Freitag, 24. Juni 2016

Krimi und Thrillerwoche Nachschlag







Und jetzt noch einen Blogeintrag zum neidisch machen, die Blogger die sich an der Krimi- und Thrillerwoche auf Facebook beteiligt hatten, bekamen ein Überraschungspäckchen, die liebe Tanja Rörsch hat sich die Arbeit gemacht und für jeden von uns ein tolles Paket zusammen gestellt.
Und ich bin hin und weg, neben Autogrammkarten, Lesezeichen, Leseproben und einem *Beweisstück von..* Stempel, waren natürlich auch Bücher im Paket.
Neben dem wirklich empfehlenswerten 
Buch Tag Null,
vom Schirmherrn der Veranstaltung, Leif Tewes, 
hatte ich 
O sole mio  von Johanna Alba und Jan Chorin
Blutapfel von Till Raether
und 

Denn mir entkommst du nicht von Christine Drews.

Ich möchte mich ganz herzlich bei allen Autoren für die Bücher und Goodies bedanken.
Und natürlich habe ich auch ein Foto für euch ( die Blümchen auf dem Bild waren nicht im Päckchen)



Donnerstag, 23. Juni 2016

Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke von Karen Joy Fowler

Inhalt: Rosemary blickt   auf ihre Familiengeschichte zurück, eine Geschichte die geprägt ist vom Zerfall ihrer Familie, der mit dem plötzlichen Verschwinden ihrer fast gleichaltrigen Schwester Fern beginnt. Nur zögerlich berichtet sie was damals wirklich geschah.Sie berichtet vom Zusammenbruch ihrer Mutter und davon das ihr Vater sich in den Alkohl flüchtet, vollkommen überfordert damit, sich um Rosemary und Lowell, dem ältesten Sohn, zu kümmern und von ihrem eigenen Verstummen, ihrer Wandlung von einem ewig plappernden Kind zu einer schweigsamen, in sich gekehrten Frau.

Meine Meinung:
Ich bin mit völlig falschen Erwartungen an dieses Buch gegangen und habe zugegebener Maßen gezögert ob ich weiter lesen soll, als das größte Geheimnis um Rosemarys Schwester Fern gelüftet wurde. Ich spreche jetzt schon genauso in Rätseln wie die Ich Erzählerin Rosemary, aber das geht leider nicht anders, da ich zum wichtigsten Detail  auf keinen Fall mehr verraten will als der Klappentext verrät und der enthüllt nichts dazu.
Aber ich habe doch weitergelesen, denn der Schreibstil der Autorin war recht angenehm wenn auch etwas ausschweifend. In Rückblenden erzählt Rosemary von ihrem Leben mit Fern und von dem Verlust den sie lange spürte, das sind die Momente im Buch in denen ich tiefstes Verständnis für sie aufbringen konnte. 
Von mir aus hätte das Buch komplett aus diesen Rückblenden bestehen können und die Autorin hätte sich die Berichte aus Rosemarys Studentenzeit wirklich sparen können, sie schienen so belanglos. Richtig interessant wurde es dann wieder zum Schluß, aber auch hier kann ich wieder nichts verraten, es tut mir wirklich leid.

Ich kann leider nur eine eingeschränkte Leseempfehlung geben.


Montag, 20. Juni 2016

Monsterseelen von Jeamy Lee

Inhalt: Zwei Spezies kämpfen um die Weltherrschaft und die Menschheit steht dazwischen. Mehr verrate ich nicht zum Inhalt, ich habe echt Angst euch die Spannung zu nehmen.

Meine Meinung:
Ich bin ein klein wenig zwiegespalten, mir gefiel das Buch, die Story ist toll, die Idee für mein Empfinden wirklich neu, ich habe etwas in der Art noch nicht gelesen. Der Schreibstil, die Wortwahl der einzelnen Kapitel, alles ganz toll, nur das ich mir beim Lesen die Kapitel selber in die richtige Reihenfolge rücken musste war ein bisschen anstrengend, vielleicht hätten mir Datumsangaben dabei geholfen, na ja nicht nur vielleicht, sondern bestimmt sogar. Die Handlungen der Protagonisten schienen im Moment des Lesens manchmal etwas unverständlich, zwischendurch hatte ich das Gefühl, dieses Buch nie zu verstehen, nie genau zu wissen was eigentlich vor sich geht und wer welche Ziele hat. Zum Glück fügt sich alles am Ende und mir ging ein Licht auf.
Als Warnung muss ich noch schreiben, das in dem Buch Folterszenen beschrieben werden die dem einen oder anderen den Magen umdrehen könnten, also auf keinen Fall lesen wenn euch beim Anblick eines überfahrenen Hasen schon übel wird.
Geduldigen und hartgesottenden Lesern, die mal ein etwas anderes Buch lesen wollen, kann ich das Buch nur empfehlen.

