Freitag, 24. Februar 2017

Die Prinzen von C.S. Pascat

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Inhalt: Die Prinzen ist ein Sammelband und beinhaltet die drei Romane:
Der verschollene Prinz, zu dem ich schon früher eine Rezension geschrieben hatte.
http://lesenswertesausdembuecherhaus.blogspot.de/2015/07/der-verschollene-prinz-von-cs-pascat.html

Das Duell der Prinzen
und
Die Rückkehr des Prinzen

In den weiteren Geschichten lernen wir die Protagonisten noch besser kennen, ihre Gefühle, treten immer mehr zutage und der gemeinsame Kampf gegen Intrigen und Verrat, bindet Damen und Laurent mehr und mehr aneinander.

Meine Meinung:
Ich mochte schon den ersten Band, der veschollene Prinz und war davon überzeugt, das er nur der Auftakt zu einer fantastischen Trilogie sein könne und ich wurde nicht enttäuscht.
Die Autorin hat es geschafft die komplizierte Beziehung, Damens und Laurent in eine spannende und sehr interessante Geschichte zu verweben und obwohl Laurent als der undurchsichtige und vielleicht auch etwas zwielichtigere der Beiden erscheint, war er mir trotzdem sehr sympathisch auch wenn ich seine Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte, etwas mehr Offenheit hätte ihm gut zu Gesicht  gestanden.  Damen ist der offenere der Beiden, er ist ein Kämpfer, rauh und selbstbewusst und beharrlich, konnte auch er meine Sympathie gewinnen.
Wer jetzt allerdings denkt, in diesem Buch ginge es vordergründig um die Beziehung zwischen Damen und Laurent verbrämt in einem Fantasyumfeld, der wird vielleicht etwas enttäuscht sein oder angenehm überrascht, das kommt auf die jeweilige Erwartungshaltung an.
Es geht um viel mehr, um politische Ränkespiele, Gewalt und Verrat und die Macht der Freundschaft.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen, das ist bei fast 900 Seiten sehr wichtig, nichts lässt mich ein Buch schneller abbrechen als ein zäher Stil, so interessant kann kein Thema sein.
Hier passt aber alles, ein guter Stil und ein spannende Handlung.
Daumen hoch und eine Leseempfehlung von mir.

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.

  • Broschiert: 864 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (13. Februar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 345331820X
  • ISBN-13: 978-3453318205
  • Originaltitel: The Captive Prince Book 1, 2, 3

Donnerstag, 23. Februar 2017

Lesereise in den Tod von Jürgen Schmidt

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Inhalt:
Der Vater der ermordeten Schriftstellerin Mona de la Mare, beauftragt den Privatermittler Andreas Mücke mit der Suche nach dem Mörder. Mona de la Mare, die mit bürgerlichem Namen Ramona Töpfer hieß, wollte ihre Schriftstellerkarriere um jeden Preis vorantreiben und organisierte auf eigene Faust eine Lesereise, an deren Ende ihr Mörder wartete. Kommt der Mörder aus den Reihen ihrer Facebook Fans, mit denen Mona jeden Schritt ihrer Karriere teilte oder ist er Teil ihrer Vergangenheit?

Meine Meinung:
Witzige Kommentare, ein klarer, schnörkelloser Schreibstil, die recht spannende Suche nach dem Täter und fast durchweg sympathische Protagonisten , machen das Krimidebüt Jürgen Schmidts aus.
Ich mochte Mücke, den zweimal geschiedenen, zweifachen Vater der gerade am Beginn einer neuen Beziehung und einer neuer Karriere steht. Hier steht der Ermittler im Vordergrund, man lernt ihn intensiv kennen, seine Gedanken, seine Gefühle nichts bzw. nicht viel bleibt verborgen. Das ist nun etwas was ich in Krimis nicht mag, denn meist werden dadurch die Ermittlungen behindert, hier ist das aber Gott sei Dank nicht der Fall, Mücke ist einfach ein ganz normaler berufstätiger Mann, kein Alkoholmissbrauch, keine Drogen, keine Weltuntergangsstimmung und deshalb passt alles zusammen.

