Freitag, 17. November 2017

Denn die Nacht bringt das Meer von Veronika Bicker

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Inhalt:
Nachdem sie die Leitung ihres Hotels im Schwarzwald an ihre Tochter Janna übergeben hat, zieht Marit ans Meer. Der kleine Ort Nordersiel soll ihre neue Heimat werden, vorübergehend mietet sich Marit in den alten Leuchtturm eines Bekannten ein, doch zur Ruhe kommt sie nicht. Sie fühlt sich beobachtet und Erinnerungen an einen Urlaub mit Janna, die vor Jahren fast im Meer ertrank, werden wach. Im Dorf erfährt Marit von Tomme einem vor Jahrzehnten ertrunken Kind, von Geistern und Legenden rund um Nordersiel und Moorland einer versunkenen Hallig und von vielen toten Kindern.

Meine Meinung:
Man nehme: Eine alleinstehende Frau, ein einsam gelegenes Haus, Sturm, Wind, klappernde Fensterläden und alte Legenden und schon hat man die Grundzutaten für eine Gruselgeschichte. Um diese Geschichte rund zu machen braucht es aber mehr als die Grundzutaten, es braucht die Fähigkeit Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Und diese Fähigkeit hat Veronika Bicker in diesem Buch hier auf jeden Fall bewiesen. Ich war am Meer, ich sah und hörte, was Marit sah und hörte, fast körperlich spürte ich die Bedrohung, der sie ausgesetzt war, bzw. der sie sich ausgesetzt fühlte, denn lange war mir nicht klar, ob alles was geschah nicht der überreizten Fantasie einer vom Leben enttäuschten Frau war, die im Unterbewusstsein ihr schlechtes Gewissen ihrer Tochter gegenüber verarbeitet oder ob die Gefahr real und greifbar ist. (Es handelt sich um einen Mistery Thriller, wohlgemerkt, nicht um eine reine Gruselgeschichte).
Der Autorin ist es gelungen von Beginn an einen Spannungsbogen aufzubauen, der in einem doch überraschenden Finale endet, ich verdächtigte während des Lesens einige Personen hinter allem zu stecken, zwischenzeitlich glaubte sogar ich an Geister.
Denn die Nacht bringt das Meer, bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.

Mit einem Klick auf das Cover, kommt ihr direkt zur Verlagsseite. Das darf gern als Werbung verstanden werden.

  • Taschenbuch: 280 Seiten
  • Verlag: Acabus Verlag; Auflage: Originalausgabe (1. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3862825000
  • ISBN-13: 978-3862825004





Mittwoch, 15. November 2017

Juli what the bird said von Gabriele Auth

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Inhalt: Während eines Krankenhausaufenthaltes lernt Juli im Raucherraum Elsa kennen und erzählt ihr ihre Geschichte, von ihrer kaputten Kindheit mit dem sehr geliebten Alkoholkranken Vater, einer ersten Liebe, die böse endet und der Liebe zu zwei Brüdern zwischen denen sie sich nicht entscheiden kann.

Meine Meinung:
Als mir Juli what the bird said, als Rezensionsexemplar angeboten wurde, wollte ich spontan ablehnen: Ich lese keine Liebesromane und ich habe auch überhaupt keine Zeit für noch ein Buch, vor Weihnachten wird das nix. Dann habe ich mir überlegt, was wenn das Buch kein kitschiger Liebesroman ist, das Cover deutet ja nicht darauf hin und der Titel ist interessant und der Klappentext, machte mich ja auch ein klein wenig neugierig. Also habe ich das Buch angenommen unter der Voraussetzung: Vor Weihnachten wird das aber nichts mit der Rezension.
Das Ergebnis seht ihr hier, ich wollte nur mal kurz rein lesen und war doch schon auf den ersten Seiten so gefangen von Julis Geschichte, das ich nicht mehr aufhören wollte zu lesen.
Die Autorin hat es geschafft mich mit ihrem ruhigen, unaufgeregten Schreibstil in den Bann Julis zu ziehen, sie hat mich in die Zeit zurückversetzt in der Julis Geschichte spielt, in die letzten Tage der Blumenkinder, als es noch möglich schien frei und ungebunden in den Tag hinein zu leben.
Juli lebt ein solches Leben, nachdem sie sich von ihrer ersten großen Liebe getrennt und ihr Studium abgebrochen hat. Nur wird dem Leser, schnell klar sie ist weder frei noch unabhängig.Sie rutscht in die Drogenszene ohne selber Drogen zu nehmen, ist auf Sozialhilfe angewiesen und stützt ihre Drogenabhängigen Freunde und Liebhaber von denen sie nicht loskommt. Mir stellte sich immer wieder die Frage: Wer braucht hier wen?
Wenn Juli die Erzählerin ist, welche Rolle spielt da Elsa? Elsa hört zu, sie wertet nicht und dadurch das sie "nur" zuhört, gibt sie Juli die Chance herauszufinden was in ihrem Leben wirklich wichtig ist.
Vielleicht braucht jeder von uns ab und an mal eine Elsa, jemand Fremdes, dem man seine Geschichte anvertraut um die nächsten Schritte im Leben klarer zu sehen.
Ich vergebe für Juli what the bird said, eine klare Leseempfehlung.
Mit einem Klick auf das Cover, seid ihr direkt auf der Homepage der Autorin. Das darf gern als Werbung verstanden werden.

  • Taschenbuch: 364 Seiten
  • Verlag: TWENTYSIX; Auflage: 1 (28. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 374073261X
  • ISBN-13: 978-3740732615




Dienstag, 14. November 2017

Sarajewo Disco von David Gray

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Inhalt: In Hamburg wird ein Türsteher Boss ermordet und kurz darauf ein Mitglied der Hells Angels, alles deutet darauf hin, das sich ein Kiezkrieg anbahnt. Lewis Boyle der Leiter der Mordkommission setzt alles daran das zu verhindert. Als  Jale Arslan, Kommissarin im Kriminal Dauer Dienst, Hinweise auf ein neues Drogenkartell entdeckt, sieht zunächst nicht jeder einen Zusammenhang.

