geritzt bekamen und es nur einen Täter geben kann: Den Federmann. Doch der ist tot oder doch nicht? Trojan kommen ernste Zweifel, als eine junge Frau auftaucht die behauptet das der Federmann lebt und sie seine Tochter ist. Ehe er sich versieht schwebt Trojan in höchster Gefahr.

Der 5. Fall für Nils Trojan und leider merkt man das auch, ich hatte beim Lesen immer das Gefühl als fehlten mir wichtig Informationen aus dem ersten Teil der Reihe rund um Nils Trojan *der Federmann*. Das Dornenkind beinhaltet viel was ich an Thrillern nicht mag, man benötigt Vorwissen aus Büchern die man vielleicht noch nicht gelesen hat und der Ermittler ist persönlich zutiefst involviert, schlägt sich im Zuge dessen mit privaten Problemen herum, die im Normalfall wohl jeden Polizeibeamten dazu bringen würden den Fall abzugeben.
Angenehm fand ich den Schreibstil Max Bentows und ich werde ihm sicherlich noch eine Chance geben, evtl. mit dem Federmann und dann das Dornenkind mit dem nötigen Vorwissen nochmals lesen.

Für den Moment allerdings lautet mein Fazit, nur lesen wenn man die anderen Teile der Reihe schon kennt, also nur eine sehr eingeschränkte Leseempfehlung.

Kurz zum Cover: Ich bin fasziniert von dem Blick der Katze, sie zieht den Betrachter in ihren Bann und lässt ihn nicht mehr los.

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.

 
  • Broschiert: 448 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (24. August 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442204321
  • ISBN-13: 978-3442204328

Mittwoch, 20. Januar 2016

Alle Zombies: Eine Anthologie

Klappentext:
Wo wirst du sein, wenn die Zombies kommen? Wie wirst du überleben, nachdem die Zombies überhandgenommen haben? Wie sieht die Welt zwanzig Jahre nach dem Ausbruch der Seuche aus? Elf Kurzgeschichten zeigen auf ganz unterschiedliche Weise den Hunger der Untoten und diejenigen, die sich vor ihm zu schützen versuchen. Doch eines ist ihnen gemein: Es kommt nie so wie gedacht. Drei Zombie-Anthologien in einem Sammelband: »Keine Zoombies«, »97,5 Zombies« und »Die letzten Zombies«

Meine Meinung:
3 Autoren 11 Geschichten und alle ergänzen sich hervorragend.
Die Zukunft der Menschheit scheint 20 Jahre nach dem Ausbruch der Zombieseuche, besiegelt, Untote streifen und fressen sich durch die Straßen und verbreiten Angst und Schrecken, die letzten Menschen kämpfen um ihr Überleben und nicht nur sie, denn auch die Zombies wollen *Leben* und sind tatsächlich in der Lage Überlebensstrategien zu entwickeln * Stille* von David Michel Rohlmann, eine meiner Lieblingsgeschichten, zeigt das deutlich.
Wir haben es in der Anthologie also nicht nur mit den üblichen strunzdummen Fressmaschinen zu tun, die lahm durch die Gegend schlurfen und das macht die einzelnen Geschichten so interessant, auch das die einzelnen Stories teilweise ineinander übergreifen und weiter erzählt werden, lässt *Alle Zombies* etwas besonderes sein.
Die Anthologie ist nichts für zartbesaitete, wer leicht Albträume bekommt, sollte die Geschichten bei Tageslicht lesen und wer auf Happy Ends steht, der sei gewarnt : Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage, wird zwar versucht, klappt aber logischerweise nicht wirklich. :o)
Das Cover ist düster, die Farben dunkel, so das man schon genauer hinschauen muss um wirklich etwas zu erkennen, das hat natürlich den Vorteil, das man sich näher damit beschäftigt als bei einem Cover auf dem man alle Einzelheiten auf einen Blick erkennt.


