Freitag, 19. Januar 2018

Mutwille von Kai Lüdders

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Inhalt: Paul Schneider ist mit Leib und Seele Lobbyist, er arbeitet für ein Gesundheitsunternehmen das sich UMC nennt. Sein Ziel ist es,  unschuldig Erkrankten und Leidenden Zugang zur Bestmöglichen medizinischen Versorgung zu ermöglichen unabhängig von ihrem sozialen Status.Schneider geht dafür unkonventionelle Wege und schreckt auch nicht davor zurück, Karrieren zu zerstören und die Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen . Unterstützt wird er dabei vom Eigentümer der UMC Bruckmeier,dessen Beziehungen bis in die Führungsetagen der Politik reichen. Als in Deutschland ein mutiertes Lassa Fieber Virus ausgebrochen sein soll, sieht sich Schneider fast am Ziel seiner Wünsche, denn plötzlich wird Gesundheit zum höchsten Gut.

Meine Meinung: Als ich gerade die Inhaltsangabe schrieb, wurde mir klar wie schwierig es sein kann die Balance zu halten zwischen: "So viele Informationen herauszugeben wie nötig um Neugierig zu machen und so wenige wie möglich um nicht zu viel zu verraten"
Mutwille ist das Debüt des Autors und ich muss sagen, es ist ihm fast auf ganzer Linie gelungen.
Er hat es geschafft ein Schreckensszenario zu entwickeln, das sich genau so abspielen könnte, würde es zur Wirklichkeit. Millionen Menschen in Angst vor einem Virus den jeder zunächst unentdeckt in sich tragen könnte, für das es kein Gegenmittel gibt und das fast unausweichlich tötet. Panik und die Suche nach dem Schuldigen blieben sicher nicht aus. Und die Politiker würden sicherlich auch in der Realität beschwichtigen und verharmlosen oder die Angst der Bürger weiter schüren und die Stimmung anheizen, je nach dem was sie sich davon versprechen.
Man darf allerdings weder in dieser fiktionalen Geschichte noch in der Realität vergessen wer die Fäden im Hintergrund zieht.
Kai Lüdders erzählt die Geschichte aus der Sicht der jeweils agierenden Person und mit Zeitsprüngen in die Vergangenheit ( Das ist aber jeweils gekennzeichnet), das scheint nur auf den ersten Blick etwas verwirrend, hilft aber sehr die komplexe Story zu verstehen.
Seine Protagonisten sind mal mehr mal weniger detailreich beschrieben, die Hauptpersonen allerdings konnte ich mir ausnahmslos bildlich vorstellen, bei den Randfiguren ist dies auch nicht nötig. Die Story an sich ist, komplex, hochspannend und bedrückend denn genauso kann es passieren, genauso werden die Menschen reagieren, es bleibt nur zu hoffen das im Falle eines Falles an den wichtigen Stellen im Land nicht Profit- und Machtgier an oberster Stelle stehen sondern der Mensch.

Ich vergeben für Mutwille eine absolute Leseempfehlung.

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  • Taschenbuch: 364 Seiten
  • Verlag: Velum Verlag; Auflage: 1. (15. November 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3947424000
  • ISBN-13: 978-3947424009

Dienstag, 16. Januar 2018

Nichts drin: Ein Homöopathie Krimi von Irene Matt

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Inhalt: Die Komissarin Alexandra Rau und ihr Kollege Isidor Rogg werden zu einem Todesfall auf einen Bauernhof im Hotzenwald gerufen, der sich allerdings als Selbstmord herausstellt und die Ermittler den Fall somit schnell abschließen können. Der Sturz aus dem Fenster eines hochrangingen Bankangestellen, wirft da schon eher Fragen auf, für Selbstmord hatte er kein Motiv, für Mord gibt es keine Beweise. Erst Kommissar Zufall führt zu einem Geständnis des vermeintlichen Täters und zu einem Zusammenhang der beiden Todesfälle.