Autor: Jeamy Lee
Genre: Science-Fiction | Horror
Taschenbuch 11,90 €
ISBN 978-3-94-472917-6
Als Taschenbuch frei Haus im Verlagsshop oder überall im Buchhandel bestellen

Sonntag, 19. Juni 2016

Die Schneelöwin von Camilla Läckberg

Inhalt:
Offensichtlich verwirrt läuft ein junges Mädchen auf eine Landstraße und wird von einem Auto erfasst, wenig später stirbt sie an ihren Verletzungen. Es stellt sich heraus, dass sie vor dem Unfall schwer misshandelt und gefoltert wurde. Im Laufe der schwierigen Ermittlungen stellt sich heraus das das Mädchen wohl nicht das einzige Entführungsopfer des selben Täter ist. Patrik Hedström ist wieder einmal unfreiwillig auf die Hilfe seiner Frau Erica angewiesen, die erfolgreiche Schriftstellerin recherchiert in einem Mordfall der vor Jahren das beschauliche  Fjällbacka erschütterte und stößt auf Spuren die parallelen zu den heutigen Entführungen aufweisen

Meine Meinung:  
Camilla Läckbergs Krimis fallen durch ihre unaufgeregte Schreibweise auf, sie kann größtenteils auf brutale Beschreibungen verzichten und schafft es dennoch ihre Leser zu fesseln und neugierig eine Seite nach der anderen zu verschlingen, das liegt nicht zuletzt daran, das sie immer wieder Szenen aus der Vergangenheit einschiebt. Ich muss dann immer wissen wie das damals war, was genau den Personen zugestoßen ist, manchmal interessiert mich die Vergangeheit mehr als das Jetzt.
Irgendwann kommt dann der Punkt an dem alle Fäden zusammenlaufen, auch hier kann man sich auf die Autorin verlassen, es passt am Ende alles zusammen.
Einziges Manko, man sollte die vorigen Bücher um Erica und Patrik gelesen haben, denn es ist schon einiges passiert in der Familie der Beiden.

Die Schneelöwin ist eine leichte Lektüre für zwischendurch und auf jeden Fall eine Empfehlung wert. 

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: List Hardcover (2. Januar 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 347135106X
  • ISBN-13: 978-3471351062
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 30 Jahren
  • Originaltitel: Lejontämjaren

Dienstag, 14. Juni 2016

Schuld bist du von Jutta Maria Herrmann


Inhalt:
Als Jakob von einer Dienstreise nach Hause kommt, ist seine Wohnung, in der er mit Anna und der gemeinsamen Tochter Mia lebt, leer geräumt. Da sie in ein Haus auf dem Land ziehen wollten und Anna wütend darüber war das er sie während der Umzugsvorbereitungen allein lassen musste, vermutet er zunächst das sie den Termin eigenmächtig vorverlegt hat. Der Schriftzug *Schuld bist du* den er an einer Fensterscheibe entdeckt, verstärkt  seine Vermutung das Anna schlicht sauer auf ihn ist. Erst als er seine Familie nicht finden kann und sie auch telefonisch nicht erreicht, steigt in ihm die Angst auf das etwas ganz und gar nicht stimmt. Er macht sich auf die Suche, dabei wird er von Tamara unterstützt die genauso plötzlich wieder auftaucht, wie sie vor einigen Jahren verschwunden ist.
In weiteren Handlungssträngen lernen wir Grit kennen, eine gebrochene Frau die nur von dem Gedanken an Rache aufrecht erhalten wird und eine weitere Frau, die am Krankenhausbett eines im Koma liegenden Mannes wacht und ihm erzählt was sich in ihrer Vergangenheit zugetragen hat.

Meine Meinung:
Ich wusste lange nicht wo das Buch mit mir hin wollte, es stellten sich eigentlich nur Fragen die weitere Fragen nach sich zogen: Wo sind Anna und Mia? Wurden sie entführt, leben sie noch? Wer schreibt die Botschaft *Schuld bist du* die immer wieder auftaucht? Wer ist die Frau im Krankenhaus? usw. usw. 
Meist sind Bücher die nur Fragen aufwerfen und so gar keine Antwort geben nicht mein Ding, weil dann erst am Ende arg konstruiert auf Biegen und Brechen eine Antwort gegeben wird, zwar wurde mir dann schon oft gesagt: Du musst durchhalten, das wird am Ende ganz toll. Aber ganz ehrlich, ich lese ja nicht zum Durchhalten, sondern um mich zu unterhalten, ich will gefangen genommen von der Geschichte, mitleiden mit den Protagonisten sie lieben oder hassen. Und das fand ich hier. Jutta Maria Herrmann, hat nicht nur einen fesselnden Schreibstil der mich eintauchen ließ in eine bedrückende Atmosphäre, sie hat eine Geschichte erdacht, wie sie spannender kaum sein könnte.
Ich bin absolut begeistert und gebe mehr als gern eine uneingeschränkte Leseempfehlung.
Die Autorin könnt ihr auf der https://www.facebook.com/krimiwoche/?fref=ts
live erleben.

Das Buch könnt ihr direkt hier
 http://www.droemer-knaur.de/buch/8848277/schuld-bist-du
bestellen.


Taschenbuch, Knaur TB
01.06.2016, 352 S.
ISBN: 978-3-426-51851-9
 

Montag, 13. Juni 2016

Nicht von dieser Welt von Arne Ulbricht

Inhalt: 

Heinz, Single, Hundefreund und Lehrer, hat sich eigentlich damit abgefunden den Rest seines Lebens als Fremdsprachensekretär zu arbeiten, da er nach dem Referendariat keine Stelle als Lehrer bekam, als ein Anruf vom Schulamt seinen Traum, Kindern Literatur nahezubringen doch noch wahr werden ließ, jedenfalls auf den ersten Blick, denn bald muss Heinz feststellen das der Schulalltag zur Hölle auf Erden werden kann.
Denn statt auf dem guten Start aufzubauen, den er mit einer Problemklasse hat, lässt er sich von Kollegen und dem Rektor manipulieren und zerbricht an den Folgen.