Sonntag, 19. Februar 2017

Alma von Dagmar Fohl

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Kappentext: Der Hamburger Musikalienhändler und Cellist Aaron Stern muss 1939 Deutschland ohne seine Tochter verlassen. Eine verhängnisvolle Odyssee beginnt. Er findet in keinem Land sichere Aufnahme und gerät in die Fänge der Nationalsozialisten. Nach leidvollen Erfahrungen als Schiffsflüchtling und Lagermusiker kehrt er schließlich nach Hamburg zurück. Eine berührende und abenteuerliche Suche nach seiner Tochter beginnt.

Normalerweise schreibe ich hier eine kleine Zusammenfassung des Inhalts. Bei diesem Buch allerdings, geht das nicht, es umfasst gerade mal 200 Seiten, alles was ich außer dem Klappentext erzähle wäre gespoilert, jedes Wort wäre zuviel.

Meine Meinung:
*Das haben wir nicht gewusst*
Jedes Mal wenn ich als Jugendliche diese Worte hörte, hätte ich mein Gegenüber am Liebsten geschüttelt, wie konnten die Grausamkeiten der Nazis so unbemerkt von den Menschen geschehen? Wie konnten die Menschen ihre Augen so fest vor dem was geschah verschließen? Sie konnten, weil sie es wollten.Sie wollten nicht konfrontiert werden mit dem Leid anderer, sie wollten ein Leben in Wohlstand, ohne Sorgen und ohne sich darüber Gedanken machen zu müssen wie es am nächsten Tag weiter geht. All dies versprach ihnen Hitler, und er lieferte ihnen gleich einen Sündenbock für alles was nicht gut war im Land: Juden,Zigeuner,Kommunisten....
Aber nicht nur die Deutschen verschlossen ihre Augen, kaum eine Nation war bereit die Flüchtlinge aufzunehmen.
Das kommt vielleicht dem Einen oder Anderen bekannt vor, wir stehen wieder an der Schwelle zu der Behauptung.
*Das haben wir nicht gewusst*
Die Ausgangssituation ist eine andere, das Ergebnis ähnlich.

Freitag, 17. Februar 2017

Die Frauen von La Principal von Lluís Llach

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Inhalt: Drei Frauen bestimmen über Jahrzehnte, die Geschicke des Weinguts La Principal. Drei Frauen die übrigens alle Maria heißen.
Die erste Maria um die es geht übernimmt 1883 die Leitung des Weinguts, nicht freiwillig, denn ihr Vater bestimmt das sie das Gut das kurz vor der Zerstörung durch die Reblaus steht, hütet während er mit den Brüdern nach Barcelona geht, wo sich die jungen Männer eine glanzvolle Zukunft aufbauen sollen.
Weiter geht es mit der zweiten Maria, die während des Francoregimes das Weingut führt und es endet mit Maria Nummer 3, die in der Gegenwart gegen die immer noch gleichen Vorurteile in der Geschäftswelt ankämpfen muss.