  • Taschenbuch: 190 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (12. Dezember 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1517765021
  • ISBN-13: 978-1517765026
  • Größe und/oder Gewicht: 12,9 x 1,2 x 19,8 cm

 

Dienstag, 19. Januar 2016

Die Schneekönigin von Michael Cunningham

Klappentext:In Hans Christian Andersens Märchen »Die Schneekönigin« zerbricht ein Zauberspiegel in tausend Scherben. Trifft ein Splitter einen Menschen im Auge, so sieht er fortan alles um sich herum nur noch hässlich und böse. Wird ein Mensch dagegen im Herzen getroffen, wird es so kalt wie Eis … Michael Cunningham spielt auf brillante Weise, voller Poesie und mit einem guten Schuss Ironie versehen, mit Motiven aus Andersens Märchen. Und während er vor dem Hintergrund eines winterlichen New York eine Welt voll Eis, Schnee und Kälte heraufbeschwört, ist sein Roman in Wahrheit eine Hymne auf den Glauben an die Liebe und das Leben.
Inhalt: Die Brüder Barrett und Tyler leben gemeinsam mit Tylers krebskranker Verlobter Beth, in Bushwick, einer nicht ganz so chicen Gegend New Yorks, in einer heruntergekommenen Wohnung. Ihre Jugend haben sie schon länger hinter sich gelassen, ihre Träume allerdings nicht, Tyler träumt von einer Karriere als Musiker, Barrett von der großen Liebe, die allerdings wieder einmal in große Ferne rückt, als sein Liebhaber per SMS mit ihm Schluss macht.
Meine Meinung:
Michael Cunningham, hat einen wunderbaren Schreibstil entwickelt, voller Poesie erzählt er vom Leben der Brüder und dem Freundeskreis, von ihrem Streben nach Glück und Erfolg und das war es leider auch schon, denn die Figuren bleiben trotz aller schönen Worte blass und ihre Dialoge sind teilweise so langatmig, das ich am Ende des Satzes nicht mehr wusste wie er eigentlich begann, geschweige denn was mir der Autor eigentlich sagen wollte, auch die Geschichte ist eher banal und schon tausendmal erzählt,ein drogensüchtiger, erfolgloser Musiker, ein gescheiterter Intellektueller der in einem Second Hand Laden arbeitet, eine krebskranke, herzensgute Frau, mehr oder weniger seltsame Freunde.
Nur Auschnittsweise erzählt der Autor von den einzelnen Begebenheiten, da hätte ich mir so manches Mal mehr gewünscht.
Mein Fazit:
Ich habe das Buch gern gelesen, es hat Spaß gemacht sich in den Worten zu verlieren, nur sind schöne Worte leider nicht alles, so wird *die Schneekönigin* sicher nicht jedem gefallen.
Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.
 
 
  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Luchterhand Literaturverlag (23. Februar 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3630874584
  • ISBN-13: 978-3630874586
  • Originaltitel: The Snow Queen

Zombie Zone Germany: Herausgeber Thorsten Exter

Auszug von der Amrun Verlagsseite:
Deutschland 2021.
Hohe Stahlbetonwände sichern die Grenzen zu den Nachbarländern. Jagdflieger und Kampfhubschrauber dröhnen über den Grenzstreifen. Es wird auf alles geschossen, was sich (noch) bewegt.
Die wenigen Lebenden haben sich zu Gruppen zusammengeschlossen, oder agieren auf eigene, verzweifelte Faust. Durch die Städte wälzen sich untote Leiber. Großstädte wie Berlin sind wahre Zombie-Moloche. Vor der Nord- und Ostsee patrouillieren alliierte Flottenverbände der NATO, um eine Flucht der Überlebenden und ein Ausbreiten der Seuche zu verhindern.
Deutschland ist tot – untot.