Meine Meinung:
Auch wenn Lewis Boyle hier schon seinen zweiten Fall löst, habe ich keine Informationen vermisst. Sarajewo Disco kann also gut eigenständig gelesen werden.
Viele Protagonisten und unterschiedliche Handlungsstränge erfordern ein gewisses Maß an Konzentration und Ausdauer beim Lesen, die sollte man zwar bei allem was man liest aufbringen, aber manchmal schadet ein kleiner Hinweis nicht. Das Buch ist nicht dafür geeignet es schnell mal zwischendurch zu lesen. Im Mittelteil zieht es sich auch ein klein wenig, hier kommt dann die geforderte Ausdauer ins Spiel, aber dafür wird man mit einem mehr als spannenden Finale belohnt.
David Gray hat mit Boyle einen authentischen Charakter entwickelt, der flucht, der lügt, der betrügt und auch schon mal einen kleinen Schritt neben der Legalität handelt und seine persönlichen Beziehungen zur Hamburger Unterwelt nutzt um an sein Ziel zu gelangen.
Mit jeder Zeile in dem Buch merkt man: Die Zeiten Derricks sind vorbei, der deutsche Krimi ist in der Realität angekommen, einer Realität in der sich auch die Guten die Finger schmutzig machen müssen um schlimmeres zu verhindern.

Mit einem Klick auf das Cover seit ihr direkt bei der Verlagsseite, das dürft ihr gern als Werbung verstehen.

  • Taschenbuch: 496 Seiten
  • Verlag: Pendragon (25. August 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3865325858
  • ISBN-13: 978-3865325853

Freitag, 10. November 2017

Buchankündigung: Der Schleicher von Nadine d'Arachart und Sarah Wedler






Am 14.11.2017 erscheint der neue Thriller, des erfolgreichen Autorinnenduos Nadine d'Arachart und Sarah Wedler.

Nadine d'Arachart und Sarah Wedler, konfrontieren die Ermittlerin Daria Storm und ihr Team mit bizarren Todesfällen in ganz Deutschland. Handelt es sich wirklich um Unglücksfälle oder doch um einen Serienmörder, dem Schleicher, wie im Internet spekuliert wird?

Wer, wie ich, gern einmal einen härteren Thriller liest, ist bei Daria Storm an der richtigen Adresse. Wie schon Der Schinder und Der Scharfrichter, verspricht der Schleicher Gänsehaut erzeugende Lesestunden.

Neugierig geworden? Das Buch könnt ihr ab dem 14.11.2017 in jeder Buchhandlung eures Vertrauens erwerben oder noch besser direkt bei den Autorinnen, die es auf Wunsch natürlich auch gern signieren. Mit einem Klick auf das Bild gelangt ihr direkt zu ihrer Facebookseite.



Und für alle die in und um Bochum wohnen, habe ich noch einen Veranstaltungstipp. Die Premierenlesung: Zeit für den Schleicher, im Planetarium Bochum. Beginn ist um 20 Uhr und nähere Informationen bekommt ihr HIER.


Die Eckdaten zum Buch:

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: telescope (14. November 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3959150334
  • ISBN-13: 978-3959150330
  • Preis: 9,99 Euro


Donnerstag, 9. November 2017

Sakari lernt, durch Wände zu gehen von Jan Costin Wagner

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Inhalt: Die Meldung das ein nackter, mit einem Messer bewaffneter Mann in einem Brunnen der Stadt Turku steht, lässt den Polizisten Petri Grönholm aufhorchen. Diesen Brunnen sieht er jeden Morgen wenn er aus seinem Fenster sieht und so begibt er sich dorthin. Warum er den jungen Mann erschießt, weiß er selber nicht und bittet seinen Kollegen Kimmo Joentaa um Hilfe, er will mehr über den jungen Mann herausfinden, der offenbar geistig verwirrt war. Kimmo, der mittlerweile allein erziehender Vater ist stößt bei seinen Nachforschungen auf Menschen die alle mit einem tragischen Verlust umgehen müssen, der sie miteinander verbindet und gleichzeitig trennt.

Meine Meinung:
Sakar lernt, durch Wände zu gehen, ist ein Buch das mir sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Weniger durch die Handlung, als durch die Sprache, derer sich Jan Costin Wagner bedient. Schon die ersten Zeilen machen aus der Beschreibung des Geisteszustandes eines Menschen, ein Leseerlebnis der besonderen Art. Jetzt zu erklären was ich beim Lesen empfand, übersteigt meine Sprachgewandtheit allerdings.

Wo andere vielleicht schreiben: Petri schoss auf den nackten Mann.
Bekommt man bei Jan Costin Wagner folgendes zu lesen:

Der nackte Mann erhebt sich, plötzlich, in einer Bewegung, die Petri Grönholm als zugleich ruckartig wie fließend erlebt. Der Mann ist groß und schlank und steht gekrümmt, mit angezogenen Schultern, das Messer mit einer Faust fest umschließend, und er sagt etwas, das Grönholm nicht versteht. Dann ist er nur noch einen Augenblick weit entfernt, und der Augenblick steht still, ist ein Gemälde.
Das Gemälde zeigt ihn selbst. Ihn, Petri, im Zentrum einer Welt, die seine ist, nicht weit von Zuhause. Nur diesen einen Augenblick entfernt. In einer Bewegung erstarrt, die er einstudiert hat.
Dann beginnt die Zeit wieder zu laufen, und die Energie, die Kraft, die Petri Grönholm aufwendet, durchströmt mit ungeheurer Gewalt seinen Körper. Bevor sie endlich seine Fingerspitze erreicht, die den ersten Schuss auslöst.

Das muss man mögen, diese leicht verschnörkelte Sprache, die sich nicht darauf beschränkt eine Situation zu beschreiben sondern sie mit Gefühlen zu füllen. 240 Seiten umfasst das Buch, 240 Seiten von denen ich dachte das ich sie innerhalb eines Lesetages schaffen würde, da habe ich mich allerdings geirrt, denn schnell mal durchlesen geht nicht, so manches Mal musste ich eine Textstelle nochmals lesen um zu begreifen was eigentlich hinter den Worten steht.
Kimmo Joentaa ist ein ungewöhnlicher Ermittler, er will die Zusammenhänge herausfinden, in einem Fall der eigentlich klar zu sein scheint: Polizist erschießt Jugendlichen der ihn mit einem Messer bedroht.
Ihn interessiert die Vorgeschichte, die ich hier natürlich nicht verraten kann, die aber tragische Auswirkungen auf viele Menschen hat.Und wieder fehlen mir die Worte. Sakari lernt durch Wände zu gehen, ist in meinen Augen weniger ein Krimi als ein Schicksalsbericht, sehr spannend und poetisch.
Ich vergebe für das Buch eine absolute Leseempfehlung, für alle die sich einlassen wollen auf den Sog der sprachlichen Bilder.

