Montag, 25. April 2016

Verlagsvorstellung: Wo lohnt sich denn das Stöbern? Heute. Amrûn

Heute bekommt Ihr mal etwas anderes von mir zu lesen, als eine Rezension. Ich habe mir überlegt, den einen oder anderen Verlag, dessen Bücher mich beeindruckt haben, vorzustellen.
Es sei mir verziehen, dass ich mir dafür nicht die großen Verlage ausgesucht habe, sondern eher die kleinen und mittleren, die meiner Meinung nach Beachtung verdient haben. Beginnen möchte ich mit
Gegründet wurde der Verlag 2013 von Jürgen Eglseer. Mit einer beeindruckenden Vielfalt an Themen und Genre ist der Verlag in der Lage ein breites Publikum zu begeistern, ob Ihr nun Liebesromane, Dystopien, Krimis oder Fantasyromane sucht, bei Amrûn, werdet Ihr fündig und auch die jüngeren Leser kommen nicht zu kurz.
Der Verlag verlegt ausschließlich deutschsprachige Autoren u.a. Carmen Weinand, Susanne Pavlovich, Constantin Dupien und Vincent Voss um nur einige zu nennen. Die Namen sollte man sich übrigens merken, Sie haben wirklich lesenswerte Bücher geschrieben, einige Rezensionslinks findet Ihr im Anschluss, ich mache ja nicht ohne eigene Überzeugung Werbung ;o)
Im nächsten Leben werde ich übrigens Werbetexter, dann kann ich Euch viel besser vermitteln was ich eigentlich sagen will.
Amrûn, ist nicht nur ein Verlag mit einem vielfältigen Programm, er ist sympathischerweise auch recht nah an seinen Lesern, ohne aufdringlich zu sein. Solltet ihr euch also dafür entscheiden dem Verlag z.B. auf
zu folgen, bekommt Ihr zwar Informationen zu Neuerscheinungen, Preisaktionen im E-Book Bereich und interessante Einblicke  in das Leben eines Verlegers, der übrigens eine romantische Ader hat, bedeutet Amrûn doch Sonnenaufgang in der elbischen Sprache aber ihr werdet nicht über jede fallende Büroklammer informiert. 

Ich möchte ein klein wenig auf die einzelnen Genre eingehen, nicht auf alle, soviel liest ja kein Mensch auf einem Blog ;o)

Da wären Liebesromane, hier muss ich bekanntermaßen zugeben, die sind nicht so ganz mein Thema, aber bestimmt für den einen oder anderen Leser interessant.
Ich habe mich also etwas näher mit dem Angebot beschäftigt und tatsächlich das eine oder andere Buch gefunden, das für mich interessant wäre. Da wäre z. B. 
Gefangene der Wildnis 
ein historischer Liebesroman, der im Jahr 1846 spielt, wenn ihr HIER  klickt kommt ihr direkt zum Buch und findet zeitweise auch noch äußerst attraktive Angebote, da müsst ihr aber schnell sein. ;o)
 wildnis_shop
Verliebt habe ich mich allerdings in  den Spielmann Wolfram von Küren­berg, dann ist das auch eine Art Liebesgeschichte, von Susanne Pavlovic.
Mit einem
 KLICK 
seid ihr beim Buch.
spielmann_shop

 

 
Meine Rezension erscheint in den nächsten Tagen

Mit Begeisterung habe ich die Mängelexemplar Reihe verschlungen und zitiere mal den Text von der Verlagsseite.
*Bei der Anthologieserie Mängelexemplare ist der Name keineswegs Programm. Denn die mehrfach prämierte Reihe hat die Messlatte in Sachen deutschsprachige Horror- und Phantastikerzählungen in den vergangenen drei Jahren sehr hoch gelegt.*
stimmt
Neugierig geworden?
Constantin Dupien – Mängelexemplare Dystopia (Buchcover)Constantin Dupien - Mängelexemplare: Haunted BuchcoverConstantin Dupien – Mängelexemplare: Heimgesucht (Buchcover)
 Mit einem KLICK seid ihr bei allen Informationen die man sich wünschen kann.
 

Meine Lieblingsbücher aus dem Verlag:
Wenn ihr auf den Titel klickt, kommt ihr zu meiner Rezension.

Feuerjäger die Rückkehr der Kriegerin
Feuerjäger Herz aus Stein 
Hier warte ich sehnsüchtig auf den 3. Teil

Mängelexemplare Haunted 

Zombie Zone Germany 




Und nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Stöbern.








