Freitag, 17. November 2017

Denn die Nacht bringt das Meer von Veronika Bicker

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Inhalt:
Nachdem sie die Leitung ihres Hotels im Schwarzwald an ihre Tochter Janna übergeben hat, zieht Marit ans Meer. Der kleine Ort Nordersiel soll ihre neue Heimat werden, vorübergehend mietet sich Marit in den alten Leuchtturm eines Bekannten ein, doch zur Ruhe kommt sie nicht. Sie fühlt sich beobachtet und Erinnerungen an einen Urlaub mit Janna, die vor Jahren fast im Meer ertrank, werden wach. Im Dorf erfährt Marit von Tomme einem vor Jahrzehnten ertrunken Kind, von Geistern und Legenden rund um Nordersiel und Moorland einer versunkenen Hallig und von vielen toten Kindern.

Meine Meinung:
Man nehme: Eine alleinstehende Frau, ein einsam gelegenes Haus, Sturm, Wind, klappernde Fensterläden und alte Legenden und schon hat man die Grundzutaten für eine Gruselgeschichte. Um diese Geschichte rund zu machen braucht es aber mehr als die Grundzutaten, es braucht die Fähigkeit Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Und diese Fähigkeit hat Veronika Bicker in diesem Buch hier auf jeden Fall bewiesen. Ich war am Meer, ich sah und hörte, was Marit sah und hörte, fast körperlich spürte ich die Bedrohung, der sie ausgesetzt war, bzw. der sie sich ausgesetzt fühlte, denn lange war mir nicht klar, ob alles was geschah nicht der überreizten Fantasie einer vom Leben enttäuschten Frau war, die im Unterbewusstsein ihr schlechtes Gewissen ihrer Tochter gegenüber verarbeitet oder ob die Gefahr real und greifbar ist. (Es handelt sich um einen Mistery Thriller, wohlgemerkt, nicht um eine reine Gruselgeschichte).
Der Autorin ist es gelungen von Beginn an einen Spannungsbogen aufzubauen, der in einem doch überraschenden Finale endet, ich verdächtigte während des Lesens einige Personen hinter allem zu stecken, zwischenzeitlich glaubte sogar ich an Geister.
Denn die Nacht bringt das Meer, bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.

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  • Taschenbuch: 280 Seiten
  • Verlag: Acabus Verlag; Auflage: Originalausgabe (1. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3862825000
  • ISBN-13: 978-3862825004





Mittwoch, 15. November 2017

Juli what the bird said von Gabriele Auth

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Inhalt: Während eines Krankenhausaufenthaltes lernt Juli im Raucherraum Elsa kennen und erzählt ihr ihre Geschichte, von ihrer kaputten Kindheit mit dem sehr geliebten Alkoholkranken Vater, einer ersten Liebe, die böse endet und der Liebe zu zwei Brüdern zwischen denen sie sich nicht entscheiden kann.