Mit einem Klick auf das Bild seid ihr, wie immer, direkt auf der Verlagsseite.


Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Galiani-Berlin (9. November 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3869710187
ISBN-13: 978-3869710181

Montag, 6. November 2017

HEX von Thomas Olde Heuvelt

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Inhalt: In dem beschaulichen Örtchen Black Spring scheint die Welt in Ordnung, im idyllischen Hudson Valley umgeben von Wäldern und Flüssen kennen und mögen sich die Menschen. Nur eine wird nicht gemocht: Katherine, eine dreihundert Jahre alte Hexe, aber man hat sich mit ihr arrangiert, durch ein ausgeklügeltes Warnsystem, wird Katherine vor den Augen der Welt versteckt. Und damit niemand etwas verrät gibt es strenge Regeln, niemand von Außerhalb darf jemals etwas von Katherine erfahren, niemand darf ihre Augen und ihren Mund öffnen. Das Internet und die Telefone werden überwacht.
Doch die Teenager des Ortes haben genug von all den Einschränkungen, die ihnen aufgezwungen werden.

Meine Meinung:
Auf den ersten Seiten, schienen die Begegnungen mit Katherine eher amüsant als bedrohlich. Sie taucht unvermittelt in der Küche der Familie Grant auf und bekommt einen Spüllappen über den Kopf geworfen und wird ansonsten ignoriert. Diese Szene zeigt die Abgeklärtheit auf, mit der die Einwohner von Black Springs mit der Situation umgehen.
Und doch spürt man schon schnell, das es nicht so friedlich weitergeht. Tyler der ältere Sohn der Familie Grant, will sich und alle anderen vom Fluch der Hexe befreien und filmt sie bei jeder Gelegenheit um eine Möglichkeit zu finden, den Fluch zu brechen. Fälschlicherweise steht im Klappentext, das eines seiner Videos veröffentlicht wird. Gemeinsam mit seinen Freunden spielt er der Hexe Streiche um auch diese aufzunehmen. Als einer seiner Freunde beginnt die Hexe zu misshandeln läuft alles aus dem Ruder.
Je mehr ich las, desto mehr Mitleid empfand ich mit Katherine, zu Lebzeiten als Hexe verfolgt und getötet findet sie auch im Tod keine Ruhe und als die Misshandlungen durch die Jugendlichen des Städtchens immer gemeiner und brutaler wurden, wuchs auch mein Wunsch das sie die Augen öffnet um allem ein Ende zu setzen.
Mich konnte das Buch nicht zu 100 Prozent überzeugen, das beginnt schon mit den falschen Informationen im Klappentext. Dann war mir schon sehr bald klar, wer die Situation in die Eskalation treiben wird, das nahm wirklich viel von der Spannung, die erst gegen Ende wieder zunahm.

Mit einem Klick auf das Cover kommt ihr direkt zur Verlagsseite.

  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (16. Oktober 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453319060
  • ISBN-13: 978-3453319066
  • Originaltitel: Hex


Mittwoch, 1. November 2017

Autoreninterview: Heute Monika Pfundmeier

Ich durfte mit bezaubernden Monika Pfundmeier, die den Publikumspreis des Deutschen Selfpubliser Preises gewonnen hat, ein Interview führen:



Hallo Monika,
ich freue mich, dass du dich für das Interview zur Verfügung stellst.
Magst du dich den Lesern, die dich noch nicht kennen, kurz vorstellen?

Liebe Manuela,
ich freu mich schon auf deine Fragen und stell mich gerne vor :).

Liebe Leser,
vielen Dank, für Euer Interesse!
Ich bin: Monika Pfundmeier :)
Ich liebe es, Euch – meine Leser - mit meinen Geschichten zu umschlingen und in andere Welten - oder Zeiten - zu entführen und: mich mit Euch auszutauschen.
Seit 2016 lebe ich hauptsächlich als Autorin. Gelegentlich tauche ich noch in IT-Projekten ab (das hilft unheimlich, wenn die monatliche Abbuchung für die Miete ansteht). Die Projektarbeit ist ein spannender und auch stressiger Kontrast. Während dieser Zeiten bin ich viel unterwegs, aber auch zu meinem Leidwesen weniger gut erreichbar und langsamer mit meinen Antworten.
Aufgewachsen bin ich in einem kleineren Dorf in Bayern bei Augsburg. Die Nasenspitze steckte immer zu tief in zu vielen Büchern und der Kopf in den Wolken. Dabei bin ich dann in eine Bankausbildung gestolpert, nebenberufliches Studium, Unternehmensberatung. Gefehlt hat mir eine ganz, ganz lange Zeit der Mut und das Vertrauen – und das Wissen, dass man manchmal einfach nur entscheiden und machen muss – , meinen Träumen zu folgen. 2015 musste und wollte ich mich dann – auch gesundheitlich - entscheiden, wo meine Zukunft liegt. Ich bin aus der Gewohnheit und Sicherheit des Altbekannten auf meinen eigenen Weg getreten.

Frage 1.
Du hast den Publikumpreis des Deutschen Selfpublishing Preises gewonnen, erzähl doch mal wie sich das angefühlt hat.

Im ersten Moment unwirklich ... »Passiert das gerade echt?«. Dann – als und seit sich das Begreifen in meinem Denken breit gemacht: wohlig und voller Wärme. Soviel Leser haben mich und mein erstes Buch unterstützt, so unglaublich vielen hat es gefallen und soviel haben sich aufgerafft, um mir ihre Stimme zu geben. WOW!

Frage 2. Seit wann schreibst du schon und gab es einen Auslöser?

mmmhhhh – irgendwann in der Schule wollte ich mal einen Fantasy-Roman schreiben und ein neues Drehbuch zu »die drei Musketiere« mit einer weiblichen Hauptfigur. Ernsthaft - wenn man das so bezeichnen kann – zu schreiben hab ich dann begonnen ca. 2007 oder 2008 – mit Blutföhre. D.h. ich hab drauflosgeschrieben und die Anfänge waren unstrukturiert und es hat dadurch echt lange gedauert. Aber: Ich bin drangeblieben.

Frage 3. Das Buch mit dem du für den DSP nominiert warst, ist Blutföhre.
Was hat dich dazu bewogen es zu schreiben? 