Inhalt:  21 Kurzgeschichten von 21 Autoren und alle haben nur ein Thema: Zombies, der Untergang der Menschheit, der Untergang der Zivilisation wie wir sie kennen, allerdings und das ist das Besondere, die Zombieapokalypse spielt sich nur innerhalb Deutschlands ab und damit sich die Seuche nicht ausbreitet, ist Deutschland zur verbotenen Zone erklärt worden, niemand darf heraus und niemand geht herein, sich selbst überlassen kämpfen die letzten Menschen ums Überleben, manchmal miteinander oftmals aber auch gegeneinander.
Als roter Faden zieht sich die Infektionsquelle durch alle Geschichten: Maden, die den tödlichen Virus verbreiten. 
Meine Meinung: Von den 21 Kurzgeschichten konnte mich natürlich nicht jede überzeugen, mal war es die Story die nicht ganz überzeugen konnte, manchmal der Schreibstil. Die meisten der Geschichten haben mir aber sehr gut gefallen, *Godwanaland* von Carolyn Gmyrek zum Beispiel, die die Verzweiflung und den geistigen Verfall eines Überlebenden der sich im Zoo verschanzt auf eindringliche und beklemmende Weise veranschaulicht, oder *Gier* von Kerstin Zegay, die mir persönlich die Ausweglosigkeit der Situation am Besten aufzeigte, es gibt kein Entkommen, keine Flucht, keine Hoffnung.
Fazit: Zombie Zone Germany, ist eine absolut lesenswerte Anthologie, die man allerdings nicht am Stück lesen sollte, weil die Gefahr besteht etwas abzustumpfen, den Horror nicht mehr ganz  so intensiv empfindet, wie man es erwartet und wie man es sicher auch erhofft, sonst muss man ja keine Horror Stories lesen. ;o)

  • Broschiert: 374 Seiten
  • Verlag: Amrun Verlag (2. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3944729749
  • ISBN-13: 978-3944729749
  • Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 3,2 x 21,1 cm

Mittwoch, 13. Januar 2016

Veilchens Feuer von Joe Fischler

Von der Haymon Verlagsseite:

Veilchen und der böse WolfWolf Rock, der streitbare Deutschrocker und berühmteste Tiroler Musikexport, beansprucht Polizeischutz, denn er wird bedroht: Jemand will ihn für eine Schandtat aus den Siebzigern büßen lassen. Doch was er damals verbrochen haben soll, weiß er nicht mehr. Drei Tage bleiben Valerie und ihrem Team, um Licht in die bewegte Vergangenheit des Stars zu bringen. Neider, frühere Weggefährten und Hardcore-Fans tauchen auf. Die Drohungen werden konkreter. Als sich dann die Pforten des Bergiselstadions zu Wolf Rocks großem Finale öffnen, überschlagen sich die Ereignisse: Die Alpenstadt wird zum Hexenkessel und der Rockstar zum Gejagten. Mittendrin Veilchen - da brennt nicht nur der Hut!

Meine Meinung:


Nachdem ich Veilchens Winter den 1. Fall Valerie Mausers gelesen hatte, war es nur logisch den 2 Fall gleich im Anschluss zu lesen, da ist der erste Eindruck noch frisch, und ich kann für mich besser beurteilen ob das zweite Buch nur ein Abklatsch des Ersten ist oder nicht.
Ist es nicht.
Joe Fischler überzeugt wieder mit einem gut durchdachten Kriminalfall, der Valerie und ihrem Team einiges abverlangt und natürlich darf auch Stolwerk, Valeries treuer Freund aus Wien nicht fehlen, der mit seiner unvergleichlichen Art auf Menschen zuzugehen so manchen Beteiligten dazu bringt mehr preis zugeben als er eigentlich will. Wie auch im ersten Teil lebt das Buch von Valerie, von ihrer eigenwilligen Art ihre Arbeit zu machen, sie scheut sich nicht Alleingänge zu wagen und bringt sich damit selbst verschuldet in die Bredouille, man erfährt auch noch mehr über ihr Leben und die Beziehungen zu ihrer Familie und lernt ihr Team noch besser kennen und das Buch lebt vom Humor des Autors, verlangt Valerie doch tatsächlich vom Computerspezialisten Schmatz *Ruf bei Facebook an, die sollen die Seite vom Netz nehmen* ah ja ;o)
Ich muss zugeben ohne den schon angesprochenen Humor und die leicht schrulligen Protagonisten, wäre die Krimireihe um Valerie Mauser nur ein sehr gut geschriebener Krimi, wie es doch relativ viele gibt, nicht mehr nicht weniger, hier macht es wirklich der Schreibstil das ich mich schon auf den 3. Fall Valeries freue, zumal Veilchens Feuer mit einem fiesen Cliffhanger endete.