Meine Meinung:
Als mir Juli what the bird said, als Rezensionsexemplar angeboten wurde, wollte ich spontan ablehnen: Ich lese keine Liebesromane und ich habe auch überhaupt keine Zeit für noch ein Buch, vor Weihnachten wird das nix. Dann habe ich mir überlegt, was wenn das Buch kein kitschiger Liebesroman ist, das Cover deutet ja nicht darauf hin und der Titel ist interessant und der Klappentext, machte mich ja auch ein klein wenig neugierig. Also habe ich das Buch angenommen unter der Voraussetzung: Vor Weihnachten wird das aber nichts mit der Rezension.
Das Ergebnis seht ihr hier, ich wollte nur mal kurz rein lesen und war doch schon auf den ersten Seiten so gefangen von Julis Geschichte, das ich nicht mehr aufhören wollte zu lesen.
Die Autorin hat es geschafft mich mit ihrem ruhigen, unaufgeregten Schreibstil in den Bann Julis zu ziehen, sie hat mich in die Zeit zurückversetzt in der Julis Geschichte spielt, in die letzten Tage der Blumenkinder, als es noch möglich schien frei und ungebunden in den Tag hinein zu leben.
Juli lebt ein solches Leben, nachdem sie sich von ihrer ersten großen Liebe getrennt und ihr Studium abgebrochen hat. Nur wird dem Leser, schnell klar sie ist weder frei noch unabhängig.Sie rutscht in die Drogenszene ohne selber Drogen zu nehmen, ist auf Sozialhilfe angewiesen und stützt ihre Drogenabhängigen Freunde und Liebhaber von denen sie nicht loskommt. Mir stellte sich immer wieder die Frage: Wer braucht hier wen?
Wenn Juli die Erzählerin ist, welche Rolle spielt da Elsa? Elsa hört zu, sie wertet nicht und dadurch das sie "nur" zuhört, gibt sie Juli die Chance herauszufinden was in ihrem Leben wirklich wichtig ist.
Vielleicht braucht jeder von uns ab und an mal eine Elsa, jemand Fremdes, dem man seine Geschichte anvertraut um die nächsten Schritte im Leben klarer zu sehen.
Ich vergebe für Juli what the bird said, eine klare Leseempfehlung.
Mit einem Klick auf das Cover, seid ihr direkt auf der Homepage der Autorin. Das darf gern als Werbung verstanden werden.

  • Taschenbuch: 364 Seiten
  • Verlag: TWENTYSIX; Auflage: 1 (28. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 374073261X
  • ISBN-13: 978-3740732615




Dienstag, 14. November 2017

Sarajewo Disco von David Gray

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Inhalt: In Hamburg wird ein Türsteher Boss ermordet und kurz darauf ein Mitglied der Hells Angels, alles deutet darauf hin, das sich ein Kiezkrieg anbahnt. Lewis Boyle der Leiter der Mordkommission setzt alles daran das zu verhindert. Als  Jale Arslan, Kommissarin im Kriminal Dauer Dienst, Hinweise auf ein neues Drogenkartell entdeckt, sieht zunächst nicht jeder einen Zusammenhang.

Meine Meinung:
Auch wenn Lewis Boyle hier schon seinen zweiten Fall löst, habe ich keine Informationen vermisst. Sarajewo Disco kann also gut eigenständig gelesen werden.
Viele Protagonisten und unterschiedliche Handlungsstränge erfordern ein gewisses Maß an Konzentration und Ausdauer beim Lesen, die sollte man zwar bei allem was man liest aufbringen, aber manchmal schadet ein kleiner Hinweis nicht. Das Buch ist nicht dafür geeignet es schnell mal zwischendurch zu lesen. Im Mittelteil zieht es sich auch ein klein wenig, hier kommt dann die geforderte Ausdauer ins Spiel, aber dafür wird man mit einem mehr als spannenden Finale belohnt.
David Gray hat mit Boyle einen authentischen Charakter entwickelt, der flucht, der lügt, der betrügt und auch schon mal einen kleinen Schritt neben der Legalität handelt und seine persönlichen Beziehungen zur Hamburger Unterwelt nutzt um an sein Ziel zu gelangen.
Mit jeder Zeile in dem Buch merkt man: Die Zeiten Derricks sind vorbei, der deutsche Krimi ist in der Realität angekommen, einer Realität in der sich auch die Guten die Finger schmutzig machen müssen um schlimmeres zu verhindern.

Mit einem Klick auf das Cover seit ihr direkt bei der Verlagsseite, das dürft ihr gern als Werbung verstehen.

  • Taschenbuch: 496 Seiten
  • Verlag: Pendragon (25. August 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3865325858
  • ISBN-13: 978-3865325853

Freitag, 10. November 2017

Buchankündigung: Der Schleicher von Nadine d'Arachart und Sarah Wedler






Am 14.11.2017 erscheint der neue Thriller, des erfolgreichen Autorinnenduos Nadine d'Arachart und Sarah Wedler.