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Ich fand es sehr wichtig – und irgendwann dringend - diese Geschichte zu erzählen – von einem Menschen, der für seine Werte einsteht, auch wenn es unbequem wird, und von seiner Gefährtin, die dasselbe tut und auch zu ihm steht.
Mein Debüt BLUTFÖHRE gründet auf der Sage von der Blutföhre aus der Gegend um Friedberg (Bayern). Ich bin dort aufgewachsen, hab die Sage gehört, und diese hat mich nicht mehr losgelassen:
Ein aufrechter Edelmann muss gegen Ungerechtigkeit und Widrigkeiten bestehen, die BLUTFÖHRE ist der einzige Beweis seiner Unschuld. Trotzdem folgt ihm die Frau, die er liebt, wohin er auch geht, und ihre Liebe überdauert in den Geschichten bis in unsere Zeit.


Frage 4. Eine meiner Standardfragen, die fiese kommt noch. Welches war deine Lieblingsschullektüre und welche mochtest du gar nicht?

Puh – gar nicht so einfach. Ich hab damals irre viel gelesen. Und mit der Zeit - muss ich gestehen – ist gar nicht so einfach zu unterscheiden, was »neben der Schule« oder »für die Schule« zu lesen war. Nathan, der Weise – das war definitiv Schullektüre, das hab ich sehr gemocht.
Gar nicht .... mochte ich all diese Gedichte, die wir dann hinterher analysieren mussten .... Das lag aber nicht am Text ;)

Frage 5. Planst du vorher genau, was du schreiben willst, oder entwickeln deine Protagonisten im Laufe des Schreibprozesses auch schon mal ein Eigenleben?

Mittlerweile plane ich, wo ich anfange, wo ich ende für die Gesamtgeschichte und für jeden Protagonisten - samt Eigenschaften. Bissl Platz für Entwicklung ist da aber noch ;). Und ja: ab und an entwickeln Protagonisten ein »Eigenleben«. Ich stelle dann fest, dass ich den ein oder anderen wider erwarten doch mag, dass sich die Geschichte besser erklären lässt, wenn dieser oder jener eine größere Rolle bekommt.

Frage 6. Hast du einen Lieblingsautor? Oder ein Lieblingsgenre?

Einige :) Autoren:
Ich hab ziemlichen Respekt vor Goethe, dessen Werke beinah zeitlos sind, ebenso Shakespeare. Das sind allerdings nicht gerade die, die ich zwischendurch mal schnell lese, außerdem wird´s da mit Nachschub schwierig ;). Ich mag die wunderbare Elif Shafak, Joe Abercrombie, Patrick Rothfuß, George RR. Martin, Alan Lightman, John Green, uvm.
Genre:
Fantasy – die Freiheit darin und auch die inneren Perspektiven, die manche Autoren aufzeigen, finde ich inspirierend. Und irgendwann veröffentliche ich auch in diesem Genre.

Frage 7. Woran arbeitest du gerade, ist schon ein neues Buch geplant?

Am 25.10.2017 erscheint LÖWENBLUT, mein zweites Buch – ebenfalls historisch, ebenfalls 13. Jahrhundert und mit ein paar Bekannten aus BLUTFÖHRE. Allerdings: Es ist kein Folgeroman, sondern steht unabhängig von meinem Debüt.
Wenn dafür alles alles abgeschlossen ist, liegen 3 Entwürfe in der Schublade – sehr grobe, an denen ich weiterarbeiten werde. Im kommenden Jahr steht einiges auf meinem Plan und ich will mindestens 2 Bücher veröffentlichen.

Und nun zu meiner Lieblingsfrage, die ein bisschen fies sein soll, wie mir zugetragen wurde.

Frage 8. Wenn dich jemand fragt, warum er gerade deine Bücher lesen sollte. Was antwortest du?
Du darfst mit deiner Antwort hemmungslos Werbung machen.



;) Weil meine Bücher besonders sind. Die Sprache hat eine eigene Melodie, die Geschichte berührt – z.T. auch bis unter die Haut. Zitat einer (sehr lieben Leserin): »[...] Blutföhre ist keine leichte Kost - es ist ein Festmahl [...]«

Gerade ist Monika Pfundmeiers neues Buch: Löwenblut erschienen.



Werbelink ;o)


Vielen Dank, liebe Monika für dieses Interview, es hat mir wirklich  Spaß gemacht.


Wenn ihr mehr mehr erfahren wollt, empfehle ich einen Blick auf folgende Blogs:

https://ullasleseecke.blogspot.de/2017/10/blogtour-zur-blutfohre.html

und Morgen erfahrt ihr bei Martina aus der Leserattenhöhle geschichtliches:

https://leserattenhoehle.blogspot.de/


Sonntag, 29. Oktober 2017

Fever von Deon Meyer

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Inhalt: Nicolaas Storm erzählt fast 50jährig vom Fieber, das den Großteil der Menschheit ausgerottet hat, vom Überlebenskampf gegen wilde Tiere, Krankheiten und dem gefährlichsten Tier: Anderen Menschen.
Auf der Suche nach einer neuen Heimat gründet Nicolaas Vater die Gemeinde Amanzi, die bald andere Menschen anzieht, die ebenso auf der Suche nach Schutz und Gemeinschaft sind, aber auch gewalttätige Banden, die die Stadt bedrohen.
Meine Meinung:
Deon Meyer bedient sich an dem typischen Endzeitszenario, ein Menschenleeres Land, zwei Menschen die auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen sind und das macht er richtig gut. Die Atmosphäre die er schon auf den ersten Seiten des Buches schafft, ist mehr als beklemmend.
Der ewige Kampf ums Überleben, die Angst vor Krankheiten und vor Gangs die sich holen was sie wollen und dabei über Leichen gehen, ist im Buch immer präsent.
Deon Meyer stellt nicht nur Nicolaas und seinen Vater Willem vor auch die weiteren Mitglieder der Gemeinschaft kommen zu Wort. Dank eines Geschichtsprojekts das Willem ins Leben rief, und in dem andere erzählen was sie vermissen und wie sie die einzelnen Ereignisse erlebten.
Da ist Domingo,der sich bald als herausragender Soldat herausstellt und seine Fähigkeiten werden bald unverzichtbar, aber er hütet auch ein Geheimnis, auch er ist wieder ein typischer Endzeitcharakter, dunkel, düster, skrupellos und gleichzeitig verletzlich und sehr loyal.Der Priester Nkosi, der fast schon besessen davon ist eine Christliche Gemeinde entstehen zu lassen.