Das Cover ziert wieder eine Blume, diesmal ist sie rot und sobald mir einfällt wie sie heißt verrate ich das natürlich auch, wieder ist der Hintergrund schwarz und hochglänzend und wieder gefällt es mir sehr gut, genau wie die abgerundeten Ecken.

Zum Autor von der Amazonseite:

Biografie

Joe Fischler wurde 1975 in Innsbruck geboren und lebt in Tirol. Nach Jurastudium und Bankberuf machte er sich 2007 selbstständig und fasste 2014 den Entschluss, sich voll auf seine Bücher zu konzentrieren. "Veilchens Winter" ist der erste seiner Veilchen-Krimis rund um LKA-Ermittlerin Valerie "Veilchen" Mauser, erschien 2015 im Haymon Verlag und wurde im Oktober desselben Jahres mit dem "Goldenen Buch" ausgezeichnet. Neben dem Schreiben ist die Musik seine zweite große Leidenschaft, und so kann es vorkommen, dass er während seiner Lesungen auch mal in die Saiten greift. Abschalten kann er in der Natur: Beim "Mountain Walking", einer Mischung aus Nordic Walking und Berggehen mit Stöcken, fliegen ihm die besten Ideen zu.
 
 
  • Broschiert: 288 Seiten
  • Verlag: Haymon Verlag; Auflage: 1. Aufl. (19. November 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3709978327
  • ISBN-13: 978-3709978320
  • Größe und/oder Gewicht: 11,3 x 3 x 19 cm

Dienstag, 12. Januar 2016

Veilchens Winter von Joe Fischler

Inhalt:
Valerie *Veilchen* Mauser, hochgefeierter Star der Wiener Kripo wird ans LKA ihrer Tiroler Heimat gerufen, vom Neuanfang in ihrer Heimat erhofft sie sich ein einfaches Leben. Da hat sich Valerie aber böse geschnitten.
Auf die feucht-fröhliche Willkommensfeier an ihrem neuen Innsbrucker Arbeitsplatz folgt direkt die Audienz beim Landeshauptmann. Und der Fall, der ihr dort übertragen wird, hat es in sich: Die kleine Tochter eines russischen Oligarchen wurde aus ihrem Skikurs entführt. Das darf im Heiligen Land Tirol keine Wellen schlagen, weshalb die Untersuchungen streng geheim bleiben müssen. Und auch die neuen Kollegen machen der resoluten Ermittlerin das Leben nicht gerade leicht.

Meine Meinung:
Als Norddeutsche hatte ich zuerst leichte Schwierigkeiten, mit der einen oder anderen österreichischen Ausdrucksweise im besonderen die Rangbezeichnungen der Polizei waren mir völlig fremd, aber nach kurzer Zeit hatte ich mich daran gewöhnt und war vollständig an Veilchens Seite, die sich dummerweise darauf einlässt den Entführungsfall der kleinen Lizah *privat* zu lösen und schnell merken muss, das sie das allein nicht schaffen kann, also holt sie sich ihren ehemaligen Partner Stolwerk zu Hilfe.
Mit Valerie und Stolwerk, hat der Autor Joe Fischler ein sehr sympathisches Ermittlerduo geschaffen, die sich hervorragend ergänzen, die ungestüme Valerie immer leicht auf Krawall gebürstet mit einer bösen kleinen Souffleuse auf der linken Schulter die auch schon mal das Kommando übernimmt wenn es ihr zu bunt wird  und der große, mit einer mächtigen Figur ausgestattete Stolwerk, ein Genussmensch par exellence, der erst mal kocht um sein Veilchen vor dem Hungertod zu bewahren.
Eingebettet in die Kriminalhandlung erfährt man nach und nach mehr über Valerie, die vor Jahren ein Kind zur Adoption frei gab und heute sehr darunter leidet, über Stolwerk der den Polizeidienst an den Nagel hing nachdem er im Einsatz seine Schusswaffe nicht gebrauchen konnte und auch das neue Team kommt nicht zu kurz, der rotzfreche Computerspezialist Schmatz, der sich als wertvolle Hilfe entpuppt oder Geyer der eigentlich für Valeries Posten vorgesehen war und dementsprechend sauer reagierte, sie alle lernt man mehr und mehr kennen.
Natürlich kommt auch die Kriminalstory nicht zu kurz, sie ist spannend und so manches Mal bangte ich um das Leben der kleinen Lizah. Das Ende ist schlüssig und alle losen Fäden treffen aufeinander.
Joe Fischlers Schreibstil ist locker und weist durchaus Humor auf, seine Personen und Ortsbeschreibungen sind sehr detailreich und bildhaft ohne langatmig und damit langweilig zu sein.