Freitag, 15. April 2016

2086 Sturz in die Zukunft von Robert A. Heinlein

Klappentext:
„For Us, the Living“ - der lang verschollene erste Roman von Robert A. Heinlein in neuer Übersetzung.
2086 - STURZ IN DIE ZUKUNFT

Im Sommer des Jahres 1939 erleidet der Pilot Perry Nelson einen schrecklichen Autounfall. Als er erwacht, befindet er sich im Jahre 2086. Verzweifelt versucht Perry sich in der neuen Welt zurechtzufinden.Bald jedoch stellt er fest, dass sein Wissen über die Vergangenheit der Zivilisation der Zukunft von großem Nutzen sein kann…

Ein Klassiker der Future History-Literatur von Sci-Fi Legende und vierfachem HUGO Award Gewinner Robert A. Heinlein


Meine Meinung:
Robert A Heinleins erstes Buch wurde erst 2003 veröffentlicht, nachdem es so weit überarbeitet wurde, das es für den Leser auch verständlich ist, zu komplex war wohl das Ursprungswerk. Heinlein stellt seine Gegenwart einer Zukunft gegenüber, wie sie hätte sein können und bei der man sich so manches Mal fragt warum es noch nicht so ist. Heinlein war zweifellos ein Visionär.
Der Pilot Perry, erwacht nach seinem Unfalltod in der Zukunft, in der er von Diane, einer berühmten Tänzerin aufgenommen, versorgt und mit Hilfe ihrer Freunde auch unterrichtet wird, so lernt er in Gesprächen vieles über Weltgeschichte, Politische Ereignisse, Sittenlehre und die technische Entwicklung seit seinem Tod kennen. Mir fehlte da so ein bisschen das Erstaunen und die Panik die jeder normale Mensch empfinden würde, erwachte er in einer ihm vollkommen fremden Welt, oder auch mehr Einblicke in die zukünftige Welt,als Minuspunkte mag ich das aber nicht werten, denn Heinlein hat das Buch, soweit mir bekannt, nicht nochmals überarbeitet, ich vermute nach der Lektüre des Buches sowieso das Heinlein nie vorhatte 2086 zu veröffentlichen, sondern das er seine Visionen und vielleicht auch seine Träume und Wünsche an die Zukunft, einfach nur niederschreiben wollte, aber das ist eine ganz private Spekulation.
Ohne das Original zu kennen, möchte ich dem Übersetzer Jan Enseling, ein Lob aussprechen, er hat ein schwieriges und anspruchsvolles Buch in eine sehr gut lesbare und vor allem verständliche Form gebracht.

Das Buch kann direkt beim Verlag und überall wo es Bücher gibt, bestellt werden.


Hersteller Mantikore
Artikel-Nr.: SW10176
978-3-945493-51-9
Autor: Robert A. Heinlein


Engelsspiel von Klaus Schuker

Klappentext:
Ein nächtliches Tête-à-Tête mit der erst 17-jährigen, bildhübschen Janina Heitmann endet für Daniel Schönwind im Vorwurf der sexuellen Nötigung, den er energisch bestreitet. Doch es kommt für ihn noch schlimmer: Seine Partnerin verlässt ihn mit dem gemeinsamen Töchterchen Ramona, sein Arbeitgeber drängt ihn zur Kündigung, die Nachbarn beschimpfen ihn als Vergewaltiger. Verzweifelt sinnt Daniel Schönwind auf Rache. Vor allem nachdem er herausgefunden hat, welch dreckiges Spiel in jener verhängnisvollen Nacht mit ihm gespielt wurde. Er stellt Janina eine Falle. Nichtsahnend liefert sie ihm einen handfesten Beweis, den er gnadenlos gegen sie einsetzt. Ein tödliches Spiel beginnt.

Inhalt: Der von seiner Beziehung enttäuschte Daniel, lässt nichts anbrennen, bei jeder sich bietenden Gelegenheit betrügt er seine Freundin, an die ihn nur noch die gemeinsame Tochter bindet. Als er eines Nachts eine junge Frau in seinem Auto mit nimmt und wilden, fast brutalen Sex mit ihr hat, ahnt er nicht das diese eine Nacht sein Leben zerstören wird.