Meine Meinung:
Ich hatte eine Familiensaga erwartet, die Geschichte Dreier Frauen die sich durchsetzen müssen, jede in ihrer Zeit und jede auf ihre ganz eigene Art, das habe ich im Großen und Ganzen auch bekommen, allerdings bekam ich auch unfreiwillig einen Krimi dazu, das war leider aus dem Klappentext nicht ersichtlich und da ich mich nach Klappentext und Cover für ein Buch entscheide, war ich doch ziemlich überrascht.
Der Mord an einem Vorabeiter des Weingut ruft 1936 den Ermittler Recader auf den Plan, der aber durch den 2. Weltkrieg daran gehindert wird den Mord aufzuklären, erst Jahre später nimmt er die Suche nach dem Mörder wieder auf und erfährt nach und nach die Geschichte der Marias. Gleichzeitig spannt der Autor einen Bogen in die Gegenwart, in der die 3. Maria von ihrem Vater, viele Geheimnisse erfährt die nicht nur sie staunen lassen.
Verwirrt? Ja, das war ich während des Lesens teilweise auch und erst am Ende, ergab sich für mich ein rundes Bild.
Die Protagonisten sind gut dargestellt und bildhaft beschrieben, ich hatte gleich ein Bild vor Augen wie sich die fast bewegungsunfähige, weil fettleibige Maria Nr. 1 in einer Sänfte zur Kirche tragen ließ, diese Sänfte diente nicht nur ihrer Bequemlichkeit sondern symbolisierte gleichermaßen ihre Macht über die Menschen die vom Weingut abhängig waren.
Der Schreibstil des Autors passt hervorragend zu der Geschichte ohne aufgesetzt zu wirken und er ist in der Lage die Begebenheiten der einzelnen Zeitabschnitte glaubhaft zu erzählen, die Art wie die Menschen früher miteinander umgingen, die Stellung der einzelnen Personen innerhalb eines Haushaltes, scheinen authentisch.

Der Aufbau des Buches verlangt seinen Lesern viel ab, immer wieder springt der Autor in der Zeit hin und her, so das ein konzentriertes Lesen gefordert wird. Also auf gar keinen Fall ein Buch das sich auf die Schnelle lesen lässt.
Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.





Montag, 13. Februar 2017

Fest der Finsternis von Ulf Torreck

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Inhalt: Während in Frankreich die Pest wütet, werden in Paris die Leichen junger Mädchen gefunden, die kurz vor ihrem Tod ein Kind geboren hatten. Der Polizeiminister Joseph Fouche beschließt den in Ungnade gefallen Polizisten Louis Marais zurück nach Paris zu holen um die Morde aufzuklären. Dieser muss schon bald feststellen, das er der Aufgabe allein nicht gewachsen ist: Hilfe erhofft er sich ausgerechnet vom Marquis de Sade.

Meine Meinung:
Also mal gerade für zwischendurch ist dieses Buch weder von der Seitenzahl noch von seinem Aufbau her geeignet, 670 Seiten liest man nicht mal gerade so weg und wenn der Autor seine Leser dann auch noch in eine ferne Vergangenheit führt, die auch im besten Geschichtsunterricht nur kurz angerissen wurde, bedarf es schon etwas Konzentration. Das Buch spielt im Jahr 1805 zu Zeiten Napoleons.
Marais tappt lange im Dunklen auf der Suche nach dem Mörder und mit ihm ich als Leser, immer wieder hatte ich jemand anderen in Verdacht um ihn auf der nächsten Seite wieder zu auszuschließen, das ist genau das was mir an Krimis gefällt, das Rätseln und Spekulieren wer denn nun verantwortlich ist für all die grauenhaften Taten.
Ihre Ermittlungen führen Marais und de Sade, bis in höchste Regierungskreise und in die Pariser Unterwelt.
Ich muss leider sagen das mir Marais nicht sonderlich sympathisch war, er ist überheblich, ungerecht unfreundlich und schreckt auch vor Nötigung nicht zurück um an sein Ziel zu gelangen, zwar ist sein Verhalten nachvollziebar, bedenkt man unter welchen Umständen er seine Ermittlungen führen muss, aber gefallen muss mir das nicht.
Leider hatte ich im Laufe des Buches häufiger das Gefühl, das mir wichtige Informationen fehlten, Informationen die in einem vorigen Buch vielleicht vorkamen. Nach dem Lesen habe ich erfahren das es tatsächlich eine Vorgeschichte gibt *Vor der Finsternis*, leider ist diese nur als e-book erhältlich, das allerdings als Kindle Edition kostenlos ist.
Nichts desto Trotz habe ich das Buch gern gelesen, Ulf Torreck hat mich in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele blicken lassen.

Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden.

  • Broschiert: 672 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (13. Februar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453677137
  • ISBN-13: 978-3453677135




Sonntag, 12. Februar 2017

Herbstlande von Fabienne Siegmund u.a.

Inhalt: Scarlett und Nathan führen eine glückliche Beziehung. Nathan überhäuft seine Freundin mit Geschenken und Aufmerksamkeit, er will keine Minute ohne sie sein und wird zutiefst traurig,wenn sie nicht Zuhause ist wenn er heimkommt oder wenn sie etwas ohne ihn unternehmen möchte. Und für Scarlett ist niemand wichtiger als Nathan, nicht ihre Freunde, nicht ihre Familie. Als Nathans sehnlichster Wunsch, der nach einem Kind, nicht in Erfüllung geht, greift Scarlett zu einem gefährlichen Mittel: Schreibt man seinen sehnlichsten Wunsch auf einen Zettel und verbrennt diesen in der Halloween Nacht in einer Kürbislaterne, erfüllt ihn die Kürbiskönigin. Doch Scarlett ist ungeduldig und verbrennt den Zettel zu früh. Als Nathan kurz darauf nach einem Unfall ins Koma fällt, weiß Scarlett sofort, dass dies die Strafe für ihre Ungeduld ist und das sie sich auf den Weg machen muss um ihren Geliebten zu retten, auf den Weg zur Kürbiskönigin. In die Herbstlande.

Meine Meinung:
Schon nach den ersten Seiten, war ich völlig gefangen von diesem wunderbaren Buch, gefangen im Herbstland. Die Autoren haben eine Welt erschaffen, die bevölkert wird von zauberhaften Wesen. Scarlett begegnet auf ihrem Weg zur Kürbiskönigin, einem Laubdrachen, Feen, Trollen, Drachen in Katzengestalt und vielen mehr. Diese zauberhaften Gestalten sind von allen beteiligten Autoren, so liebevoll beschrieben ihre charakteristischen und körperlichen Eigenschaften sind so fein ausgearbeitet das ich sie vor mir sah (ich will einen Laubdrachen) zudem ist das Buch mit nicht weniger zauberhaften Illustrationen von Jana Damaris Rech ausgestattet.
Herbstland ist ein Märchen und wie wohl alle Märchen hat es eine tiefere Botschaft. Im Laufe des Buches lernte nicht nur ich Scarlett und ihre Weggefährten immer besser kennen auch Scarlett selbst erfährt auf ihrem Weg immer mehr von sich, sie besinnt sich auf das was sie verloren hat und auf das was wirklich wichtig ist.
Vier Autoren waren an diesem Buch beteiligt (Fabienne Siegmund,Stephanie Kempin,Vanessa Kaiser und Thomas Lohwasser) Ich hatte erwartet zu merken wenn der Autor innerhalb des Buches wechselt, aber die Unterschiede im Schreibstil waren minimal, wäre nicht erwähnt worden welcher Autor seine Leser gerade durch die Herbstlande führt, ich weiß nicht ob ich es bemerkt hätte, sie harmonieren perfekt.
Scarlett, schien mir zu Anfang der Geschichte, etwas unreif und bar jeden Selbstbewusstseins, ihre schien die Stärke zu fehlen, die gleichberechtigte Partner in einer gesunden Beziehung brauchen, sie gibt alles auf um Nathan zu gefallen, so groß scheint ihre Liebe zu ihm zu sein. Nathan? Nathan hätte ich in meinem Leben keine 5 Tage behalten, er nahm Scarlett die Luft zum atmen, schnitt sie von ihrer Familie und Freunden ab und sie merkte es nicht einmal oder wollte es nicht merken. Hier dürfen Menschen die in einer ähnlichen Situation sind, gern parallelen zu ihrem eigenen Leben ziehen und vielleicht etwas für ihr eigenes Leben lernen.
Ich wusste mir würden die richtigen Worte fehlen um meine Gedanken und Gefühle zu diesem Buch auszudrücken, es ist zauberhaft und bekommt von mir eine absolute und von Herzen kommende Leseempfehlung.