Nadine d'Arachart und Sarah Wedler, konfrontieren die Ermittlerin Daria Storm und ihr Team mit bizarren Todesfällen in ganz Deutschland. Handelt es sich wirklich um Unglücksfälle oder doch um einen Serienmörder, dem Schleicher, wie im Internet spekuliert wird?

Wer, wie ich, gern einmal einen härteren Thriller liest, ist bei Daria Storm an der richtigen Adresse. Wie schon Der Schinder und Der Scharfrichter, verspricht der Schleicher Gänsehaut erzeugende Lesestunden.

Neugierig geworden? Das Buch könnt ihr ab dem 14.11.2017 in jeder Buchhandlung eures Vertrauens erwerben oder noch besser direkt bei den Autorinnen, die es auf Wunsch natürlich auch gern signieren. Mit einem Klick auf das Bild gelangt ihr direkt zu ihrer Facebookseite.



Und für alle die in und um Bochum wohnen, habe ich noch einen Veranstaltungstipp. Die Premierenlesung: Zeit für den Schleicher, im Planetarium Bochum. Beginn ist um 20 Uhr und nähere Informationen bekommt ihr HIER.


Die Eckdaten zum Buch:

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: telescope (14. November 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3959150334
  • ISBN-13: 978-3959150330
  • Preis: 9,99 Euro


Donnerstag, 9. November 2017

Sakari lernt, durch Wände zu gehen von Jan Costin Wagner

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Inhalt: Die Meldung das ein nackter, mit einem Messer bewaffneter Mann in einem Brunnen der Stadt Turku steht, lässt den Polizisten Petri Grönholm aufhorchen. Diesen Brunnen sieht er jeden Morgen wenn er aus seinem Fenster sieht und so begibt er sich dorthin. Warum er den jungen Mann erschießt, weiß er selber nicht und bittet seinen Kollegen Kimmo Joentaa um Hilfe, er will mehr über den jungen Mann herausfinden, der offenbar geistig verwirrt war. Kimmo, der mittlerweile allein erziehender Vater ist stößt bei seinen Nachforschungen auf Menschen die alle mit einem tragischen Verlust umgehen müssen, der sie miteinander verbindet und gleichzeitig trennt.

Meine Meinung:
Sakar lernt, durch Wände zu gehen, ist ein Buch das mir sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Weniger durch die Handlung, als durch die Sprache, derer sich Jan Costin Wagner bedient. Schon die ersten Zeilen machen aus der Beschreibung des Geisteszustandes eines Menschen, ein Leseerlebnis der besonderen Art. Jetzt zu erklären was ich beim Lesen empfand, übersteigt meine Sprachgewandtheit allerdings.

Wo andere vielleicht schreiben: Petri schoss auf den nackten Mann.
Bekommt man bei Jan Costin Wagner folgendes zu lesen:

Der nackte Mann erhebt sich, plötzlich, in einer Bewegung, die Petri Grönholm als zugleich ruckartig wie fließend erlebt. Der Mann ist groß und schlank und steht gekrümmt, mit angezogenen Schultern, das Messer mit einer Faust fest umschließend, und er sagt etwas, das Grönholm nicht versteht. Dann ist er nur noch einen Augenblick weit entfernt, und der Augenblick steht still, ist ein Gemälde.
Das Gemälde zeigt ihn selbst. Ihn, Petri, im Zentrum einer Welt, die seine ist, nicht weit von Zuhause. Nur diesen einen Augenblick entfernt. In einer Bewegung erstarrt, die er einstudiert hat.
Dann beginnt die Zeit wieder zu laufen, und die Energie, die Kraft, die Petri Grönholm aufwendet, durchströmt mit ungeheurer Gewalt seinen Körper. Bevor sie endlich seine Fingerspitze erreicht, die den ersten Schuss auslöst.