Meine Meinung:
Eins gleich vorweg: Das Buch ist wie ein Zug den man auf einen Abgrund zu fahren sieht, man kann ihn nicht aufhalten und man muss hinschauen.
Würde mir jemand die Geschichte Heinz als Tatsachenbericht erzählen, ich würde ihn für verrückt erklären, zu unwahrscheinlich ist schon allein Heinz, kein Handy, kein Fernseher, keine Frau, keine Freunde nur seinen Hund, mit dem ihn eine schon fast unnatürliche Liebe verbindet und Jenny eine 18jährige Schülerin mit der er eine innige, wenn auch seltsame Freundschaft pflegt und natürlich seine Bücher aber auch die sind eher antiquiert zu nennen, Romane aus einer anderen Zeit von Dickens und Karl May. Nicht einmal in seiner Familie hat er Rückhalt, man spürt die Verachtung die seine Eltern für ihn empfinden in jeder Szene, für sie zählt nur Geld und Erfolg. In der Schule zittern die Kollegen vor Frau Huber, Religionslehrerin und Schuldrachen ( gut das Bild das von ihr gezeichnet wurde, halte ich für sehr realistisch, solche Lehrkräfte kenne ich noch aus meiner eigenen Schulzeit und aus der meiner Kinder), auf der anderen Seite stehen die Kollegen die ebenfalls aus Furcht, Resignation oder der Scheu vor Heinz andersein, nicht für ihn eintreten. So manches Mal dachte ich mir „wie wollt ihr unsere Kinder erziehen, wenn ihr selber nicht besser seid?“
Heinz sieht sich als Beschützer der Schwachen und muss erkennen, das es sinnlos wäre die starken und bösen zu eliminieren denn es kommen immer wieder neue die ihren Platz einnehmen und irgendwann ist niemand mehr da der für die schwächeren in der Gesellschaft eintritt.

Wie ich schon zu Anfang schrieb, kann man nicht wegsehen, sprich nicht aufhören zu lesen, auch wenn der Autor es meiner Meinung nach etwas übertrieben hat mit der Menge der unangenehmen Zeitgenossen die Heinz umgaben, das ist aber auch der einzige Kritikpunkt den ich habe. Ein wirklich Lesenswertes Buch, das mich teilweise wirklich erschüttert zurückgelassen hat.

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden, mit einem Klick seid ihr schon da: http://www.klakverlag.de/programm-und-onlineshop/literatur/#cc-m-product-8525170285


  • Broschiert: 290 Seiten
  • Verlag: KLAK Verlag; Auflage: 1 (26. Februar 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3943767582
  • ISBN-13: 978-3943767582



 

Der Karussellkönig von Fabienne Siegmund und Tatjana Kirsten


Inhalt:
Die Geschichte spielt in einem vom Krieg verwüsteten Land, ohne Eltern schlagen sich die Freundinnen Mina und Lili durch ein hartes und entbehrungsreiches Leben, gegenseitig geben sie sich den Halt den sie brauchen, bis die kleine Lili eines Morgens einfach verschwunden ist, wie so viele andere Menschen auch. Aber Mina glaubt nicht daran das Lili einfach so weggegangen sein soll und macht sie auf die Suche nach ihrer Freundin.
Der Karussellkönig habe sie geholt erfährt Mina von einer alten Frau mit weißen Augen. Diese Legende erzählte man kleinen Kindern um ihnen Angst vor der Dunkelheit zu machen.Mina macht sich auf die Suche und findet das Karussell, doch kann sie Lili finden und retten?

Meine Meinung:
Wie bewertet man Poesie? An dieser Frage knabbere ich seit ich das Buch beendet habe, etliche Rezensionsentwürfe habe ich geschrieben und wieder verworfen, meine Worte schienen mir nie angemessen um diese fantastische Verbindung von Text und Illustrationen auch nur annähernd zu beschreiben.
Beziehe ich mich hauptsächlich auf die realen Elemente der Geschichte, die von Krieg und Leid erzählen von verlassenen Kindern die in einer Zeit leben in der es kaum noch Hoffnung gibt und die so viele Parallelen zur heutigen Situation vieler Menschen aufweist? Oder lege ich mein Hauptaugenmerk doch eher, auf das Märchenhafte, auf die Geschichte des Karussells das nur an drei Nächten im Monat unsere Welt berührt und in diesen Nächten lockt ein
Flötenspieler mit seiner Musik die Kinder in seinen Bann um sie nie mehr gehen zulassen?
Man kann die beiden Elemente der Geschichte nicht trennen, das hieße sie zu analysieren und das würde die Gefühle und Stimmung trüben die ich beim Lesen und beim Betrachten der Illustrationen hatte, ich war an vielen Stellen sehr berührt vom Schicksal der Mädchen und ich spürte ich auch die Hoffnung auf eine bessere Zukunft die Mina und Lili in sich trugen.
Die Autorin Fabienne Siegmund, hat einen wunderbaren Schreibstil, mit leisen Tönen führt sie ihre Leser durch die Seiten des Buches und zieht sie in den Bann des Karussellkönig.
Bei einer Graphic Novel dürfen natürlich auch die Illustrationen nicht unerwähnt bleiben. Eins vorweg, ich habe von Kunst keine Ahnung, aber die Bilder von Tatjana Kirsten gehören zur Geschichte sind untrennbar mit ihr verbunden und nebenbei bemerkt, wunderschön.