Meine Meinung:
Zunächst einmal, ich persönlich halte nichts aber auch gar nichts von Homöopathischen Heilmethoden aber ein kluger Mann sagte wohl einmal: Wer heilt, hat Recht. Und für manche Menschen ist die Homöopathie, dass was sie heilt oder zumindest ihre Beschwerden lindert. So habe ich im Verlauf dieses Krimis das eine oder andere Mal mit dem Kopf geschüttelt.
Trotzdem hat mir das Buch der Autorin Irene Matt, bis auf kleine Abstriche gut gefallen, ihr Schreibstil ist angenehm unaufgeregt und sie verzichtet auf wilde Verfolgungsjagden oder gar Schießereien. Die Hauptprotagonisten Alexandra und Isidor sind ein gut eingespieltes Team, das mit den jeweiligen Macken und Eigenheiten des Anderen gut umzugehen weiß.
Nichts Drin? ist mehr als ein Krimi der mit der Festnahme des Täters ändert, an diese Festnahme schloss sich noch die Gerichtsverhandlung mit den im Klappentext erwähnten medizinischen Gutachten an und mir stellte sich unweigerlich die Frage nach der Wirksamkeit Homöopathischer Medikamente. Manches im Buch erschien mir doch zu Hanebüchen, wie z.B. der Schlaganfallpatient der nach der Verabreichung der passenden Globuli innerhalb weniger Stunden wieder vollkommen hergestellt war. Hier kommt allerdings wieder meine persönliche Skepsis zum Tragen.
Weit mehr gestört haben mich die eine oder andere Länge im Buch, Szenen die zwar wie alles andere gut geschrieben waren aber nicht wirklich etwas zur Handlung beitrugen, ein bisschen mehr Tempo hätte dem Buch gut getan.
Wenn jetzt jemand fragt, was genau ich meine, muss ich passen, ich mache mir während des Lesen keine Notizen um Highlights oder störende Szenen zitieren zu können. So lese ich im Allgemeinen nicht, ich bewerte das Gesamtlesevergnügen und so bekommt
Nichts drin? von Irene Matt
eine Leseempfehlung von mir.

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  • Gebundene Ausgabe: 361 Seiten
  • Verlag: Verlag am Eschbach (22. Februar 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3869175532
  • ISBN-13: 978-3869175539


Samstag, 13. Januar 2018

Fesselnde Geschichten aus der Anderswelt von Manati Herz

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Inhalt:
Manati Herz lernt auf einem nächtlichen Spaziergang, einen Kobold kennen, den getreuen Vonsch, den sie aus Miteid und wohl auch aus Neugier mit zu sich nach Hause nimmt und fortan bei sich wohnen lässt. Um sich besser kennen zulernen erzählen sich die Beiden, fantastische Geschichten und Episoden aus ihrem Leben.

Meine Meinung:
Nicht in jeder Geschichte konnte ich einen Bezug zur Phantastischen Literatur herstellen, als Beispiel: Das Akazien Honig Komplott, diese Geschichte spielt komplett in der realen Welt und erzählt davon, wie wichtig vermeintliche Kleinigkeiten für unser Wohlbefinden sein können.
Im Gegensatz dazu, stehen dann Geschichten wie Die Hasenpfote, die Nachtmahren erzählt, die ihre Opfer im Schlaf heimsuchen und ihre Lebensenergie rauben, eine leicht gruselige Geschichte, wie geschaffen für Abende am Lagerfeuer.

Obwohl, wie ich schon schrieb, nicht alle Geschichten der Phantastik zuzuordnen sind, wie es der Klappentext verspricht, hatte doch jede Einzelne ihren besonderen Charme und war gut erzählt, sonst hätte ich nach den ersten Seiten  das Buch abgebrochen, denn es beginnt damit das die Protagonistin Manati Herz an ihrem Geburtstag mit einem Freund eine Ballettaufführung besuchen will, zu der dieser weder Lust noch Geld hat, da er aber in sie verliebt zu sein scheint, geht er mit. Mehr erzähle ich euch an dieser Stelle nicht, nur noch soviel: Ich hätte die Zicke da stehen lassen und mich niemals wieder mit ihr abgeben.
Aber glücklicherweise trifft Manati dann ja auf den Vonsch und wir erfahren seine Geschichte.
Zu den Protagonisten, ich hatte immer Pumuckle vor Augen, den kleinen, frechen Kobold aus der gleichnamigen Kinderserie, auch der hatte nur Schabernack im Kopf und war seinem Meister Eder gegenüber ziemlich fordernd, nur das Meister Eder mehr Ruhe und Gelassenheit ausstrahlte, etwas der Protagonistin Manati Herz wohl noch fehlt und so gibt es schon das eine oder andere Mal Streit zwischen den Beiden, die sich aber trotzdem von Herzen lieben.