Das muss man mögen, diese leicht verschnörkelte Sprache, die sich nicht darauf beschränkt eine Situation zu beschreiben sondern sie mit Gefühlen zu füllen. 240 Seiten umfasst das Buch, 240 Seiten von denen ich dachte das ich sie innerhalb eines Lesetages schaffen würde, da habe ich mich allerdings geirrt, denn schnell mal durchlesen geht nicht, so manches Mal musste ich eine Textstelle nochmals lesen um zu begreifen was eigentlich hinter den Worten steht.
Kimmo Joentaa ist ein ungewöhnlicher Ermittler, er will die Zusammenhänge herausfinden, in einem Fall der eigentlich klar zu sein scheint: Polizist erschießt Jugendlichen der ihn mit einem Messer bedroht.
Ihn interessiert die Vorgeschichte, die ich hier natürlich nicht verraten kann, die aber tragische Auswirkungen auf viele Menschen hat.Und wieder fehlen mir die Worte. Sakari lernt durch Wände zu gehen, ist in meinen Augen weniger ein Krimi als ein Schicksalsbericht, sehr spannend und poetisch.
Ich vergebe für das Buch eine absolute Leseempfehlung, für alle die sich einlassen wollen auf den Sog der sprachlichen Bilder.

Mit einem Klick auf das Bild seid ihr, wie immer, direkt auf der Verlagsseite.


Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Galiani-Berlin (9. November 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3869710187
ISBN-13: 978-3869710181

Montag, 6. November 2017

HEX von Thomas Olde Heuvelt

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Inhalt: In dem beschaulichen Örtchen Black Spring scheint die Welt in Ordnung, im idyllischen Hudson Valley umgeben von Wäldern und Flüssen kennen und mögen sich die Menschen. Nur eine wird nicht gemocht: Katherine, eine dreihundert Jahre alte Hexe, aber man hat sich mit ihr arrangiert, durch ein ausgeklügeltes Warnsystem, wird Katherine vor den Augen der Welt versteckt. Und damit niemand etwas verrät gibt es strenge Regeln, niemand von Außerhalb darf jemals etwas von Katherine erfahren, niemand darf ihre Augen und ihren Mund öffnen. Das Internet und die Telefone werden überwacht.
Doch die Teenager des Ortes haben genug von all den Einschränkungen, die ihnen aufgezwungen werden.

Meine Meinung:
Auf den ersten Seiten, schienen die Begegnungen mit Katherine eher amüsant als bedrohlich. Sie taucht unvermittelt in der Küche der Familie Grant auf und bekommt einen Spüllappen über den Kopf geworfen und wird ansonsten ignoriert. Diese Szene zeigt die Abgeklärtheit auf, mit der die Einwohner von Black Springs mit der Situation umgehen.
Und doch spürt man schon schnell, das es nicht so friedlich weitergeht. Tyler der ältere Sohn der Familie Grant, will sich und alle anderen vom Fluch der Hexe befreien und filmt sie bei jeder Gelegenheit um eine Möglichkeit zu finden, den Fluch zu brechen. Fälschlicherweise steht im Klappentext, das eines seiner Videos veröffentlicht wird. Gemeinsam mit seinen Freunden spielt er der Hexe Streiche um auch diese aufzunehmen. Als einer seiner Freunde beginnt die Hexe zu misshandeln läuft alles aus dem Ruder.
Je mehr ich las, desto mehr Mitleid empfand ich mit Katherine, zu Lebzeiten als Hexe verfolgt und getötet findet sie auch im Tod keine Ruhe und als die Misshandlungen durch die Jugendlichen des Städtchens immer gemeiner und brutaler wurden, wuchs auch mein Wunsch das sie die Augen öffnet um allem ein Ende zu setzen.
Mich konnte das Buch nicht zu 100 Prozent überzeugen, das beginnt schon mit den falschen Informationen im Klappentext. Dann war mir schon sehr bald klar, wer die Situation in die Eskalation treiben wird, das nahm wirklich viel von der Spannung, die erst gegen Ende wieder zunahm.

