Mittwoch, 30. November 2016

DNA von Yrsa Sigurdardottir

Inhalt: 
Zwei Frauen werden brutal ermordet, scheinbar ohne Motiv, in der vermeintlichen Sicherheit ihres Zuhauses. Mit der Aufklärung der Morde wird Kommissar Huldar betraut, der mit dieser Beförderung überhaupt nicht gerechnet hatte und sich erst mühsam in die Rolle des leitenden Kommissars einfügen muss unterstützt wird er von einem fähigenTeam und der Psychologin Freya, mit der ihn mehr verbindet als nur die Arbeit. In einem parallelen Handlungsstrang lernen wir den Lebensversager Karl kennen, der nach dem Tod seiner Mutter allein wohnt und seinem einzigen Hobby nach geht, dem Amateurfunk.

Dienstag, 22. November 2016

Whisky für drei alte Damen von Minna Lindgren

Inhalt: Die drei, nicht nur im übertragenen Sinn "Uralten Freundinnen" Siiri, Irma und Anna Liisa, haben die Nase voll vom Lärm, Staub und unangenehmen Einschränkungen, die die Renovierungsarbeiten im Haus Abendhain, mit sich bringen. Sie beschließen eine vorübergehende WG zu gründen.

Meine Meinung: Witzig ohne das Leben der Senioren ins Lächerliche zu ziehen, beschreibt die Autorin Minna Lindgren in ihrem zweiten Buch nach Rotwein für drei alte Damen, wieder einmal das Leben der fidelen Seniorinnen in einem Altenstift und dieses Mal auch in der WG, die diese gründeten. Nicht ahnend, was sich vorher in der Wohnung abspielte. Die frühere Nutzung der Wohnung ist ein Punkt, der immer wieder für Verwicklungen und Missverständnisse sorgt.

Mittwoch, 16. November 2016

Antes de Morir von Alexander Drews

Inhalt: Sandra arbeitet in Spanien für eine deutschsprachige Zeitung, die bisher nur von deutschen Einwanderern und Urlaubern gelesen wurde, ein Artikel über ein seit Jahren aufgegebenes Bordell, in dem es spuken soll den ihr Kollege Jose, Sandras heimlicher Schwarm, verfasst hat, ändert das und so soll sie auf Weisung ihrer Chefin gemeinsam mit dem Kollegen eine zweisprachige Artikelserie über verlassene Orte in Spanien verfassen. Beginnen sollen sie mit Tijodatanales, einer Bergarbeitersiedlung die nach einem Grubenunglück aufgegeben wurde.
Abgelegen und verlassen liegt der auf keiner Karte verzeichnete Ort bewacht von einem Pförtner der das Geheimnis Tijodatanales zu kennen scheint. Und der Ort ist nicht ganz so verlassen, wie es auf den ersten Blick scheint.

Meine Meinung: Erst einmal habe ich mich schlau gemacht, was der Titel bedeutet
Antes de Morir  --- Vor dem Sterben
der Titel passt schon mal sehr gut zu der Handlung des Buches, das eher ruhig ohne große Schockmomente daherkommt, es lebt vom leichten Grusel, der quietschenden Tür, der unheimlichen Atmosphäre die verlassene Orte naturgemäß haben, mir geht es auf jeden Fall so, das unbewohnte Häuser schon immer eine besondere Wirkung auf mich hatten und diese besondere Atmosphäre konnte mir Alexander Drews auch gut vermitteln. Gemeinsam mit Sandra und Jose, erkundete ich das Dorf und lernte auch seine Bewohner kennen und kam natürlich auch hinter das Geheimnis.
Es ist ein bisschen schwierig eine Rezension zu schreiben zu einem Buch, das doch recht kurz ist, ohne zu viel zu verraten, das würde euch die Spannung nehmen und spannend ist es auf jeden Fall und ich habe eine Weile gebraucht um mir auch nur annähernd vorstellen zu können, was hinter allem steckt und gerade als ich dachte, nun könnte mir der Autor mal ein bisschen mehr verraten, tat er das auch, perfektes Timing also. Auch die Auflösung ist schlüssig und gut durchdacht.
Die Protagonisten sind recht bildhaft beschrieben, Sandra ein bisschen molliger als es dem Casanova Jose gefällt und die Bewohner Tijodatanales, etwas unterkühlt aber nicht unfreundlich den beiden Fremden gegenüber.
Ich gebe Antes de Morir eine leseempfehlung für alle die sich gern dem leichten Grusel hingeben.