Alles in Allem sind die Fesselnden Geschichten aus der Anderswelt durchaus lesenswert.

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  • Broschiert: 215 Seiten
  • Verlag: Manati Herz; Auflage: limitierte Erstauflage (16. Dezember 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3981939301
  • ISBN-13: 978-3981939309

Dienstag, 9. Januar 2018

Die Eishexe von Camilla Läckberg

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Inhalt: Im Abstand von 30 Jahren werden in Fjällbacka zwei kleine Mädchen ermordet, die vierjährigen lebten auf dem selben Hof und wurden am selben Ort tot aufgefunden.Nur ein Zufall oder haben die beiden Mädchen die damals die Tat gestanden und dann widerrufen haben etwas mit dem erneuten Todesfall zu tun?
Erica Falck, die gerade an einem Buch über den früheren Fall arbeitet, steht ihrem Mann dem Hauptkommissar Patrik Hedström wie schon früher mit Rat und Tat zur Seite.

Mein Meinung:
Ich muss leider sagen das mich an diesem Buch einiges störte, es handelt sich um den eindeutig schwächsten Band der Reihe.
Zunächst einmal der Klappentext in dem steht das Patrik auf Zusammenhänge mit einer alten Legende aus dem 17. Jahrhundert stößt, diese Geschichte bekommt zwar einen eigenen Handlungsstrang den Bezug zu den gegenwärtigen Geschehnissen stellt die Autorin aber erst ganz zum Ende des Buches, fast beiläufig, her. Normalerweise liebe ich gerade die Blicke in die Vergangenheit, diesmal schien  mir dieser Blick nur deshalb hergestellt worden zu sein, weil die Leser das erwarten. Sehr schade.
Als wäre das noch nicht genug, bedient Camilla Läckberg noch zwei weitere Brandaktuelle Themen: Die Flüchtlingskrise mit all ihren Problem, den Sorgen und Nöten der Flüchtlinge und das Mobbing unter Jugendlichen und die daraus manchmal resultierenden Folgen. Hier wäre weniger deutlich mehr gewesen. Dabei ist alles was die Autorin schreibt durchaus interessant und spannend nur hat jeder einzelne Handlungstrang meiner Meinung nach nicht genügend Raum um nachhaltig etwas im Leser auszulösen, ich war schon froh das am Ende doch noch alles schlüssig und logisch aufgeklärt wurde.
Wie immer kam natürlich auch das Privatleben des sympathischen Paares, Erica und Patrik nicht zu kurz, es ist immer wieder schön zu erfahren wie es den Beiden geht, da ihr Privatleben nur selten einen negativen Einfluss auf die Ermittlungen hat, stört mich der Teil der Handlung überhaupt nicht im Gegenteil, lockern diese Episode das Ganze doch etwas auf.
Mein Fazit lautet also, durchaus spannend, wie immer sehr gut geschrieben nur weniger Nebenhandlungen hätten dem Buch gut getan und ich hätte mir einen deutlicheren Bezug zur Vergangenheit gewünscht.


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  • Gebundene Ausgabe: 752 Seiten
  • Verlag: List Hardcover (2. Januar 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3471351078
  • ISBN-13: 978-3471351079
  • Originaltitel: Häxan


Sturzflug von Alex Kava

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Inhalt: Unabhängig voneinander treffen der Hundetrainer Ryder Creek und die FBI Profilerin Maggie O'Dell auf vermeintliche Selbstmörder. Beide sind skeptisch ob es sich wirklich um Selbstmord handelt oder mehr dahinter steckt.