Ebenso gut gefällt mir die Covergestaltung von Thilo Corzilius, die dem Satz:
Und bald schon gelangt sie an ein Karussell, das aus purem Mondlicht gegossen scheint und Schrecken und Hoffnung in sich vereint...“
Leben einhaucht.

Ncht zu vergessen, Katrin Minert die die Innenseiten des Umschlags gestaltete, allein damit kann man sich sehr lange beschäftigen und entdeckt immer wieder etwas Neues.

Ich vergebe aus tiefstem Herzen eine Leseempfehlung, lasst euch in den Bann des Karussellkönigs ziehen.

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden, mit einem Klick seid ihr schon da: http://www.verlag-torsten-low.de/ oder natürlich überall wo es gute Bücher gibt.


  • Verlag: Low, Torsten; Auflage: 1 (11. Januar 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3940036366
  • ISBN-13: 978-3940036360

Samstag, 11. Juni 2016

Die erste große Krimiwoche auf Facebook



Und nun ist sie leider schon wieder vorbei, die erste große Facebook Krimi- und Thrillerwoche.
Unter der Schirmherrschaft von Leif Tewes und begleitet von Tanja Rörsch wurden Autoren, Verlage, Blogger und Leser zusammengebracht um sich über Bücher auszutauschen. Bei den Live Lesungen wurden viele Fragen an die Autoren gestellt und natürlich auch beantwortet. Die Frage danach was Autoren so machen wenn sie nicht schreiben, war sehr beliebt oder wie viel Persönlichkeit des Autors in seinen Protagonisten steckt. Wir haben viel gelacht z.B. bei der Lesung des Krimipfarrers Felix Leibrock, aber es wurde auch schon mal merklich still während einer Lesung, wenn das Thema der gewählten Abschnitte nicht zum lachen einlud.
Hier könnt ihr euch alle Lesungen noch mal ansehen:

https://www.youtube.com/channel/UC9pU3iZ9v_RPacX28WmED2Q


Die Gewinnspiele darf man natürlich nicht vergessen, die Preise die von den Autoren ausgelobt wurden waren zum Teil atemberaubend, der Spaß den wir dabei hatten allerdings nicht mit Geld zu bezahlen, denn ein Gefällt mir Klick hat meist nicht gereicht, kreativ mussten wir werden, rechnen und recherchieren. Und am Ende hat jeder den Gewinnern das Glück auch gegönnt. Es war eine rundum entspannte Woche in der das miteinander im Vordergrund stand


Ich habe im Laufe der vergangen Woche nicht nur neue Bücher und Autoren und Verlage für mich entdeckt, sondern auch einige andere Blogger, die meine Leidenschaft teilen und teilweise umwerfende Blogs betreiben. 

Mein Fazit:
Ich bin im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder mit dabei. Für jeden der sich das auch überlegt, seit gewarnt: Ihr werdet eine Woche lang eure Kinder nicht sehen, eure Arbeit vernachlässigen, der Hund wird alleine seine Runden drehen müssen, gekocht wird aus Konserven und euer Bankberater wird euch hektisch mit den Kontoauszügen vor der Nase rumwedeln, die Krimiwoche ist teuer ;o)



Vom 13. bis 19. Juni findet die erste große Facebook Krimi und Thriller statt. Unter der Schirmherrschaft Leif Tewes, stellen verschieden Verlage und Autoren ihre Werke vor und ihr könnt dabei sein. Kostenlose Tickets bekommt ihr hier.
Und was erwartet euch?
Live-Lesungen, Chats und Gewinnspiele.
Damit ihr euch ein Bild vom Schirmherren machen könnt: Hier ein Bild.


Am 13.Juni geht es auch gleich los mit einem großen Eröffnungsgewinnspiel. Also lasst um 9 Uhr alles stehen und liegen und schaut mal rein. Vorher Ticket sichern nicht vergessen.

Eine der Autoren sind mir durch ihre Bücher schon bekannt.
Leif Tewes z.B. hat mich mit
Tag Null
sehr beeindruckt, meine Meinung zu dem Buch findet ihr hier:

oder Jutta Maria Herrmann, die mir mit
Schuld bist du
eine schlaflose Nacht bereitet hat.
Meine Rezension dazu findet ihr hier:

http://tigercat666-lesenswert.blogspot.de/2016/06/schuld-bist-du-von-jutta-maria-herrmann.html

Ich wünsche euch viel Spaß bei der Krimiwoche, wir sehen uns auf Facebook, gebt den Autoren die Aufmerksamkeit die sie verdienen, ganz bequem von zu hause aus.
Und hier geht es zur Veranstaltung.
https://www.facebook.com/krimiwoche/?fref=ts