Ich hatte leider zwischendurch das Gefühl, das sich die Geschichte etwas zieht, Nico erzählt, was zum Mord an seinem Vater führte, den er immer wieder ohne die genaueren Umstände seines Todes zu erläutern., erwähnt. Zugegebener weise, war die Neugier auf die Auflösung in der Mitte des Buches das was mich bei der Stange hielt.
Deon Meyer erzählt aber nicht nur von den Schrecken der Postapocalypse, er beschreibt auch die positiven Dinge, den Zusammenhalt der Überlebenden, den gemeinsamen Anstrengungen eine neue Zivilisation aufzubauen ohne die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen und davon das sich die Natur langsam zu erholen beginnt.
Das Ende gefällt mir persönlich überhaupt nicht. Dazu würde ich gern mehr schreiben, aber dann müsste ich es verraten und das wäre ja absolut unfair neuen Lesern gegenüber. Trotzdem ist es in sich schlüssig und beantwortet so einige Fragen die im Laufe des Buches auftauchen.

Alles in Allem vergebe ich für Fever eine Leseempfehlung.

Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr direkt zur Verlagsseite. ( Was ich hiermit als Werbung kennzeichne)

  • Gebundene Ausgabe: 702 Seiten
  • Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 2 (9. Oktober 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3352009023
  • ISBN-13: 978-3352009020
  • Originaltitel: Fever





Montag, 23. Oktober 2017

Ein Reif von Eisen Die Königschroniken 1 von Stephan M. Rother

Ausnahmsweise bekommt ihr an dieser Stelle den Klappentext, würde ich mich an einer Zusammenfassung versuchen, ich würde mich gnadenlos verhaspeln. Zu viele Personen und Handlungsstränge finden sich auf gerade mal 384 Seiten zusammen.

Im Kaiserreich der Esche herrscht Unruhe. Die Blätter des heiligen Baumes beginnen zu welken – ein Machtwechsel steht kurz bevor. 
Stammesfürst Morwa sucht in der düsteren Zeit die Völker des Nordens unter seinem Banner zu einen. Nur einen Stamm gilt es noch zu besiegen. Eile ist geboten, er spürt sein Ende nahen. Einzig die Kräfte der Sklavin Ildris erkaufen ihm eine letzte Frist. Doch welchem seiner Söhne soll er den Reif des Anführers anvertrauen? Die falsche Entscheidung könnte die Welt in Dunkelheit stürzen.
Zur selben Zeit will die junge Leyken aus dem Oasenvolk des Südens einen Schwur erfüllen: Sie begibt sich auf die Suche nach ihrer Schwester und fällt dabei in die Hände von Söldnern. Kurz darauf findet sie sich in der kaiserlichen Rabenstadt im Netz höfischer Intrigen wieder. 
In der längsten und kältesten Nacht des Jahres spitzen sich die Ereignisse zu, das Schicksal der Welt liegt in den Händen dreier Frauen: Ildris’, die ein Geheimnis mit sich trägt, der ehrgeizigen Leyken und Morwas unehelicher Tochter Sölva. Können sie gegen die Dunkelheit bestehen? Kann eine von ihnen das Land aus der Dunkelheit führen?

Meine Meinung:

Stephan M. Rother, setzt bei seinen Lesern eine gewisse Konzentrationsfähigkeit voraus, wie man es selten findet, immer wieder wechselt er die Handlungsstränge und damit die Protagonisten, immer wieder musste ich mich auf neue Orte einstellen. Wie ein Bild, von dem man immer ein weiteres kleines Stück zu sehen bekommt aber nie das große Ganze.
Der Autor lässt seinen Protagonisten Zeit sich vorzustellen, nach und nach lernt man sie kennen, ihre Charaktereigenschaften, ihre Beweggründe so zu handeln wie sie es tun. Noch wird kein Hauptaugenmerk auf eine der Personen gelegt, sie alle kommen gleichberechtigt zu Wort um es einmal so auszudrücken, ich bin gespannt wie es im zweiten Teil des Buches weitergeht, ob sich einer der Charaktere als Hauptprotagonist herauskristallisiert oder nicht.
Ich kann auch noch keinen Lieblingscharakter benennen, sie alle haben ihre positiven Züge und in ihnen allen liegt ein Geheimnis verborgen, das sie teilweise nicht einmal selbst kennen.
Leider ist die Geschichte nicht in sich abgeschlossen, was ich persönlich sehr schade finde, gerade hatte ich mich etwas zurecht gefunden im Kaiserreich der Esche musste ich es auch schon wieder verlassen.


Mit einem Klick auf das Cover, könnt auch ihr euch auf die gefahrvolle Reise in das Kaiserreich der Esche machen.

  • Broschiert: 384 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (20. Oktober 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 349927356X
  • ISBN-13: 978-3499273568


Dienstag, 17. Oktober 2017

Tausend Teufel von Frank Goldammer

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Inhalt: Zwei Jahre nach Kriegsende leiden die Menschen im zerstörten Dresden bitterste Not. Lebensmittel,Medikamente und  Kohlen sind streng rationiert oder gar nicht erst zu bekommen, dementsprechend aufgeheizt ist die Stimmung gegen die sowjetischen Besatzungsmächte die in der Stadt, alles kontrollieren.
Als kurz nacheinander zwei sowjetische Soldaten tot aufgefunden werden steht Oberkommissar Max Heller vor der schwierigen Aufgabe, die Morde aufzuklären ohne dabei selber ins Visier der SMAD, der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland zu geraten.
Als weitere Morde geschehen muss sich Heller auf ganz dünnem Eis bewegen um auf der einen Seite den Täter zu finden und auf der anderen Seite unschuldige Kinder vor den Besatzern zu schützen.