Meine Meinung: Klaus Schuker beschreibt in einem leichten und sehr gut lesbaren Stil, das Schicksal eines Mannes der ohne eigene Schuld alles verliert, seine Familie, seinen Job und  seine Ehre, dies zusammengenommen hätte nun ein schmalziger, weinerlicher Roman werden können, oder die Geschichte eines Helden, der mit Edelmut und Tapferkeit seinen guten Ruf wiederherstellt und am Ende alles Verlorene zurückgewinnt. Daniel Schönwind aber ist kein strahlender Held, im Gegenteil, selten habe ich mit einem mir so unsympathischen Protagonisten mit gelitten, gehofft und gebangt das sich seine Unschuld doch noch beweisen lässt.Engelsspiel ist ein Roman ohne Sympathieträger, die 17jährige Janina, möchte man schütteln und zum Nachdenken zwingen, alles was sie tut hat nur einen Zweck, ihr soll es gut gehen, nichts gegen eine gesunde Portion Egoismus, aber skrupellos das Leben eines anderen zu zerstören, zeugt von einem kranken Geist.
Klaus Schuker war, vor seiner Karriere als Schriftsteller, Polizist und so ist der Ablauf der Geschehnisse wie im Buch beschrieben wohl sehr nah an der Realität.
Für Engelsspiel gebe ich gern eine Leseempfehlung.

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.

  • Broschiert: 420 Seiten
  • Verlag: fabulus Verlag (9. März 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3944788214
  • ISBN-13: 978-3944788210

Montag, 11. April 2016

Romeo und Romy von Andreas Izquierdo

Klappentext: Romy könnte eine große Schauspielerin sein, aber niemand sieht sie, denn sie ist nur die Souffleuse. Aber auch das nicht lange, denn nach einem harmlosen Flirt mit Hauptdarsteller Ben, dessen einzige schauspielerische Glanzleistung sein Auftritt als »Frischedoktor« in einem Waschmittelspot ist, wird sie gefeuert. Und Ben kurz nach ihr.
Romy kehrt zurück in ihr winziges Dorf, um dort ihr Erbe anzutreten. Hier leben nur noch Alte. Und die haben sich in den Kopf gesetzt, rasch das Zeitliche zu segnen, denn auf dem Friedhof sind nur noch zwei Plätze frei. Wer da zu spät kommt, muss auf den Friedhof ins Nachbardorf. Und da gibt es – wie jeder weiß – nur Idioten.
Romy schmiedet einen tollkühnen Plan: Sie will mit den Alten ein elisabethanisches Theater bauen. Aus der gammeligen Scheune hinter ihrem Hof. Und mit ihnen Romeo und Julia auf die Bühne bringen. Sie haben kein Geld, keine Erfahrung, aber einen Star: Der »Frischedoktor« soll Regie führen! Ben ist begeistert: Regisseur! Das könnte unter Umständen der erste Job werden, den er nicht voll gegen die Wand fährt...


Meine Meinung:
Romy wäre zu gern eine erfolgreiche Theaterschauspielerin, in der Rolle der Julia, denn sie wäre eine perfekte Julia nur leider hat es bisher nur zur Souffleuse gereicht und diesen Job verliert sie als sie die Nachricht vom Tod ihrer Großmutter erreicht und sie es verpasst zu soufflieren. Voller Selbstzweifel flüchtet sie nach Großzerlitsch, in die Arme der Dorffamilie, die ihren Werdegang verfolgt haben und nicht wissen das sie es weniger weit gebracht hat, als ihnen glauben gemacht wurde.Und hier reift ein Plan in Romy heran der auch die skurrilen Dorfbewohner mit einbezieht: Sie will ein Theater bauen.
Andreas Izquierdo, hat es wieder einmal geschafft mich in seinen Bann zu ziehen, Lachen und Weinen liegen wieder einmal so nah beieinander, seine Protagonisten sind so liebevoll und realistisch gezeichnet, das man sie wirklich zu gern kennenlernen möchte, Großzerlitsch sollte ja zu finden sein, so realistisch wie es beschrieben ist, könnte man fast glauben, dass es so wirklich existiert. Andreas Izquierdo, bringt seine Leser zum Nachdenken, zum Nachdenken über die eigenen Träume und über die Bedeutung der Familie im eigenen Leben, sei es nun die natürliche Familie oder die, die man sich im Leben aussuchen kann. Und das alles ohne auch nur ansatzweise ins kitschige zu verfallen. 
Hier vergebe ich gerne eine absolute Leseempfehlung.

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.