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.
  • Taschenbuch: 268 Seiten
  • Verlag: Amrun Verlag; Auflage: 1 (4. Juli 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3958692192
  • ISBN-13: 978-3958692190

Montag, 14. November 2016

Die Spiegelstadt von Justin Cronin

Inhalt: Die Zwölf sind vernichtet und mit ihnen ihre Virals, die Überlebenden beginnen die früheren Ereignisse zu verdrängen und ins Land der Sagen und Legenden zu verbannen. Das Leben normalisiert sich. Peter Jaxon ist Präsident der Republik Texas und hat Caleb wie einen eigenen Sohn aufgezogen,der als Erwachsener Mann mit seiner Frau Pim und seinem Sohn auf eine Farm zieht. Michael segelt auf einem kleinen Boot auf dem Meer und herauszufinden ob es wirklich so etwas wie einen Sperrgürtel um Amerika gibt und findet dabei die Bergensfjord ein riesiges Schiff unter Norwegischer Flagge und beschließt sie wieder Seetüchtig zu machen, Sara arbeitet als Ärztin in Kerrville, Alicia, halb Mensch, halb Viral hat ihre Freunde verlassen um ein Kind zur Welt zu bringen, das sie gleich nach der Geburt beerdigen muss, nach einer langen Trauerzeit folgt sie einem Ruf in die Spiegelstadt, Lucius Greer, der Mann des Glaubens, hütet ein Geheimnis.
Und Amy: Amy träumt.

Meine Meinung: Eins vorweg, die Spiegelstadt kann nicht als eigenständiger Roman gelesen werden. 
Der Prolog besteht aus einigen Kapitel der ersten Schriften aus dem Buch der Zwölf, niedergeschrieben von den ersten Chronisten und ist für mich sehr hilfreich gewesen um wieder in die Geschichte rein zukommen und kaum war ich drin, war ich gefangen. Die Spiegelstadt verführt zum Nächte durchlesen.
Manchmal erinnerte es mich an die klassischen Western meiner Kindheit, in denen die Siedler aufbrachen um das Land zu erobern, es urbar zu machen und ihre Kinder dort groß zuziehen, manchmal mutete es an wie ein tragischer Liebesroman aber immer war es spannend.
Justin Cronin hat einen fantastischen Schreibstil, er war in der Lage die Orte und Menschen so zu beschreiben, das es die Bilder in meinem Kopf durchaus mit einem Kinobesuch aufnehmen konnten.
Interessanterweise verzichtet der Autor auf das klassische Gut gegen Böse innerhalb der menschlichen Gemeinschaft, es fehlt der Eine, der nur auf seinen Vorteil bedacht ist und damit skrupellos alle anderen in Gefahr bringt, ein weiterer Pluspunkt für das Buch.Es fehlt aber auch der eine Held, der in strahlender Rüstung sich selbst opfert um die Menschheit zu retten. Gemeinsam, jeder nach seinen Möglichkeiten müssen sich die Protagonisten einem unbesiegbar scheinenden Gegner stellen.
Ich kann gar nicht richtig in Worte fassen, was ich beim Lesen empfunden habe, es klingt vielleicht ein bisschen seltsam wenn man bei einem Horrorroman  das Gefühl hat, nach Hause zu kommen, zu Menschen die man liebt und denen man vollständig vertrauen kann. 
Wie schon erwähnt: Die Spiegelstadt kann nicht allein gelesen werden, ihr müsst die Vorgängerbände lesen um alle Zusammenhänge zu verstehen und auch um sich an den besonderen Aufbau der Bücher zu gewöhnen.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für die gesamte Trilogie.
Die komplette Passage-Trilogie könnt ihr natürlich direkt beim Verlag bestellen.