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  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (16. Oktober 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453319060
  • ISBN-13: 978-3453319066
  • Originaltitel: Hex


Mittwoch, 1. November 2017

Autoreninterview: Heute Monika Pfundmeier

Ich durfte mit bezaubernden Monika Pfundmeier, die den Publikumspreis des Deutschen Selfpubliser Preises gewonnen hat, ein Interview führen:



Hallo Monika,
ich freue mich, dass du dich für das Interview zur Verfügung stellst.
Magst du dich den Lesern, die dich noch nicht kennen, kurz vorstellen?

Liebe Manuela,
ich freu mich schon auf deine Fragen und stell mich gerne vor :).

Liebe Leser,
vielen Dank, für Euer Interesse!
Ich bin: Monika Pfundmeier :)
Ich liebe es, Euch – meine Leser - mit meinen Geschichten zu umschlingen und in andere Welten - oder Zeiten - zu entführen und: mich mit Euch auszutauschen.
Seit 2016 lebe ich hauptsächlich als Autorin. Gelegentlich tauche ich noch in IT-Projekten ab (das hilft unheimlich, wenn die monatliche Abbuchung für die Miete ansteht). Die Projektarbeit ist ein spannender und auch stressiger Kontrast. Während dieser Zeiten bin ich viel unterwegs, aber auch zu meinem Leidwesen weniger gut erreichbar und langsamer mit meinen Antworten.
Aufgewachsen bin ich in einem kleineren Dorf in Bayern bei Augsburg. Die Nasenspitze steckte immer zu tief in zu vielen Büchern und der Kopf in den Wolken. Dabei bin ich dann in eine Bankausbildung gestolpert, nebenberufliches Studium, Unternehmensberatung. Gefehlt hat mir eine ganz, ganz lange Zeit der Mut und das Vertrauen – und das Wissen, dass man manchmal einfach nur entscheiden und machen muss – , meinen Träumen zu folgen. 2015 musste und wollte ich mich dann – auch gesundheitlich - entscheiden, wo meine Zukunft liegt. Ich bin aus der Gewohnheit und Sicherheit des Altbekannten auf meinen eigenen Weg getreten.

Frage 1.
Du hast den Publikumpreis des Deutschen Selfpublishing Preises gewonnen, erzähl doch mal wie sich das angefühlt hat.

Im ersten Moment unwirklich ... »Passiert das gerade echt?«. Dann – als und seit sich das Begreifen in meinem Denken breit gemacht: wohlig und voller Wärme. Soviel Leser haben mich und mein erstes Buch unterstützt, so unglaublich vielen hat es gefallen und soviel haben sich aufgerafft, um mir ihre Stimme zu geben. WOW!

Frage 2. Seit wann schreibst du schon und gab es einen Auslöser?

mmmhhhh – irgendwann in der Schule wollte ich mal einen Fantasy-Roman schreiben und ein neues Drehbuch zu »die drei Musketiere« mit einer weiblichen Hauptfigur. Ernsthaft - wenn man das so bezeichnen kann – zu schreiben hab ich dann begonnen ca. 2007 oder 2008 – mit Blutföhre. D.h. ich hab drauflosgeschrieben und die Anfänge waren unstrukturiert und es hat dadurch echt lange gedauert. Aber: Ich bin drangeblieben.

Frage 3. Das Buch mit dem du für den DSP nominiert warst, ist Blutföhre.
Was hat dich dazu bewogen es zu schreiben? 



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Ich fand es sehr wichtig – und irgendwann dringend - diese Geschichte zu erzählen – von einem Menschen, der für seine Werte einsteht, auch wenn es unbequem wird, und von seiner Gefährtin, die dasselbe tut und auch zu ihm steht.
Mein Debüt BLUTFÖHRE gründet auf der Sage von der Blutföhre aus der Gegend um Friedberg (Bayern). Ich bin dort aufgewachsen, hab die Sage gehört, und diese hat mich nicht mehr losgelassen:
Ein aufrechter Edelmann muss gegen Ungerechtigkeit und Widrigkeiten bestehen, die BLUTFÖHRE ist der einzige Beweis seiner Unschuld. Trotzdem folgt ihm die Frau, die er liebt, wohin er auch geht, und ihre Liebe überdauert in den Geschichten bis in unsere Zeit.