  • Taschenbuch: 491 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag; Auflage: Originalausgabe (11. April 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458361413
  • ISBN-13: 978-3458361411

Soylent Green von Harry Harrison

Klappentext:
SOYLEN GREEN – Die Neuauflage des Dark Future-Klassikers von Harry Harrison.
New York zur Jahrtausendwende - die Weltbevölkerung ist explodiert, die Ressourcen sind knapp, es herrschen chaotische Zustände in den Straßen. In dieser Umgebung ist ein Mensch verschwunden. Der Polizist Andy Rusch soll den Fall aufklären und stößt bei seinen Ermittlungen auf Unglaubliches…
Die düstere Vision einer ausgezehrten Gesellschaft ist eine aufrüttelnde Geschichte über die Ausbeutung der Erde und des menschlichen Geistes, bis an die Grenzen der Belastbarkeit.  1966 geschrieben und unter dem Titel „SOYLENT GREEN“ (dt. „Jahr 2022 – die überleben wollen“) verfilmt, hat der Roman an Aktualität nichts eingebüßt.

Meine Meinung: Wer den  Film gesehen hat, wird sich wundern, denn er wird nicht wirklich viel wiedererkennen, was dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch tut.
1999 die Welt steht vor dem Abgrund, die Tiere sind so gut wie ausgerottet, die Meere leer gefischt, es gibt kaum noch Öl oder andere Brennstoffe, einzig Menschen gibt es viele, zu viele und sie alle wollen essen, dass Hauptnahrungsmittel sind Kekse aus Seegras. Natürlich gibt es auch Menschen die über genügend Mittel verfügen um ein besseres Leben zu führen, einer von ihnen ist Big Mike, der bei einem Einbruch in seine Wohnung getötet wird, der Polizist Andy soll diesen Mord aufklären. Soweit die Hauptstory, die nun nichts weiter sein könnte als ein Krimi, nicht besonders grausam oder brutal, eben so wie ein Krimi 1966 eben war. Nur haben wir es ja nicht mit einem Krimi im eigentlich Sinne zu tun sondern mit einer Dystopie, einer Dystopie bei der man den Eindruck haben könnte, der Autor konnte einen Blick in die Zukunft werfen, einer Zukunft in der die Menschen immer älter werden und mehr konsumieren wollen, in der die Behörden hilf und machtlos vor den Problemen stehen. 
Das Buch schafft es trotz seines Alters den Blick des Lesers auf die heutige Situation zu lenken, Teile der Weltbevölkerung leben schon lange ohne zu wissen was sie am nächsten Tag essen sollen, ohne angemessene medizinische Versorgung in unhaltbaren hygienischen Zuständen und nichts scheint diesen Prozess aufzuhalten, keine Klimakonferenzen, keine Bilder von verzweifelten Menschen auf der Flucht vor Hunger und Krieg.

Mein Fazit: 1999 ist uns näher als so mancher wahr haben will.
Ein Manko des Buches, die Übersetzung ist zwar sprachlich gelungen, allerdings finden sich einige Rechtschreib- und Grammatikfehler, die den Lesefluss doch beeinträchtigen und leider ist das bei Büchern, die von Verena Hacker übersetzt wurden keine Seltenheit. Wenn mir das schon auffällt muss ich es leider auch erwähnen, denn ich bin gut darin so etwas zu überlesen.

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.

 
  • Broschiert: 300 Seiten
  • Verlag: Mantikore; Auflage: 1 (24. Oktober 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3939212369
  • ISBN-13: 978-3939212362
  • Originaltitel: Make room, make room


Basar der bösen Träume von Stephen King

Seit ich das erste Buch von Stephen King gelesen habe, haben wir einen Deal: Er schreibt, ich lese.
Das schöne am Basar der bösen Träume ist, es sind Kurzgeschichten und ich liebe Kurzgeschichten, wenn sie wirklich kurz sind, so das es immer möglich ist mal schnell eine zwischendurch zu lesen, wenn die Zeit nicht reicht sich in einen Roman zu vertiefen.

Ich wollte ja zu jeder Story etwas schreiben, nur leider haben mich viele der Geschichten etwas enttäuscht, so das ich auch keine große Lust hatte etwas dazu zu schreiben, mir fehlte es fast immer an Spannung, die Stories sind wie immer gut und flüssig zu lesen, Kings Schreibstil ist einfach gut, aber er vermochte mich kaum zu fesseln, normalerweise lese ich einen King an einem Wochenende.
Vor jeder Geschichte, erzählt Stephen King was ihn dazu bewogen hat sie zu schreiben und manchmal auch wer zu der Zeit seinen Schreibstil beeinflusst hat, das war noch mit das Interessanteste.
Vielleicht ist es jetzt an der Zeit für mich zu sagen: Stephen King schreibt und ich warte ab, in der Hoffnung das er es doch wieder einmal schafft mich zu fesseln, meine Nacht zum Tag zu machen.