  • Gebundene Ausgabe: 992 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (31. Oktober 2016)
  • Übersetzer: Rainer Schmidt
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442311802
  • ISBN-13: 978-3442311804
  • Originaltitel: The City of Mirrors




Samstag, 12. November 2016

Das Bücherhaus auf der Schwetzinger Buchmesse (Übung für Leipzig)

Buchmessen sind für mich verlockend und abschreckend zugleich, man hört ja so einiges, Menschenmengen die sich von einem Stand zum nächsten schieben, kein Platz zum Atmen, geschweige denn Zeit sich mit dem einen oder anderen Autor oder Verleger zu unterhalten, aus dem Grund habe ich mir die FBM bisher gespart und schmiede erst jetzt Pläne für die LBM 2017.
Was mir erst seit kurzer Zeit bewusst ist, es gibt ja auch kleinere Messen, die in Schwetzingen z.B.
Also habe ich mich entschlossen erst mal für Leipzig zu üben. ;o)
Mit meiner liebe Freundin Petra Berger vom High Fantasy Blog
http://phantastische-fluchten.blogspot.de/
ging es am frühen Morgen los in die bezaubernde Stadt Schwetzingen, in deren wunderschönem Schloss die Messe stattfand.



31 Verlage stellten dort ihre Bücher vor, von Fantasy über Krimis bis zu Kinderbüchern war alles vertreten was das Leserherz begehrt und Verleger und Autoren die Zeit hatten sich mit den Besuchern zu unterhalten, über ihre Arbeit über die Bücher, deren Covergestaltung und die Beweggründe gerade dieses Buch zu schreiben.

Unter anderem führte ich ein längeres Gespräch mit Susanne Benz vom Traumland-Verlag über ihr Kinderbuch *Ich sehe nicht aus wie eine Prinzessin aber ich bin eine!!!* ein wunderbar illustriertes Buch für Kinder ab 4 Jahren, denen damit nahe gebracht wird, wie toll sie doch sind egal wie sie aussehen, hier könnt ihr euch mal umsehen  Traumland-Verlag, manchmal bedaure ich das meine Kinder schon groß sind und ich auch keine kleinen Kinder im Bekanntenkreis habe.

Ebenso beeindruckend: Der Wind und Sterne Verlag, so etwas habe ich noch nicht gesehen, illustrierte Kriminalromane, Cover die aussehen wie Gemälde, Glückwunschkarten die unter dem Motto Bücherregal statt Tonne, eine abgeschlossene Kurzgeschichte enthalten. 
Wollt ihr mal selber gucken? Wind und Sterne Verlag, mit einem Klick seid ihr schon da und wenn ihr Bücher bestellt, wird euch sogar die Verpackung überraschen.

Natürlich vergesse ich auch den Acabus Verlag nicht, einer der Verlage wegen denen Petra und ich den Weg auf uns genommen habe, schließlich verfolgen wir ihn auf Facebook, da kann ich nur zu sagen
*So viele Bücher, sowenig Zeit* Meine Weihnachtswunschliste ist definitiv gewachsen und ich habe mir unvorsichtiger Weise noch das Verlagsprogramm mitgenommen. seufz
Die Gespräche mit Björn Bedey und Stephanie Ziegler waren sehr informativ und unterhaltsam. 
Schaut euch mal um, aber denkt dran ihr seid selber schuld wenn eure Regale ächzen und der Geldbeutel heult.  Acabus Verlag mit einem Klick seid ihr schon da.