Meine Meinung:
Zunächst einmal Sturzflug ist der dritte Teil einer Reihe und ich muss sagen, mir hat schon ein klein wenig das Wissen aus den Vorgängerbänden gefehlt.
Nichts desto trotz ist die Mischung aus Politik und Wissenschaftsthriller gut gelungen. Die Bedrohung durch einen mutierten Virus ist nicht ganz aus der Luft gegriffen, sobald  in den Medien etwas von Vogelgrippe oder Schweinepest berichtet wird, geraten nicht wenige Menschen in Panik. So ist es nicht verwunderlich das die Behörden Ryders Hunde töten wollen, weil eine von ihnen sich evtl. angesteckt haben könnte. Spätestens da hatten Ryder und sein Team meine volle Sympathie, denn sie haben sich furchtlos für die Hunde eingesetzt.
Mehr möchte ich zum Inhalt nicht verraten.
Der Schreibstil der Autorin ist durchweg flüssig und sie schafft es die Spannung von Beginn an zu steigern. Zwar schien mir nicht alles was sie schrieb logisch, das Hunde innerhalb kürzester Zeit dazu ausgebildet werden können Viren zu erschnüffeln schien mir doch etwas weit hergeholt. Allerdings ist das sicherlich der Tatsache geschuldet das sich alles in einem recht engen Zeitrahmen abspielt.Und trotz dieser kleinen Kritikpunkte, hat mir das Buch einige sehr spannende Lesestunden beschert und ich gebe ein Leseempfehlung mit dem Tipp, die Vorgängerbände zu lesen.

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  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (11. Dezember 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453359569
  • ISBN-13: 978-3453359567
  • Originaltitel: Reckless Creed

Donnerstag, 4. Januar 2018

Abschied in Prag von Alyson Richman

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Inhalt: Jung verheiratet werden die Künstlerin Lenka und der angehende Arzt Josef getrennt. Josef flüchtet vor den Nazis nach New York, während Lenka sich entscheidet bei ihrer Familie zu bleiben. Nur knapp überlebt sie die Gräueltaten der Nationalsozialisten im 3. Reich.
Beide beginnen nach dem Krieg ein neues Leben in den USA ohne zu ahnen das der Andere überlebt hat.

Meine Meinung:
Abschied in Prag ist ein Buch gegen das Vergessen.

Im Geschichtsunterricht lernen wir Fakten:

Kriegsdauer: 1939 -1945 
Mindestens 50 Millionen Gesamtopfer
Opfer deutscher Massenverbrechen: Fast 14 Millionen,                            Juden,Roma,Sinti,Homosexuelle,Kriegsgefangene und viele mehr.

Die Zahlen sind erschreckend, aber eben nur Zahlen, zu oft wird vergessen das hinter jeder dieser Zahlen ein Mensch steht, der gelebt, geliebt, geweint,gelitten hat. Alyson Richman erzählt die Geschichte von zweien dieser Menschen: Josef und Lenka, die wohlbehütet in wohlhabenden jüdischen Familien aufwachsen sich kennen und lieben lernen und durch die Nazis getrennt werden.
Die Autorin lässt ihre Protagonisten erzählen: Lenka erzählt ab dem Jahr 1930, sie beschreibt ihr Kindheit, das Studium ihr erstes Zusammentreffen mit Josef. Josef erzählt uns Lesern im Jahr 2000 was geschah. Schon schnell ist klar, weder Josef noch Lenka werden jemals wieder jemanden so sehr lieben, sie sind Seelenverwandte.
Diese eher ungewöhnliche Art eine Geschichte zu erzählen hat mir sehr gut gefallen. Mit viel Feingefühl beschreibt die Autorin die Erlebnisse ihrer Protagonisten, sie lässt keine Gräueltaten in den Konzentrationslagern aus allerdings ohne allzu viele grausige Details, hier spielt aber automatisch das Kopfkino einen Film ab, wir wissen alle was geschah.
Aber sie lässt auch Raum für ein kleines, zweites Glück.
Im Nachwort erklärt die Autorin das es eine Liebe wie die von Josef und Lenka wirklich gegeben hat, vielleicht berührt die Geschichte die sie um diese Tatsache gewoben hat, deswegen so sehr?