Frage 4. Eine meiner Standardfragen, die fiese kommt noch. Welches war deine Lieblingsschullektüre und welche mochtest du gar nicht?

Puh – gar nicht so einfach. Ich hab damals irre viel gelesen. Und mit der Zeit - muss ich gestehen – ist gar nicht so einfach zu unterscheiden, was »neben der Schule« oder »für die Schule« zu lesen war. Nathan, der Weise – das war definitiv Schullektüre, das hab ich sehr gemocht.
Gar nicht .... mochte ich all diese Gedichte, die wir dann hinterher analysieren mussten .... Das lag aber nicht am Text ;)

Frage 5. Planst du vorher genau, was du schreiben willst, oder entwickeln deine Protagonisten im Laufe des Schreibprozesses auch schon mal ein Eigenleben?

Mittlerweile plane ich, wo ich anfange, wo ich ende für die Gesamtgeschichte und für jeden Protagonisten - samt Eigenschaften. Bissl Platz für Entwicklung ist da aber noch ;). Und ja: ab und an entwickeln Protagonisten ein »Eigenleben«. Ich stelle dann fest, dass ich den ein oder anderen wider erwarten doch mag, dass sich die Geschichte besser erklären lässt, wenn dieser oder jener eine größere Rolle bekommt.

Frage 6. Hast du einen Lieblingsautor? Oder ein Lieblingsgenre?

Einige :) Autoren:
Ich hab ziemlichen Respekt vor Goethe, dessen Werke beinah zeitlos sind, ebenso Shakespeare. Das sind allerdings nicht gerade die, die ich zwischendurch mal schnell lese, außerdem wird´s da mit Nachschub schwierig ;). Ich mag die wunderbare Elif Shafak, Joe Abercrombie, Patrick Rothfuß, George RR. Martin, Alan Lightman, John Green, uvm.
Genre:
Fantasy – die Freiheit darin und auch die inneren Perspektiven, die manche Autoren aufzeigen, finde ich inspirierend. Und irgendwann veröffentliche ich auch in diesem Genre.

Frage 7. Woran arbeitest du gerade, ist schon ein neues Buch geplant?

Am 25.10.2017 erscheint LÖWENBLUT, mein zweites Buch – ebenfalls historisch, ebenfalls 13. Jahrhundert und mit ein paar Bekannten aus BLUTFÖHRE. Allerdings: Es ist kein Folgeroman, sondern steht unabhängig von meinem Debüt.
Wenn dafür alles alles abgeschlossen ist, liegen 3 Entwürfe in der Schublade – sehr grobe, an denen ich weiterarbeiten werde. Im kommenden Jahr steht einiges auf meinem Plan und ich will mindestens 2 Bücher veröffentlichen.

Und nun zu meiner Lieblingsfrage, die ein bisschen fies sein soll, wie mir zugetragen wurde.

Frage 8. Wenn dich jemand fragt, warum er gerade deine Bücher lesen sollte. Was antwortest du?
Du darfst mit deiner Antwort hemmungslos Werbung machen.



;) Weil meine Bücher besonders sind. Die Sprache hat eine eigene Melodie, die Geschichte berührt – z.T. auch bis unter die Haut. Zitat einer (sehr lieben Leserin): »[...] Blutföhre ist keine leichte Kost - es ist ein Festmahl [...]«

Gerade ist Monika Pfundmeiers neues Buch: Löwenblut erschienen.



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Vielen Dank, liebe Monika für dieses Interview, es hat mir wirklich  Spaß gemacht.


Wenn ihr mehr mehr erfahren wollt, empfehle ich einen Blick auf folgende Blogs:

https://ullasleseecke.blogspot.de/2017/10/blogtour-zur-blutfohre.html

und Morgen erfahrt ihr bei Martina aus der Leserattenhöhle geschichtliches:

https://leserattenhoehle.blogspot.de/