Jetzt kommt gleich die Frage. Und was hast du dir gekauft? Wie geplant: Nichts. Ich neige zu spontan Käufen und komme dann doch nicht zum Lesen, mein SuB ist Meterhoch und das würde mich doch unter Druck setzen, dann macht das Lesen keinen Spaß. 
Ich habe mir viele Bücher für den schon erwähnten Wunschzettel aufgeschrieben, bald ist Weihnachten ;o) 

Und wie hat mir die Übung gefallen, habe ich etwas gelernt?
Es war toll, eine super Atmosphäre in einem wunderbaren Ambiente, viele nette Leute und informative Gespräche. Und ich werde für Leipzig definitiv noch flachere Schuhe anziehen (an dieser Stelle werde ich merken ob Petra meinen kurzen Bericht bis hier gelesen hat).


Mittwoch, 9. November 2016

Im Wald von Nele Neuhaus eine Gastrezension von Baerbel82

Heute mal eine Rezension die nicht aus meiner Feder stammt.

Klappentext: 
Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. Kurz darauf wird eine todkranke alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn vierzig Jahre in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand - und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt. Es bleibt nicht bei zwei Toten. Liegt ein Fluch über dem Dorf?

Baerbel82 meint: Sodom und Gomorrha im Taunus

Endlich ein neuer Fall für Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Sander, früher Kirchhoff vom K11 in Hofheim. Oliver muss sich um seine Tochter Sophia kümmern, weil seine Exfrau sich mal wieder im Ausland aufhält, als er zu einem Brand gerufen wird. Im Wald ist ein Wohnwagen explodiert und dabei kam ein Mann ums Leben. Mordbrand oder Brandmord? Pia, die inzwischen ihren Zoodirektor geheiratet hat, übernimmt…
Nele Neuhaus geht gleich in medias res: Irgendetwas Furchtbares ist geschehen in Ruppertshain im August des Jahres 1972. „Im Wald“ ist Olivers bisher persönlichster Fall. Denn auch die Spuren im hier und jetzt führen nach „Ruppsch“, wie die Einwohner ihr Dorf liebevoll nennen, wo Oliver aufgewachsen ist und alle kennt. „Im Wald“ ist wieder im Taunus verortet. Mit viel Lokalkolorit, einer Prise hessischer Mundart und einer besonderen Thematik.
Danach wird in einem Hospiz die alte Rosie ermordet, der der Wohnwagen gehörte. Schnell ist klar, dass die Morde mit dem Verschwinden von Olivers bestem Freund Artur vor 40 Jahren zu tun haben. Russlanddeutsche, die aus der damaligen Sowjetunion eingewandert waren. Als kurz darauf auch noch der Dorfpfarrer tot aufgefunden wird, bekommen Oliver und sein Team alle Hände voll zu tun…
„Im Wald“ ist bereits der 8. Fall für das sympathische Ermittlerduo Oliver und Pia und überzeugt mit einem ausgefeilten Plot sowie einem gruseligen Setting. Eine extrem tiefenscharfe und nicht selten bissige Milieu-Beobachtung. Klassische Verbrecher finden sich hier nicht. Das Schändliche verbirgt sich hinter wohlfeiler Fassade. Auch mit Gesellschaftskritik spart die Autorin nicht.
Immer mal wieder finden sich Bezüge zu den Vorgängerromanen. So baut man schnell eine Bindung auf, ohne das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Über das Wiedersehen mit Oliver und Pia habe ich mich sehr gefreut. Auch Tariq, der Neue, ist mir sofort ans Herz gewachsen. Denn er ist clever.
Selbst, wenn der Leser der Polizei immer einen Schritt voraus ist, wird dennoch Spannung aufgebaut. Eine Geschichte mit vielen überraschenden und unerwarteten Wendungen und einem intensiven Spannungsbogen. Erst ganz am Ende wird alles schlüssig aufgelöst. Eine abgründige, nicht zu brutale Geschichte, die sich zudem flott und flüssig lesen lässt.