Dienstag, 7. Juni 2016

Seelensühne von Eva Lirot




Inhalt: Die weiße Lilie, eine Gruppe engagierter Studenten prangert die Missstände der Welt an, die Profitgier der Oberen, die ohne Rücksicht auf Einzelschicksale immer mehr Geld scheffeln. Sie entführen Menschen, die sie für verantwortlich halten am traurigen Schicksal der Opfer der Profitgier wurden.
Mit starken Bildern wollen sie darauf aufmerksam machen, das Menschen zerbrechen wenn sie keine Arbeit haben oder immer in der Angst leben auf der Straße zu landen. Aber einer von ihnen macht eine schreckliche Entwicklung durch und verliert die Kontrolle über sich und seine Taten, er richtet die Opfer seiner Entführung hin.
Als die erste Leiche ohne Kopf gefunden wird, kommen auch Jim Devcon und sein Team an ihre Grenzen und sie ahnen noch nicht, wie weit sie noch in den Fall involviert werden.
 
Meine Meinung:
Liest man den Klappentext, erwartet man einen blutigen Thriller und keine Angst den bekommt man auch. Enthauptete Leichen sind kein schöner Anblick und die Opfer hatten sicherlich einen schrecklichen Tod, aber Seelensühne ist viel mehr als nur ein Thriller, viel mehr als nur die Jagt nach einer Tätergruppe, die von einem Psychopathen angeführt wird.
Eva Lirot hat mir vor Augen geführt, wie schnell man absteigen kann in unserer Gesellschaft und wie tief, das den einen oder anderen treffen kann, so tief das er seelisch und auch körperlich daran zerbricht.
Das Schicksal dieser Menschen ist meiner Meinung nach, der wahre Horror in diesem Buch.
Natürlich ist auch die Suche nach den Tätern spannend, die Protagonisten sind hervorragend beschrieben, nicht nur das Team um Jim Devcon die mir aus den vorhergehenden Bücher schon gut bekannt sind, auch die Täter konnte ich mir gut vorstellen, allen voran Hendrik, den Kopf der weißen Lilie, der seine Ansichten für die einzige Wahrheit hält und tatsächlich glaubt mit seinen Taten die Welt ändern zu können, er geht soweit in den sozialen Medien abstimmen zu lassen ob seine Opfer leben oder sterben.
Eva Lirot nimmt ihre Leser mit in die tiefen des Internets, ins Dark Net, da wo die abscheulichsten Verbrechen anonym geplant werden können und sie zeigt auf wie ermüdend Polizeiarbeit ist, wenn die Kriminellen keine Spuren hinterlassen.
In zwei Abschnitten werden kurz Opfer vorgestellt, die Autorin beschreibt wie die Menschen zu Opfern wurden, was sie vor und nach dem einschneidensten Erlebnis ihres Lebens durchmachten. Mehr verrate ich dazu allerdings nicht, es handelt sich aber um sehr wichtige Abschnitte, die mich wirklich berührt haben.
Seelensühne ist meiner Meinung nach der emotionalste Krimi aus der Jim Devcon Reihe, emotional ohne kitschig zu sein. 

 
Ich gebe eine absolute Leseempfehlung für Seelensühne, hier kommen Leser anspruchsvoller Krimis voll auf ihre Kosten.


  • Taschenbuch: 260 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (6. Mai 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1533104697
  • ISBN-13: 978-1533104694


Donnerstag, 2. Juni 2016

Verlagsvorstellung die 3. Verlag Torsten Low

Wenn ich früher  in eine Buchhandlung ging, egal wie groß, begegneten mir immer wieder die gleichen Verlage, die *Großen* der Branche füllen ganze Regalwände mit Titeln der unterschiedlichsten Genres. Irgendwann entdeckte ich das Internet und diverse Seiten auf denen Bücher vorgestellt wurden und als ich mich genauer umsah, fiel mir auf: Da gibt es ja noch mehr Verlage, Verlage die besondere Bücher anbieten aus Genre die man lange Zeit im *normalen Buchhandel* gar nicht fand und die vor Allem auch Autoren eine Chance geben, die evtl. nicht aus dem Stand zum Bestseller werden. Ich stelle euch hier nach und nach den einen oder anderen Verlag vor.
Dieses Mal
Torsten Low Verlag



Zuerst möchte ich euch erzählen, wie ich auf diesen Verlag aufmerksam geworden bin, purer Zufall, mir wurde von einer Seite die Rezensenten mit Autoren und Verlagen zusammenbringt eine Graphic Novel angeboten, das heißt ich konnte nachfragen ob ich ein Rezensionsexemplar bekommen könne. Gesagt, getan und nach ein paar Tagen bekam ich eine Mail von Torsten Low, dem Verleger der Graphic Novel, und das obwohl ich den Vor- und Zunamen des Autors vertauscht hatte. ;o) mit der Zusage für das Buch und eigentlich würde sein Verlag ja auch prima in meine kleine Reihe passen und ein Interview würde er mir auch geben *Schluck* so was habe ich ja noch nie gemacht. Egal, mehr als meine doofen Fragen ablehnen könnte er ja nicht.


Bevor ihr nun das Interview lesen, könnt ein paar Fakten zum Verlag und ich verrate euch auch welches Buch ich angefragt hatte.