  • Gebundene Ausgabe: 768 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (18. Januar 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453270231
  • ISBN-13: 978-3453270237
  • Originaltitel: The Bazaar of Bad Dreams

Dienstag, 5. April 2016

Die verlorenen Zeilen der Liebe von Astrid Korten

Klappentext:
Kurz vor ihrer Hochzeit erhält Chloé ein Bündel Briefe ihrer vor zwei Jahren verstorbenen Schwester Lilly. Sie erfährt darin vom Leben und Lieben ihrer Schwester und von den Menschen im Café de Flore in Paris, wo Lilly einen einflussreichen und charmanten Geschäftsmann kennenlernt. Trotz aller Warnungen stürzt sich Lilly in eine Affäre mit dem verheirateten Mann, dessen Identität sie in ihren Zeilen nicht preisgibt. Sie nennt ihn nur Monsieur Inconnu. Doch dann beendet er jäh die Beziehung und zerstört Lillys Träume. Sie zerbricht.
Lillys verlorene Zeilen erschüttern Chloé zutiefst und sie wird gezwungen, sich mit der schweren Schuld ihrer Familie auseinanderzusetzen, die auch ihre Zukunft beeinflussen wird.
Ein gefühlvoller Roman voll Poesie und Liebe, der unter die Haut geht und mit einem verblüffenden Ende aufwartet. 

Meine Meinung:
Die Autorin Astrid Korten ist mir durch ihre Thriller bekannt geworden, die nicht durch spannende Handlungen mit unerwarteten Wendungen bestechen, sondern sich auch durch ihre außergewöhnliche,poetische Sprache auszeichnen. Ich war also sehr gespannt auf ihr neuestes Buch, als ich dann aber Titel und Cover sah, regten sich Zweifel, Zweifel die mich ehrlicherweise erst einmal davon abhielten das Buch zu lesen. Wie ihr aber sehen könnt, meine Zweifel wurden zerstreut, durch Zeitungsartikel und die Meinungen anderer Leser. Und ich habe nicht eine Zeile bereut.
Die Autorin erzählt von der tragischen Geschichte Lillys, einer jungen Frau die zum studieren nach Paris geht und dort die Liebe ihres Lebens trifft und die ihre Gefühle und Gedanken in Briefen an ihre Schwester Chloe zum Ausdruck bringt, in den verloren Zeilen der Liebe, da Chloe diese Briefe erst lange nach dem Tod Lillys in Händen halten kann. 
Erst nach und nach enthüllt Astrid Korten, das ganze Ausmaß, das Lillys Kindheit auf ihr Leben und insbesondere auf ihre Zeit in Paris hat.
Ich würde euch jetzt zu gern mehr verraten, aber das geht nicht, dieses Buch kann nicht kurz zusammengefasst werden ohne soviel zu verraten das man es nicht mehr selber lesen muss, zumindest ich kann das nicht, mir fehlen die richtigen Worte. 
Eine absolute Leseempfehlung für Literaturliebhaber.

  • Taschenbuch: 198 Seiten
  • Verlag: Montlake Romance (16. Februar 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1477849858
  • ISBN-13: 978-1477849859

Feine Leute von Joan Weng

Klappentext:
Mord in bester Gesellschaft
Berlin im Sommer 1925: Dass Bernice ihren schwerreichen Gatten von ihrem Liebhaber hat umbringen lassen, ist eine Tatsache – zumindest für die feine Gesellschaft. Kriminalkommissar Paul Genzer ist davon jedoch nicht überzeugt, insbesondere nachdem die Witwe plötzlich an einer Überdosis Morphium gestorben ist. Während der Tod der Witwe neue Fragen aufwirft, folgen weitere Bluttaten, und so ist der proletarische Kommissar bald froh, bei seinen Ermittlungen durch den hochadligen Filmstar Carl von Bäumer ungewöhnliche Unterstützung zu bekommen. Der Leinwanddetektiv mit der Leidenschaft für Kokain kennt sich zwar bestens aus in der Welt der Reichen und Schönen, er verfolgt jedoch ganz eigene Motive.

Ein Kriminalfall vor besonderer Kulisse: die Goldenen Zwanziger Jahre und ihre feine Gesellschaft.


Meine Meinung:
Zitat aus dem Klappentext:
Der Leinwanddetektiv mit der Leidenschaft für Kokain kennt sich zwar bestens aus in der Welt der Reichen und Schönen, er verfolgt jedoch ganz eigene Motive.
  