Fazit: Lug und Trug im Taunus. Dunkel, böse und unheimlich unterhaltsam! 5 von 5*

Baerbel82 gibt euch also eine absolute Leseempfehlung, ich denke ich werde das Buch auch mal lesen.

Ihr könnt Im Wald direkt beim Verlag bestellen.
 
  • Kriminalroman
  • Hardcover
  • Hardcover mit Schutzumschlag
  • 560 Seiten

  • ISBN-13 9783550080555
  • Erschienen: 14.10.2016

Samstag, 5. November 2016

The Dry von Jane Harper

Inhalt: Aaron Falk kehrt in seinen Heimatort Kiewarra zurück, den er vor 20 Jahren mit seinem Vater fluchtartig verließ, damals wurde er verdächtigt seine Freundin die 16jährige Ellies ermordet zu haben, zur Rückkehr hat ihn der Tod seines Freundes Luke bewogen, der erst seine Frau und seinen Sohn und dann sich selbst erschossen haben soll, einzig Lukes Mutter und Sergeant Raco glauben nicht an den erweiterten Selbstmord und bitten Aaron der in Melbourne als Polizist arbeitet um Unterstützung, doch Aaron schlägt der geballte Hass der Stadt entgegen, denn auch der Mord an Ellie ist noch nicht aufgeklärt.
Meine Meinung:
Ich hatte etwas anderes erwartet, der Klappentext spricht von einer Dürre die das Land heimsucht eine Dürre die Menschen an den Rand ihrer Existenz bringt und ihre Nerven zum zerreißen spannt, eine Situation die das Leben in Kiewarra in ein Pulverfass verwandelt, das nur noch einen Funken braucht um zu explodieren und dieser Funke könnte die Rückkehr Aaron Falks sein.
Diese Atmosphäre konnte mir das Buch leider nicht vermitteln, aber nichtsdestotrotz war es spannend mitzuerleben wie Aaron und Raco ermitteln und wie harmonisch (anders kann ich es nicht ausdrücken) die beiden Polizisten zusammen arbeiten, da hat die Chemie definitiv gepasst.
In Rückblenden erzählt uns die Autorin von den Geschehnissen in der Vergangenheit, die auch die Gegenwart noch beeinflussen und mich immer wieder rätseln ließen wie und ob überhaupt der Mord an Ellie etwas mit dem erweiterten Selbstmord der Familie Hadler zu tun hat.Die Auflösung kam vielleicht etwas überraschend war in sich aber schlüssig und gut erklärt.
Mich erinnerte The Dry eher an einen Roman, als an einen Krimi oder Thriller, und da hätte ich gern noch mehr von gelesen, mehr von der Geschichte der einzelnen Protagonisten mehr von Kiewarra, kurz von der Autorin wünsche ich mir einen Australienroman.

Jane Harpers Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen und ich hoffe wirklich auf ihr nächstes Werk nicht allzu lange warten zu müssen.

Das Buch kann direkt über den Verlag bestellt werden.

  • Broschiert: 384 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (21. Oktober 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349929026X
  • ISBN-13: 978-3499290268
  • Originaltitel: The Dry
  • Übersetzer: Klaus Timmermann 