Meine Meinung: Was für ein Buch, was für eine Geschichte. Natürlich habe ich, wie wohl jeder von den Zuständen nach dem Krieg in Deutschland gehört, von dem Hass und der Angst die besonders den sowjetischen Besatzungsmächten entgegen schlugen, von den tausenden die an Hunger, Kälte und Krankheiten starben und von denen die plötzlich verschwanden und nie wieder auftauchten.
Aber das waren Berichte aus Geschichtsbüchern oder Bruchstücke aus Erzählungen von Verwandten, die eigentlich nicht über ihre Erlebnisse sprechen wollten. Außerdem war das ja im *Osten* bei den *Russen*.
Bevor ich mit dem Lesen begann, hatte ich eine relativ klare Vorstellung von dem was ich lesen würde, einen spannenden Krimi vor der Kulisse einer zerstörten Stadt, ein paar kleinere Schwierigkeiten die der Ermittler Max Heller mit den Besatzungsmächten zu lösen hätte und eine politisch korrekte Auflösung der Morde.
Bekommen habe ich etwas vollkommen anderes. Frank Goldammer führte mir ein Szenario vor Augen, das mir so manches Mal die Tränen in die Augen trieb, seine Beschreibungen der Lebensumstände der damaligen Zeit sind mehr als anschaulich. Ich konnte mir den ständigen Kampf ums Überleben der Erwachsenen und besonders der Kinder die alles verloren hatten recht gut vorstellen. Ich maße mir nicht an zu behaupten das ich nachfühlen konnte wie es damals war, denn das kann niemand, der nicht dabei war.
Zugegebener Maßen rückte der Kriminalfall ab einem bestimmten Punkt etwas ins Hintertreffen, ich wollte eigentlich nur noch wissen wie es den Kindern erging und ob Max Heller, der sich weigert in die SED einzutreten und sich vor allen Vorgesetzten für diese Weigerung rechtfertigen muss, unbeschadet aus allem hervorgeht.
Tausend Teufel, ist ein eindringliches Buch, eines das nicht so schnell aus den Köpfen der Leser verschwinden wird.
Und auch wenn die Krimihandlung für mich nicht immer hoch spannend war, ich habe mich ablenken lassen von den einzelnen Schicksalen es liegt also an mir, nicht am Buch, vergebe ich eine absolute Leseempfehlung.

Mit einem Klick auf das Cover seid ihr, wie immer, direkt beim Verlag.
  • Broschiert: 368 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (13. Oktober 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423261706
  • ISBN-13: 978-3423261708

Sonntag, 15. Oktober 2017

Das Bücherhaus auf der FBM17 Teil 2

Ohne ein Bild der berühmtesten Eule der Messe, geht es nicht. Ich finde sie einfach total schön.

Aber nun weiter mit meinem Bericht. Nachdem mich Martina mit Kaffee versorgt hatte, war ich soweit wieder hergestellt das ich mich auf die Suche nach dem Papierverzierer Verlag, in der Hoffnung dort auf Mario Steinmetz zu treffen und vielleicht auch schon sein neues Buch Armageddon: Horror (Hell's Abyss 3)
erwerben zu können, denn wie ich mittlerweile erfahren hatte, wenn der Autor am Stand ist, darf man auch kaufen. Leider hatte ich Pech und es war nur ein Ansichtsexemplar da, also hieß es *Nur gucken, nicht mitnehmen* Schade aber nicht zu ändern und die nächsten 14 Tage werde ich eben mehr oder weniger geduldig ausharren. 
Dafür hat mir Mario etwas über seine nächsten Projekte erzählt, da kommt einiges auf uns zu.Und wenn ihr auf das Bild klickt, kommt ihr direkt zu Lucy, wenn ihr euch traut. Als e-book gibt es das Buch übrigens schon.


Zu Lucy

Um 15 Uhr war ich mit der wunderbaren Autorin Astrid Korten verabredet, die sich fast eine ganze Stunde Zeit genommen hat um mit mir und Kerstin Dorer von Seehases Lesewelt zu plaudern. Wie haben viel spannendes erfahren, neue aufregende Projekte sind in Planung und wir durften das Cover ihres neusten Thrillers sehen, ich kann euch sagen es ist ein Traum. Und wir sprachen über ihr aktuelles Buch, das Traubenzimmer von dem sie Kerstin und mir ein Exemplar geschenkt hat, Kuschelsocken bekam ich auch noch, für gemütliche Lesestunden, die sind nicht auf dem Bild, die habe ich gleich am Abend noch eingeweiht und drehen ihre erste Runde in der Waschmaschine. Mit einem Klick auf die Bilder, kommt ihr zur Autorenseite oder zu einer Leseprobe. Vielen vielen Dank liebe Astrid, es war so schön dich in Natura zu sehen.






Um 16 Uhr musste ich schon weiter, da sich ein Termin in Luft aufgelöst hatte, hatte ich Zeit um zum Bloggertreff des Gmeiner Verlags zu gehen. Eine gute Entscheidung, denn dort traf ich nicht nur auf die Verlagsmitarbeiter, die sich durch ihre freundliche und herzliche Art auszeichnen, sondern auch auf weitere Bloggerkolleginnen und kollegen, die ich bisher nur vom Lesen kannte. Die Mädels vom Blog  Nicht ohne Buch, sind so lieb und herzlich, so wünsche ich mir alle Begegnungen mit anderen Bloggern. Und ja es gibt sie, männliche Blogger, Roland Reis vom Blog Rolands Bücher, entpuppte sich auch als sehr angenehmer Gesprächspartner. Natürlich vergesse ich auch die anwesenden Autoren nicht, die ihre Bücher vorstellten und danach noch für Gespräche offen waren. Im nächsten Leben werde ich Reich, jawohl, dann wandern die Bücher nicht nur auf meine Wunschliste sondern gleich in meine Taschen.

Den Abschluss bildete das Bloggertreffen von Randomhouse, ab 17.30 trafen sich Blogger und Autoren zu einem gemütlichen Beisammensein, bei leckeren Häppchen und  Getränken, boten sich viele Gelegenheiten mit den Autoren und Bloggern zu plaudern.

Mein Fazit der fbm17. Schön war es, sehr informativ und total entspannt, aber der Messeblues, wie nach Leipzig stellte sich nicht ein.

Das Bücherhaus auf der FBM17 Teil 1


Nachdem ich von der Leipziger Buchmesse im März so begeistert war und von der FBM immer nur gehört habe, wollte ich mir ein eigenes Bild machen. Die Akkreditierung als Blogger kam dann auch recht schnell und am 13.10.2017 machte ich mich früh morgens auf den Weg.

 ©Kerstin Dorer


Um kurz nach 8 war ich ja mit meiner lieben Freundin Petra Berger vom Blog phantastische-fluchten.blogspot.de auf dem Hauptbahnhof verabredet.

Auf der Messe angekommen, hieß es erst mal sich zu orientieren, wo ist wer und mit wem bin ich wann verabredet? Die erste Stunde lief ich also erst mal die Hallen ab, dabei konzentrierte ich mich allerdings auf Halle 3 und Halle 4, mehr ist sowieso nicht zu schaffen wenn man nur einen Tag Zeit hat.