Zum Cover: Ein Edelweiß ziert den schwarzen hoch glänzenden Buchdeckel, sehr schlicht und sehr schön.
Besonders gut gefallen mir die abgerundeten Buchecken, die können schon nicht mehr unschön abgestoßen werden, beim Verschieben im Regal. ;o)

 
  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Haymon Verlag; Auflage: 1. (12. Januar 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3852189675
  • ISBN-13: 978-3852189673

Montag, 4. Januar 2016

Während du stirbst von Tammy Cohen

Klappentext:
Drei Dinge gibt es über Jessica Gold zu wissen: Sie ist neunundzwanzig Jahre alt, sie hat eine Knopfphobie, und sie wurde entführt. Von einem Fremden, der sie zwölf Tage lang in seiner Wohnung gefangen hält, sie mit perfiden Grausamkeiten quält, sie angekettet in einer Hundehütte am Fuß seines Bettes schlafen lässt. Und jeden Tag überreicht er seinem Opfer ein Geschenk – eines grausamer als das letzte –, bis Jessica am zwölften Tag sicher weiß: Der Mann wird sie töten. Doch Jessica hat ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt.

Meine Meinung: Das war endlich mal wieder ein Thriller, der den Namen auch verdient, spannend, fesselnd und  ziemlich überraschend. Aus ihrem Tagebuch erfahren wir von Jessicas Martyrium, ihrer Entführung, den Misshandlungen  durch ihren Entführer Dominic, ihren Selbstvorwürfen wie sie nur so dumm sein konnte, mit einem völlig Fremden in dessen Wohnung zu gehen, nur weil er gut aussieht und charmant ist, während sie doch eher unscheinbar und unauffällig ist und wir erfahren von ihrem unbändigen Willen zu überleben.
Als zweiten Handlungsstrang lernen wir  die Polizistin Kim kennen, die hin und her gerissen zwischen Familie und Beruf fast ihren Mann und die Kinder verliert, da war ich zuerst skeptisch, denn meistens gefällt es mir nicht, wenn zu viele private Probleme der Ermittler in eine Handlung einfließen, in diesem Fall hat die Autorin das aber so geschickt gemacht das es sich fast um eine eigenständige interessante Story handelte.
Zurück zu Jessica, zurück zu Jessicas Geheimnis, dieses sorgt für eine fulminante Wendung im Buch, zu der ich allerdings nichts weiter verraten werde, sorgt doch gerade diese Wendung dafür das ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Das Buch ist nicht ganz so brutal und grausam wie der Klappentext vermuten lässt, vielleicht bin ich aber auch schon abgehärtet.
Der Schreibstil Tammy Cohens lässt sich sehr gut lesen, flüssig und nicht zu banal, macht das Buch richtig freude.
Eine absolute Leseempfehlung.

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.

  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16. November 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3734102197
  • ISBN-13: 978-3734102196
  • Originaltitel: Dying for Christmas