Der 2005 von Torsten und Tina Low gegründete Verlag hat seinen Sitz in Meitingen (Bayern). Der Verlag hat sich auf phantastische Literatur spezialisiert, zugegebenermaßen habe ich bewusst noch kein Buch gelesen, ich könnte euch jetzt was anderes erzählen aber das wäre gelogen, beim Blättern im aktuellen Verlagskatalog, fällt mir aber das eine oder andere Buch ins Auge ( die Cover sind einfach toll), das sofort nach dem Lesen des Klappentextes auf meiner Wunschliste gelandet ist.
Ungeziefer herausgegeben von Carolin Gmyrek

Aktuell lese ich gerade: Der Karussellkönig von Fabienne Siegmund mit Zeichnungen von Tatjana Kirsten und es scheint zu halten was es verspricht.


Stöbert doch einfach mal im vielfältigen Verlagsprogramm,einfach auf den Link klicken dann kommt ihr direkt dorthin.
 http://www.verlag-torsten-low.de/ 
Hier sollte jeder etwas Passendes finden, sei es nun Horror, Steampunk, Graphic Novel oder Endzeit, ich geh schon mal vor und ihr dürft nun erst mal viel Spaß beim Lesen des Interviews haben. 


1. Wer ist Torsten Low?

 
Torsten Low, biologisches Alter 41, gefühltes Alter seit Verlagsgründung konstant 20, Frau, Kind, Haus, kein Hund, keine Katze.
Von Montag bis Freitag 8-20 Uhr bin ich ein ganz normaler arbeitstätiger Familienvater. Ich bringe jeden Tag meine Tochter in den Kindergarten, gehe danach meinem Brotjob in der IT-Branche nach, komme Abends nach Hause, schaue mit meiner Tochter gemeinsam 2-3 Folgen Wickie oder Bob, der Baumeister (meine Tochter hat einen guten Geschmack), spiele und kuschle mit ihr. Danach geht sie ins Bett – und mein Zweitleben kommt an die Oberfläche.
Nein, ich bin kein Geheimagent, kein Superheld und ich gehe auch nicht auf die Pirsch.
Ich bin einfach nur ein ganz normaler Kleinverleger (wobei das „normal“ von vielen bezweifelt wird).


2. Wie kamen Sie dazu Verleger zu werden und ist das Ihr Hauptberuf?
Ach, das war eigentlich ein Versehen.
Ich habe seit meinem 5. Lebensjahr geschrieben. Haufenweise Kurzgeschichten, haufenweise Romananfänge. Als mir 2002 mein damaliger, langjähriger Arbeitgeber mit einem Tritt in den A…llerwertesten zu verstehen gegeben hat, dass ich überflüssig bin und mein nächster Job ein 600-km-Pendeljob wurde, schrieb ich meinen ersten Roman. Als dann der 1. Teil von „Dunkel über Daingistan“ fertig war, hörte ich mich um, redete mit anderen unveröffentlichten Autoren und las einen Pseudoratgeber für neue Autoren. Das alles brachte mich zu der Annahme, dass ich eh keine Chance hätte. Ich schickte also das Manuskript nicht an einen Verlag. Und weil wir im Jahre 2000 das Buchbinden in einem Kurs gelernt haben, wollte ich 2 Exemplare produzieren – eines für mich, eines für eine gute Freundin. Bei meinen Recherchen zum Thema Veröffentlichen bin ich dann über die ISBN gestolpert. Für unter 100 Euro bekam man eine Nummer, die man auf sein Druckwerk draufpappen durfte und womit man sich die Berechtigung und Pflicht zur Abgabe der Bibliotheksexemplare erwarb. Für unter 100 Euro zum deutschen Kulturerbe zu gehören – das klang stark, das wollte ich. Gesagt, getan.
Dummerweise oder zum Glück kam dann die erste Bestellung rein. Zu einem in echt gar nicht existierenden Buch!
Wir wollten natürlich alles richtig machen, es uns mit Gewerbeamt und Finanzamt nicht verscherzen. Wir fragten nach, bekamen erklärt, dass wir ein Gewerbe anlegen müssten und schwupps, schon gab es den Verlag Torsten Low.


Hauptberuflich mache ich etwas komplett anders. Ich bin ja ein zutiefst kritischer (und oftmals auch destruktiver) Mensch – mit einer leicht sadistischen Ader (das können meine Autoren übrigens bezeugen). Mit diesen Voraussetzungen bin ich natürlich absolut geeignet als Softwaretester in der Luftfahrtbranche.
Ich habe natürlich auch schon öfters mit dem Gedanken gespielt, vom Verlegen leben zu wollen. 2008 hatte ich ja auch großmäulig geäußert: „In 10 Jahren kann ich vom Verlag leben!“
Das war allerdings, bevor ich ein Haus gebaut habe und eine Tochter bekommen habe (also wenn man es ganz genau nimmt, hat ja meine Frau eine Tochter bekommen …). Vom Verlegen leben zu wollen, ist ähnlich kompliziert, wie vom Schreiben leben zu wollen. Und wenn man eigene Kinder hat, hat man gerne ein Sicherungsseil mehr.
Außerdem habe ich gerade auch in den letzten Jahren erleben müssen, was mancher Verleger auf sich nehmen muss, um wirklich über die Runden zu kommen. Bei einigen Sachen dachte ich mir nur noch: Nee, das würde ich nicht wollen.
Ganz vom Tisch ist das Thema trotzdem noch nicht. Unsere Umsätze steigen, unsere Gewinne steigen und irgendwann kann ich definitiv davon leben. Auch mit meinem mittlerweile erhöhten Sicherheitsbedürfnis.