Ich gebe für das Buch eine absolute Leseempfehlung und mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr direkt zur Verlagsseite.

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag (11. Dezember 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453359593
  • ISBN-13: 978-3453359598
  • Originaltitel: The Lost Wife










Mittwoch, 3. Januar 2018

Lilith Eiskalter Engel von Astrid Korten

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Inhalt: Einige Jahre sind vergangen seit Anna Galvaldo nur knapp dem Mörder ihrer Schwester entkommen konnte und ihr Leben könnte perfekt sein, ihre mittlerweile 16jährige Tochter Katharina ist schön und intelligent, ihr Mann Max trägt sie auf Händen und um das Glück perfekt zu machen erwartet sie ein zweites Kind. Doch dann wird Anna auf einer Wohltätigkeitsveranstaltung bedroht und ihr Leben und das ihrer liebsten Menschen gerät erneut aus den Fugen.

Meine Meinung:
Ich bemühe mich nicht zu spoilern, ich kann aber nicht garantieren das es klappt.
Es gibt nicht viele Autoren deren Bücher ich ohne mehr als den Titel zu kennen lese, Astrid Korten ist eine davon. Und so habe ich schon ungeduldig auf die Fortsetzung der Bücher: Eiskalte Umarmung und Jasper das Böse in dir, gewartet und meine Erwartungen an das Buch wurden nicht enttäuscht, für die Leser die die eben genannten Bücher nicht kennen, man kann sie unabhängig voneinander lesen, aber warum sollte man sich freiwillig des Vergnügens berauben.
Von Beginn an schafft es Astrid Korten die Spannung aufrecht zu erhalten, ihr Schreibstil lässt die Seiten nur so dahinfliegen. All das bieten allerdings viele Krimis und Thriller, was diese vielen aber nicht bieten ist das was zwischen den Zeilen steckt, je mehr ich las, desto mehr wollte ich wissen warum handeln die Personen wie sie es tun? Zufall, Erziehung,Vererbung?
Ich habe versucht mich in sie hineinzuversetzen, da ist Katharina, wie man aus dem Klappentext erfährt, ist sie ein besonderer Mensch, sensibel und durch ihre Gabe und sicherlich auch wegen ihres Alters ein schwieriges Kind, trotz alldem mochte ich sie, denn je näher ich sie kennen lernte desto mehr klarer wurde mir, das sie ein Opfer der Vergangenheit ihrer Eltern ist.
Viel mehr möchte ich jetzt nicht schreiben, denn alles weitere wäre wirklich gespoilert.
Auf jeden Fall gibt es für
Lilith Eiskalter Engel
eine absolute Leseempfehlung von mir und wenn ihr mehr über die Autorin und ihre bemerkenswerte Bücher erfahren möchtet, mit einem Klick auf das Cover kommt ihr direkt auf ihre Homepage.

  • Taschenbuch: 294 Seiten
  • Verlag: Independently published (13. Dezember 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 1973531453
  • ISBN-13: 978-1973531456

Dienstag, 2. Januar 2018

Wie der Drache zu seinem Personalausweis kam von Axel Brandt

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Inhalt: Unter dem Pseudonym Lucius führt ein Ex-Student einen Blog, wobei weder das eine noch das andere sonderlich ungewöhnlich wäre, es gibt sowohl Ex-Studenten wie auch Blog wie Sand am Meer, nur sieht die Lage hier etwas anders aus, denn der Ex-Student und Blogger Lucius ist ein Drache, der sich in seiner menschlichen Gestalt in die Hure Lili verliebt und von ihr verhext wird.