Auf diese eigenen Motive muss man meiner Meinung nach eingehen, denn um die geht es hauptsächlich in dem Buch, sicher ist auch der Kriminalfall interessant, die Recherche der Polizei in der damaligen Zeit und die zwar nicht Neue aber trotzdem recht originelle Auflösung,machen das Buch recht spannend. Nun aber zum Motiv Carl von Bäumers, er ist verliebt und er hat sich mit seiner großen Liebe aufs übelste zerstritten, soll er sie doch betrogen haben, wie die Zeitungen berichteten. Jetzt stellt sich natürlich die Frage wie Carl durch die Zusammenarbeit mit der Polizei seiner Liebe beweisen will das nur sie wichtig für ihn ist und das an den Gerüchten nichts dran ist? Nun seine große Liebe ist Paul Genzer, der leitende Mordermittler und sobald man als Leser realisiert hat, das Homosexualität zu der Zeit als Straftat galt, ist auch klar warum sich Carl nicht einach hinstellen kann um zu sagen: Ich liebe nur einen und das ist Paul.
Und so zieht sich das Hin und Her zwischen den Beiden durch das ganze Buch und sie kämpfen mit den selben Probleme wie sie zwischen allen Paaren im Streit haben, sie reden nicht miteinander.
Joan Weng, hat einen unterhaltsamen Kriminalroman vor den Kulissen des lebendigen Berlins den 20iger Jahren des vorigen Jahrhunderts geschrieben, ihre Protagonisten sind lebendig beschrieben und zum Großteil sehr sympathisch.
Hier gebe ich gern eine Leseempfehlung.

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden

Broschur, 336 Seiten
Aufbau Taschenbuch
978-3-7466-3175-2

 

Götter von Will Hofmann

Klappentext:
In Deutschland gibt es vier geheime Reservate, in denen, nach Geschlechtern getrennt, Männer und Frauen wie Sklaven gehalten und körperlich sowie sexuell durch sogenannte Götter ausgebeutet werden. Diese gebärden sich zu ihrem eigenen Vorteil als Herren über Leben und Tod und führen über ihre Untertanen ein strenges Regiment bis hin zur Todesstrafe.
Diesem Terrorregime entfliehen unabhängig voneinander Agnes und Günter. Sie treffen sich zufällig in der Freiheit, tun sich zusammen und müssen das zivilisierte Leben von Grund auf neu lernen. Mithilfe von Freunden gelingt ihnen dieser Prozess erstaunlich schnell. Zugleich entsteht bei ihnen der Wunsch, die vermeintlichen Götter zu entmachten. Werden sie diesen Kampf erfolgreich bestehen?


Meine Meinung:
Das Thema des Buches ist wahnsinnig interessant, abgeschottete Dörfer in denen Menschen nach Geschlechtern getrennt gefangen gehalten werden, terrorisiert von Göttern, die jedes kleine Vergehen rigoros bestrafen und dabei auch nicht davor zurückschrecken zu töten.
Um diesem Schicksal zu entgehen flieht Agnes und schlägt sich allein in den Wäldern durch bis sie auf Günther trifft, der seinerseits aus einem anderen Dorf floh.
Durch den eher einfach Schreibstil lässt sich das Buch recht zügig lesen und wenn man sich erst einmal an die Dialoge in einer etwas altertümlich anmutenden Sprache gewöhnt, stolpert man auch nicht mehr im Lesefluss, die Charaktere sind recht ausführlich beschrieben und gut vorstellbar, ebenso die gegebenen Örtlichkeiten. Nur leider ließ die anfängliche Spannung sehr schnell nach, den den Hauptprotagonisten meistern problemlos ihr Leben nach der Flucht aus den Dörfern im militärischen Sperrgebiet, sie bekommen Kinder, züchten Vieh, gehen auf die Jagd und niemand bemerkt sie und als sie das Sperrgebiet verlassen, geht auch hier alles zu glatt, sogar nahezu spielerisch, Agnes, lernt innerhalb kürzester Zeit, lesen und schreiben, sie treffen auf den Menschen der ihnen wirklich weiterhelfen kann und verdienen mit selbst gebasteltem und selbst hergestellten Lebensmitteln ein kleines Vermögen. Und so zieht sich das durch das ganze Buch.
Schade um die tolle Idee.

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: fabulus Verlag; Auflage: 1000. (29. Februar 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3944788192
  • ISBN-13: 978-3944788197