3. Der Name Ihres Verlages ist ja etwas unspektakulär, wenn man ihn mit Anderen vergleicht, wie spontan kam Ihnen die Idee ihren eigenen Namen zu verwenden?
Nun, eigentlich war das eine rein rechtliche Frage. Als ich den Verlag gegründet habe und ich mich für die Rechtsform „Einzelunternehmen“ entschieden habe, durfte man noch keinen anderen Firmennamen außer „Vorname Name“ plus einem erklärenden Zusatz wie beispielsweise „Verlag“ nehmen. Nicht für Einzelunternehmen.
Das scheint mittlerweile anders zu sein. Aber jetzt ist es eh egal, mittlerweile ist unser Name – auch wenn er nicht sonderlich kreativ ist – eine Marke.


4. Wie schwierig ist es einen eigenen Verlag zu gründen und wie geht das überhaupt, wacht man eines Morgens auf und denkt sich *Jetzt bin ich
Verleger?*
Für mich war es schwierig – denn ich hatte von nichts eine Ahnung.
Für mich war es leicht – denn ich hatte von nichts eine Ahnung.
Es war wirklich beides – es war schwer und leicht zugleicht.
Schwer, weil ich mir alles Stück für Stück selber beibringen musste. Gerade in den ersten Jahren, meinen Lehrjahren, in denen ich tatsächlich noch jedes einzelne Buch von Hand gebunden hatte. Wir hatten keine Ahnung von Korrektorat, von Lektorat, von Cover, von Satz, von den üblichen Tools, von Gestaltungsregeln, von dem, was Druckereien erwarten, von dem, was Buchhändler erwarten, von dem, was Leser erwarten.
Leicht, weil ich den Weg Schritt für Schritt gehen konnte, sich mir das große Ganze nur ganz langsam erschloss. Ich wusste nicht, was vor mir lag. Hätte ich es gewusst, hätte ich wohl manches Mal vorher aufgegeben. Aber da ich nicht wusste, was als nächstes kam, bin ich immer weitergegangen.

Wie andere das machen, weiß ich nicht. Ich dachte definitiv nicht: „Jetzt bin ich Verleger“
Ich dachte anfangs nur: „Ich hab ein Buch geschrieben. Was mach ich jetzt damit.“
Und es hat sehr lange gedauert, bis ich mich überhaupt als Verleger gesehen habe. Noch bei „Lichtbringer“, unserer ersten Anthologie, habe ich mich mehr als Herausgeber denn als Verleger gesehen.


5. Würden Sie den selben Weg noch einmal gehen?
Ja, auf jeden Fall.
Der Verlag hat uns als Familie etwas Großartiges gegeben.
Wir sind im Jahr auf gut 30 bis 35 Veranstaltungen. Unsere Saison startet am letzten Februarwochenende und geht bis zum letzten Novemberwochenende. Gerade jetzt aktuell stehen wir kurz vor unserer diesjährigen Lesereise mit Veranstaltungen und Lesungen in Pösneck, Magdeburg, Bad Segeberg und Hamburg.
Da treten wir dann auch als Familie auf. Ich als der „bissige Verleger“, meine Frau als mein Terminator und meine Tochter als Maskottchen und Dauerpraktikantin (die Kleine wird 6).
Und auf diesen Veranstaltungen treffen wir dann unsere „Großfamile“, unsere Autoren. Ich liebe es, wenn wir nach einer Convention mal mit 2 oder 3 Autoren oder manchmal sogar mit 1-2 Dutzend Autoren in ein Restaurant einfallen und einen »Verlagstisch« aufmachen. Ich liebe es, wenn an diesen Tisch Menschen miteinander reden, die sich vorher nie gesehen haben und die nur eines eint: dass sie mit einer Geschichte in meinem Verlag veröffentlicht wurden. Ich liebe die Herausgebertreffen mit meinen Führungskräften, meinen Herausgebern. Und es ist mir ein besonderes Bedürfnis, an diesen Treffen für meine Autoren da zu sein, mit ihnen über unsere gemeinsame Zukunft zu sprechen und für sie zu kochen. Ich liebe es, wenn Autoren auf einer Messe oder einer Con an unseren Stand kommen, uns umarmen, hinter unseren Tisch kommen und einen Plausch beginnen. Ich freue mich, wenn es abends gegen 21 Uhr klingelt und ein Autor telefoniert dann eine oder auch mal 2 Stunden mit uns – und in dieser Zeit kommt dann auch alles aufs Tablett, was den Autor gerade bewegt, sei es Bedenken wegen einem anstehenden neuen Projekt oder auch wegen privater Probleme.
Wir brauchen den Verlag. Er gehört einfach zu unserem Leben dazu, ist nicht mehr daraus wegzudenken.


6. Das Lieblingsbuch aus Ihrem eigenen Verlag?
Ist immer das, bei welchem ich gerade in dem Moment an der Veröffentlichung arbeite.
Wenn ich gerade ein neues Buch-Baby in die Welt entlasse, dann ist es mein absolutes Lieblingsbuch – bis zum nächsten Buch-Projekt.


Standardfragen:
Haben sie schon immer gern gelesen?