Meine Meinung:
Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, denn es gibt nicht nur Blogger und Ex-Studenten wie Sand am Meer, sondern auch einige Drachen in der Fantasyliteratur, mir ist aber noch kein Drache über den Weg gelaufen wie Lucius einer ist, eine Drachenseele gefangen im Körper eines Menschen und befreit von einer Hexe die im Sodom & Gomorrah als Hure jobbt.
Man muss sich einlassen auf die etwas andere Art von Buch, ich musste mich an die Erzählform erst gewöhnen, aber sobald ich mich eingelesen hatte hat die Lektüre wirklich Spaß gemacht. Lucius geht auf die Blogleser ein, er beantwortet ihre Fragen, macht Werbung für das Bordell und zwischendurch lernen wir noch andere Bewohner Metropolis kennen.
Es ist wirklich schwierig dieses Buch in Worte zu fassen, ich habe bisher nichts vergleichbares gelesen. Der Schreibstil ist manchmal etwas hektisch, das klingt jetzt negativer als es gemeint ist, vielleicht wäre rasant der bessere Ausdruck, aber auch das trifft es nicht ganz, denn manchmal muss man etwas Geduld aufbringen, denn Lucius neigt dazu abzuschweifen bevor er auf das Ziel seiner Anekdoten kommt, so wie ich gerade mit dieser Rezension.
Dieses Buch muss man einfach selber gelesen haben.


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  • Taschenbuch: 388 Seiten
  • Verlag: A. Fritz Verlag; Auflage: 1 (13. September 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3944771249
  • ISBN-13: 978-3944771243

Tod von oben von Jürgen Ehlers

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Inhalt: Der englische Spion Gerhard Prange springt über den Niederlanden mit dem Fallschirm ab und wird direkt gefangen genommen. Durch seine Beziehungen zu Arthur Seyẞ-Inquart dem mächtigsten Nazi in den Niederlanden entgeht er dem üblichen Schicksal feindlicher Spione und wird stattdessen gezwungen, als Doppelagent zu arbeiten. Gerhard trifft bei der Wohnungssuche auf Sofieke, eine untergetauchte Jüdin, die mit falschen Papieren lebt und ihm ein Zimmer vermietet. Gegen alle Widerstände verlieben sich die Beiden.

Meine Meinung:
Jürgen Ehlers hat in seinem Roman Tod von Oben, die fiktive Geschichte Gerhards und Sofieke mit historisch belegten Fakten verwoben und damit ein von der ersten bis zur letzten Seite spannendes Buch geschaffen.
Normalerweise lese ich Bücher nicht und schlage zwischendurch nach, ob das, was mir als Fakt erscheint auch wirklich so war, hier habe ich eine Ausnahme gemacht, weil ich zu wenig über die Spionagetätigkeit der jeweiligen Seiten wusste. Überhaupt wusste ich wenig über das was in den Niederlanden während der Nazizeit geschah, hier habe ich tatsächlich noch etwas gelernt, die Niederländische Regierung hatte wohl gehofft neutral bleiben zu können.
Jürgen Ehlers beleuchtet nicht nur das Schicksal Gerhards und Sofiekes sondern z.B. auch das Dorlis, der Tochter Arthur Seyẞ-Inquarts, sie ahnt nur langsam, das der angebetete Vater auch eine sehr dunkle Seite hat und das außerhalb ihrer behüteten Welt grausames vor sich geht.
Kopfschüttelnd las ich von dem Unvermögen der Briten ihre Agenten ausreichend mit falschen Papieren und Geldreserven auszustatten so das die meist auch noch schlecht ausgebildeten Männer unweigerlich in ihr Verderben rannten, völlig sinn und zwecklos wurden hier Menschen geopfert.
Jürgen Ehlers hat einem Stück Zeitgeschichte Leben eingehaucht, das viele Menschen lieber heute als morgen aus ihrem Gedächtnis verbannen möchte, um so wichtiger sind gerade solche Geschichten, die erzählen wie es war und gleichzeitig gut zu unterhalten wissen.

Ich vergebe für Tod von oben eine absolute Leseempfehlung und, wenn ihr auf das Cover klickt erfahrt ihr mehr über das Buch und weitere Werke Jürgen Ehlers.

  • Gebundene Ausgabe: 360 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (17. Oktober 2017)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 374488984X
  • ISBN-13: 978-3744889841