Das Buch könnt ihr direkt beim Verlag bestellen.

  • Taschenbuch: 362 Seiten
  • Verlag: Low, Torsten (22. Oktober 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3940036404
  • ISBN-13: 978-3940036407

Mittwoch, 8. Februar 2017

Autoreninterview zur Fantasy Woche 2017 mit T.S.Orgel

Im Rahmen der Fantasywoche durfte ich gemeinsam mit meinen Bloggerkolleginnen Meike und Tania, das Autorenduo T.S.Orgel interviewen.
T.S. Orgel ist das Pseudonym der in Görlitz geborenen Brüder Tom und Stephan.

Ihr Roman Orks vs. Zwerge, der 2012 im Heyne Verlag erschien, wurde im Oktober 2013 als
Bestes deutschsprachiges Debüt mit dem deutschen Phantastikpreis ausgezeichnet.
In den Jahren 2013 und 2014 folgten die Romane Orks vs. Zwerge Fluch der Dunkelheit und Der Schatz der Ahnen (Heyne Verlag München)
Ebenfalls 2015 erschienen Die Blausteinkriege – Das Erbe von Berun, dem 2016 die Fortsetzung, Die Blausteinkriege – Sturm aus dem Süden, folgte. (Beide ebenfalls im Heyne Verlag erschienen).



Leseprobe
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Jetzt aber zum Interview,von dem ich hoffe das es Tom und Stephan genauso viel Spaß gemacht hat wie Meike, Tanja und mir.

Dienstag, 7. Februar 2017

Die Daria-Storm-Reihe+++Blogtour und Rezension zu Der Schinder





Leseprobe

Inhalt:
Zwei Jahre nach dem das letzte Opfer, der Folterexeperte und Polizeiberater Maxim Winterberg, dem Schinder in letzter Minute entkommen konnte, tauchen Leichen auf, deren Körper auf den Schinder als Täter hinweisen.
Die Kommissarin Daria Storm, erkennt schnell die Zusammenhänge und versucht Maxim Winterberg zu einer erneuten Zusammenarbeit zu bewegen. Zunächst vergeblich, denn Winterberg ist zutiefst traumatisiert und hat obendrein sein Gedächtnis verloren. Erst als der Schinder ihn direkt bedroht, gibt er nach.

Meine Meinung: Die Autorinnen Sarah Wedler und Nadine d`Arachart halten sich nicht mit langen Vorreden auf, gleich zu Beginn der Story stößt der Leser gemeinsam mit Daria auf eine grausam zugerichtete Leiche, die eindeutig auf den Schinder hinweist, der vor zwei Jahren von der Bildfläche verschwand. Der Zustand der Leichen lässt darauf schließen das die Morde schon vor längerem geschahen und hätte nicht jemand eindeutige Hinweise auf den Fundort platziert, niemand hätte sie gefunden. Ist der Schinder zurück?
Die Story wirft viele Fragen auf, Fragen die im Laufe des Buches allerdings auch beantwortet werden.Die Protagonisten, allen voran Daria Storm, sind interessant und zum Großteil sehr sympathisch.

Daria, die als allein erziehende Mutter, Beruf und Familie unter einen Hut bringen muss, neigt zu Alleingängen, die sie das ein oder andere Mal in gefährliche Situation bringen.

Martin, ihr Kollege bei der Kripo, der Einzelgänger der Daria immer mal wieder den Kopf zurecht rücken muss.