Solange ich denken kann.
Ich bekam mit 6 Jahren meinen Büchereiausweis und meine Eltern mussten, wenn es in den Urlaub ging, für mich immer eine Extra-Tasche alleine für Bücher einpacken. Ich hatte oftmals 6, 7, 8 Bücher mit im Urlaub.

Das ist die einzige Sache, die mir heute fehlt.
Wenn man Bücher verlegt, verlernt man das entspannte Lesen. Der Rotstift ist immer mit dabei. Ich hatte zwischenzeitlich sogar schon in gekauften Büchern „nachlektoriert“ – bis ich dran gedacht habe, dass ich eigentlich Freizeit habe.
Und man hat keine Zeit mehr zum Lesen … falsch, man nimmt sich keine Zeit mehr zum Lesen.
Früher hab ich im Jahr knapp 100 Heftromane und 40 Bücher gelesen. Mittlerweile bin ich froh, wenn ich jeden Monat ein Buch eines Kollegen durchbekomme …


Die schlechteste Deutschnote in Ihrer Schulzeit?

Oh – da gibt es eine schöne Anekdote. Haben wir noch Zeit dafür? Egal, ich erzähl sie einfach.
Ich wäre fast durchs Deutsch-Abitur gefallen!
Als ich mein Abitur gemacht habe, gab es tatsächlich noch Formnoten. Ich hatte schon immer eine „Sauklaue“, wie meine Lehrer sehr häufig klagten. Aber ich konnte gute Aufsätze schreiben.
Zwei der drei Lehrer, die meinen Abi-Aufsatz bewerten sollten, wollten knallhart und ungelesen eine Form-6 geben. Damit wäre ich durchgefallen gewesen.
Meine Deutschlehrerin hat dann die beiden bekniet, dass sie mir wenigstens nur eine Form-5 geben und sie den Aufsatz lesen sollten, da sich meine Aufsätze lohnen würden. Sie konnte sie glücklicherweise überzeugen.
Ich bekam die 5 für die Form, für die 3 anderen Noten (Ausdruck, Rechtschreibung, Grammatik/Orthografie) gabs dafür jeweils Einser. Gesamtnote unabhängig vom Durchschnitt nur eine 3, da die Gesamtnote nicht mehr als 2 Noten besser sein durfte, als die schlechteste Teilnote … und das war nun einmal die blöde Formnote.
2 Jahre später wurde die Form-Note abgeschafft …


Die verhassteste Schullektüre?

Ganz ehrlich?
So etwas gab es nicht.
Ich war eine absolute Leseratte. Ich hab wirklich alles gelesen und wirklich alles, was uns angeboten wurde, habe ich auch gern gelesen.


Haben sie ein Lieblingsbuch?

Das kann ich so gar nicht sagen. Ich liebe das Lesen und habe irrsinnig viel Favoriten. Zumindest im Bereich der Phantastik, mein präferiertes Lesegebiet.
Ob nun Klassiker wie Poe, Verne und Lovecraft oder aktuelle Autoren wie Heitz und George R. R. Martin oder Autoren, die so schräges Zeug machen wie Carlton Mellick III. Da möchte ich mich wirklich nicht festlegen.


Von welchem Autor würden sie auch den Einkaufszettel kaufen?

Von keinem.
Es gab früher zwar Autoren, von denen ich jedes Buch gekauft habe … aber das war mal.
Seitdem ich den Verlag habe, ist das vorbei.


Lesen sie lieber gedruckte Bücher oder bevorzugen sie digitale Medien?
Für mich muss etwas Geschriebenes immer noch vorne und hinten einen Deckel haben. E-Books sind für mich nach wie vor keine echte Alternative. Das mag sich vielleicht ändern, wenn meine Augen schlechter werden – bei Printbüchern lässt sich so schlecht die Schriftgröße ändern. Aber bislang lese ich nach wie vor analog ;)
Für den Verlag, explizit für die Auswahl von Geschichten, setze ich aber schon einen E-Reader ein. 150 Geschichten a 20 Seiten zu drucken, nur um am Ende alles wegzuwerfen und zu sagen „Die 20 kommen ins Buch“ ist mir einfach zu unwirtschaftlich. Da geht es mir noch nicht einmal um Umweltschutz – das ist pure wirtschaftliche Kalkulation.

Letzte Worte:
Unabhängige Studien haben festgestellt, dass Vielleser im Durchschnitt oftmals über ein höheres Nettoeinkommen verfügen, als Nichtleser oder Wenigleser. Und da die meisten Menschen ja gerne mehr Geld in der Tasche hätten, möchte ich einfach einen Rat in die Runde werfen: Lest mehr Bücher!
Vielen Dank für das Interview.


Viele Grüße,
Torsten Low

NEUERSCHEINUNG: Ungeziefer (div.)
NEUERSCHEINUNG: Protektor (Andre Wiesler)
IN VORBEREITUNG: Frischfleisch (Vincent Voss)

Phantastik vom Feinsten
www.verlag-torsten-low.de
Ich habe natürlich zu Danken, das hat mir wirklich Spaß gemacht ich hoffe Torsten Low auch, allerdings muss ich anmerken: Vielleser sein und mehr Geld in der Tasche haben, stimmt leider nicht, oder ich habe das einfach noch nicht lange genug probiert. Lesen gehe.