Mittwoch, 2. November 2016

Die Stille vor dem Tod von Cody McFayden


Inhalt:
Smoky Barrett und ihr Team werden zu einem Tatort gerufen, eine Familie wurde getötet und grausam in Szene gesetzt.
Die Mörderin bedroht Smoky, wird erschossen und auch der Mörder der Mörderin wird getötet, Smoky wird entführt und in ein riesiges Kellerlabyrinth gebracht in dem ein Museum des Schreckens untergebracht ist aus dem wird sie gerettet und kann sich auf die Jagt nach dem Hintermann machen, denn der tötet weiter......
Das klingt verwirrend? Das ist es auch und das ist ja erst der Anfang, das ganze Buch ist verwirrend und vollkommen abstrus und stellenweise leider gähnend langweilig Cody McFayden lässt seine Leser nicht immer teilhaben am Geschehen, er hat sehr viele Traumsequenzen eingebaut die aber statt irgendetwas zu erhellen nur noch mehr Verwirrung gestiftet haben. Wichtige Informationen werden durch Zeitungsberichte erzählt, statt das der Leser direkt erleben kann was geschah, erfährt er es aufgewärmt aus zweiter Hand.
Leider viel zu selten blitzt das auf, was mich dieses Buch mit Spannung erwarten lies, McFaydens tolle Art seine Protagonistin etwas  sehen zu lassen was andere nicht sehen und somit einen Ermittlungsansatz zu haben den sie braucht um den Fall zu lösen, das hat der armen Smoky in diesem Buch allerdings auch nicht geholfen, denn das Ende ist leider genauso verwirrend und seltsam wie der Rest des Buches und eigentlich auch kein richtiges Ende, der Fall ist nicht abgeschlossen, viele Fragen blieben unbeantwortet. Vielleicht habe ich das Buch einfach nicht richtig verstanden, vielleicht habe ich nicht verstanden was der Autor mir sagen wollte, damit könnte ich leben wenn es sich bei dem Buch um ein anderes Genre handeln würde, bei einem Thriller erwarte ich Spannung und ein bisschen Gänsehaut, beides kam trotz der ausführlich beschrieben Grausamkeiten leider nicht auf, deswegen gibt es auch keine Leseempfehlung von mir.

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover) (26. September 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785725663
  • ISBN-13: 978-3785725665
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren

Dienstag, 1. November 2016

HELIX sie werden uns ersetzen von Marc Elsberg

Inhalt: Ein hochrangiger Politiker bricht bei einem Staatsbesuch zusammen und stirbt, während der Obduktion erscheint ein Zeichen auf seinem Herzen.In Afrika wächst und gedeiht Mais auf dem Feld einer Bäuerin, während auf den Nachbarfeldern die Ernte von Schädlingen vernichtet wird und in den USA wird einem kinderlosen Ehepaar das Angebot gemacht, mittels Gentechnologie ein sonderbegabtes Kind zu bekommen.

Meine Meinung:
Klingt spannend, ist es auch, aber es ist auch ein sehr schwieriges Buch, viele Personen die alle eine wichtige Rolle spielen und sehr viele wissenschaftliche Begriffe und Erklärungen die die volle Konzentration beim Lesen erfordern und man muss dran bleiben am Buch, immer mal nur ein paar Seiten kurz vorm Schlafen gehen, geht nicht dafür ist es zu kompliziert, das wird aber ein bisschen ausgeglichen durch den flüssigen Schreibstil Marc Elsbergs und die recht kurzen Kapitel.
Der Autor entwirft ein erschreckendes Szenario, bei dem ich immer hoffte das es soweit niemals kommen wird, mir aber gleichzeitig klar ist, das die Wissenschaft alles tut was in ihrer Macht steht um es Wirklichkeit werden zu lassen und dabei wird sie von der Politik und den Wirtschaftmächten nach Kräften unterstützt.
Ich hatte leider zeitweise das Gefühl das der Autor ein Grundwissen bezüglich der Thematik voraussetzt, das zumindest bei mir nicht gegeben war, so das ich doch das eine oder andere Mal versucht war Google zu befragen, das habe ich mir aber verkniffen, ich erwarte bei Unterhaltungsliteratur das sie doch zum größten Teil selbsterklärend ist, auch wenn es sich um so ein komplexes Thema handelt.
Nichtsdestotrotz hat mich das Buch gut unterhalten, mein Wissen hat im Nachhinein wohl doch gereicht. 
Ich gebe für das Buch gerne eine Leseempfehlung.

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.

  • Gebundene Ausgabe: 648 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Verlag (31. Oktober 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3764505648
  • ISBN-13: 978-3764505646