Ein Besuch beim Acabus Verlag war allerdings Pflicht, die Mitarbeiterinnen dort sind immer sehr freundlich und das Verlagsprogramm ist so vielfältig wie das Leben selbst.
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 Ebenso musste ich den Bielefelder Verlag Pendragon aufsuchen, der u.a. herausragende Krimis veröffentlicht, James Lee Burke ist mittlerweile einer meiner Lieblingsautoren geworden und so sind wieder einige Bücher auf meiner Wunschliste gelandet. 
Vielen Dank Günther Butkus, dass du dir Zeit für mich genommen hast.

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Um 10 Uhr kam dann auch Kerstin von Seehases Lesewelt auf der Messe an, damit war unser Trio komplett um sich aber auch bald wieder zu trennen, nach einem frühen Mittagessen an einem der zahlreichen Food Trucks ( sehr leckeres Thailändisches Essen) stand mein erster Termin an. 

Die Veranstaltung der Mainwunder Agentur unter der Leitung von Tanja Rörsch:

Der Blogger Future Place



Der erste Teil der Veranstaltung war für mich leider nicht so interessant, da es Hauptsächlich um die Präsenz der Buchblogger auf You Tube ging, das ist gar nichts für mich, aber wie man auf dem ersten Bild sieht, die Zuhörer hingen gebannt an den Lippen der jungen Damen auf dem Podium (Lippenlesen war sowieso angesagt, da an einem Nachbarstand ausgiebig laut und gar nicht mal so schlecht, gesungen wurde).

Der zweite Teil war da schon interessanter, wenn auch irgendwie traurig, anscheinend muss man einige erwachsene Menschen auf die einfachsten Benimmregeln hinweisen, es ging natürlich um den Kontakt zwischen Bloggern und Verlagen bwz. Autoren. Wie man sie anschreibt, welche Informationen man schon im Vorfeld gibt. Wenn es schon an den einfachsten Höflichkeitsformen mangelt, darf sich niemand wundern, als Rezensent abgelehnt zu werden.

Jetzt kommt ein wirklich ärgerlicher Teil der FBM, also für mich. Was immer mich seit Wochen plagt hat gnadenlos zugeschlagen und ich musste die Veranstaltung früher verlassen und erst mal eine Weile an die frische Luft, die Alternative wäre gewesen das ich umkippe, Platz dafür wäre zwar gewesen, aber das muss ja nicht sein. ;o)
Hier möchte ich mich bei Martina bedanken, die mich begleitet hat.

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Stadt der Tiefe- Der Hüter von Jasmin Jülicher

Zum Buch
Inhalt: Im Jahr 1888 bietet Biota eine Stadt die auf dem Meeresboden erbaut wurde nach dem Großen Krieg eine sichere Zuflucht. Geleitet von den Oberen mangelt es den Bewohnern Biotas an nichts, es gibt keine Gewalt und Wissenschaftler forschen unablässig daran das Leben für die Menschen noch angenehmer zu machen. Alle Erinnerungen an den Krieg und die Zeit vor Biota wurden ausgelöscht und die Bewohner angepasst, für Gedanken gegen die Gemeinschaft und gegen die Obrigkeit ist kein Platz in den Köpfen der Menschen. Doch dann geschieht etwas, das in Biota eigentlich unmöglich ist, eine Frau wurde ermordet und sie bleibt nicht das einzige Opfer.

Meine Meinung:
Zu Beginn der Geschichte erzählt die Autorin Jasmin Jülicher, wie es zu dem großen Krieg kam, dieser Abschnitt ist leider etwas kurz, allerdings verrät er trotzdem den wesentlichen Auslöser für den Krieg: Habsucht, Gier und das Streben nach immer mehr von Allem. Damit habe ich nicht gespoilert, denn das sind die Auslöser für die meisten Konflikte. Aber auch dies gibt es in Biota nicht mehr, es ist friedlich und die Menschen gehen respektvoll miteinander um, alle sind gleich, sofern sie innerhalb ihrer Kaste agieren, denn wie sollte es anders sein, es gibt immer die Höhergestellten, hier sind es die Wissenschaftler und die Oberen.
Schon früh wird in Tests ermittelt welchen Beruf jemand in Biota einnimmt. Alexander hat sich dazu entschieden Hüter zu werden, vergleichbar mit einem Polizisten, der durch die Gänge Biotas geht und den Menschen ein Gefühl von Sicherheit und Ordnung vermittelt, vielmehr hat er auch nicht zu tun, bis zu dem Tag an dem die erste verstümmelte Leiche auftaucht.
Gemeinsam mit der Biologin Nic, macht er sich auf die Suche nach dem Täter. Und hier wird es schwierig, wie kann man ermitteln, wenn niemand etwas von dem Mord erfahren darf, denn Mord gibt es ja nicht.
Ich könnte euch jetzt das gesamte Buch erzählen, die Zusammenhänge erläutern so wie ich sie während des Lesens verstanden habe, aber das wäre schade für euch, denn das Buch ist wirklich lesenswert, nach und nach kommen die Zusammenhänge ans Licht und damit das eine oder andere Geheimnis Biotas. Mit diesen aufgedeckten Geheimnissen stellten sich mir allerdings auch immer mehr Fragen, z. B die nach der Wahrheit über das was während der letzten Jahre an Land vor sich ging.
Eins wird allerdings dem Leser und auch Alexander bald klar: Nichts ist wie es scheint unter der funkelnden Oberfläche Biotas verborgen liegt jede Menge Dreck, den die Oberen auf gar keinen Fall offenbaren wollen.

Die Protagonisten Alexander und Nic sind sehr sympathische Protagonisten, besonders Alexander ist mir ans Herz gewachsen, eigentlich völlig überfordert (Sein Wissen über Mordermittlungen bezieht er aus einem Buch Arthur Connor Doyles) versucht er alles um die Morde aufzuklären, er geht sogar soweit das er dabei selber Gesetze Biotas bricht, er darf z.B. gar nicht allein mit Nic in einem Raum sein, da sie weit über ihm steht.
Nic ist etwas undurchsichtig, sie verstößt von Anfang an gegen alle Regeln im Umgang mit Untergeben, ihre Gründe dafür wurden mir bis zum Schluss nicht ganz klar.

Ich vergebe für die Stadt der Tiefe - Der Hüter, eine Leseempfehlung und hoffe, dass es nicht allzu lange dauert, bis Alexanders und Nics Geschichte weitererzählt wird.

Wenn ihr auch eintauchen wollt in die Tiefen und Untiefen Biotas, mit einem Klick seid ihr ausnahmsweise nicht auf der Verlagsseite, sondern bei Amazon.