Maxim Winterberg, der sich auch zwei Jahre nach dem Überfall noch immer verbarrikadiert und sich kaum unter Menschen wagt, dessen einzige Erinnerung aus Fachwissen besteht und der Gefühle für Daria entwickelt.

Und zu guter Letzt: Der Schinder, eine zutiefst gestörte Persönlichkeit, dem nichts mehr Vergnügen bereitet als die Schreie seiner Opfer, er weiß wie man das Leiden verlängert und er kennt sich aus in den Lost Places von Berlin.

Der Schreibstil ist flüssig und schnörkellos, frei von überflüssigem Schnickschnack, so das sich das Buch in einem Zug durchlesen lässt, ich musste unbedingt wissen, wer sich hinter dem Schinder verbirgt und was ihn zu seinen Taten trieb.

Ich vergebe für das Buch eine Leseempfehlung, für alle die es wie ich, etwas härter mögen.

  • Taschenbuch: 218 Seiten
  • Verlag: telescope (16. November 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3959150105
  • ISBN-13: 978-3959150101



Der Schinder treibt sein Unwesen in Berlin, das ist ja an sich keine besondere Erwähnung wert, viele Krimis sind in Berlin angesiedelt, die Besonderheit hier sind die besonderen Orte in Berlin, das alte Olympia Stadion und der von vielen vergessene einzige Freizeitpark der ehemaligen DDR, der Spreepark der im Plänterwald seit Jahren verfällt. Ich musste das Lesen leider immer mal wieder unterbrechen um nach Bildern und weiteren Informationen zu suchen. Dabei bin ich auf Fotos von Peter Klusmann gestoßen.
Hier findet ihr noch viele tolle Bilder von ihm
https://www.pk-foto.eu/galerie/lost-places/
Und ich bedanke mich das ich die Bilder nutzen darf.


©Peter Klusmann
©Peter Klusmann
©Peter Klusmann
Und so sah der Spreewaldpark früher aus, das zweite Bild zeigt das Olympiastadion, das auch im Buch vorkommt und mittlerweile vor sich hin verfällt.


Zur Bildquelle
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  • Teilnehmende Blogs:


Montag, 6. Februar 2017

Der Ruf der Bäume von Tracy Chevalier

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Inhalt: Ohio, in der Mitte des 19. Jahrhunderts, die Familie Goodenoughs besiedelt ein Stück Land in den Black Swamp, hier her hat sie das Schicksal getrieben, denn eigentlich wollten sie weiter in den Westen zu fruchtbarem Ackerland, doch der Black Swamp hat sie im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr losgelassen. Aus den gemeinsamen Anstrengungen Sadies und James, eine Apfelplantage aufzubauen um sich und ihren Kindern eine Zukunft zu sichern, wird im Laufe der Jahre immer mehr ein Krieg zwischen den Eheleuten, denn James will süße Tafeläpfel anbauen während Sadie Mostäpfel vorzieht aus denen Apple Jack gebrannt werden kann, ein Schnaps dem sie immer mehr verfällt. Von den Kindern der Familie erfährt man leider nicht viel, nur Martha und Robert spielen im Buch eine wichtigere Rolle.

Mittwoch, 1. Februar 2017

Ascheland von Oliver Kyr

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Inhalt:
Zacharias Brandt zieht mit seiner Hyäne Else, durch das zerstörte Deutschland im Jahr 2023. Fünf Jahre nachdem eine Katastrophe die Welt zerstörte und die meisten Menschen tötete. Die wenigen Überlebenden setzen ihre ganze Hoffnung auf Brandt, denn er ist der Kindermacher, der Mann der wohl als Einziger noch Kinder zeugen kann.Doch Brandt verachtet die Menschen, die dafür verantwortlich sind, das den Kindern eine ungewisse Zukunft bevorsteht. Auch wenn es so scheint als hätte Brandt kein Ziel, er ist auf der Suche nach einem bestimmten Haus, das ihm in seinen Träumen erscheint.