  • Taschenbuch: 328 Seiten
  • Verlag: Nova MD; Auflage: Erstauflage (15. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3961114854
  • ISBN-13: 978-3961114856


Dienstag, 10. Oktober 2017

Buchblogger interviewen den Buchhandel zum Deutschen Selfpublishing Preis


Ich durfte an der Aktion Blogger interviewen Buchhändler zum Selfpublishing Preis teilnehmen und habe mich für die Osiandersche Buchhandlung entschieden. Zunächst kontaktierte ich den Filialleiter der Balinger Filiale, Herrn Christian Ludewig.



Das Balinger Team

Herr Ludewig,verwies mich an Herrn Schmitzer, dem Einkaufsleiter der Osianderschen Buchhandlung.


      Das Interview             



1) Möchten Sie sich und die Buchhandlung Osiander kurz vorstellen? Was ist das Besondere an diesem Familienunternehmen?

OSIANDER wurde 1596 in Tübingen gegründet und ist die zweitälteste bestehende Buchhandlung Deutschlands.

Unseren Erfolg verdanken wir vor allem unseren Kunden, die uns vertrauen und unsere Buchhandlungen und den Webshop OSIANDER.de als Ort der Begegnung für Bücherfreunde und Literaturbegeisterte erleben. Unsere kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen für Freude am Lesen, umfassenden Service, persönliche Beratung und herausragende Kulanz.
Eine Anmerkung von mir: Egal in welche Filiale man geht, man trifft immer auf freundliche und kompetente Buchhändler und Buchhändlerinnen. 
Als Bereichsleiter Einkauf verantworte ich bei Osiander den gesamten Einkauf.



2)Worauf achten Sie bei der Auswahl der Aufnahme eines Buches in Ihr Sortiment?

Da gibt es eine Fülle an Gründen, die dazu führen, ob und in welcher Menge wir einen Titel für unsere Buchhandlungen einkaufen:
- Bedeutung und Bekanntheit des Autors, wie haben sich andere Bücher des Autors verkauft,
- wie schätzen wir persönlich des Titel ein,
- voraussichtlicher Verkaufserfolg,
- passt er zu unserem Sortiment und zu unseren Kunden,
- welche Werbemaßnahmen macht der Verlag,
- Gestaltung und Ausstattung des Titels,
- Preis
- erscheint der Titel in einem Verlag, mit dem wir gut zusammenarbeiten,
- mediale Aufmerksamkeit für den Titel,
- Nachfragen von Kunden
- Autoren oder Verlage kommen auf uns zu und bieten uns den Titel an,
- u.v.m.

3) Welche Rolle spielen Lesermeinungen oder Buchbesprechungen von Bloggern bei der Auswahl eines Buches?

Eine zunehmend größere Rolle, das können wir ganz eindeutig beobachten. Bestes Beispiel ist sicher "Spring in eine Pfütze".
Wir beobachten das und wenn uns ein Titel auffällt, kaufen wir ihn i.d.R. auch ein.


4) Beim Deutschen Selfpublishing Preis 2017 werden qualitativ hochwertige und erfolgreiche Romane von Selfpublishern ausgezeichnet. Was halten Sie von dem Preis?


Grundsätzlich eine gute Idee, weil er auf Bücher und Autoren aufmerksam macht.
Ich persönlich bin allerdings etwas skeptisch, ob für Leserinnen und Leser das Kriterium "Selfpublisher" alleine ausreicht, sich für die Bücher zu interessieren. Letztlich müssen sich die Titel neben anderen Titel innerhalb ihres Genres behaupten. Aus diesem Grund haben wir in unseren Buchhandlungen auch keine mit "Selfpublishing" überschriebenen Regale, auch wenn diese Idee immer mal wieder an uns herangetragen wird. Unsere Beobachtung ist, dass sich Kunden für Themen und Inhalte interessieren, durchaus unabhängig von einem Verlag oder Selfpublishing. Das sagt gar nichts über die Qualität der Titel aus. Wenn diese inhaltlich überzeugen, werden Sie sich auch am Markt behaupten.
Autoren eine Plattform zu bieten, ihre Werke bei Osiander veröffentlichen zu können, war auch der Grund, warum wir selbst seit einigen Monaten ein entsprechendes Angebot machen. Siehe: https://www.osiander.de/buch-veroeffentlichen/index.cfm


5) Der Preis ist momentan in aller Munde u. a. ist der historische Roman „Blutföhre“ von Monika Pfundmeier nominiert, kennen sie das Buch und haben sie es vielleicht schon in ihrem Sortiment?
Ganz kurz, falls Sie das Buch noch nicht kennen, worum es eigentlich in dem Buch geht:


Zum Buch


Ja, die Titel sind uns aufgefallen und wir prüfen, welche davon wir führen wollen. Durch den doch etwas regionalen Bezug Ihres Beispiels, sehen wir "Blutföhre" vorrangig in unserer Frankfurter Buchhandlung.
Sicherlich werden wir den oder die Preisträger in unser Sortiment aufnehmen.
6.) Angenommen das Buch würde den Deutschen Selfpublisher Preis gewinnen, wäre das ein Argument für sie dieses Buch in ihr Sortiment aufzunehmen?
s.o. ja


7.) Ich persönlich lese gern Bücher von Selfpublishern, oft hört man das es schwierig ist, diese über den örtlichen Buchhandel zu bekommen, kann ich diese Bücher problemlos in ihrem Geschäft bestellen?
Ja, selbstverständlich! In der Regel sind die Titel in unserem Katalog und Webshop www.osiander.de zu finden (Ausnahme sind allerdings bisher die bei amazon publishing publizierten Titel). Amazon publishing Titel können allerdings auch problemlos im Shop, per Mail, telefonisch oder persönlich vor Ort bestellt werden: Entweder in eine unsere Buchhandlungen zur Abholung, nach Hause portofrei per Post oder in einigen Orten per Fahrradkurier (https://www.osiander.de/service/fahrradkurier.cfm) oder als eBook- Download!
 
Ich bedanke mich bei Stephan Schmitzer für die Zeit die er sich genommen hat und kann jedem meiner Leser die Osianderschen Buchhandlungen ans Herz legen, geht einfach mal in einer Filiale vorbei oder besucht die Webseite.


Weitere Interviews findet ihr bei
Martina: https://leserattenhoehle.blogspot.de/2017/10/blogger-interviewen-buchhandel.html#more
und bei

Ulla: https://ullasleseecke.blogspot.de/2017/10/blogger-interviewen-den-buchhandel.html